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Was macht Bayern zur „Hoamat“?


Datum: 
22.07.2015

   Katholische Junge Gemeinde (KJG) ermöglicht Flüchtlingen einen Begegnungstag

 

Beim Begegnungstag zum Thema „Hoamat“ standen Bayern und Afghanistan im Blick der Jugendlichen. 25 Flüchtlinge aus Afghanistan verbrachten zusammen mit 20 KJGlerInnen einen schönen, interessanten und lustigen Tag gemeinsam auf dem Baumwipfelpfad und im Haus der Jugend in Passau.

 

 

Den 13- bis 17-jährigen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die derzeit in Tettenweis untergebracht sind, wurde davon erzählt, dass es neben Laptop und Lederhose noch viele Orte und Dinge gibt, die Bayern ausmachen. Nach Spielen zum Kennenlernen und miteinander in Kontakt kommen, ging es mit dem Bus in den Bayerischen Wald nach Neuschönau. Mit englischsprachiger Führung und Übersetzung in ihre Muttersprache wurde der Baumwipfelpfad erklommen. Vom „Baum- ei“ hatte man einen herrlichen Ausblick. Da es auf dem Weg hinauf viele Balanceübungen und Herausforderungen gibt, konnte vieles auch nonverbal geschehen und die Aussicht wurde für viele Erinnerungsfotos genutzt. Wieder zurück im Haus der Jugend, konnten die Jugendlichen aus Bayern vieles über Afghanistan erfahren und neue Eindrücke von dem Land gewinnen. Die Jugendlichen hatten sich gut vorbereitet, typische Orte, Bräuche und Musik wurden den deutschen Teilnehmern vorgestellt.

Es war ein gewinnbringender Tag für beide Seiten, der mit einer Aktion endete. Als Erinnerungsbild bildeten alle gemeinsam das Wort „HOME“, und die Jugendlichen erklärten, dass Deutschland für sie bereits eine neue Heimat sei. Als Geschenk bekamen alle ein Schlüsselband, denn wer einen Schlüssel hat, hat auch ein Zuhause, eine Heimat. Der ursprünglich geplante Abschluss mit einem Grillfest musste dem Fastenmonat Ramadan weichen, denn ein Teil der Gruppe folgte streng der Regel, die nicht für Kinder, Kranke und Schwangere gilt, trotzdem.

>>>>>Beitrag aus dem Passauer Bistumsblatt