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Brot teilen – Bildung vermehren


Datum: 
12.02.2018

KDFB in der Diözese Passau startet „Solibrot“-Aktion 2018

 

 

 



Die „Solibrot“-Aktion 2018 für die Diözese Passau wurde im Rahmen eines fairen Frühstücks eröffnet. Nun hoffen (v.l.) die KDFB-Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschiner, Barbara Schmidt von Misereor und KDFB-Bildungsreferentin Tanja Kemper auf viele verkaufte „Solibrote“. Foto: Mareen Maier

Brot teilen – Bildung vermehren

KDFB in der Diözese Passau startet „Solibrot“-Aktion 2018

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) in der Diözese Passau beteiligt sich in diesem Jahr mit zahlreichen Zweigvereinen und örtlichen Bäckereien zum vierten Mal in Folge an der so genannten „Solibrot“-Aktion. Bei dieser Aktion, die der KDFB-Bundesverband und das katholische Hilfswerk Misereor gemeinsam bundesweit durchführen, wird in der Fastenzeit Brot als „Solibrot“ mit einem Solidaritätsaufschlag von 50 Cent verkauft. Der Aufschlag wird gespendet.

Offiziell gestartet wurde die Aktion für die Diözese Passau am Faschingssamstag im Rahmen eines fairen Frühstücks in der Landvolkshochschule Niederalteich. Die KDFB-Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschiner sprach von einer „genialen Aktion“, die einfach umgesetzt werden könne und große Wirkung habe. Brot teilen sei für Christinnen und Christen ein symbolischer Akt. „Wir erinnern an die wundersame Brotvermehrung in der Bibel. Das hier ist auch eine wundersame Vermehrung. Wir verzehren etwas und vermehren Bildung – Bildung wird immer der Schlüssel dafür sein, dass es Menschen irgendwo auf der Welt bessergehen kann“, erklärte sie. Denn das Geld, das im Rahmen der Aktion gesammelt wird, fließt in Projekte von Misereor. Alljährlich kann gewählt werden, welches Projekt unterstützt werden soll. Der KDFB-Diözesanverband Passau hat sich erneut für das „Rescue Dada Centre“ in Nairobi entschieden. „Wir wollen nachhaltig sein und immer dem gleichen Projekt helfen. So bleibt es besser in den Köpfen“, erklärte Benkenstein-Matschiner. Bildungsreferentin Tanja Kemper fügte hinzu, dass dem KDFB natürlich insbesondere die Unterstützung von Mädchen und Frauen am Herzen liege. „Das ‚Recue Dada Centre‘ hilft ganz vielen Mädchen dabei, eine gute Zukunft zu haben“, so Kemper. Was genau hinter dem Projekt steckt, erklärte Barbara Schmidt, die bei Misereor die Arbeitsstelle Bayern des Werks für Entwicklungszusammenarbeit leitet und ursprünglich aus dem Landkreis Passau kommt. Mit Hilfe eines kurzen Films stellte sie das Zentrum als Zufluchtsstätte für verwaiste Straßenmädchen im Alter zwischen vier und 16 Jahren vor. Dabei wurde klar: Frauen und Mädchen in Nairobi haben kaum Rechte. Zudem leben fast 60 000 Mädchen und Jungen auf der Straße. Die Straßenmädchen werden oft Opfer von sexueller Gewalt und von Missbrauch. Das „Recue Dada Centre“ steuert entgegen – Sozialarbeiterinnen sprechen gezielt betroffene Mädchen an und geben ihnen einen Ort, „an dem ihre Seelen heilen können.“ Im Zentrum werden die Mädchen verpflegt, erfahren Gemeinschaft und vor allem: Sie erhalten Schulunterricht. „Die Mädchen bekommen hier die Chance auf Bildung, ausreichend Nahrung und damit auf ein normales Leben – frei von Ausbeutung und der Gefahr, prostituiert zu werden oder Gewalt ausgesetzt zu sein“, betonte Schmidt.

Im vergangenen Jahr sind alleine in der Diözese Passau 10 000 Euro im Rahmen der „Solibrot“-Aktion zur Unterstützung des „Recue Dada Centres“ zusammengekommen. Dieses Ergebnis will der KDFB natürlich gerne toppen. Die Vorzeichen stehen gut: Es beteiligen sich fast doppelt so viele Zweigvereine und Bäckereien an der Aktion wie noch im Vorjahr. „Wir rufen nun dazu auf, in der Fastenzeit ganz bewusst in den Bäckereien ‚Solibrot‘ zu kaufen“, betonte Kemper. Eine Übersicht mit allen teilnehmenden Zweigvereinen und Bäckereien ist auf der Homepage des Frauenbundes unter www.frauenbund-passau.de zu finden.

>>>>Mareen Maier; KDFB