Menu

Alexander Haas aus Hart/Alz zum Priester geweiht - Primiz am Sonntag


Datum: 
12.07.2017

Noch ein Neupriester aus dem Bistum Passau: Alexander Haas aus Hart an der Alz ist in Wasseralfingen bei Stuttgart von Bischof Dr. Gebhard Fürst zum Priester geweiht worden. Er gehört damit nun der Diözese Rottenburg-Stuttgart an. Am kommenden Sonntag feiert Haas mit der Heimatgemeinde Hart seine Primiz.

 

„Alexander Haas aus Hart an der Alz“, so wurde er am Beginn des festlichen Weihegottesdienstes vom Regens des Priesterseminars beim Namen gerufen. „Hier bin ich“, antwortete Haas mit fester Stimme. Neben Mutter Anita Haas, seinem Bruder Stefan und Simon Spatzl erlebten auch Heimatpfarrer Michael Witti und der Burgkirchner Pfarrer Michael Brunn diesen bewegenden Augenblick mit. Beide kennen Haas noch vom Studium in Passau her. Auch Franz und Maria Wast von der Harter KAB feierten mit.

In der Predigt ging Bischof Fürst auf die Bibelstellen ein, die Haas gemeinsam mit den beiden weiteren Weihekandidaten Andreas Jauss aus Kirchtellinsfurt und Mathias Michaelis aus Scheer ausgewählt hatte. So war in der altestamentlichen Lesung aus dem Buch Numeri zu hören, wie Mose vor Gott geklagt hat. Die ganze Last, die Gott ihm mit der Sorge für das ganze Volk Israel auf dem Weg durch die Wüste auferlegt hatte, wurde ihm zu schwer. „Wie kannst du mich so behandeln“, klagte er. Da ließ ihn Gott siebzig erfahrene Männer suchen, denen er vom Geist des Mose etwas abgeben wollte. Sie sollten ihm fortan helfen, das Volk Gottes zu führen und zu leiten. Bischof Fürst machte mit diesem Motiv den Weihekandidaten Mut. Sie müssten niemals alles alleine schaffen. Kirche lebe auch heute vom Miteinander vieler. Bewusst verwies er dabei auch auf das sogenannte „allgemeine Priestertum“ aller Getauften, wie es vom Zweiten Vatikanischen Konzil postuliert wurde. Ebenso legte der Bischof den Kandidaten das große Gebot Jesu ans Herz: „Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.“ Er ermunterte sie damit, nicht nur immer für alle anderen da zu sein, sondern sich zuerst einmal und immer wieder „von Jesus lieben zu lassen“. Das sei die große Kraftquelle, ohne die der priesterliche Dienst nicht möglich sei.

Nachdem Chor und Volk singend den Heiligen Geist im alten Hymnus herabgerufen hatten, legte Alexander Haas kniend seine Hände in die Hände des Bischofs. So schwor er nach uraltem Ritus der Kirche dem Bischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam.
Zum Zeichen ihrer unbedingten Hingabe lagen die drei Weihekandidaten dann ausgestreckt auf dem Boden vor dem Altar, während die Allerheiligenlitanei gesungen wurde. Mit dem schlichten Zeichen der schweigenden Handauflegung weihte dann Bischof Dr. Gebhard Fürst Alexander Haas zum Priester. Auch alle anwesenden Priester legten den dreien dann schweigend die Hände auf, als Zeichen der Weitergabe des Heiligen Geistes. Seit der Zeit der Apostel geschieht die so in ununterbrochener Generationenfolge.

Nach der Weihe wurden die Neupriester mit Stola und Messgewand bekleidet. Der Bischof salbte dann Alexander Haas die Hände mit Chrisamöl. „Unser Herr Jesus Christus… stärke dich in deinem Dienst, das Volk Gottes zu heiligen und Gott das Opfer darzubringen“, so legte es der Bischof Alexander Haas ans Herz. Sodann überreichte er ihm Kelch und Hostienschale mit dem Auftrag: „Empfange die Gaben des Volkes für die Feier des Opfers. Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes.
Nach dem Friedensgruß feierten dann die Neugeweihten zum ersten Mal am Altar mit dem Bischof und der Leitung des Priesterseminars die Eucharistie. Am Ende dieses bewegenden Gottesdienstes spendeten die drei – gemeinsam mit dem Bischof – den Segen.

Am kommenden Sonntag wird dann Alexander Haas in Hart an der Alz die Primiz feiern. Es ist dies vom Wortsinn her seine „prima missa“, seine erste Heilige Messe, die er in der Kirche feiern wird, in der er einst getauft wurde. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr, anschließend findet ein gemeinsames Mittagessen statt. Der Tag endet um 17 Uhr mit einer Dankandacht.