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Benediktinerabtei St. Peter, Salzburg - Missbrauch - Geistlicher mit Ruhesitz in Altötting


Datum: 
10.03.2010

Der inzwischen verstorbene, frühere Benediktinerpater der Erzabtei St. Peter in Salzburg, Ernest Flachberger, nahm, wie viele andere Geistliche auch, in Altötting seinen Ruhesitz.

Seit 1975 gehörte er nicht mehr der Erzabtei an, wohl aber noch dem Orden. Er war dann als Priester im Bistum Linz und im Erzbistum München und Freising tätig. In Altötting hatte der frühere Ordensmann privat ein Wohnrecht geerbt. Der Priester kam damit in die Diözese Passau und hat als Ruhestandsgeistlicher des Bistums seine Mithilfe angeboten.

Er wurde fallweise zu verschiedenen priesterlichen Aushilfstätigkeiten herangezogen, war aber in der Pfarrseelsorge nicht eingesetzt. So hielt er in Altötting Gottesdienste im außerordentlichen Ritus.

Von seinen schwerwiegenden sittlichen Verfehlungen in der Vergangenheit war im Bischöflichen Ordinariat Passau nichts bekannt.

Es gab keine Hinweise oder Informationen über den betreffenden Priester.

Diese unzureichende Information hat der Passauer Bischof auch gegenüber dem Erzabt der Benediktinerabtei St. Peter erklärt und dem Salzburger Erzbischof zur Kenntnis gegeben.

Im Februar diesen Jahres, in dem Ernest Flachberger verstarb, erhielt die Diözese Kenntnis. Die von dem Verstorbenen begangenen Vergehen kann man nur zutiefst Bedauern.

Generalvikar
Prälat Dr. Klaus Metzl