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Katholisches Jugendbüro Passau macht Spontan-Stadtführung für Flüchtlinge


Datum: 
25.09.2015

In diesen Tagen feiert der Islam sein höchstes Fest - das Opferfest (Eid al Adha) - von der Wichtigkeit vergleichbar mit Weihnachten und Ostern. Und viele Jugendliche feiern das fernab von Heimat und Familie. Das Jugendbüro Passau hat für einige junge Flüchtlinge am Donnerstag spontan eine Stadtführung durch Passau organisiert.

 

Wenigen muslimischen Geflüchteten wird im Moment nach Feiern zumute sein. Tatsächlich feiern die Muslime weltweit in diesen Tagen das höchste islamische Fest. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der bereit war, seinen Sohn Isaak zu opfern. Diese Geschichte kennen auch wir aus dem Alten Testament der Bibel, die Abraham als „Vater des Glaubens“ nennt. Auch die Muslime verehren Abraham - oder eben Ibrahim als einen ihrer Glaubensväter.

Abraham - Parallele zwischen Juden, Christen und Muslime

Genauso wie bei ähnlichen christlichen Festen wird dieser Tag sorgfältig vorbereitet und beginnt mit einem Gebet. Zum Fest wünscht man sich „Eid Mubarak‘“ oder „Happy Eid“ („gesegnetes Fest“). Das Fest wird durch Aktivitäten in der Familie und durch Festmahle begleitet. In Mekka - dem zentralen Pilgerort der Muslime wird an diesem Tag besonders groß gefeiert.

Die Kinder bekommen an diesem Fest viele Süßigkeiten und in der muslimischen Tradition wird an diesem Tag ein Lamm geschlachtet, denn Abraham opferte Gott schlussendlich ein Lamm, anstatt seines Sohnes (Hier lesen Sie die Bibelstelle). Das Teilen steht an diesem Tag im Vordergrund: 1/3 des Lammes soll der Familie gehören, 1/3 den Freunden und 1/3 soll den Armen gespendet werden (Hier die genaue Erklärung).

Katholisches Jugendbüro Passau organisiert Spontan-Stadtführung

Für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge ist es in diesen Tagen in Deutschland besonders schwer. An so einem Tag möchte man eigentlich bei der Familie sein. Die Jugendlichen aus der Nachfolgeeinrichtung in Schönberg durften am Donnerstagmorgen zum Gebetszentrum nach Passau, bevor es wieder in den Deutschunterricht ging. Eine Gruppe von Flüchtlingen aus der Caritas-Clearingstelle Waldkirchen machte mit zwei Betreuerinnen eine Ausflug nach Passau.

Hier bot das Katholische Jugendbüro Passau spontan für die Gruppe eine Stadtführung an. Jugendreferent Florian Emmer führte die Gruppe durch die Altstadt. Teils auf Englisch, teils auf Deutsch, teils mit Händen und Füßen zeigte er die Sehenswürdigkeiten der Stadt, erklärte die Hochwasserproblematik und präsentierte den Jugendlichen den Dom und die Orgel. Hierbei ging es nicht um jede Jahreszahl sondern um einen kleinen Eindruck von der Stadt.

Zum Schluss gab es für die ganze Gruppe noch Schokolade und Kekse. Ein kleines Stück Opferfest weit weg von daheim.