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Kirchenstatistik 2016:


Datum: 
21.07.2017

Austrittstrend leicht abgeschwächt

 

 

„Wir dürfen nicht müde werden, mutig und mit Freude das Evangelium zu verkünden,“, betont Bischof Dr. Stefan Oster SDB anlässlich der Bekanntgabe der jährlichen Kirchenstatistik. Demnach haben im Jahr 2016 im Bistum Passau 329 weniger Frauen und Männer die Kirche verlassen als im Jahr zuvor. Insgesamt waren es 2016 2.378 Frauen und Männer, die aus der Kirche ausgetreten sind, im Jahr 2015 waren es 2707.
 „Es ist erfreulich, dass der Abwärtstrend im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächt ist, aber die anhaltend hohen Zahlen sind und bleiben ein Weckruf, dass wir in unserer ersten Aufgabe der Evangelisierung nicht nachlassen dürfen“, so der Bischof. Deshalb lädt der Bischof die Christinnen und Christen ausdrücklich dazu ein, von ihrem Glauben zu sprechen. „Jeder, der von Christus und seinem Evangelium berührt worden ist, ist ein Missionar im recht verstandenen Sinn des Wortes; einer, der etwas zu verschenken hat.“

 

Ein Bistum macht sich auf den Weg"
Derzeit leben im Bistum Passau 469.896 Katholiken in 86 Pfarrverbänden. „Diese Zahlen zeigen auch, dass wir noch eine gute volkskirchliche Basis haben“, so der Bischof. „Dennoch spüren wir, dass die traditionelle Bindung zur Kirche schwächer wird. Kirche kann sich dem gesellschaftlichen Wandel und den Veränderungen nicht entziehen und steht vor großen Herausforderungen. „Ein Bistum macht sich auf den Weg“ – mit dieser Überschrift berichtet das Passauer Bistumsblatt in seiner Ausgabe vom 09. Juli über den pastoralen und strukturellen Prozess, der seit einigen Monaten in der Diözese Fahrt aufgenommen hat. „Wir wollen den Wandel positiv gestalten, in machbaren Schritten“, betont Bischof Oster. Dazu ist es wichtig, dass möglichst viele Gläubige aus dem gesamten Bistum sich beteiligen und miteinander ins Gespräch kommen, wie es z. B. im Rahmen so genannter Beteiligungsforen möglich ist. „Nur so gelingt uns eine ehrliche Analyse und so können wir Perspektiven für die Zukunft entwickeln, wie es uns gelingen kann, Glaube neu erfahrbar zu machen“, betont auch Generalvikar Dr. Klaus Metzl, der der Steuerungsgruppe des pastoralen strukturellen Prozesses angehört.

>>> Lesen Sie hier den vollständigen Artikel „Ein Bistum macht sich auf den Weg“ (Passauer Bistumsblatt, Ausgabe vom 9. Juli 2017)

 

Aktuelle Zahlen 2016
Im Bistum Passau sind im letzten Jahr 2.378 Frauen und Männer aus der Kirche ausgetreten, im Jahr 2015 waren es 2707 Frauen und Männer.
Mit den Wiedereintrittszahlen verhält es sich folgendermaßen: Diese sind gefallen auf 137 im Vergleich zu 142 im Jahr 2015. Die statistischen Daten des Jahres 2016 sind wie jedes Jahr auch online abrufbar unter www.dbk.de. In den nächsten Wochen erscheint die Arbeitshilfe „Katholische Kirche in Deutschland. Zahlen und Fakten 2016/2017“ mit umfangreichen statistischen Angaben zum kirchlichen Leben, ehrenamtlichen Engagement sowie kulturellem Einsatz, caritativer Arbeit und finanziellem Engagement.

 

Die aktuellen Zahlen im Bistum Passau
Derzeit leben 469.896 Katholiken in 86 Pfarrverbänden. Diese sind gebildet aus 285 Pfarreien und 20 Exposituren. Es gab im Bistum, so die neue Jahresstatistik, 4.076 (Zahlen aus 2015 : 4059) Taufen, 3.861 (Zahlen aus 2015: 4010) Erstkommunionen und 3995 (Zahlen aus 2015: 4508) Firmungen. Die Zahl der Beerdigungen lag bei 5.370 (Zahlen aus 2015: 5660).

 

Informationen zur Diözese Passau
Knapp 50 Prozent der 285 Pfarreien im Bistum haben weniger als 1000 Katholiken. Die Diözese Passau mit einer Fläche von 5442 Quadratkilometern ist durchweg ländlich strukturiert; auch geografisch bedingt gibt es im Bistum viele kleine Pfarreien. Nur der Pfarrverband Hauzenberg hat über 10.000 Gläubige.
Aktuell sind in der Diözese 346 Priester und 41 ständige Diakone tätig. Von den 346 Priestern sind 129 bereits im Ruhestand, helfen aber nach Kräften mit.
Es gibt 22 Schulen in kirchlicher Trägerschaft und 200 Kindergärten/ - horte. In 35 katholischen Verbänden organisieren sich die Gläubigen. Rund 500 Frauen und Männer leben in einem Orden oder einer religiösen Gemeinschaft.