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Diakonenweihe in Griesbach: der Kandidat im Porträt. Bischof Wilhelm Schraml weiht am Sonntag, 5. Februar den Priesteramtskandidaten Fabian Feuchtinger zum Diakon – Im Juni folgt die Priesterweihe
Der Passauer Diözesanbischof Wilhelm Schraml weiht am Sonntag, 5. Februar, aus dem Priesterseminar St. Stephan, Fabian Feuchtinger zum Diakon. Das Pontifikalamt in der Pfarrkirche Griesbach beginnt um 9.30 Uhr. Der Priesteramtskandidat wird im Juni 2012 zum Priester geweiht. Im Pfarrverband Bad Griesbach macht er derzeit sein Pastoralpraktikum.
Das Wort „Diakon“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Diener, Helfer“. Entsprechend wurde dem Diakon schon in der frühen Kirche, wie die Apostelgeschichte berichtet, die Sorge um Notleidende übertragen. Diakone dürfen segnen, taufen, Trauungen halten und das Wort Gottes auslegen. Wenngleich der junge Mann noch kein Priester ist – mit der Weihe, gehört er als Diakone dem Klerus an.
Bei der Weihe erklärt der Kandidat zunächst seine Bereitschaft, das Amt des Diakons zu übernehmen. Dann legt der Bischof ihm die Hände auf – der eigentliche Weiheritus.
Anschließend legt ihm der Geistliche aus dem Praktikumsort die liturgischen Gewänder an, Stola und Dalmatika. Als sichtbares Zeichen wird das Evangelienbuch überreicht.
Der Weihekandidat im Porträt
Fabian Feuchtinger ist 24 Jahre alt und wohnt in Rothau bei Tittling. Weil er sich immer noch in seiner früheren Heimatpfarrei Thurmansbang beheimatet weiß und sich dort engagiert, möchte er als Neupriester seine Primiz dort feiern. In Grafenau hat er 2006 das Abitur gemacht und ist in das Priesterseminar St. Stephan in Passau eingetreten. Sein Studium der Kath. Theologie hat er an den Universitäten Passau, München und Regensburg studiert und dort jetzt mit dem Diplom abgeschlossen.
So ging er den Weg zum Diakonat und Priestertum: Ministrantendienst, der Mesnerin helfen; eines Tages, als diese ihren Dienst altersbedingt aufgeben musste und sich keine Nachfolge finden ließ, übernahm er deren Arbeit in der Filialkirche Saldenburg (Pfarrei Thurmansbang). Lektor und Kommunionhelfer ist er geworden; er wuchs hinein in den Pfarrgemeinderat Saldenburg. „Ich habe mich somit immer mehr mit der Liturgie und dem Glauben beschäftigt“ sagt er. Daraus erwuchs sein Wunsch Priester zu werden und „dem Ruf Gottes zu folgen“.
Im Praktikum sucht er Einblick zu gewinnen in den Alltag eines Priesters. Mit der Diakonenweihe will er nun stärker in die Seelsorge gehen und die „Aufgaben eines Diakons übernehmen, wie predigen, taufen, Trauungen und Beerdigungen halten. An der Grundschule Rotthalmünster und an der Grund- und Mittelschule Bad Griesbach probiert seine Fähigkeiten im Religionsunterricht aus. Persönlich wichtig ist ihm, „den Menschen die Freude am Glauben“ zu vermitteln. „Es ist schön und bereichernd sich für die Sache des Herrn zu engagieren. Der Glaube ist schön und macht Freude“. Das will er den Menschen weitergeben.
Seinen Dienst als Diakon sieht er in diesem Bibelvers aus Psalm 23 widergespiegelt: „Der Herr ist mein Hirte“ bedeutsam geworden. Er wählt ihn auch als seinen Primizspruch. Konkret bedeutet das für ihn: „Der Herr steht uns immer zur Seite; auf seine Hilfe und seinen Schutz können wir uns stets verlassen“.





