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Bad Füssinger Sternsinger feiern Neujahrsmesse mit dem Papst


Datum: 
28.11.2017

Die fünf Ministranten Maria Schwarz, Klara Hasch, Gabriel Schmidt, Theresa Krenn und Theresa Fuchs aus Bad Füssing haben den Neujahrsgottesdienst mit Papst Franziskus gefeiert.

 

Einmal den Papst ganz nah erleben

Kurz nach dem Ende des Neujahrsgottesdienstes stand Theresa immer noch beeindruckt von dem kurz zuvor erlebten großen Moment im Petersdom. „Es fühlt sich gerade richtig schön an“, erzählte die Elfjährige am Neujahrstag in Rom sichtlich bewegt. „Der Papst hat zu uns allen ‚danke‘ gesagt, als wir da oben waren“, berichtet sie von ihrer Begegnung mit dem Heiligen Vater vor dem Altar in St. Peter. Die drei Sternsinger Theresa (12), Gabriel (13) und die jüngere Theresa aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Würding (Bad Füssing) hatten am ersten Tag des neuen Jahres aber auch wahrlich eine bewegende Aufgabe. In ihren Sternsingergewändern trugen sie die Gaben zum Altar im Petersdom. „Es war sehr schön. Er hat uns die Hände gedrückt, als wir ihm das Brot gebracht haben“, freute sich Gabriel über die persönliche Geste von Papst Franziskus.

Theresa, Gabriel und Theresa gehörten zu den 25 Sternsingern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Slowakei, aus Ungarn, Rumänien und aus Südtirol (Italien), die den Jahreswechsel in Rom verbracht hatten und am Montag, 1. Januar, den Neujahrsgottesdienst mit dem Heiligen Vater feiern durften. Gemeinsam hatte man unter anderem die Päpstliche Schweizergarde besucht und am Silvestertag eine Messe in der Deutschen Gemeinde im Campo Santo Teutonico gefeiert. Bereits zum 14. Mal seit 2001 durften an Neujahr Sternsinger bei der Gabenprozession im Petersdom dabei sein. „Es war sehr aufregend“, berichtete die ältere Theresa nach dem Gottesdienst. „Man freut sich natürlich, und es ist eine große Ehre, dass der Papst ‚danke‘ sagt.“

„Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden“, lautet das Leitwort des Papstes zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2018, mit dem der Heilige Vater ganz bewusst zum Jahresbeginn ein erneutes Zeichen des Friedens setzen will. Dieser Friedensbotschaft schließen sich die Sternsinger mit ihrem Einsatz für benachteiligte Kinder in aller Welt gerne an. „Ich freue mich, dass Papst Franziskus nun zum fünften Mal die Sternsinger im Neujahrsgottesdienst begrüßt und damit erneut zum Ausdruck gebracht hat, wie sehr er das Engagement der Sternsinger schätzt und es mit seinem Segen begleitet“, betonte Prälat Dr. Klaus Krämer. Der Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ hatte die sieben Gruppen in Rom und zum Gottesdienst begleitet.

Im Anschluss an den Segen auf dem Petersplatz wurden die Königinnen und Könige aus dem Bistum Passau wieder selbst zu Segensbringern. „20*C+M+B+18“ schrieben sie an die Wohnungstüren der deutschen Kardinäle Gerhard Ludwig Müller und Walter Kasper. Empfangen wurden sie am Nachmittag auch von Annette Schavan, der deutschen Botschafterin beim Heiligen Stuhl.

Zurück nach Hause geht es für die Gruppe mit Pfarrer Andreas Rembeck am 2. Januar.

Fotos: Stefano Dal Pozzolo/Agentur Romano Siciliani

Das Wochenende: Sternsinger erkunden Rom

Die Reise der Füssinger Sternsinger mit Pfarrer Andreas Rembeck begann mitten in der Nacht: Um 2 Uhr brachen sie am Donnerstag auf, im Schneetreiben ging es nach München, um den Flug um 6.45 Uhr  zu erwischen. Nach dem Bezug des Hotels zog es die Gruppe hinaus: Trotz des Regens gingen die Sternsinger auf Stadtrundfahrt. Drei Tage lang ist Zeit für das Colosseum, die Piazza Navona und den Trevi-Brunnen. Auch mit der Schweizer Garde gibt es Treffen. Der Silvestertag beginnt mit einem Gottesdienst - den Jahreswechsel selbst verbringt die Gruppe mit anderen Sternsingern aus ganz Europa.

Und dann, an Neujahr, wird die Aufregung nochmal steigen: Um 7.30 Uhr müssen die Füssinger zum Petersdom aufbrechen, die Neujahrsmesse beginnt um 10 Uhr. Drei der fünf jungen leute aus dem Bistum dürfen sogar während der Messe die Gabenbereitung unterstützen. „Das freut uns natürlich sehr und ist auch eine große Ehre, dass eine Delegation aus Passau die gesamten deutschen Sternsinger vertreten darf. Gerade auch deshalb, weil im Dezember 2018 die bundesweite Eröffnung der Sternsingeraktion in Altötting stattfinden wird,“ erklärte Wolfgang de Jong, Ministrantenpfarrer der Diözese Passau, vorab.


 
Gemeinsam mit den Bad Füssinger Sternsingern werden auch Kinder aus Österreich, der Schweiz und Südtirol, sowie aus Ungarn, Rumänien und der Slowakei an der Neujahrsmesse teilnehmen. Organisiert wird das Programm der Romfahrer von den jeweiligen Hilfswerken der einzelnen Länder. Sebastian Ulbrich, Referent der Aktion Dreikönigssingen beim Kindermissionswerk, traf sich am 27. November mit den MinistrantInnen und ihren Eltern im Bad Füssinger Pfarrzentrum, um die Einzelheiten der Fahrt zu besprechen und alle anfallenden Fragen zu beantworten. Dort stellte er auch das Programm für die Kinder vor, die unter anderem auch die Schweizer Garde und die Deutsche Botschaft besuchen werden. Besonders aufgeregt waren Maria, Klara, Gabriel und die beiden Theresas aber vor allem deshalb, weil sie zum ersten Mal den Papst aus nächster Nähe sehen dürfen und dabei gleichzeitig über 1 Milliarde Menschen auf der ganzen Welt zusieht. Zum Abschluss des Vorbereitungstreffens beruhigte Sebastian Ulbrich die Kinder: „Ihr könnt eigentlich gar nichts verkehrt machen. Ihr müsst nicht so aufgeregt sein, wie man das vielleicht erwarten würde.“

 

Einmal Gottesdienst mit dem Papst feiern


Für die fünf Ministranten Maria Schwarz, Klara Hasch, Gabriel Schmidt, Theresa Krenn und Theresa Fuchs aus Bad Füssing geht es nach Rom - Sie begleiten den Neujahrsgottesdienst mit Papst Franziskus am 1. Januar 2018.

Ein Beitrag von Stefanie Hintermayr zeigt mehr zu den Reisevorbereitungen:

 

Weltweit größte Solidaritätsaktion
Seit 1959 gibt es die bundesweite Aktion Dreikönigssingen. Seit dieser Zeit haben die Sternsinger insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt. Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) verantworten seit 1961 gemeinsam die erfolgreiche Aktion. Und diese bringt nicht nur Freude in die Wohnungen -   denn die Sternsingeraktion ist die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Unterwegs ob bei Schnee, Regen, Sturm, Kälte oder Sonnenschein: 2017 sammelten die Jungen und Mädchen knapp 47 Millionen Euro für die Kinder weltweit, die für 1639 Projekte zugunsten notleidender Kinder in mehr als 107 Ländern verwendet wurden. In der Diözese Passau sind in 298 Pfarreien und Gruppen über 722.600 € an Spenden zusammengekommen.

 

>>>>Kronawitter/Wagmann/Hintermayr, Fotos: Florian Kronawitter