Bischof Stefan Oster tauscht sich mit Schul- und Seminarleitungen an Förderschulen aus


    Datum: 
    10.02.2017

    „Gott liebt die Geringen, die Armen, die Benachteiligten“

     

     

    Josef Zimmermann, Schulrat i. K. (v.l.), Rudolf Lentner, Schulrat i.K., Dr. Hans-Peter Eggerl, Schulreferent im Bischöflichen Schulreferat, Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Josef Schätz, Bereichsleiter Bereich 4 Schulen der Regierung von Niederbayern, Rainer Fauser, Ltd. Regierungsschuldirektor Sachgebiet 41 – Förderschulen, Birgit Haran, Regierungsschuldirektorin - Referat 41.1, Otto Wagmann, Regierungsschuldirektor – Referat 41.2 und Maria Findelsberger, Sonderschulrektorin – Referat 41.3 diskutierten intensiv mit den Schul- und Seminarleitungen an Förderschulen, die zu dem Termin in den Festsaal von St. Maximilian gekommen waren.

    Benachteiligte Jugendliche unterstützen und ihnen den Weg in ein gutes Leben ermöglichen. Das ist Bischof Dr. Stefan Oster als Salesianer Don Boscos ein großes Anliegen. Und das ist auch Aufgabe von Förderschulen. Am Mittwoch, den 8. Februar, ist der Passauer Bischof mit knapp 50 Schul- und Seminarleitungen an Förderschulen sowie hochrangigen Vertretern aus dem Schulbereich der Regierung von Niederbayern zusammengekommen. Im Gespräch ging es um verschiedene Themen des Glaubenslebens an der Schule und im Alltag, Glaubensverkündigung und Inklusion. Bischof Stefan Oster ging auf die Wichtigkeit einer einheitlichen Auffassung des Glaubens ein, denn „damit hängt unmittelbar unser Menschenbild zusammen“, betonte der Passauer Oberhirte. „Als Katholiken sprechen wir über die Frage ‚Wer ist Gott?‘ immer im Zusammenhang mit der Frage ‚Wer ist der Mensch?‘. Das hat mit dem Thema Würde zu tun.“ Den Menschen mit seiner Würde zu betrachten, sei für Pädagoginnen und Pädagogen sehr wichtig. Er warnte davor, dass an Orten, an denen Glaube verdunstet, Vakuum entstehe und Menschen verführbar mache. Einig waren sich alle, dass es stets gute und authentische Vorbilder brauche.

    Rückmeldung gaben die Anwesenden Schul- und Seminarleitungen auch über den Religionsunterricht an ihren Schulen. Sie schilderten die Herausforderung der Religionslehrkräfte sich einerseits der Katechese zu widmen und andererseits aber auch die Probleme der einzelnen Schüler aufzugreifen. Ermutigend sagte der Bischof: „Gott liebt die Geringen, die Armen, die Benachteiligten. Ich habe schon manchmal erfahren dürfen, dass gerade auch benachteiligte Kinder dieses Geheimnis ‚Ich bin ein Kind Gottes‘ tiefer verstehen können, als wir es mit unserem Intellekt versuchen zu erklären.“

    Nach knapp zwei Stunden des intensiven Austauschs dankte er den Anwesenden für ihr Engagement für Kinder und Jugendliche, die sie auf dem Weg ins Leben begleiten. Josef Schätz, Bereichsleiter „Schulen“ der Regierung von Niederbayern, auf dessen Initiative hin das Treffen stattfand, fasste das Gespräch als „herausfordernd und wohltuend“ zusammen. „Es liegt an jedem einzelnen sich mit den elementaren Fragen immer wieder auseinanderzusetzen“, richtete er sich an die Pädagoginnen und Pädagogen. In enger Zusammenarbeit mit dem Schulreferat des Bistums wolle man die gemeinsame Aufgabe weiter voranbringen.