Zeugen der Liebe Gottes sein - Begegnungstag der Ordensgemeinschaften mit Bischof Wilhelm Schraml am Fest „Darstellung des Herrn“


Datum: 
03.02.2012

Das Fest „Darstellung des Herrn“, am 2. Februar, wurde im Bistum Passau als „Tag des geweihten Lebens“ begangen. Zum Begegnungstag der Ordensgemeinschaften mit Bischof Wilhelm Schraml kamen viele Schwestern, Patres und Brüder aus den Klöstern nach Passau.

In der Pfarrkirche St. Paul feierten sie mit dem Bischof Eucharistie mit Kerzenweihe und Lichterprozession.

 

Der Oberhirte erinnerte an den Ruf zur Nachfolge durch Christus. Wer ihm folge, werde erfahren, dass er von ihm getragen werde. Die Ordensfrauen und Männer „dürfen mit Christus zu den Menschen gehen“. Er mache sie zu „Boten seiner Liebe bis ans Ende ihres Lebens“.
Der Bischof wörtlich: „Die geweihten Personen sind besonders gerufen, Zeugen dieser Liebe und Barmherzigkeit des Herrn zu sein, in der der Mensch sein Heil findet“. Sie würden mithelfen, „dass die Kirche wirklich zu einer Gemeinschaft der Liebe wird, die Gottes Liebe bezeugt und an die Menschen austeilt“. Sie würden auch bezeugen, „dass Sie im geistlichen Stand keine Verkürzung oder Einengung Ihres Lebens erfahren, sondern ganz im Gegenteil eine neue Freiheit, Gott und den Menschen zu dienen“. Der Bischof erinnerte die Ordensleute  „Wer im klösterlichen Leben und im Glauben voranschreitet, dem wird das Herz weit, und er läuft in unsagbarem Glück der Liebe den Weg der Gebote Gottes“.

Das „Fest Darstellung des Herrn“ knüpft an den Bericht im Lukasevangelium, nach dem Jesus, wie alle jüdischen Erstgeborenen, kurz nach der Geburt von seinen Eltern in den Tempel gebracht und durch ein Opfer dem Herrn „dargestellt“ wurde. Zudem brachte Maria an diesem Tag – 40 Tage nach Weihnachten - ein Reinigungsopfer dar, wie es das jüdische Gesetz vorschrieb. Die Bibel berichtet in diesem Zusammenhang auch von der Begegnung mit dem greisen Simeon, der Jesus als Messias erkennt, auf den er gewartet hat. Simeon preist Gott dafür und erklärt sich nunmehr zum Sterben bereit. Dieser Text fand entsprechend seinem Beginn in Latein als „Nunc dimittis“ - Eingang in die Liturgie. Es ist mit seiner Dank- und Abschiedsstimmung das große Nachtgebet der katholischen Kirche. Tag für Tag wird es beim Stundengebet in der Komplet gesprochen.