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Sie sind die "Umweltmanager" der Pfarreien - Neue Umweltauditoren im Bistum


Datum: 
22.09.2017

Sieben Frauen und Männer aus den Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen der Diözese sind seit Freitag kirchliche Umweltauditoren. Generalvikar Dr. Klaus Metzl und die Kursleiter übergaben die Zertifikate und betonen, wie wichtig die Aufgabe der "Umweltmanager" ist.

 

Kirchlicher Umweltauditor - das klingt erst einmal sehr technisch. Aber dahinter stecken nicht nur DIN-Normen, sondern vor allem auch die Verantwortung für unsere Schöpfung ganz im Sinne von Papst Franziskus. Josef Holzbauer, der Umweltbeauftragte der Diözese, erklärt die Aufgabe der Umweltauditoren: "Sie haben gelernt, in zehn Schritten in einem Zeitraum von eineinhalb, zwei Jahren ein kirchliches Umweltmanagement einzuführen. Das geht von einem entsprechenden Beschluss, etwa des Pfarrgemeinderats, bis zum Erwerb eines Umweltzertifikats." Dabei, so Holzbauer, werden alle umweltrelevanten Aspekte in den Blick genommen.

Die Teilnehmer haben schon während der vier Module umfassenden Ausbildung losgelegt. Günther Putz, Pfarrgemeinderat in Aholming, berichtet: "Wir sind mitten im Prozess. Gerade machen wir eine Bestandsaufnahme, das heißt, wir haben alles erhoben, was die Pfarrei besitzt, betreibt und macht. Das wird jetzt mit Blick auf die Unweltrelevanz bewertet und versucht zu verbessern." Themen des Kurses waren etwa Einkauf und Beschaffung, Vorgaben aus dem Umwelt- und Arbeitsrecht und staatliche Förderprogramme.

Insgesamt gibt es bistumsweit nun 25 ausgebildete Umweltauditorinnen und -Auditoren. Umweltbeaufragter Josef Holzbauer leitet die Kurse gemeinsam mit Umweltberater und Umweltrevisor Siegfried Fuchs vom Verein "Schöpfung bewahren" in der evangelischen Kirche Bayern. Holzbauer betonte bei der Feierstunde am Freitag: "Es sind die kleinen Dinge, die Kirche ausmachen, und es liegt an euch, etwas zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen." Er zeigte sich froh, dass sowohl Ordinariat als auch Pfarreien großes Interesse am Thema haben und bereits vieles auf den Weg gebracht wurde, und dass das Programm fortgesetzt wird. Träger sind das Bayerische Umweltministerium, die Umweltbeauftragten der bayerischen Bistümer und die Katholische Erwachsenenbildung Bayern.

Generalvikar Dr. Klaus Metzl feierte mit den Teilnehmern, ihren Begleitern und der Kursleitung eine Andacht in der Emmaus-Kapelle des Bildungshauses Spectrum Kirche in Passau-Mariahilf. "Wir haben Verantwortung für die Welt, in der wir leben, an dem Ort, an dem wir stehen", so Metzl. Es gelte, die Schöpfung, so liebens- und lebenswert wie sie ist, und möglichst intakt weiterzugeben. Er betonte: "Gott ist ein Freund des Lebens", und als solcher maßvoll in jeder Hinsicht. Auch wir sollten und als Freunde des Lebens erweisen und darauf achten, Maß zu halten. "Programme wie diese sind so wichtig, weil wir immer mehr spüren, dass wir im Sinn von Papst Franziskus Sorge für das gemeinsame Haus tragen müssen", sagte der Generalvikar nach der Andacht.

   

Die neuen Umweltauditoren sind:

Elisabeth Lorenz (Pfarrverband Röhrnbach), Kathrin Plechinger (Geschäftsführerin KDFB Passau), Günther Putz (Pfarrverband Isarhofen), Bernhard Nigl (Pfarrverband Röhrnbach), Josef Barth (Hausmeister Spektrum Kirche), Anton Holesch (Hausmeister Heilig Geist Burghausen) und Peter Oberleitner (Geschäftsführer Diözesanrat Passau).