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Gerufen, gesandt, geheiligt: als Diakone Christus nachfolgen
Bischof Wilhelm Schraml hat Thomas Hochwimmer und Robert Paulus am 31. Oktober in Altötting zu Diakonen geweiht
Altötting/Passau (iop). Sich klar zu Christus bekennen. Vertrauen in den Anruf Gottes. Sich nicht der Welt anpassen. Das hat Diözesanbischof Wilhelm Schraml den beiden neuen Diakonen, Thomas Hochwimmer und Robert Paulus mit auf den Weg gegeben. Die beiden Kandidaten aus dem Priesterseminar St. Stephan hat er am Samstag, 31. Oktober, in Altötting zu Diakonen geweiht. Dazu legte der Bischof in der St. Anna-Basilika den beiden Männern die Hände auf. Als sichtbares Zeichen wurde ihnen das Evangelienbuch überreicht. Als liturgische Gewänder für Diakone legten sie Stola und Dalmatika an. „Gerufen, gesandt und geheiligt“, so Bischof Wilhelm Schraml, folgen Thomas Hochwimmer und Robert Paulus, als neue Diakone nun Chrisus nach.
In der Predigt betonte der Oberhirt, dass Vertrauen auf die Kraft Gottes Geborgenheit schenke. Sie sollten Kraft finden für ein Leben, das ganz Gott und der Kirche gehöre; Kraft auch für die Verkündigung des Evangeliums. Gleichzeitig warnte der Passauer Bischof davor, sich der Welt anzupassen und damit „das Eigentliche der Sendung zu vergessen und schließlich preiszugeben“.
Als Diakone können und dürfen Thomas Hochwimmer und Robert Paulus segnen, taufen, Trauungen halten und das Wort Gottes auslegen. Wenngleich die zwei Männer noch keine Priester sind – mit der Weihe, gehören sie als Diakone dem Klerus an. Das Wort „Diakon“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Diener, Helfer“. Entsprechend wurde dem Diakon schon in der frühen Kirche, wie die Apostelgeschichte berichtet, die Sorge um Notleidende übertragen.
Bei der Weihe erklärten die Kandidaten zunächst ihre Bereitschaft, das Amt des Diakons zu übernehmen. Dann legte der Bischof den Kandidaten die Hände auf – der eigentliche Weiheritus. Als sichtbares Zeichen wurde das Evangelienbuch überreicht. Sie legten die liturgischen Gewänder an, Stola und Dalmatika.
Die neuen Diakone aus dem Priesterseminar St. Stephan kurz vorgestellt:
Thomas Hochwimmer aus Dietersburg ist Pastoralpraktikant in Landau. Der 40-jährige gelernte Bäcker lies sich 1993 zum Reiseverkehrskaufmann umschulen und arbeitete sieben Jahre selbstständig. 2005 entschied er sich für das Theologiestudium im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen: „Ich habe nach längerer Suche erkannt, dass Gott mich für diesen Dienst berufen hat. Ich möchte auf diese Weise Gott dienen.“ Die Exerzitien und Gespräche mit geistlichen Begleitern, das Getragensein im Gebet, die Bestätigung der Berufung durch Bischof und Regens und vor allem das familiäre Umfeld, seien ihm wichtige Stützen gewesen. „Mein Wunsch ist es, dass die Menschen erkennen, dass Gott eine innige Beziehung mit ihnen möchte. Der Mensch soll auf dieses Angebot Gottes, auf die Liebe Gottes, Antwort geben.“ Thomas Hochwimmer half als Praktikant in Landau bislang bei der Vorbereitung von Gottesdiensten, bei der Ministrantenarbeit und der Seelsorge im Altenheim. Er arbeitete an Kinderbibeltagen mit und wird demnächst seine ersten Schulstunden halten.
Robert Paulus, 1982 geboren, stammt aus Vaterstetten. Nach seinem Abitur leistete er seinen Zivildienst in einer Einrichtung für psychisch Kranke. Von 2003 bis 2005 studierte er in München Theologie und Philosophie. Danach studierte er in Rom an der Pontificia Università Gregoriana und schloss dort 2008 mit dem Bakkalaureat in kath. Theologie ab. Sein Pastoralpraktikum absolvierte er im Pfarrverband Mitterskirchen - Geratskirchen. „Die Entscheidung Priester zu werden, trifft man nicht einmal, sondern immer wieder neu und nicht im luftleeren Raum“, so Robert Paulus. Sein katholisches Elternhaus, die Schulzeit, zahlreiche Begegnungen und Erfahrungen, seien für ihn wie Mosaiksteine in seinem Lebensbild. „Wenn ich darauf schaue, erkenne ich einen roten Faden, der mich jetzt vor den Altar führt.“ Robert Paulus ist inzwischen für das Aufbaustudium „Geschichte der Theologie“ nach Rom zurückgekehrt und empfindet es als Geschenk in Rom studieren zu dürfen. „Heute Kirche sein, heißt für mich nicht den Untergang zu verwalten, sondern auf Sendung zu gehen.“ Dabei, so Robert Paulus, ist es „Jesus Christus der jeden Christen sendet, es ist Jesus Christus, der den Weg zu einem erfüllten Leben zeigt.“





