Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung PalliDONIS und Bayerische Krebsgesellschaft e.V. zu Besuch bei Bischof Stefan Oster


    Datum: 
    13.02.2017

    Intensive Gespräche über existentielle Fragen des Lebens

     

    Bayerische Krebsgesellschaft e.V. bei Bischof Stefan Oster zu Besuch
    „Vielen Dank für die bewegenden Geschichten und ihr Glaubenszeugnis“

    „Mir hat es plötzlich den Boden unter den Füßen weggerissen.“ „Ich bin in ein tiefes Loch gefallen“. Diese und ähnliche Empfindungen schildern Menschen, als bei ihnen Krebs diagnostiziert wurde. Am Freitag, den 10. Februar traf sich Bischof Dr. Stefan Oster SDB mit Mitarbeiterinnen der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V., Vertreterinnen und Vertretern von Selbsthilfegruppen und Krebspatientinnen und -patienten. Bei einem Mittagessen in der „mensa episcopi” informierten sie den Passauer Oberhirten über die Tätigkeiten der psychosozialen Krebsberatungsstelle und die Betroffenen erzählten über ihren Weg mit der Diagnose Krebs zu leben. „Vielen Dank für die bewegenden Geschichten und ihr Glaubenszeugnis“, sagte Bischof Stefan Oster zu den Anwesenden. „Anhand ihrer Geschichten wird deutlich, dass der Weg durch die Krankheit und das Schicksal oftmals in eine tiefere Liebesfähigkeit, Offenheit und Freiheit führen kann”, so der Bischof. Beate Kamm von der Beratungsstelle am Kleinen Exerzierplatz in Passau berichtete über die drei Arbeitsbereiche des Vereins: Beratung, Selbsthilfegruppen und die Öffentlichkeitsarbeit mit Vorträgen. „In Passau gibt es zwei Beratungsstellen”, so Beate Kamm. Mit ihrer Kollegin Martina Oswald arbeitet sie auch psychoonkologisch, „denn die Seele darf nicht vergessen werden”, so Kamm. „Die zweite Beratungsstelle befindet sich am Klinikum Passau.” Die zweite Säule des Vereins - die Selbsthilfegruppen - seien für Betroffene sehr wichtig, da sie dort oft wieder Vertrauen gewinnen und aus der Angst herausgeführt werden, erzählten die anwesenden Gruppenleiterinnen und –leiter. Es sei ein Ort des Austausches, der zuhause mit Familienmitgliedern in dieser Form nicht immer möglich sei, berichteten sie. „Uns geht es auch darum Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen“, so die Leiterin einer Selbsthilfegruppe. Trotz der Wichtigkeit der Selbsthilfegruppen sei es problematisch Nachfolger in der Leitung der Gruppen zu finden. Als dritten Bereich organisieren die Mitarbeiterinnen Vorträge und Veranstaltungen zu medizinischen, psychologischen und sozialrechtlichen Themen. In diesen Bereich fällt auch der monatliche Frühstückstreff am Kleinen Exerzierplatz, der Betroffenen und Angehörigen offensteht. Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle Passau finden Sie am Kleinen Exerzierplatz 14. Telefonisch erreichbar unter: 0851/720 19 50

     


    Martina Oswald (l.), Anuschka Loibl und Beate Kamm (r.) sind hauptamtliche Mitarbeiterinnen der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. Anuschka Loibl kümmert sich um die Verwaltung und Martina Oswald und Beate Kamm leiten die Krebsberatungsstelle am Kleinen Exerzierplatz.

    Bayerische Krebsgesellschaft e.V.
    Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. wurde 1925 gegründet und hilft seit jeher Menschen mit Krebs und deren Angehörigen bei der Bewältigung der Krankheit. In Bayern gibt es insgesamt 19 Einrichtungen, dazu zählen Psychosoziale Krebsberatungsstellen und Psychoonkologische Dienste. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Beratung der Ratsuchenden und auch in der Begleitung aller psychischer und sozialer Fragen tätig. Das Angebot ist vertraulich und kostenfrei. Neben der Beratung gibt es in Bayern mittlerweile rund 200 ehrenamtlich tätige Selbsthilfegruppen. Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. ist zudem engagiert in der Versorgungsforschung, der Fortbildung von Ärzten und onkologischen Fachkräften, der Krebsfrüherkennung und Beratung politischer Gremien. Der Verein trägt sich durch öffentliche Gelder, Spenden und Mitgliedsbeiträge. Alle weiteren Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf der Homepage der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. unter: www.bayerische-krebsgesellschaft.de

     

     

    Bischof Stefan Oster trifft Mitarbeiter der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung PalliDONIS
    “Sterben ins Leben”

    Gewohnte Umgebung, gewohnte Stimmen, gewohnte Gerüche – viele Menschen haben am Lebensende den Wunsch in der vertrauten Umgebung ihres Zuhauses und der Familie zu bleiben und Abschied nehmen zu können. Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung, SAPV, für die Landkreise Deggendorf, Regen und Freyung-Grafenau unter dem Namen PalliDONIS bietet diesen Weg. Am Donnerstag, den 9. Februar, hat das Team aus dem Landkreis Freyung-Grafenau unter der Leitung von Frau Dr. med. Heidi Massinger-Biebl ihre Arbeit Bischof Dr. Stefan Oster SDB und Domkapitular Gerhard Auer, Leiter des Referats für Hospizseelsorge und Trauerbegleitung, vorgestellt.
    Durch die Vernetzung aller beteiligten Hilfsangebote und die Einbindung spezialisierter Ärzte und Pflegekräfte wird eine Entlastung der familiären Betreuer und eine stabile Pflegesituation zu Hause ermöglicht.  Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichteten über ihren Dienst, den sie als christliche Aufgabe verstehen und über die existentiellen Fragen der Patienten und Angehörigen, mit denen sie konfrontiert werden. Der Tod bedeute „Sterben ins Leben. Unser ganzes gläubiges Leben wird von uns als Übergang verstanden“, sagte Bischof Stefan Oster. Die Umkehr des Menschen sei notwendig. „Dann kann der Mensch lassen und überlassen“, so Bischof Stefan bestärkend. Das gemeinsame Gespräch soll fortgeführt werden. Domkapitular Gerhard Auer hat schon jetzt einem weiteren Treffen zugesagt.

    Die 24h - Rufbereitschaft ist unter 0170 - 614 59 70 erreichbar!  Neu-Anmeldungen werden unter 0991/280 93630 entgegengenommen.

     

    Auf Initiative von Dr. med. Heidi Massinger-Biebl kam das SAPV-Team aus dem Landkreis Freyung-Grafenau mit Bischof Dr. Stefan Oster SDB und dem Bischöflich Beauftragten für Hospizseelsorge und Trauerbegleitung Domkapitular Gerhard Auer zusammen.

    SAPV PalliDONIS
    PalliDONIS gGmbH ist ein Tochterunternehmen des DONAUISAR Klinikums gKU. Die SAPV PalliDONIS versorgt  die Landkreise Deggendorf, Regen und Freyung-Grafenau seit 2015. PalliDONIS reicht Patienten und Angehörigen in der schweren Lebensphase die helfende Hand und steht medizinisch, pflegerisch, psycho-sozial und spirituell unterstützend zur Seite. Nahestehende Begleiter des Schwersterkrankten erfahren ebenso wie der Patient Unterstützung und Zuwendung. In den Mittelpunkt rücken die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen mit dem Ziel, körperliche, seelische sowie soziale Leiden und Beschwerden zu lindern.
    Pflegekräfte mit spezialisierter Ausbildung im Bereich der Palliativpflege, Ärzte mit palliativmedizinischer Zusatzqualifikation, Sozialarbeiter und viele weitere Berufsgruppen arbeiten Hand in Hand mit ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, um Schwerstkranken eine würdevolle und weitgehend beschwerdefreie letzte Lebensphase in ihrem gewohnten Zuhause zu ermöglichen.
    Alle weiteren Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf der Homepage von PalliDONIS  unter: www.pallidonis.de