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Papst Benedikt XVI. : der bedeutendste Lehrer auf dem päpstlichen Stuhl


Datum: 
27.02.2013

Der Dank des Apostolischen Administrators des Bistums Passau, Bischof Wilhelm Schraml

Die Ankündigung unseres Heiligen Vaters hat mich damals in Altötting völlig überrascht. Ich brauchte Zeit, um mit großer Wehmut, mit Respekt und Dankbarkeit das zu akzeptieren. Unser Gottesdienst im Dom ist ein großer Dank. Wir danken Gott von ganzem Herzen, dass er der Kirche den Dienst des Petrus, dass er ihr Papst Benedikt XVI. geschenkt hat; auch ein Dank an das was, uns dieser Mann geschenkt hat.

Heute, bei seiner letzten Generalaudienz, hat er noch einmal Mut gemacht, mit Freude Christ zu sein, für den Glauben einzustehen. Er hat in bewegenden Worten erläutert, dass die Liebe zur Kirche auch zu schwierigen Entscheidungen führen kann. Er hat uns zum Dienst des Gebets eingeladen, gerade in diesem „Jahr des Glaubens“. „Der Papst ist nie allein“, hat Benedikt XVI. heute mehrfach gesagt. Ich darf dem Heiligen Vater versichern, dass das im Bistum Passau gilt.

Benedikt XVI. hat in seinem Petrusamt die Kirche im Glauben bestärkt. Für mich ist er der bedeutendste Kirchenlehrer auf dem Stuhl Petri. Den Glauben der Kirche hat Benedikt XVI. bezeugt durch sein Leben als Mensch und Christ, als der geniale und begnadete Lehrer der Theologie und schließlich als Bischof und Papst.

Den Glauben wissenschaftlich zu durchdringen und gleichzeitig zu durchbeten, das hat Joseph Ratzinger in all den Jahren seines Wirkens ausgezeichnet. Weil er authentisch lebte, konnte er die Menschen mitnehmen, vor allem die jungen Leute unmittelbar ansprechen. Es war faszinierend dies zu erleben.

Wir dürfen uns im Bistum Passau mit ihm auf besondere Weise verbunden wissen. Marktl und Altötting waren und sind wichtige Stationen seines Lebens. Schon seine Wahl, als dann auch die Begegnungen beim Pastoralbesuch 2006 waren historische Ereignisse; weit darüber hinaus aber auch tiefe persönliche Erlebnisse. Als der Papst zur Gottesmutter in Altötting kam, ist er auch heimgekommen. Das haben der Papst und die Menschen gespürt.

Zu seinem Geburtsort Marktl hat der Heilige Vater stets Verbindung. Wichtig war ihm dabei aber – das durften wir beim Besuch der Pfarrkirche erleben – die Taufe. Ich erinnere mich an sein persönliches Wort zum Taufstein: „Hier hat alles begonnen“. Das ist die Mitte von Marktl. Im Geburtshaus selbst werden wir wie bisher auch, in Treue zum Papst dem Glauben der Kirche nachgehen.

Wie vom Heiligen Vater heute gesagt, gilt dem Papst selber das Leitwort von damals: „Wer glaubt, ist nie allein!“.

27. Februar 2013