Helft Pakistan!


Datum: 
23.08.2010

Die Deutschen Bischöfe rufen zu einer Sonderkollekte für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan auf. Diese Kollekte wird am Samstag, den 4. September 2010 und Sonntag, den 5. September 2010 in allen Gottesdiensten gehalten.

In ihrem Aufruf zur Sonderkollekte schreiben die deutschen Bischöfe: „Die internationale Hilfe ist zwar angelaufen, und auch unsere kirchlichen Hilfsorganisationen geben ihr Bestes. Es fehlt jedoch an ausreichenden finanziellen Mitteln, um wenigstens das schlimmste Elend zu bekämpfen.“ Schon zum zweiten Mal seien die Gläubigen in diesem Jahr angesichts einer verheerenden Naturkatastrophe zu besonderer Hilfe aufgerufen. „Aber Not kennt keinen Kalender. Als Christen wissen wir: Gott ist den Notleidenden in besonderer Weise nahe“, so die Bischöfe.

 

 

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Aufruf der deutschen Bischöfe zur Sonderkollekte am 4./5. September 2010 für die Flutopfer in Pakistan

Liebe Schwestern und Brüder,

wochenlange Regenfälle haben große Teile Pakistans unter Wasser gesetzt. Viele Millionen Menschen sind davon betroffen. Straßen, Brücken und Häuser wurden zerstört. Dörfer und Städte sind von der Außenwelt abgeschnitten, Trinkwasserquellen verunreinigt. Seuchen bedrohen die Menschen, vor allem die Kinder. Unzählige sind ohne Obdach. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat die Flutkatastrophe in Pakistan einen „Tsunami in Zeitlupe“ genannt. Das heißt: Je länger die Überflutungen andauern, desto größer werden die Zerstörungen.

Wir deutschen Bischöfe rufen Sie alle, liebe Schwestern und Brüder, zur Unterstützung der Not leidenden Menschen auf. Die internationale Hilfe ist zwar angelaufen, und auch unsere kirchlichen Hilfsorganisationen geben ihr Bestes. Es fehlt jedoch an ausreichenden finanziellen Mitteln, um wenigstens das schlimmste Elend zu bekämpfen. Deshalb soll in allen Gottesdiensten am kommenden Sonntag eine Sonderkollekte abgehalten werden.

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr sind wir angesichts einer verheerenden Naturkatastrophe zu besonderer Hilfe gerufen. Aber Not kennt keinen Kalender. Als Christen wissen wir: Gott ist den Notleidenden in besonderer Weise nahe. Wenn wir ihnen solidarisch zur Seite stehen, folgen wir dem Beispiel Jesu.

So bitten wir Sie um Ihr Gebet für die Menschen in Pakistan und um eine großherzige Spende am kommenden Sonntag. Auf diese Weise kann durch unsere bewährten Einrichtungen umgehend weitere Hilfe geleistet werden. Allen, die einmal mehr ein wirksames Zeichen der Nächstenliebe setzen, sagen wir ein herzliches Vergelt’s Gott!

Würzburg, den 23. August 2010

 


23. Sonntag im Jahreskreis (C) – 4./5. September 2010 - Aufruf zur Solidarität mit den Flutopfern in Pakistan

Fürbitten

Der Herr ist unsere Zuflucht und unsere Hoffnung. Er richtet die Gebeugten auf. Im Vertrauen auf seine Weisheit beten wir:

1.    Für die Menschen, die von Naturkatastrophen heimgesucht werden, heute besonders für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan:
um rasche Hilfe, um Linderung ihrer Not, um die Kraft, sich gegenseitig aufzurichten und einander beizustehen.

V: Herr, gütiger Gott
A: Wir bitten dich, erhöre uns.

2.    Für alle, die sich für die Opfer von Katastrophen, von Terroranschlägen und Kriegen einsetzen:
um unermüdliche Tatkraft und Geduld, um ein einvernehmliches Miteinander, um die Erfahrung weltweiter Solidarität.

3.    Für die vielen tausend Menschen, die durch die Überschwemmungen in Pakistan umgekommen sind, aber auch für alle, die tagtäglich in Katastrophen, in Unglücksfällen und kriegerischen Auseinandersetzungen ihr Leben verlieren, und für alle unsere lieben Verstorbenen:
um Aufnahme in das Reich des barmherzigen Vaters.

4.    Für die Christen überall auf der Erde und auch für uns selbst:
um Festigkeit im Glauben, um ein offenes Herz und hilfsbereite Hände für Menschen in Not.

Gütiger Gott, höre unser Gebet in der Not unserer Tage. Hilf uns, im Vertrauen auf Dich unermüdlich das Gute zu suchen und zu tun. Dir sei Lob und Dank, überall und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Gemeinsamer Appell der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Flutopferhilfe

Seit fast zwei Wochen sind die Menschen in Pakistan von einer Flutkatastrophe ungeheuren Ausmaßes betroffen. Kaum vorstellbar: Eine Fläche halb so groß wie Deutschland steht unter Wasser. Die Not der Menschen schreit zum Himmel. Viele Organisationen aus aller Welt versuchen zu helfen so gut es geht. In den vergangenen Tagen mussten wir aber erkennen, dass das Spendenaufkommen in unserem Land nicht so groß ist wie bei anderen Katastrophen. Heute, am Tag der humanitären Hilfe, möchten wir besonders eindringlich bitten: „Helft Pakistan! Helft den vielen Opfern der Flut!“

Wichtig ist: Unsere Hilfsbereitschaft sollte nicht durch Vorbehalte gegen ein Land und eine Region vermindert werden, in denen schwierige politische Verhältnisse herrschen. Es ist vielmehr ein schlichtes Gebot der Nächstenliebe, dass den vielen Menschen, die akut an Leib und Leben gefährdet sind und deren Zukunftschancen in den Fluten zu versinken drohen, umfassend und schnell geholfen wird: „Wer schnell hilft, der hilft doppelt.“

Unsere kirchlichen Hilfsorganisationen sind dazu in der Lage. Sie sind bereits mit großem Einsatz tätig. Aber das Maß ihrer Hilfe hängt auch an unserer Opferbereitschaft. Deshalb appellieren wir an die Christinnen und Christen und an alle Menschen in Deutschland: „Helft den Flutopfern in Pakistan! Öffnet Eure Herzen, seid großzügig! Helft jetzt und zögert nicht!“

Lasst uns gemeinsam für die hilfsbedürftigen Menschen beten und um Gottes besonderen Schutz und Segen in dieser bedrohlichen Situation bitten.

 

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch                                                         Präses Nikolaus Schneider
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz                                  Vorsitzender des Rates der Ev. Kirche in Deutschland

 

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