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Ökumene-Kommission trifft sich zum Austausch mit Bischof Stefan Oster


Datum: 
25.10.2016

Vieles ist auf diesem Weg schon geschehen und gelungen – vieles gilt es noch zu tun!

 

v.li: Pfarrer Gunther Drescher (Ökumene-Zentrum Griesbach), Dr. Andrea Pichlmeier (Bibelpastoral); Kommissionsvorsitzender Domkapitular Manfred Ertl, Barbara Bonauer (ACK Passau), Dr. Anton Cuffari (Referent für Theologische Fortbildung), Abt Marianus Bieber OSB (Ökumene-Zentrum Kloster Niederalteich), Domvikar Andreas Erndl (Studentenseelsorge), Pfarrer Anton Spreitzer (Pfarrer in Ortenburg).

In einem Treffen mit Bischof Dr. Stefan Oster SDB haben die Mitglieder der Bischöflichen Ökumene-Kommission zurückgeblickt, was in den letzten Jahren an ökumenischer Verbundenheit gewachsen ist und auch Ausschau gehalten, wie darauf in Zukunft weiter aufgebaut werden kann. Vor allem im Blick auf das bevorstehende Reformationsjahr 2017, in dem sich der Beginn der Reformation zum 500 Mal jährt.  

Ökumenisch gearbeitet wird in vielen Bereichen des kirchlichen Lebens, deshalb berichteten die Mitglieder ausführlich aus ihrer praktischen Arbeit vor Ort – so etwa Studentenpfarrer Andreas Erndl, der über die ökumenische Studentenseelsorge leitet oder auch Abt Marianus Bieber OSB, der das Zusammenleben römischer und byzantinischer Mönche begleitet. All denjenigen, die sich in die Ökumene-Arbeit einbringen sei klar, „was das Anliegen Christi ist: Er möchte die Einheit aller, die zu ihm gehören“, so Bischof Oster. „Trotz der Schwierigkeiten, die sich manchmal ergeben, schwebt über allem das Wort Christi aus dem Abendmahlsaal: Vater ich bitte dich darum, dass alle eins seien“, betonte der Vorsitzende der Kommission, Domkapitular Manfred Ertl und Bischof Oster ergänzte, dass es noch viel zu tun gibt. „Vieles ist auf diesem Weg schon geschehen und gelungen, Gott sei Dank. Nicht weniges bleibt freilich zu tun, aber der Weg selbst ist unumkehrbar. Ich danke für die viele gute und intensive Arbeit. Und ich bin auch allen getauften Geschwistern aus den noch getrennten Konfessionen dankbar für alle gläubige Verbundenheit“, so Bischof Stefan Oster.

Über die Ökumene-Kommission:
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, insbesondere nach der Veröffentlichung des Konzilsdekretes über den Ökumenismus im Jahre 1964, hat sich in der Katholischen Kirche die Einstellung zu den anderen Konfessionen verändert. Im Jahr 1968 wurde durch Bischof Simon Konrad Landersdorfer die bischöfliche Ökumene-Kommission im Bistum Passau gegründet. Zusammen mit dem Bischöflichen Beauftragten hat die Ökumene-Kommission die Aufgabe, den geistlichen Ökumenismus gemäß dem Dekret zu fördern und innerhalb der Diözese den Gedanken der Ökumene wachzuhalten. In der Diözese Passau ist gerade Ökumene-Arbeit im Kloster Niederalteich von besonderer Bedeutung. Der jetzige Altabt Pater Emmanul Jungclausen war selbst evangelischer Christ und konvertierte. Er war als Seelsorger für Konfessionsehen im ganzen Bistum unterwegs und hat erste ökumenische Trauungen vollzogen. Als Bischöfliche Kommission ist die Ökumene-Kommission bis heute ein beratendes Organ des Bischofs. Sie setzt sich zusammen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums Passau mit intensiven Kontakten zu getauften Geschwistern aus anderen Konfessionen und viel Erfahrung in der ökumenischen Arbeit.