Junge Leute planen Dörfer für die Zukunft - Ökologisch, nachhaltig, demokratisch: Katholische Landjugend zeigt das ideale Dorf - Bei Diözesanversammlung Siegergruppen prämiert


Datum: 
14.11.2011

Wie sieht das ideale Dorf der Zukunft aus? Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) in der Diözese Passau mit ihren 3.000 Mitgliedern in rund 100 Ortsgruppen beschäftigt sich intensiv mit der Zukunft des ländlichen Raumes. Mit der bayernweiten Aktion „Heimvorteil - Punktsieg für’s Land“ wollen die jungen Leute ein Ausrufezeichen setzen. Die Gruppen haben untersucht, wie die Orte gestaltet sein müssen, damit die Jugend dort in Zukunft gut leben kann.

Bei der Diözesanversammlung von Freitag, 11., bis Sonntag, 13. November, in der Landvolkshochschule Niederalteich haben sich die jungen Leute mit der politischen Beteiligung vor Ort auseinandergesetzt: „Dabei sein – einmischen – mitmischen – gehört werden in Pfarrei, Gemeinde und Landkreis!“ war das Thema. In Workshops wurde zu Bereichen wie Argumentationstraining, Demokratie-Übungen und Grundbegriffe der Kommunalpolitik informiert und diskutiert.

 

Die KLJB-Gruppen stellten ihre „Idealdörfer“ vor. Die besten und kreativsten Pläne wurden  prämiert. Sie überzeugten durch ökologische, nachhaltige und demokratische Konzepte, bei denen versucht wurde, allen Generationen gerecht zu werden.

 

 

 Die Siegergruppen aus Aholming, Zeholfing, Kastl, Heiligkreuz, Eichendorf/Pitzling und Johanniskirchen

 

wurden ausgezeichnet. Bürgermeister aus den Gemeinden kamen zur Preisverleihung nach Niederalteich.

 

 

 

Konrad Haberger, Referent für Dorf - und Landentwicklung der Landvolkshochschule Niederalteich, betonte in seiner Laudatio, die Dorfpläne der Jugendlichen zeugten vom unternehmerischen Geist zur Entwicklung des ländlichen Raumes.

Die Jugendlichen haben ihre Kompetenz bei der Dorfgestaltung unter Beweis gestellt“, urteilte auch die KLJB-Geschäftsführerin, Ramona Würdinger. Viele der eingereichten Pläne würden vom vernetzten Blick auf das Dorf und auf das Leben auf dem Land zeugen. Die Kirche als Ortszentrum, schnelle Internetverbindungen: das fand sich in allen Plänen wieder. Auch qualitätsvolle, generationenübergreifende Wohnkonzepte, Ortsgestaltung, Nahversorgung, Freizeitangebote und Naturerlebnis waren den jungen Leuten wichtig. Die Jugendlichen trafen sich jeweils mit unbekannten KLJB-Ortsgruppen, um miteinander die Dorfpläne zu entwickeln.

Im kommenden Jahr will sich die KLJB mit politischer Partizipation im ländlichen Raum beschäftigen. Mit den Ergebnissen der Dorfpläne soll auf Diözesan- und Kreisebene und in den Ortsgruppen weitergearbeitet werden. Die Jugendlichen wollen sich in Gesprächsrunden mit Landräten, Bürgermeistern, Gemeinderäten und Dorfplanern Gehör verschaffen finden und so das politische Leben vor Ort mit gestalten.

Die KLJB ist nach eigenen Angaben mit 3000 Mitgliedern in etwa 100 Ortsgruppen der größte Jugendverband der Diözese Passau. Die Diözesanversammlung ist das beschlussfassende Gremium des Verbands und tagt einmal jährlich.
 

 

Informationen der KLJB zu den Siegergruppen:

 

1. Platz: Aholming – Zeholfing

Bürgermeister Aholming: Martin Betzinger
Bürgermeister Zeholfing: Josef Brunner

 

           
             

  

2. Platz: Heiligkreuz – Kastl

Bürgermeister Kastl: Herr Gottfried Mitterer

 

 

3. Platz: Eichendorf/ Pitzling - Johanniskirchen

Bürgermeister Eichendorf: Max Schadenfroh
Bürgermeister Johanniskirchen: Kurt Orthuber