Haus Papst Benedikt XVI. - Neue Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum
Neupriester fordert Christen zum Glaubenszeugnis auf und spendet Primizsegen
Schwierig und doch hilfreich: Stille aushalten
Passau (iop). Mit einer großen Gottesdienstgemeinde hat der Neupriester Thomas Hochwimmer am Montag, 9. August, in der Klosterkirche Mariahilf Eucharistie gefeiert. Bis auf den letzten Platz war die Wallfahrtskirche gefüllt, als Thomas Hochwimmer, Generalvikar Dr. Klaus Metzl und die beiden Pauliner-Mönche Pater Arkadiusz Jaczewski und Pater Benjamin Bakowski am Altar zelebrierten.
Der Neupriester forderte in seiner Predigt zur Nachfolge Christi auf. Vor Gott solle der Mensch das Knie beugen. „Gott die Ehre zu geben“ müsse das Anliegen eines jeden Christen sein. „Sich von Gott anschauen lassen und auf Gott schauen“, das sei der richtige Weg, sagte Hochwimmer, den Diözesanbischof Wilhelm Schraml Anfang Juli zum Priester geweiht hatte. Solche Anbetung Gottes in Stille sei heute oft schwierig. Viele Menschen würden Stille gar nicht mehr aushalten. Umso mehr müsse man das „Hören auf Gott in der Stille“ einüben. Denn es sei hilfreich. Darin liege Heil und Heilung für die Menschen. Der Geistliche lud die Frauen und Männer ein, sich täglich neu auf den Glauben einzulassen und im Geist der Anbetung dankbar vor Gott zu treten. So habe auch die heilige Edith Stein ihr Leben gemeistert, erinnerte der Priester. Die katholische Kirche feierte den Gedenktag der Blutzeugin, die als frühere Jüdin und zum katholischen Glauben konvertierte Ordensschwester im Konzentrationslager Auschwitz umgekommen ist.
Generalvikar Dr. Klaus Metzl hatte den Neupriester herzlich begrüßt. Es sei eine Freude, dass Thomas Hochwimmer seinen ganz persönlichen Weg zum Priestertum gefunden habe. Wie die Gläubigen ließ sich auch der Generalvikar vom Neupriester die Hände auflegen und so persönlich den Primizsegen spenden.
Hochwimmer, ein gelernter Bäcker und später Bürokaufmann hat sein priesterliches Wirken unter einen Spruch aus dem Lukasevangelium gestellt: „Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung der Sünden.“ (Lk 1,77). Das will der 40-jährige damit sagen: „Ich möchte den Menschen helfen, eine liebende Beziehung zu Gott aufzubauen. Dieser Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, ist für jeden Menschen konkret erfahrbar. Gott ist nichts Theoretisches irgendwo am Himmel droben, sondern er will Beziehung mit mir und mich heil machen!“.
Eucharistie feierten Thomas Hochwimmer (3 v.l.) Generalvikar Dr. Klaus Metzl (re.) und (v.l.) die beiden Pauliner-Mönche Pater Arkadiusz Jaczewski und Pater Benjamin Bakowski.





