Menu

Aufbruch in die digitale Welt


Datum: 
10.05.2016

80. Geburtstag: Passauer Bistumsblatt blickt zurück und startet neue Projekte

 

Geschichte trägt manchmal tragische Züge: Bischof Sigismund Felix hatte früh erkannt, wie wichtig in Zeiten der Gleichschaltung in der Nazi-Diktatur eine eigene diözesane Zeitung sein würde. Doch den eigentlichen Start erlebte er nicht mehr. Er starb am 11. Mai 1936 im 81. Lebensjahr kurz vor der Auslieferung der Nummer 1. Es stellte daher deutlich mehr als nur eine „Hommage“ an den verstorbenen Oberhirten dar, dass sein Foto – der aufgebahrte Bischof – im Zentrum der Titelseite stand. Doch auch die folgenden Jahre waren geprägt von den Auseinandersetzungen mit den Nationalsozialisten. 1941 schließlich das vorläufige Aus: Die Zeitung wurde mit der Ausgabe zum Pfingstsonntag von den staatlichen Stellen verboten. Auf vielen Sonderseiten in der Heftmitte blicken wir zurück auf diese so schwierigen Anfangsjahre. Gleichzeitig schauen wir auch nach vorn. Denn mit der aktuellen Ausgabe des Passauer Bistumsblatt wird auch ein innovatives Gemeinschaftsprojekt von Diözesanarchiv, Uni Passau und Bistumsblatt gekrönt: Die Digitalisierung der Jahrgänge von 1936 bis 1941 ist abgeschlossen. Mehr als 1000 Seiten wurden in einem hoch aufwändigen Verfahren eingescannt, sind nun nutz- und lesbar. Wer sich einen Einblick verschaffen möchte, kann dies unter www.bistumsblatt.bistum-passau.de – die Seiten sind ab Pfingsten online.

Ebenfalls in der digitalen Welt angesiedelt und doch ganz anders ist eine weitere Neuerung: Das Bistumsblatt ist mit kurzen Texten, Bildern, Links und Informationen nun auf Facebook präsent. Trotz aller Innovationsfreude, eines hat sich nicht geändert: Wer wirklich tiefgehend und umfassend über die vielen Seiten des Lebens in Bistum und Weltkirche informiert sein möchte, kommt an der gedruckten Version des Passauer Bistumsblatts nicht vorbei. Print prägt und hat auch nach 80 Jahren seinen Mehrwert nicht verloren.    

>>>>>Die aktuelle Ausgabe oder Informationen zum Bistumsblatt erhalten Sie unter 0851 393 1323

 

Mit neuen Projekten auf der Datenautobahn gemeinsam ins Jubiläumsjahr: Generalvikar
Dr. Klaus Metzl (v.l.), Sebastian Gassner von der Uni Passau, Dr. Hannelore Putz,
stellvertretende Leiterin des Bistumsarchivs, Bistumsblatt-Chefredakteur Wolfgang Krinninger,
Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Archivdirektor Dr. Herbert W. Wurster, Auszubildende Anna Fruth,
Prof. Malte Rehbein von der Uni Passau und Kanzlerin Antonia Murr gaben gemeinsam das
Startsignal für die Online-Stellung der Bistumsblatt-Jahrgänge von 1936 bis 1941. Fotomontage:
Friedenberger/Fotolia/Lindinger