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Flüchtlingshilfe im Bistum Passau - Zu Besuch am Gartlberg


Datum: 
18.08.2015

Flüchtlinge und Asylsuchende im Bistum Passau – die Diözese Passau übernimmt Verantwortung

 

Die Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden hat sich in den letzten Wochen im Bistum Passau deutlich verschärft. Die Diözese Passau sieht sich in der Verantwortung, dieser neuen Dimension der Hilfsbedürftigkeit zu begegnen und hat einen Winternotfallplan aufgestellt. Dazu zählen: Notunterkünfte, Räume für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge sowie Helfer, die rasch einspringen können, wenn Behörden, Polizei, Malteser oder auch Ehrenamtliche innerhalb der Diözese dringend Unterstützung in Sachen Flüchtlingshilfe brauchen. Dieser Winternotfallplan wurde von der eigens ins Leben gerufene „Arbeitsgruppe Flüchtlingshilfe“ der Diözese aufgestellt. Bereits der „Runde Tisch Asyl“, der vor Monaten auf Wunsch von Bischof Stefan Oster SDB quer durch alle Räte, Verbände und Gremien im Bistum getagt hat, hat aufgezeigt wie notwendig gegenseitiger Austausch an der Basis, Vernetzung und rasche Hilfestellung sind. Die Arbeitsgruppe hat Strategien und Pläne erarbeitet, wie nicht nur kurzfristig Sofortmaßnahmen greifen können, sondern wie auch auf längere Sicht wichtige Schritte hin zu gelingender Integration gegangen werden können. Die Pläne werden vom gesamten Ordinariatsrat sowie von der Caritas im Bistum Passau mitgetragen. Mit Beauftragung von Bischof Dr. Stefan Oster SDB wird Generalvikar Dr. Klaus Metzl die Arbeitsgruppe Flüchtlingshilfe leiten.

 

Ein Überblick über Sach- und Betreuungsleistungen in der Diözese Passau
Stand: Anfang November 2015

 

ANZAHL der Asylbewerber und unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge
In Summe werden aktuell (Stand September 2015) etwa 4300 Asylbewerber in der Diözese Passau von der Caritas beraten und betreut. (In folgender Aufteilung: in Passau Stadt und Landkreis in den Gemeinschaftsunterkünften 926 und in den dezentralen Einrichtungen 650 Asylbewerber / im Landkreis Freyung Grafenau in den Gemeinschaftsunterkünften 173 und dezentral 188 Asylbewerber/ in der Erstaufnahmeeinrichtung in Freyung 471 und in Neuschönau 117 Asylbewerber/ im Landkreis Regen in der Gemeinschaftsunterkunft 90 und dezentral 454 Asylbewerber/ im Landkreis Rottal Inn in der Gemeinschaftsunterkunft 74 und dezentral 904 Asylbewerber / im Kreis Isar/Vils dezentral 130 Asylbewerber/ im Landkreis Altötting in Gemeinschaftsunterkünften 125 Asylbewerber.) Auch bei der Ankunft der Flüchtlinge am Bahnhof Passau steht die Caritas zur Seite mit Räumen der Bahnhofsmission und Mitarbeitern, die die ankommenden Flüchtlinge betreuen.

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF) ändert sich laufend und belief sich Anfang November auf knapp 300.

Überblick über kirchliche Einrichtungen, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreuen:
Fachstellen rechnen derzeit allein in Niederbayern mit rund 600 umF, die monatlich in die gesamte Region kommen. Prognosen seien aber kaum absehbar. Im Vergleich zu anderen Diözesen gab es im Bistum Passau verhältnismäßig wenige stationäre Jugendhilfeeinrichtungen sowie stationäre Plätze. Innerhalb kürzester Zeit mussten daher z.B. auch Not-Einrichtungen geschaffen werden (z.B. Jugendhaus Dornach, Jugendhaus Münchham), um der hohen Zahl an umF begegnen zu können.

Hier ein Überblick über die Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge:

  • In Trägerschaft des Caritasverbandes für den Landkreis Passau:

    • In der vorläufigen Inobhutnahme in Kellberg (Gut Wolfersdorf  in Thyrnau-Kellberg) werden wöchentlich 30-40 umF betreut, insgesamt gibt es dort 140 Plätze für die Erstaufnahme.
    • Das Haus Pax, in Vilshofen im Eigentum der Benediktinerabtei Schweiklberg beheimatet seit Anfang November 48 umF (eine Nachsorgegruppe und drei Clearinggruppen).
  • In Trägerschaft des Kreiscaritasverbandes Freyung Grafenau:

    • In der Clearing- und Inobhutnahmestelle Christophorus Haus in Waldkirchen sind 40 männliche Jugendliche.
    • In der Nachfolgeeinrichtung WG St. Vito in Schönberg werden derzeit 12 männliche Jugendliche betreut.
    • In St. Valentin in Schönberg werden derzeit 12 männliche Jugendliche betreut.
    • In der Nachfolgeeinrichtung St. Benedikt in Mauth werden derzeit 36 männliche Jugendliche betreut.
  • In Trägerschaft des Kreiscaritasverbandes Regen:
  • Im BBZ (Berufsbildungszentrum) Marienheim sind vier weibliche umF in der heilpädagogischen Jugendwohngruppe untergebracht und fünf männliche umF in einer Außenwohngruppe eingestreut.
  • In Trägerschaft des Sozialwerkes Heilig Kreuz gemeinnützige GmbH in Altötting, einer Tochtergesellschaft der Marienheim Mussenhausen gemeinnützigen GmbH und der Stiftung Heilig Kreuz Altötting:

    • Im Haus St. Josef, Büchlberg sind 18 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) untergebracht. Das Haus St. Josef hat auch eine Außenstelle für 20 umF in Neureuth (Passau-Ries) eröffnet. 15 umF befinden sich zudem im sozialbetreuten Wohnen.
  • Im Franziskushaus Altötting (Seraphisches Liebeswerk) werden vier Gruppen, insgesamt 36 männlichen umF betreut.
  • In Trägerschaft des Landratsamtes Pfarrkirchen:

    • Das kirchliche Jugendhaus Münchham wird seit Mitte Oktober als Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge geführt. Derzeit sind dort 25 umF untergebracht.
       

 

RÄUMLICHKEITEN/GEBÄUDE

Folgende Gebäude werden zur Verfügung gestellt, bzw. in Kürze beziehbar:
In der Turnhalle im Haus der Jugend in Passau ist nach Rücksprache mit dem Malteser Hilfsdienst eine kurzfristige Flüchtlingsunterbringung von ca. 65 Personen in Feldbetten möglich. Bei dringendem Bedarf können die Betten auch kurzfristig komplett zur Verfügung gestellt werden. In diesem Fall besteht die Möglichkeit einige der geplanten Veranstaltungen und Buchungen auf spectrumKirche - Exerzitien- und Bildungshaus auf Mariahilf zu verlegen.

Im Jugendbildungshaus Dornach in der Nähe von Eichendorf können ca. 40 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht werden.

Der St. Valentin Festsaal in Passau steht ebenfalls als kurzfristige Flüchtlingsunterbringung mit Feldbetten (für ca. 60 Personen) zur Verfügung.

In der Zweifachturnhalle der Maria Ward Schule in Neuhaus am Inn können vorübergehend 125 Personen untergebracht werden.

Im Priesterseminar St. Stephan in Passau steht ein Trakt zur Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung. Die Zuschnitte für die Unterbringung von umF gelten als zu klein, um mit dem geforderten Personalschlüssel die Betreuung für umF übernehmen zu können. Die Räume können für anerkannte Asylbewerber zur Verfügung gestellt werden.

Das Haus St. Maximilian in Passau wurde zur Unterbringung von umF zur Verfügung gestellt. Derzeit wird das Angebot von der Stadt Passau nicht in Anspruch genommen, da eine andere Lösung gefunden wurde.

Beim ehemaligen Propsteigebäude neben der Salvatorkirche in der Passauer Ilzstadt werden die letzten Hochwasserschäden behoben. Die Diözese stellt die ehemalige Propstei in bewohnbarem Zustand zur Verfügung. Der geschaffene Wohnraum wird seitens der Diözese anerkannten Asylbewerbern im Rahmen eines regulären Mietverhältnisses zur Verfügung gestellt.

Im Dekanstöckl auf Mariahilf Passau wird derzeit Wohnraum für anerkannte Asylbewerber geschaffen.

Laufende Unterbringung
Bereits seit Oktober letzten Jahres stellt die Diözese Passau den ehemaligen großen Internatstrakt des Klosters Gartlberg in Pfarrkirchen für Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber aus Krisengebieten zur Verfügung. Untergebracht sind dort aktuell (Stand Anfang November 2015 - ändert sich täglich durch Ab- und Zugänge und Umverlegungen) 42 Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten und verschiedener Religionszugehörigkeit (Ansprechpartner Heimleiter Franz Wasmeier). In Altötting wird von der Stadtpfarrei St. Philippus und Jakobus ein größeres Wohnhaus zur Unterbringung von Asylbewerbern dem Landratsamt zur Nutzung überlassen.
Ebenso verhält es sich seit ein paar Monaten mit einem Wohngebäude der Pfarrei zu unserer lieben Frau und der Pfarrei St. Jakob in Burghausen. Weiter zählen dazu kircheneigene Häuser in Neuötting oder auch im Landkreis Regen sowie in Freyung-Grafenau. Im Landkreis Passau sind Asylbewerber im Kloster Thyrnau untergebracht. Im Jugendhaus Münchham im Landkreis Rottal-Inn sind seit Mitte Oktober unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Alle bestehenden Belegungen konnten umgebucht werden.
(Genaue Zahlen können direkt bei den Kommunen erfragt werden)

Weitere Maßnahmen und Raumsituation
Die Diözese Passau prüft weitere Gebäude.

Schaffung sozialen Wohnraums
Nach Bewältigung der humanitären Ersthilfe und akuten Ausnahmesituation wird sich die langfristige Frage der Integration der anerkannten Asylbewerber stellen. In vier Liegenschaften in der Stadt Passau stellt die Diözese in den nächsten Monaten Wohnungen gegen reguläre Vermietung (zu einem günstigen Satz im Bereich sozialer Wohnraum) für anerkannte Flüchtlingsfamilien zur Verfügung. Das Katholische Wohnbauwerk übernimmt die Koordinierung. Nach dem 2. Weltkrieg war der soziale Wohnungsbau originäre Aufgabe der damals geschaffenen Institution. „Grundlage für gelingende Integration kann es nur sein, anerkannte Flüchtlinge in unserer Mitte aufzunehmen und sie dort willkommen zu heißen. Das Leben in Nachbarschaft zu teilen macht Gesellschaft aus und bereichert unsere Kultur“, betont Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl. Zum Teil sind die Wohnungen sofort beziehbar und zum Teil müssen noch Instandsetzungen vorgenommen werden. Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung sieht die Diözese gerade in den nächsten Jahren die Notwendigkeit, den sozialen Wohnungsbau weiter voranzutreiben, um auch sozial schwachen Familien in der Diözese zur Seite zu stehen. „Es gibt einen angespannten Wohnungsmarkt, der sich gerade im sozialen Bereich durch die aktuelle Lage weiter verschärft. Es darf hier keine Konkurrenz zwischen anerkannten Asylbewerbern und hiesigen sozial schwachen Familien geben. Deswegen wollen wir mittelfristig rund 150 Wohneinheiten realisieren“, erklärt Metzl.

 

 

MITARBEITER IM KIRCHLICHEN DIENST
Aktuell sind 12 hauptamtliche MA (nur im Bereich der Asylbewerber) ausschließlich mit „Flüchtlingsarbeit“ betraut – mehr als noch vor wenigen Monaten geplant waren. „Natürlich kümmern sich nicht nur diese Fachleute um die ankommenden Flüchtlinge“, betont Caritasvorstand Dompropst Dr. Michael Bär. Nach der Erstaufnahme und Erstbetreuung stehen die meisten unserer Caritas-Einrichtungen vor großen Herausforderungen: wie z.B. die Kindergärten mit der Integration von Flüchtlingskindern, die Schwangerenberatung, die von schwangeren Flüchtlingsfrauen natürlich genauso aufgesucht wird, die Allgemeine Sozialberatung der Kreiscaritasverbände wird von Asylbewerbern in Anspruch genommen, Beratungseinrichtungen, wie die Erziehungsberatung der Caritas werden verstärkt auch von Migranten und Asylbewerbern aufgesucht. Zahlreiche Ehrenamtskreise unter der Ägide der Pfarreien oder der Caritasvereine kümmern sich um die Flüchtlinge und Asylbewerber und werden dabei von MitarbeiterInnen der Gemeindecaritas begleitet", betont Bär.

Betreuung von Asylbewerbern und unbegleiteten Minderjährigen:
Was die „menschliche Betreuung“ der Asylbewerber angeht, leisten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „segensreiche Arbeit von unschätzbarem Wert, um das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zu gewährleisten. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schenken nicht nur Betreuung. Sie geben Hoffnung und Halt“, so Bischof Stefan Oster. Das, was Migranten und Flüchtlinge in ihrer Heimat und auf dem Weg nach Deutschland erfahren mussten, lässt sich weder vergessen noch verdrängen. Umso wichtiger sind die integrativen Maßnahmen seitens der Caritas. Dazu gehört neben umfassender Beratung in Fragen wie Familiennachzug, Aufenthaltsrecht, in Fragen der sozialen Absicherung oder auch Begleitung bei schulischer und beruflicher Integration auch die Hilfe bei der Orientierung im fremden Kulturbereich. 2/3 der Gesamtpersonalkosten werden aktuell vom Staat refinanziert. Im Jahr 2014 lag der Teil der Personalkosten, die die Caritas selbst trug bei knapp 70tausend Euro.

Unterstützung ehrenamtlicher Helfer durch Mitarbeiter der Caritas und Diakonie
Im Zuge des Modellprojektes "Koordinierungsstelle Ehrenamt Asyl Passauer Land" hat der Landkreis in Kooperation mit dem Diözesancaritasverband und dem Diakonischen Werk zwei Teilzeit-Stellen geschaffen, um die Helferkreise besser zu informieren und zu vernetzen. Zu den konkreten Aufgaben von Beate Heindl (Caritas) und Maximilian Gerleigner (Diakonie) zählen: Koordination, Information, Schulung und Öffentlichkeitsarbeit. Finanziert werden die Stellen von der Caritas, Diakonie, dem Sozialministerium und dem Landkreis Passau.
Beate Heindl, Tel. 0851 38366-13, beate.heindl@caritas-passau.de
Maximilian Gerleigner, Tel. 0851 5606-150, ehrenamt@diakonie-passau.de

Bischof Stefan stellt Mitarbeiter frei für Soforthilfe
Jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter ist gestattet – wie schon während des Hochwassers 2013 – sich unter bestimmten Voraussetzungen von der regulären Arbeit für eine bestimmte Stundenanzahl freistellen zu lassen, um aktiv und vor Ort Flüchtlingen und Asylsuchenden zu helfen. „Uns ist bewusst, dass dies gewisse Einschränkungen im Arbeitsalltag in einzelnen Bereichen und Abteilungen mit sich bringt. Diese Maßnahmen sind aber aus unserer Sicht erforderlich, um bei der Bewältigung dieses Problems angemessen zu helfen und unseren christlichen Grundauftrag zu erfüllen, Menschen in Not beizustehen“, so der Bischof.

 

 

INTEGRATIVE TÄTIGKEITEN
Viele kirchliche Verbände und Referate des Ordinariates engagieren sich stark in der integrativen Arbeit und führen Veranstaltungen unterschiedlicher Art durch, um das Zusammenleben positiv zu gestalten, Ängste und Vorurteile abzubauen. Hier ein paar Beispiel: Die Caritas organisiert in Zusammenarbeit mit der ICUnet AG Interkulturelle Trainings für ihre Mitarbeiter oder veranstaltet einen Jugendhilfetag mit besonderem Blick auf die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen. Die Katholische Erwachsenenbildung führt einen dreitägigen Kurs für ehrenamtliche Begleiter unter dem Thema „Zuhause unter Fremden“ durch oder gibt ehrenamtlichen Deutschlehrern Tipps für ihren Unterricht. Aktiv sind auch die Kirchlichen Jugendverbände, die einerseits Infoveranstaltungen organisieren, aber auch Freizeitaktivitäten und Sammlungen unterschiedlicher Art für die Asylbewerber durchführen. Das Schulreferat des Ordinariates bietet für alle Lehrkräfte Fortbildungen und Schulungen an. Themen sind: Umgang mit traumatisierten SchülerInnen, kulturelle und religiöse Unterschiede, Angebote, um die Resilienz der Lehrkräfte zu stärken, Präventionsangebote, um der Ausländerfeindlichkeit vorzubeugen - auch an jenen Schulen, die noch nicht unmittelbar mit der Flüchtlingsthematik konfrontiert wurden. Ein weiteres Angebot der Kirche ist die seelsorgerliche Unterstützung und Beratung der Einsatzkräfte und ehrenamtlicher Helfer. Das Referat für Arbeitssicherheit informiert über Infektions- und Versicherungsschutz für Ehrenamtliche. Auch im Bereich des Büchereiwesens befasst man sich mit dieser Thematik – so unterstützen der Michaelsbund und die Diözese Büchereien beim Aufbau von Asylotheken.

Informationsbroschüre „Flüchtlinge und Asylbewerber begleiten und unterstützen“
Der Passauer Diözesanrat hat zusammen mit der Caritas die Infobroschüre „Flüchtlinge und Asylbewerber begleiten und unterstützen“ erstellt. Darin finden sich wichtige Informationen, Fakten und Hilfsmöglichkeiten für Pfarrgemeinden, Ehrenamtliche und die vielen Helferkreise, denen großer Dank für ihren selbstlosen Einsatz gebührt. Die Broschüre wird kostenlos bei der Caritas und der Geschäftsstelle des Diözesanrates in Passau verteilt. Dazu der Diözesanratsvorsitzende Wolfgang Beier: „Es von Anfang an richtig machen, die Menschen mitnehmen, die Menschen rechtzeitig informieren, ihnen klar zu machen, es sind Menschen die zu uns kommen, die Schutz und Hilfe wollen, und die uns nicht ausnutzen, sondern eigentlich nur Unterstützung suchen. Wenn man das sieht – und wir als Christen können das doppelt sehen – dann gibt es überhaupt nichts anderes wie: Ich möchte handeln.“
Der Passauer Diözesanrat hat einen eigenen Sachausschuss eingesetzt, der sich sowohl die Begleitanforderungen der Migranten und Flüchtlinge zur Aufgabe macht, aber zugleich auch die politische Handlungsebene im Blick hat.

 

 

HERKUNFT
Zur Herkunft der Flüchtlinge und Asylbewerber: Syrien, Eritrea, Iran, Irak, Afghanistan, Somalia, Gambia, Bangladesch, Marokko - eine genaue Zuordnung können wir derzeit nicht nennen. Die Religionszugehörigkeit der Flüchtlinge spielt bei der Aufnahme KEINE Rolle – so wurde z.B. letztes Jahr im Kloster St. Josef eine fünfköpfige muslimische Familie aufgenommen.