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Palmsonntag - Tradition vor Ostern


Datum: 
06.04.2017

In Kößlarn gehört der Palmsonntagsesel seit über 500 Jahren zur traditionellen Prozession - am 9. April wird er auch heuer wieder von den Ministranten durch den Markt gezogen. Der Palmsonntag wird eine Woche vor dem Osterfest begangen.

 

Der Pfarrverband Kößlarn ist bekannt für seine traditionsreichen Festtage. Besonders sind es die Prozessionen, die Jahr für Jahr viele Besucher in den Markt im Rottal locken. Dazu gehört das Erntedankfest im Herbst und, vor Ostern, die Palmsonntagsprozession. Seit über 500 Jahren wird an diesem Feiertag ein hölzerner Palmesel auf einem Wagen mitgezogen. Stefanie Hintermayr hat diesen Brauch genauer unter die Lupe genommen:

 

Stichwort Palmsonntag

Der Palmsonntag wird eine Woche vor dem Osterfest begangen. Mit ihm beginnt die „Heilige Woche“, die auch unter dem Namen „Karwoche“ bekannt ist. In dieser Woche wird in besonderem Maße an das Leiden und Sterben Jesu erinnert. Im Gottesdienst wird die Passion (das Leiden Jesu) vorgetragen.

Zunächst beginnt die „Heilige Woche“ aber mit Jubel: Denn am Palmsonntag wird des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht. Wie es beim Evangelisten Matthäus geschrieben steht, hatten die Menschen in Jerusalem Jesus jubelnd begrüßt, als dieser auf einem Esel reitend in die Stadt einzog. Sie hatten Palmzweige und Kleider auf dem Weg ausgebreitet und ihn mit den Worten „Hosanna dem Sohne Davids“ lautstark willkommen geheißen.

Der Gottesdienst am Palmsonntag beginnt mit einer Palmweihe, in der Regel werden Buchsbaumzweige oder Weidenkätzchenbüschel verwendet. Aber auch Zweige von Olivenbäumen kommen in Frage. Anschließend ziehen die Gläubigen in einer feierlichen Prozession mit den geweihten Palmzweigen in die Kirche ein. Viele Christen stecken die geweihten Zweige nach dem Gottesdienst zu Hause an das Kruzifix, um damit ihrer Verehrung des Kreuzes und dem Gedanken an den Einzug von Jesus in Jerusalem Ausdruck zu verleihen.

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