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Thomas Hochwimmer zum Priester geweiht – Diözese gratuliert Bischof Wilhelm Schraml zum 75. Geburtstag


Datum: 
03.07.2010

„Jesus Christus als den Gekreuzigten und als den Herrn verkünden“: Thomas Hochwimmer im Passauer Dom zum Priester geweiht. Diözese gratuliert Bischof Wilhelm Schraml zum 75. Geburtstag. Generalvikar Dr. Klaus Metzl überreicht Handbuch des Bistums und Diözesangeschichte. Viele Glück- und Segenswünsche gab es rund um den Passauer Stephansdom am Samstag, 3. Juli. Diözesanbischof Wilhelm Schraml hat Thomas Hochwimmer zum Neupriester geweiht und der Oberhirte selbst feierte im Rahmen der Priesterweihe seinen 75. Geburtstag nach. Bei der Weihe legte Bischof Schraml im Dom dem Diakon die Hände auf und sprach das Weihegebet.

 

Der Bischof und die Gemeinschaft der Gläubigen erbaten den Segen für den Neupriester. Diesen Segen Gottes hat Thomas Hochwimmer dann weitergegeben, als er am Ende der Priesterweihe selbst zum ersten Mal den Segen auf die Gläubigen herabrief. Der Bischof wörtlich: „Der Priester ist ein Geschenk für die Gemeinschaft der Kirche.“ Er solle inmitten der Gemeinde „ein klares Zeichen und deutliches Zeugnis“ des Herrn sein. „Wer als Priester im Dienst Jesu Christi steht, der muss die Menschen zu Christus in der Verkündigung des Wortes Gottes und in der Ausspendung der Sakramente führen“. Der Priester müsse den Menschen die „Geborgenheit der Liebe Christi und die erhellende Wahrheit seiner frohen Botschaft“ schenken. Es sei nicht leicht, so der Bischof, in der Welt von heute „das Wort Gottes unverkürzt zu verkünden“. Aber es sei aufgetragen, „Jesus Christus als den Gekreuzigten und als den Herrn zu verkünden“, erinnerte der Oberhirte an das Wort des Apostel Paulus, das er auch im bischöflichen Wappen trägt. Den täglichen Dienst im heiligen Messopfer hob der Bischof ganz besonders heraus. Domchor und Domorchester haben beim Pontifikalamt die Missa de Angelis von Wolfram Menschick gesungen und gespielt.

 

Robert Paulus, der zweite Neupriester der Diözese Passau, wird im Oktober in Rom geweiht. Das deutsche Wort „Priester“ kommt vom griechischen Wort „Presbyteros“. Nach dem Primizsegen gratulierte das Bistum dem Bischof zum 75. Geburtstag. Dompropst Hans Striedl leitete im Dom über. „Wort und Tat müssen übereinstimmen“, Glaubwürdigkeit sei in der heutigen Zeit nötig“, gab er dem Neupriester mit auf den Weg. Der Dompropst sprach von einer doppelten Freude an diesem Tag. Zum einen über den Priester; zum anderen über den Geburtstag des Bischofs. Die Feier im Rahmen der Weihe, so der Dompropst, habe sich angeboten, weil dem Bischof das Priesteramt und der Priesternachwuchs so am Herzen lägen. Der Tag treffe genau das Anliegen des Bischofs, der den priesterlichen Dienst so hoch schätze. Hans Striedl dankte dem Bischof für dessen Dienst im Bistum Passau. Weil der Oberhirte am Geburtstag selber bei einer Wallfahrt in Polen weilte, wurde das persönliche Fest eine Woche später auf diese Art nachgefeiert.

 

 

Predigt von Bischof Wilhelm Schraml im Wortlaut: 

In dieser Stunde dürfen wir Zeugen sein, wie Menschen in Bewegung geraten, wenn Gott sie ruft. Wir dürfen Zeugen sein, was es Großes ist, wenn Gott – wie einst zum Propheten Jeremia – auch heute zu einem Menschen sagt: „Ich habe dich ausersehen; noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt.“ (Jer 1,5).

Nicht der Mensch ist es, der die Initiative ergreift. Der Herr selbst hat von Anfang an seine Hand auf Sie, lieber Weihekandidat, gelegt. Sie haben sich in langen Jahren durch Fragen und Ringen, auch durch Krankheit hindurch, durch Gebet und Studium für den priesterlichen Dienst vorbereitet. So wichtig das alles ist, Priester werden Sie nicht durch das, was Sie in all diesen Jahren getan haben. Priester werden Sie durch das, was der Herr jetzt in dieser Stunde an Ihnen tut, da er Ihnen im Sakrament der Weihe Anteil gibt an seinem eigenen Priestertum und damit Sendung und Vollmacht erteilt. Das geschieht von alters her durch Auflegen der Hände und durch Gebet. Schweigend werde ich Ihnen die Hände auflegen. Dem schließt sich an das feierliche Weihegebet, in dem wir Gott für Sie um die Gnade der Weihe bitten.

Diese heilige Handlung wird mitgetragen von Ihrem stillen Gebet, liebe Schwestern und Brüder. Sie sind keine untätigen Zuschauer. Im ältesten Zeugnis der Kirche, das aus dem Anfang des 3. Jahrhunderts stammt und uns die Weihe beschreibt, heißt es: „Alle sollen das Schweigen einhalten und in ihrem Herzen um die Herabkunft des Heiligen Geistes beten.“ (Hippolyt). Ich bitte Sie, liebe Schwestern und Brüder, in tiefem Schwei-gen und mit betendem Herzen diese heilige Handlung zu begleiten. Denn es geschieht Herabkunft des Heiligen Geistes. Gott schenkt unserem Weihekandidaten seinen Geist und weiht ihn zum Priester seiner Kirche.

Unser Heiliger Vater Papst Benedikt XVI. sagte: „Der Priester ist ein Geschenk für die Gemeinschaft der Kirche.“ Er soll inmitten der Gemeinde „ein klares Zeichen und deutli-ches Zeugnis“ des Herrn sein. Wer als Priester im Dienst Jesu Christi steht, der muss die Menschen zu Christus in der Verkündigung des Wortes Gottes und in der Ausspendung der Sakramente führen. Das wird aber nur gelingen, wenn der Priester jenem Baum im Psalm gleicht: „der an Wasserbächen gepflanzt“ (Ps 1,2) tief verwurzelt ist und mit weit ausladenden Ästen den Menschen die Geborgenheit der Liebe Christi und die erhellende Wahrheit seiner frohen Botschaft schenkt.

Es ist nicht leicht, das Wort Gottes unverkürzt heute in einer Welt zu verkünden, die über-sättigt ist von jeder Art Sensation; in einer Welt, in der sich auch der Priester nicht selten mühsam im Dunkel dazu durchtasten muss und vor der Wahl steht, entweder zu sagen, was niemand begreift, oder sehr zögernd und ungenügend in das Heute hineinzuvermelden, was für viele Menschen von der Wirklichkeit ihres Alltags entfernt zu sein scheint. Manchmal wird es dem Priester dabei ergehen wie dem Propheten Jeremias, der nur Ärger bekam mit seiner Verkündigung und oft leidenschaftlich gegen seine Aufgabe als Prophet aufbegehrte. Aber uns ist aufgetragen, „Jesus Christus als den Gekreuzigten und als den Herrn zu verkünden“, wie der Apostel Paulus sagt. Und gerade so dienen wir den Menschen. Denn das Wort Gottes verbraucht sich nicht, solange es in Wahrheit Gottes Wort ist und nicht menschliche Besserwisserei.

Ich werde Ihnen bei der Weiheliturgie Kelch und Patene mit den Gaben des Brotes und des Weines überreichen und dabei sprechen: „Nimm hin die Gaben des Volkes für die Feier des Opfers. Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes.“ Aber bedenken wir: Dieses Fest kommt aus dem Opfer. Die Erlösung durch Christus gipfelt auf im Opfer am Kreuz. Aber genau in dieser Stunde seiner tödlichen Ohnmacht hat seine Liebe alle Menschen erreicht und ihnen das Tor zum Leben geöffnet.

Die Fruchtbarkeit Ihres priesterlichen Wirkens erwächst nicht aus eigenem Können und glänzenden Taten, sondern aus dem Kreuz Jesu Christi. Je tiefer Sie das begreifen, umso mehr bringen Sie sich selbst und Ihren Dienst in Zusammenhang mit der Quelle aller Fruchtbarkeit: mit Jesus Christus. Darum wird nichts, was Sie in seinem Namen tun, vergeblich sein. Ganz im Gegenteil! Sie werden etwas spüren von dem, was der Apostel von sich und seinem apostolischen Dienst bezeugt: Die Gnade kommt in der Schwach-heit zur Vollendung. Denn „das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen.“ (1Kor 1,27).

Gerade dann dürfen Sie sich an das Wort Jesu erinnern, das er in seinem Abschiedsge-bet seinen Jüngern und damit auch Ihnen zugesprochen hat: „Vater, ich bitte für sie, die du mir gegeben hast... Bewahre sie in deinem Namen... Bewahre sie vor dem Bösen und heilige sie in der Wahrheit“ (vgl. Joh 17,9ff). Gerade in solchen Stunden zu wissen, dass Ihnen der Herr ganz nahe ist, wird für Sie ungemein tröstlich und ermutigend sein.

Jetzt aber wollen wir dem Herrn danken, dass er wieder einen Priester aussendet mit seinem Wort und Segen. Wir wollen ihm auch danken für die Eltern und Freunde, für die Priester und Lehrer, die Ihnen in Ihrem Leben Wegbegleiter waren. Empfehlen wir nun den Weg unseres Weihekandidaten Jesus Christus, damit er erfüllt und getragen vom Heiligen Geist als geistlicher Vater in der Kirche die Menschen zu ihm führen und am Ende ihres Lebens mit der Gottesmutter Maria das Magnifikat singen kann, nicht nur für einen Tag, sondern für die Ewigkeit: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig“ (Lk 1,46ff).
 

 

 Nach einer Fanfare der Diözesanbläser gratulierte Generalvikar Dr. Klaus Metzl. Er würdigte den Jubilar als „Bischof und Hirten, der tief verwurzelt ist in den Traditionen und Bräuchen sowohl des christlichen Glaubens als auch unserer bayerischen Heimat, als leidenschaftlichen Künder und Kämpfer für die Verbreitung dieses Glaubens, der in dieser Berufung nicht selten an die Grenzen physischer und psychischer Belastungen geht und dabei auch auf Unverständnis und Feindseligkeit trifft, und als einen vorausschauenden Lenker, der den Menschen nahe ist“. Dem Bischof gehe es um die Zukunftsfähigkeit der Kirche von Passau, betonte der Generalvikar. Er sagte zum 75. Geburtstag des Bischofs „herzlich „Vergelt’s Gott für sein Wirken und seine Hirtensorge für das Bistum Passau“. Die im Handbuch dokumentierte Gegenwart der Kirche von Passau habe er entscheidend geprägt. So könne sie ihren Weg durch das 3. Jahrtausend hoffnungsvoll weitergehen und ihrer Hauptaufgabe nachkommen, „die unser Bischof Wilhelm in seinem Wahlspruch benennt: Jesus Christus als den Herrn verkündigen“. Der Generalvikar erinnerte damit auch an dessen persönliches Zeugnis als Christ, als Priester und als Bischof.

 

Er überreichte dem Oberhirten anlässlich seines 75. Geburtstages zwei Standartwerke über die Diözese Passau. Zum einen erhielt der Bischof das neue „Handbuch des Bistums Passau“. Darin sind auf über 1.000 Seiten die Pfarreien des Bistums in einer lexikalen Darstellung beschrieben und zentrale Informationen über die Diözese Passau gebündelt. Zum anderen übergab der Generalvikar ein Werk mit dem Titel. „Das Bistum Passau und seine Geschichte“. Es fasst vier Bände zusammen: Von den Anfängen bis zur Jahrtausendwende. Das Bistum im hohen und späten Mittelalter. Von der Reformation bis zur Säkularisation. Vom Ende der „Alten Kirche“ 1803 bis zur Gegenwart. Der Bischof seinerseits dankte für all die guten Wünsche und sagte vor dem Schlusssegen: „In Gottes Namen miteinander in eine gute Zukunft“.

 

Im Domhof durfte der Bischof dann viele Glück- und Segenswünsche entgegennehmen. Aus dem ganzen Bistum waren Gläubige, Vertreter des Staates, der Kommunen und Behörden sowie Gäste aus der Kirche, den Orden, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur gekommen.  

Glückwünsche der Bundeskanzlerin: Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in ihrem Glückwunschschreiben dem Bischof für das „verdienstvolle Wirken“ gedankt. Wilhelm Schraml habe sich in seinen Ämtern und Aufgaben innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz „breite Anerkennung und Respekt erworben“. 

Das neue „Handbuch des Bistums Passau“: Darin sind nach einer einheitlichen Systematik „erstmals die Pfarreien des Bistums in einer lexikalen Darstellung beschrieben“, betont Generalvikar Dr. Klaus Metzl, der die Autorengruppe geleitet hat. Auf über tausend Seiten fasst es alle Pfarreien. „So wird jede Pfarrei, von der kleinen Landpfarrei bis zur großen Stadtpfarrei, nach der gleichen Systematik beschrieben“, erläutert der Generalvikar. Die Ortsteile und Straßen, die jeweiligen Pfarrkirchen, Gotteshäuser und Kapellen sind aufgelistet, bautechnisch wie kunsthistorisch beschrieben. Kirchliche Stiftungen, Friedhöfe, katholische Verbände, Einrichtungen oder Ordensniederlassung sind genannt. Einführend gibt es grundsätzliche Daten zum Bistum: die Geschichte ist zusammengefasst. Man erfährt welche Selige und Heilige verehrt werden. Alle Passauer Bischöfe seit dem Jahr 739 sind aufgelistet. Die Patrozinien – Feste der Schutzheiligen von Kirchen und Namenspatrone – sind zusammengestellt. Die Entwicklung der Pfarreien wird erläutert. Im Handbuch, so Prälat Metzl, seien die zentralen Informationen über die Diözese Passau gebündelt. Zusätzlich sei eine Datenbank entwickelt worden, „mit deren Hilfe Änderungen im Handbuch kontinuierlich fortgeschrieben werden können“, erklärt der Herausgeber. So solle das Handbuch im Gesamt einen Eindruck vermitteln „über den Wert, den die Kirche von Passau mit ihren Pfarreien bewahren und weiter entwickeln darf“, betont der Generalvikar. Dr. Klaus Metzl: „So dient es nicht nur Historikern, sondern vor allem den Pfarrern und dem Bischöflichen Ordinariat als wertvolle Informationsquelle. Es ist zudem ein wichtiges Nachschlagewerk für Geistliche und Laien, für Geschichts- und Kunstinteressierte, für Wissenschaft und Verwaltung“. Das erste „Handbuch der Bistums Passau“ wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach den Umwälzungen durch die Säkularisation veröffentlicht. Die letzte Ausgabe stammt aus dem Jahr 1981. Dieses längst vergriffene Werk sei nun völlig überarbeitet publiziert. Das Handbuch der Diözese Passau, hrsg. von Generalvikar Dr. Klaus Metzl, ist im Verlag Bischöfliches Ordinariat Passau erschienen und ist im Domladen und der Mediothek erhältlich (Tel.: 0851/393-5171). Jedes Pfarrbüro erhält aber ein kostenloses Exemplar.

Herausgeber: Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl, Redaktion: Dionys Asenkerschbaumer, Kommunikationsdesign: Layout und Druckvorbereitung, Dr. Ludger Drost, Kunsthistoriker: Textaufbereitung, Andreas Paul, Persönlicher Referent des Generalvikars: Koordination, Autoren und Mitarbeiter: Domkapitular Dr. Michael Bär, Seelsorgeamtsleitung: Kirchliche Vereinigungen, Alois Brunner, Kunstreferent: Kunstgeschichte, Dr. Ludger Drost, Kunsthistoriker: Kunstgeschichte und Verzeichnisse, Martin Hamedinger, Leiter der Registratur: Dekanatskarten und Diözesankarte, Jochen Jarzombek, Diözesanbaumeister: Renovierungsdaten und Maße, Josef Kinninger, EDV-Abteilung: Datenerhebung und -verarbeitung, Datenbanken, Norbert Kotschenreuther, Leiter der Liegenschaftsabteilung: Stiftungen und Liegenschaften, Armin Kurzböck, Meldewesen EDV-Abteilung: Grunddaten, Heinz-Walter Schmitz: Kirchenmusikdirektor i. R.: Orgeln und Glocken, Dr. Marius Schwemmer, Diözesanmusikdirektor: Orgeln und Glocken, Dr. Herbert Wurster, Archivdirektor: Historischer Teil und Pfarrgeschichte „Das Bistum Passau und seine Geschichte“

Die neue Diözesangeschichte mit dem Titel „Das Bistum Passau und seine Geschichte“ fasst vier Bände zusammen, die Archivdirektor Dr. Herbert W. Wurster in den vergangenen Jahren Zug um Zug veröffentlich hat: Von den Anfängen bis zur Jahrtausendwende. Das Bistum im hohen und späten Mittelalter. Von der Reformation bis zur Säkularisation. Vom Ende der „Alten Kirche“ 1803 bis zur Gegenwart. Gedenken ist nach Worten des Generalvikars „eines der wesentlichen Kennzeichen des christlichen Glaubens“. Das gelte für das ganz persönliche Leben, für die großen Bögen der Weltgeschichte, natürlich auch für das Bistum Passau. „So ist es ein angemessener Augenblick, sich am 75. Geburtstag unseres Bischofs Wilhelm, des 84. Bischofs von Passau, der großen Linien unserer Bistumsgeschichte zu erinnern“, betont Prälat Metzl im Vorwort des Werkes. Auf zwei epochale Ereignisse im Episkopat von Bischof Schraml weist Dr. Klaus Metzl besonders hin: die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum Papst am 19. April 2005 und den Besuch von Papst Benedikt XVI. am 11. September 2006 in Altötting mit der Eucharistiefeier und der Eröffnung der neue Anbetungskapelle. „Das Bistum Passau und seine Geschichte“ von Archivdirektor Herbert W. Wurster ist im Verlag Editions du Signe, Straßbourg, erschienen. Der 192 Seiten starke Sammelband mit zahlreichen Fotos und Abbildungen kostet 19,80 Euro mit einem Preisnachlass ab 10 Stück Abnahme. Auch die vier Einzelhefte mit jeweils etwa 50 Seiten sind für 7,50 Euro erhältlich. 

Die Zeichen der Priesterweihe: Das Sakrament der Weihe und damit das Entscheidende ist ein fast unspektakuläres Zeichen der Nähe Gottes – umso wirkungsvoller: das Gebet, die Bitte um den Beistand des Geistes Gottes, die Handauflegung durch den Bischof. Dies in völliger Stille. Man gewinnt den Eindruck von spiritueller Dichte und geistig-geistlicher Kraft. Dies unterstrichen durch die vielen Priester, die dem Neupriester ihre Hände auflegen. Solche Glaubenskraft braucht der Neupriester, wenn er den Menschen helfen möchte, eine liebende Beziehung zu Gott aufzubauen, wie er sagt. Er braucht Kraft, um anderen den Glauben lebendig zu vermitteln, damit Menschen in eine heilvolle Beziehung mit Gott kommen.

Priesterweihe im Telegrammstil: Der Weihekandidat erklärt sein „Ich-bin-bereit“ - Der Bischof wird gebeten, ihn zu weihen - Nach der Predigt fragt der Bischof, ob er Priester werden will - Der Diakon verspricht dies – Der Diakon legt sich zur Allerheiligenlitanei auf den Boden und bekunden damit seine Hingabe zu Gott – Zum Geläut der großen Domglocke legt der Bischof dem Priesterkandidaten die Hände auf - Die Priester legen ihm ebenfalls die Hände auf und nehmen ihn so in ihre Gemeinschaft auf – Der Bischof spricht mit ausgebreiteten Händen das Weihegebet – Dem Neugeweihten wird das priesterliche Gewand angelegt – Der Bischof salbt die Hände des Neupriesters mit dem Chrisamöl – Er überreicht Kelch und Patene – Der Bischof tauscht mit dem Neupriester den Friedensgruß aus – Er feiert an der Seite des Bischofs die Eucharistie - Zum Schluss spendet der Neupriester den Primizsegen.

Stichwort Priester und Primiz: Die erste heilige Messe, die ein Neupriester nach seiner Weihe selbständig und meist in seiner Heimatgemeinde feiert, nennt man Primiz. Das Wort kommt von dem lateinischen Ausdruck „prima missa“, erste Messe. Der Neupriester wird in seiner Heimatgemeinde festlich empfangen und bei der Messfeier von einem älteren Priester, meist dem Ortspfarrer, und dem Primizprediger begleitet. Für die Heimatpfarrei des Neupriesters ist der Tag ein großes Fest. Dazu gehören der Empfang am Abend des Weihetages, bei der Primiz selber, der Kirchenzug und der Festgottesdienst.