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– Symphonie aus Licht und Klang –


Datum: 
27.04.2018

Die Zuschauer sind beeindruckt von dem sehens- und hörenswerten Event: „Monumental! Einmalig! Das werde ich sicherlich noch einmal genießen.“

 

 

350 Jahre barocker Dom in beeindruckenden Bildern, dazu bombastische Musik, eingespielt von der Passauer Dommusik. Mehrere hundert Menschen ließen sich die Premiere am Sonntagabend nicht entgehen. Darunter viele Ehrengäste wie Bischof Stefan Oster, Landrat Franz Meyer oder Oberbürgermeister Jürgen Dupper. Ein Bericht von Wolfgang-Christian Bayer über ein wunderbares Kunsterlebnis am Domplatz in Passau.

 

 

 

Seit Dezember letzten Jahres hatte ein Team aus rund 250 Akteuren an dem Spektakel „Symphonie aus Licht und Klang“ gearbeitet, um die gesamte theologische und architektonische Geschichte des Passauer Stephansdoms, von der ersten Kirche auf Passauer Boden bis zur Neuzeit, als Musik- und Lichtinstallation auf die weiß getünchte Fassade des Domes zu projizieren. Gestern waren zahlreiche Interessierte und Schaulustige am Domplatz als kurz nach 22 Uhr die Generalprobe von statten ging. Die Reaktionen waren nach der 20minütigen Symphonie überwältigend und reichten von „monumental“ und „einmalig“ bis hin zu „Das werde ich sicherlich noch einmal genießen.“  „Ein schöneres Lob gibt es nicht“, freut sich Dompropst Dr. Michael Bär. „Wir hatten nur ein paar Trockenübungen, die Generalprobe sollte verheißungsvoll sein und sie war es auch“, so Bär weiter. Den „Machern“ ist es gelungen „ganz niederschwellig eine bewegende Glaubensgeschichte zu erzählen.“ Denn in dieser einmaligen Symphonie geht es um Verkündigung. „Wir wollen den Gläubigen, aber auch allen Besucherinnen und Besuchern der Stadt, allen, die einfach nur hier innehalten, zeigen wie es war von der Antike bis zur Gegenwart. Und wir wollen dabei immer die Frage mitschwingen lassen „Wo bin ich? Wo komme ich vor in dieser Glaubensgeschichte?“

Sehen Sie hier eine kurze Zusammenfassung:

 

Kraftakt für 250 Mitwirkende aus dem ganzen Bistum

Der künstlerische Leiter, Hubert Huber, hatte vor der Premiere „richtig Lampenfieber“, denn es war ein enormer Kraftakt diese Musik- und Lichtinstallation mit rund 250 Mitwirkenden in nur einem halben Jahr zu stemmen. „Aber es hat unglaublich Freude gemacht, weil es hier in der Diözese so viele kreative Köpfe gibt und weil wir von Anfang an große Unterstützung für dieses einmalige Projekt hatten: Angefangen von Bischof Oster, der auch in solchen modernen Formen eine Chance für Evangelisierung sieht, bis hin zu dem Helfer, der am Ende des Stücks die Tür im Dom öffnet.“

 

 

 

Taufe, Eucharistie und Gottesschau in monumentalen Bildern

Für den Künstlerseelsorger und Domvikar Dr. Bernhard Kirchgessner war es eine Herausforderung „die Geschichte des Doms zu erzählen, die ja auch die Geschichte des Glaubens der Diözese ist.“ Sie ist eingebettet in zwölf Szenen, die umrahmt sind von den Jahreszahlen 450 bis 2018. In den zwölf Szenen wird jeweils ein anderer Aspekt aufgegriffen und die Glaubensgeschichte „eines jeden Christenmenschen von der Taufe, über die Eucharistie bis zur Gottesschau am Ende in der letzten Szene eingebettet.“ Das ist im Schnelldurchlauf der Werdegang eines Christmenschen und nicht nur die Geschichte der fünf Kathedralen, die hier standen“, betont Dr. Kirchgessner. Die Bilder bilden eine Symbiose mit der Musik und geben dem Betrachter das Gefühl in die eineinhalb tausendjährige Geschichte einzutauchen. Diözesan- und Dommusikdirektor Dr. Marius Schwemmer konnte für die Inszenierung aus dem reichen Fundus der „Musica Sacra“ schöpfen. Die Musikstücke haben nicht nur einen zeitlichen Bezug zu den einzelnen Szenen, sondern auch zum Dom und zu Passau. „Diese Stücke mussten wir teilweise erst noch editieren, damit sie überhaupt aufgeführt und von den Dommusikern und den Ensembles eingespielt werden konnten. In musikalischer Hinsicht erwartet die Zuschauer der Symphonie aus Licht und Klang gleich zwei Uraufführungen – die Musik zur Anfangs- und zur Schlussszene sind Kompositionen des Domkapellmeisters Andreas Unterguggenberger.

Die Premiere der Musik- und Lichtinstallation findet am Sonntag, den 01. Juli um 22 Uhr statt. Danach wird die Symphonie aus Licht und Klang jeden Freitag von 06. Juli bis 05. Oktober um 22 Uhr auf die weiße Fassade des Doms projiziert. Das Projekt wird gefördert von: Kulturfonds Bayern, Kulturstiftung Niederbayern, Landkreis Passau, Stadt Passau und den Stadtwerken Passau.

 

 

 

 

– Symphonie aus Licht und Klang –

Ein Projekt der Diözese Passau zum 350. Geburtstag des barocken Doms in 12 Szenen

Die gesamte theologische und architektonische Geschichte des Stephansdoms, von der ersten Kirche auf Passauer Boden bis zur Neuzeit, erscheint als Musik- und Lichtinstallation an der weißen Fassade des Passauer Doms. Der Zuschauer erlebt wichtige Stationen im Leben eines Christen. Dabei reicht der Spannungsbogen von der Taufe über die Eucharistie bis zur letzten Szene der Gottesschau. Gleichzeitig macht er eine Reise durch die Baugeschichte der Passauer Kathedralkirche von der Spätantike bis in die Gegenwart und damit auch durch die Kirchengeschichte des einst größten Bistums des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der Schwerpunkt liegt auf dem kunstgeschichtlich hochbedeutsamen barocken Dom, der dieses Jahr 350 Jahre alt wird. Die Bilderreise ist auch eine Klangreise durch eineinhalb Jahrtausende Musikgeschichte, die vornehmlich auf den reichen Fundus von Passauer Musica Sacra zurückgreift.

Auftraggeber des mehrmonatigen Jubiläumsevents ist die Domkirchenstiftung Passau unter Leitung von Dompropst Dr. Michael Bär. Dieser betont, wie künstlerisch einmalig das Ganze ist, „es gibt vor allem in Frankreich sehr viele ‚Son-et-lumière-Vorstellungen‘, die jedoch vollkommen anders aufgebaut sind.“ Bei diesen Lightshows werden nämlich, fast ausschließlich mit modernem Laserlicht, Farbenspiele auf die Fassaden verschiedener Kirchen projiziert. Aus diesem Grund sind diese Shows im Prinzip auf jedem Gebäude vorführbar. Die Musik- und Lichtprojektion am Passauer Domplatz könne
jedoch aufgrund seiner bildhaften und musikalischen Erzählweise nur auf der Fassade des Passauer Doms gezeigt werden.

Dompropst Dr. Michael Bär freut sich vor allem darüber, dass die Passauer „Symphonie aus Licht und Klang“ fast ausschließlich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums besteht. So stammt nicht nur das Konzept aus der Feder des Künstlerseelsorgers Dr. Bernhard Kirchgessner, sondern auch die gesamte Musik wurde nach der Zusammenstellung des Diözesan- und Dommusikdirektors Dr. Marius Schwemmer von den Dommusikern und Regionalkantoren aufgenommen.

Einzig die künstlerische Gesamtleitung hat der renommierte Künstler Hubert Huber inne, der bereits seit vielen Jahren ein Projekt mit diesem hohen künstlerischen Anspruch im Sinn gehabt hat. In Zusammenarbeit mit Dr. Winfried Helm, Dionys Asenkerschbaumer und Christian Michel freut er sich,
dieses besondere Kunstprojekt zum Jubiläum des barocken Passauer Doms umsetzen zu dürfen. Die Technik übernimmt das erfahrene Veranstaltungsunternehmen Harry Pillmayer.

Bischof Dr. Stefan Oster SDB freut sich, dass die Premiere am 1. Juli stattfindet. Für die Diözese ein besonderer Tag, denn heuer wird erstmals an diesem Datum im Sommer das Hochfest des Diözesanpatrons Hl. Valentin feierlich begangen.

Als Förderer für das Projekt konnten der Kulturfonds Bayern, die Kulturstiftung Niederbayern, der Landkreis Passau, die Stadt Passau sowie die Stadtwerke Passau gewonnen werden

 

Die „Symphonie aus Licht und Klang“ wird erstmals am Sonntag, den 1. Juli um 22 Uhr gezeigt und danach jeden Freitag, bis zum 5. Oktober 2018, zur selben Zeit. Der Genuss der Bilder- und Klangreise ist selbstverständlich kostenlos. Bei der Anreise sollte jedoch vorsorglich auf die P+R-Angebote der Stadt Passau zurückgegriffen werden, da das Parken am Domplatz zu den genannten Zeiten nur sehr eingeschränkt möglich ist.

 

>> zur Musik: „Symphonie aus Licht und Klang“ <<

Die komponierte Musik ist eine zentrale Säule der Musik- und Lichtinstallation. Zusätzlich zur Geschichte der Kathedralkirche zu Passau wird die Musikgeschichte dieses Ortes auch eigenständig dargestellt. Es erklingt dabei sowohl die nach derzeitigem Forschungsstand älteste Musikquelle des Bistums Passau wie auch die neueste Komposition, die von Domkapellmeister Andreas Unterguggenberger für das Dombaujubiläum eigens geschaffen wurde. Eingespielt wurde die Musik von den Dommusikern und den Kirchenmusikern des Referats Kirchenmusik mit ihren Ensembles.

Foto: Edith Rabenstein

 

 

 

 

 

Am Ende der Plakatübergabe wurde dem Bischof noch ein kurzer Werberfilm für das mehrmonatige Event "Symphonie aus Licht und Klang" gezeigt. Darin erzählt Schauspieler und Opernsänger Peter Tilch, als Domherr verkleidet, in düster-stimmungsvoller Art und Weise vom verheerenden Stadtbrand im 17. Jahrhundert.

 

Sie fiebern der Premiere der "Symphonie aus Licht und Klang" entgegen: (v.l.): Grafiker Alexander Woiton, Kunstreferent Alois Brunner, Künstlerseelsorger Dr. Bernhard Kirchgessner, Künstler Hubert Huber, Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Dompropst Dr. Michael Bär, Diözesanbaumeister Jochen Jarzombek, Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer und Domdekan Dr. Hans Bauernfeind