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Wir beten für den Frieden zwischen Religionen und Kulturen


Datum: 
13.09.2017

Friedenswallfahrt nach Heiligenbrunn am Sonntag, 17. September

 

Wir beten für den Frieden zwischen Religionen und Kulturen

 


Foto: pixabay - gemeinfrei /Pfarrfriefservice

 

Das Gebet gehört zum Zentrum unseres Glaubens. Beten wirkt und hilft – daher sind Christen und Christinnen aufgerufen, um für den Frieden zu beten. Möglich ist dies, bei der Friedenswallfahrt in Heiligenbrunn bei Jägerwirth am 17. September. An einem Ort der Stille, der Besinnung und des Gebets. Die Friedenswallfahrt steht unter dem Motto: „Gebet um Weltfrieden, Integration und Eintracht zwischen Religionen und Kulturen“. Themen von großer Aktualität und Brisanz: Die Fehlentwicklungen sind uns durch die schrecklichen Vorkommnisse in Berlin, Manchester oder Barcelona wieder vor Augen gehört worden, so die Veranstalter vom Pfarrverband Fürstenzell.  
Die Friedensinitiative, die inzwischen zum 53. Mal stattfindet, hat sich von der Nachkriegszeit bis heute erhalten. Bischof em. Wilhelm Schraml betet um 14.00 mit den Gläubigen und wird die Predigt halten. Vor dem Gottesdienst ist um 13.30 Uhr Rosenkranzgebet.
Zuvor findet eine Fußwallfahrt von Jägerwirth durch den Wald Richtung Heiligenbrunn statt. Abmarsch der Wallfahrer ist um 13.00 Uhr an der Kirche in Jägerwirth.

 

Geschichte der Friedenswallfahrt Heiligenbrunn

Zunächst waren es Tausende von Kriegsteilnehmern, die in der kleinen Wallfahrtsstätte bei Jägerwirth für die Heimkehr dankten. Die Zahl der Wallfahrer wuchs. Das Anliegen des Weltfriedens trat in den Mittelpunkt. Seit 1964 findet die Friedenswallfahrt jährlich im September statt. Nur einmal, 1984, musste sie wegen schlechtem Wetter ausfallen. Bis zu 10000 Pilger kamen zur Feier vor dem barocken Gnadenbild in der Granitkapelle und beim Marienbrunnen.

Die Wallfahrt nach Heiligenbrunn hat eine jahrhundertealte Tradition. Die Akten des Hochstiftes Passau berichten bereits um 1500 von diesem Wallfahrtsort. Urkundlich erwähnt der „seit alters wissliche haylige und mirakulose Brunnen“ zum ersten Mal 1674. Die Wallfahrt setzte ein, als ein Bauer zum Dank für die Heilung seiner Tochter eine hölzerne Mariensäule stiftete. Der Gutsbesitzer, dem die Wiese gehörte, ärgerte sich über das zertretene Gras und ließ das Wasser der Quelle auslaufen. Nach persönlichem Unglück allerdings richtete er alles wieder her. Heiligenbrunn entwickelte sich im 18. Jahrhundert zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort - man sieht es an den zahlreichen Votivtafeln und Wachsopfer. Die Säkularisation wollte die Wallfahrt verbieten, doch Pilger zogen immer wieder hinaus zum Frauenbründl. Still wird es um Heiligenbrunn im 19. Jahrhundert. Erst im zweiten Weltkrieg kamen die Kriegsheimkehrer, um dort der Gottesmutter Maria für die glückliche Wiederkehr zu danken. Heute besuchen das ganze Jahr über Wanderer und Radfahrer die Kapelle und das Frauenbründl.

>>>>Mehr Informationen unter http://www.pfarrei-jaegerwirth.de/heiligenbrunn.html

 

Foto: pbp/Archiv