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Bischof Wilhelm Schraml zur Rücktritts-Ankündigung von Papst Benedikt XVI.


Datum: 
11.02.2013

Meldung beim 21. Weltkrankentag in Altötting erreicht – schweren Herzens zu akzeptieren

Der Apostolische Administrator des Bistums Passau, Bischof Wilhelm Schraml, hat beim 21. Weltkrankentag in Altötting die Nachricht erhalten, dass Papst Benedikt XVI. am 28. Februar 2013 vom Amt als Papst und als Bischof von Rom zurückzutrete. Wie viele, die das Pontifikalamt in der Stiftskirche zelebrierten und mitfeierten, war Bischof Wilhelm Schraml überrascht wie betroffen. Es gelte diesen Schritt aber zu respektieren.

 

In einer ersten Stellungnahme sagte der Bischof: „Mir geht es wie allen hier in Altötting, als ich nach der Heiligen Messe die Nachricht erhalten habe, der Papst möchte zurücktreten. Ich habe diesen Schritt – wenn auch schweren Herzens - zu akzeptieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Papst im Gebet zu dieser Entscheidung gefunden hat und sie im Gebet gereift ist. Wir wissen uns jetzt aufgerufen zum Gebet“. Wie es dann im Einzelnen weitergehe, müsse man sehen.“

O-Ton zum Papstrücktritt Bischof Wilhelm Schraml

 

Erzbischof Zygmunt Zimowski, Präsident des Päpstlichen Rates für die Krankenpastoral und als Sondergesandter des Papstes am Montag, 11. Februar, im Marienwallfahrtsort Altötting sagte vor Medienvertretern: „Das ist seine Entscheidung und wir wollen für ihn noch mehr beten. Er hat so viel für die Kirche getan und wir sind dankbar, dass ihn der liebe Gott uns geschenkt hat und er bleibt mir in großer Erinnerung. Ich habe mit dem Heiligen Vater 19 Jahre in der Glaubenskongregation gearbeitet. Er hat mich zum Bischof geweiht und ich bin sehr eng mit ihm verbunden. Nicht als Papst, aber als Mensch und wir werden ihn weiter begleiten. Er ist immer Papst auf ewig!“.

O-Ton zum Papstrücktritt von Erzbischof Zygmunt Zimowski

 

Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset erklärte in einer ersten Reaktion: „Ich danke Gott für acht Jahre seines Pontifikates, das für die ganze Welt, die Kirche, die Ökumene, für die Kultur so reich war. Er hat uns im Glauben bestärkt. Deshalb ist es nur ein Dankwort zu Gott. Auch wenn wir überrascht sind – Gott weiß warum und der Papst weiß auch warum“.

O-Ton zum Papstrücktritt von Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset

 

 

Beim Besuch in der Kreisklinik Altötting betonte Erzbischof Zimowski, er habe in Altötting einen geschichtsträchtigen Tag erlebt. Die Nachricht vom Rücktritt des Papstes habe die Menschen überrascht, allerdings nicht negativ. Er nannte Benedikt XVI. einen „großen Papst auf Grund seiner theologischen Kraft“. Der Erzbischof meinte, der Papst habe „den Weltkrankentag als Datum seiner Rücktrittsankündigung bewusst gewählt, weil er mit Altötting so verbunden ist“.

Bischof Wilhelm Schraml erinnerte an das Wirken vom Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Erst er habe „vor aller Welt  ja zu seinem Leiden gesagt und die schwere Krankheit ertragen; aber nie verborgen“. Benedikt XVI. habe ein „persönliches Ja zu seiner physischen Verfasstheit gesagt. „Solches Ja zu Krankheit und zu Grenzen der Physis“  sei der Kirche als Botschaft aufgetragen.  Es gelte dies künftig noch stärker aufzugreifen.