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3500 Kinder und Jugendliche spannen klingende Brücke zu Gott


Datum: 
17.03.2012

Weltweite Vereinigung singender Kinder jetzt auch im Bistum Passau aktiv - Pueri-Cantores-Diözesanverband gegründet – Bischof Wilhelm Schraml würdigt Wirken der 200 Kinder- und Jugendchöre

 

 Fast 3500 Kinder und Jugendliche singen im Bistum Passau in Kirchenchören.

Für Diözesanbischof Wilhelm Schraml eine beeindruckende und eine höchst
erfreuliche Zahl. Die 200 Kinder- und Jugendchöre sowie musikalische
Früherziehungsgruppen bilden „für die Menschen eine singende Brücke zu Gott“.
Entscheidend sei es, so der Bischof „mit Freude zu singen“.

Bedeute doch das Singen und Musizieren im Gottesdienst „sein Herz mitbringen“.
Wie das dann klingt, war am Samstag, 17. März, zu hören und zu spüren.

 550 junge Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Bistum waren nach Passau
gekommen. Sie sangen im Dom und in St. Paul.
Bei diesem Kinder- Jugendchortag wurde der Diözesanverband der „Pueri-Cantores“
- „Singende Kinder“ gegründet.
Dieser Vereinigung gehören weltweit 35 000 Kinder und junge Leute an.

„Sie alle tragen Gottes frohe Botschaft mit ihren schönen Stimmen zu den Menschen“, betonte der Bischof.

 

 

 

Bei der Gründung der „Pueri Cantores“ im Bistum Passau: v.li.: Stephan Thinnes, stv. Vorsitzender,
Seelsorgeamtsleiter, Dr. Hans Bauernfeind, Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer,
Bischof Wilhelm Schraml, Herbert Hager, Vorsitzender, und Matthias Balzer,
der Nationalpräsident der „Pueri Cantores“ in Deutschland.

 

Für Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer heißt „Singen lernen, Glauben lernen“. Über die Musik würden die Kinder ihren Glauben erleben. Entsprechend hatten er und sein Team einen Tag des Singens, des gemeinsamen Erlebens und des Gottesdienst-Feierns in Passau perfekt vorbereitet.

 

 

Der Nationalpräsident der „Pueri Cantores“ in Deutschland, Matthias Balzer aus Trier, stellte die weltweite Gemeinschaft, die es seit 1907 gibt, vor. Die Diözese Passau habe nun Anteil an einem großen Netzwerk des „Glaubens, der Hoffnung und der Liebe“.

 

Gründungschöre und Vorstandschaft

Das sind die Gründungschöre der „Pueri Cantores“ im Bistum Passau:

   - die Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei,
   - die Mädchenkantorei B und Kantorei C der Domsingschule Passau,
   - die Kantorei D der Domsingschule Passau,
   - die Schola Mariahilf Passau,
   - der Kinder- und Jugendchor Rogglfing-Martinskirchen,
   - und der Kinder- und Jugendchor Schönberg.

Die Vorstandschaft ist bereits gewählt: Herbert Hager aus Altötting ist Vorsitzender, sein Stellvertreter ist Regionalkantor Stephan Thinnes. Kassenwart und Schriftleiter ist Dr. Marius Schwemmer. Der geistliche Beistand ist Diözesanjugendpfarrer Domvikar Wolfgang de Jong.

 

Singen mit dem Herzen

 Singen und Glauben lernen: 3500 Mädchen und Buben sind in 200 Chören aktiv.
Hier die Altöttinger Kapellsingknaben und die Mädchenkantorei unter der Leitung von Herbert Hager
bei der Gründungsversammlung der diözesanen „Pueri Cantores“ in Passau St. Paul.

 

Die Altöttinger Kapellsingknaben und die Mädchenkantorei unter der Leitung von Herbert Hager ließen beim Auftakt des Chortages und der Gründungsversammlung hören, was es heißt mit dem Herzen zu singen. Bei der Abschlussvesper im Stephansdom spannten alle Mädchen und Buben die vom Bischof eingangs zitierte „Brücke zu Gott“. Sie ließen aus ihren Kehlen ein großes Lob Gottes erklingen; zusammen mit den Johannesbläser Vilshofen, Regionalkantor Christian Müller an der Chororgel und Domorganist Ludwig Ruckdeschel.
Die musikalische Leitung hatten Regionalkantor Stephan Thinnes aus Simbach und Referent für die Kinder- und Jugendkantoreien im Bistum Passau sowie Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer.
Ein eigens für diese Vesper komponiertes “Magnificat” für Kinder- und Jugendchor, Jugendblasorchester und Orgel von Andreas Willscher (geb. 1955) wurde uraufgeführt.

 

 

 

                              Beitrag von Kirche im Radio, Armin Berger

 

 

Stichwort „Pueri Cantores“

Sie wurden 1907 mit zwölf Kindern in der Nähe von Paris gegründet.

Daraus entstand in ganz Frankreich die Bewegung der „kleinen Sänger vom Holzkreuz“. Abbe Millard gründete dann 1947 den internationalen Verband „Singende Kinder“. „In Wort und Lied dem Frieden dienen“ war sein Anliegen in den Nachkriegsjahren.

Die internationale Begegnung wie die Gestaltung der Gottesdienste in den Pfarrgemeinden sind bis heute die zentralen Anliegen.