Menu

Kirche vor Ort ein Gesicht geben


Datum: 
14.11.2017

Pfarrgemeinderatswahl steht bevor: Appell zum Mitmachen und Mitgestalten

 

 

 


Bischof Dr. Stefan Oster SDB und Diözesanratsvorsitzender Wolfgang Beier hoffen auf große Beteiligung bei der Pfarrgemeinderatswahl. Foto: U. Friedenberger

Kirche vor Ort ein Gesicht geben

Pfarrgemeinderatswahl steht bevor: Appell zum Mitmachen und Mitgestalten

 

Wer gibt der Kirche in den Pfarreien künftig ein Gesicht? Bei der Pfarrgemeinderatswahl, die in ganz Bayern am 24./25. Februar 2018 stattfindet, werden wichtige Weichen gestellt, wer für seine Kirche künftig Verantwortung trägt. Für Bischof Dr. Stefan Oster SDB und Diözesanratsvorsitzenden Wolfgang Beier ist es ein Herzensanliegen, dass sich genügend Kandidatinnen und Kandidaten finden und dass die Menschen auch zum Wählen gehen.
Seit 50 Jahren gibt es die Möglichkeit, im Pfarrgemeinderat Verantwortung zu übernehmen. „Das ist die demokratische Legitimationsform innerhalb der Kirche und nicht nur ein Notnagel im pastoralen Bereich“, drückt Wolfgang Beier die Bedeutung dieses Gremiums für die Pfarreien aus.

 

>>>>>Hier der Wahlaufruf zur Pfarrgemeinderatswahl 2018: Zukunft gestalten – Weil ich Christ bin!

Zur Wahl aufgerufen sind in den 305 Pfarreien des Bistums Passau alle Katholikinnen und Katholiken ab 14 Jahren. Pro Pfarrei werden sechs bis zwölf Ehrenamtliche gewählt. Fürs gesamte Bistum werden folglich rund 3300 Menschen gesucht, sie sich ehrenamtlich im Pfarrgemeinderat für ihre Kirche stark machen wollen. Bischof Stefan und Wolfgang Beier heben hervor: „Dabei ist es wertvoll, wenn aus verschiedenen Schichten und Gruppen die Menschen im Pfarrgemeinderat vertreten sind – Frauen und Männer, Junge und Alte, Einheimische und Zugezogene.“
Bei der Vorstellung des Aufrufs zur Pfarrgemeinderatswahl stellte Bischof Stefan heraus: „Die Wahl war selten so spannend und wertvoll, weil wir in einem Prozess der Umstrukturierung sind im Bistum. Wir gehen einen Weg, auf dem wir versuchen uns zu fragen: Wie sieht eigentlich die Kirche von morgen aus? Und wie können wir auf diesem Weg, der sich verändert, Kirche mitgestalten? Es ist keine Frage: Wir brauchen die aktive Mitwirkung von möglichst vielen gläubigen Männern und Frauen, die sich engagieren. Und der Pfarrgemeinderat ist eine herausragende Möglichkeit, sich zu engagieren und so in unseren Pfarreien und Pfarrverbänden mitzugestalten.“

Kirche mitgestalten - dazu braucht es engagierte Frauen und Männer vor Ort

Bischof und Diözesanratsvorsitzender appellieren an die Gläubigen im Bistum: „Es ist wichtig, dass wir genügend Kandidatinnen und Kandidaten finden und dann ist natürlich wichtig, dass sich die Menschen beteiligen und zum Wählen gehen!“

Wolfgang Beier, der Vorsitzende des Diözesanrats im Bistums, erklärt: „Die Kandidatensuche ist jetzt in der heißen Phase. Anfang Januar müssen die Listen dann stehen. Deswegen auch der Aufruf bereits zum jetzigen Zeitpunkt. Ich finde, es ist ein sehr schönes Zeichen, dass wir – der Bischof und der Diözesanratsvorsitzende – diesen Aufruf zusammen machen. Dadurch kommt ja wirklich zum Ausdruck, dass es nie so wichtig war, im Pfarrgemeinderat mitzuwirken wie jetzt – vor dem Hintergrund der Veränderungen, die vor uns liegen!“ Wolfgang Beier weiter: „Es zeichnet sich ab, dass für diesen inhaltlichen Prozess der Entwicklung im Bistum das Mitwirken von vielen Menschen notwendig ist und dass die Veränderungen in den Pfarreien selber ganz entscheidend vom Pfarrgemeinderat mitgetragen werden. Ohne die Mitwirkung der Laien wird das nicht gelingen!“

Nun ist es ja nicht in allen Pfarreien so, dass sich automatisch genügend interessierte Christen zur Wahl stellen. Dann werden oft Wahlboxen aufgestellt, in die die Pfarreimitglieder Zettel mit Namensvorschlägen werfen können. Die Personen können dann im Vorfeld befragt werden, ob sie tatsächlich kandidieren wollen.

Dazu erklärt Peter Oberleitner, der Geschäftsführer des Diözesanrats: „Durch diese Wahlboxen bin ich dann quasi aufgefordert, in der Gemeinde Menschen anzusprechen, die ich vielleicht gar nicht kenne. Vielleicht hätte ich auch gar nicht gedacht, dass sie vorgeschlagen werden. Man kann dabei in ein gutes Gespräch kommen. Es ist halt auch ein Hinausgehen zu Menschen, von denen man wissen möchte: Was bewegt sie denn eigentlich im Leben? Was würde sie an der Mitarbeit in der Gemeinde interessieren?“

Bischof Stefan und Wolfgang Beier: „Wir dürfen im Bistum Passau dankbar sein für die vielen Frauen und Männer, die in den vergangenen 50 Jahren bereit waren, in den Pfarrgemeinderäten mitzuwirken. Sie haben dazu beigetragen, dass unsere Gemeinden vielfältiger und in ihren Grunddiensten reicher geworden sind. Wir danken für vielfältige Arbeit und Impulse, die sie in den Feldern kirchlichen Lebens immer wieder einbringen!“ Diese qualifizierten Laien seien es, die dafür sorgen, dass das Kirchenleben lebendig bleibt und die vor Ort die Gesichter von Kirche sind.
Wichtige Impulse erhalten aber auch oft die Ehrenamtlichen durch diese Arbeit, hat Bischof Stefan in vielen Gesprächen erfahren: „Es kommt oft vor, dass Leute sagen: Das waren für mich wertvolle Jahre. Die Arbeit im Pfarrgemeinderat war wirklich ein starker Gewinn!“   

 

>>>>Uschi Friedenberger