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Zitate - Menschen Heimat geben


 

Gemeinsam feierten Bischof Stefan Oster SDB und Bischof em. Wilhelm Schraml am Sonntag, 21. Juni,
 im Stephansdom ihren Geburtstag. Das Passauer Bistumsblatt nimmt beide – im übertragenen Sinne
– beim Wort und veröffentlicht Zitate aus ihren Ansprachen und Predigten.

 

»    Stehen wir in ungebrochener Treue zu Gott und beugen wir anbetend unsere Knie vor  ihm ganz allein. ... Dann  bleibt der Mensch in seiner Würde geachtet und lebt in Frieden und Freiheit. «

Über den Einsatz für eine Gesellschaft, in der sittliche Grundsätze hochgehalten werden.

 

»  Gottesdienst feiern heißt, die Betriebsamkeit des Alltags unterbrechen, um uns darauf zu besinnen, was  wesentlich ist für unser Leben. «

Über die Bedeutung der heiligen Messe.

 

»   Ich habe gespürt, dafür ist der Priester an und für sich in erster Linie da, auch der Bischof: dass er hingeht zu den Leuten, um mit ihnen zu reden, dass sie sich ausweinen können – auch das gehört in diesem Fall dazu. «

Zu seinem Einsatz während der Hochwasserkatastrophe 2013 in und um Passau.

 

»    Das Eigentliche geschieht in den Morgenstunden. Wenn der Morgen sein Gesicht verliert, wenn ich mir da nicht die Zeit nehme, dann geht der Tag nicht gut. «

Auf die Frage, wann er als Bischof trotz seiner vielen Aufgaben Zeit für die eigenen Spiritualität findet.

 

»     Familie ist Kirche im Kleinen, sagt das Zweite Vatikanische Konzil. Und wenn es    der Familie gut geht, geht es auch der Kirche gut. Und umgekehrt kann man das genauso sagen. «

Zum Thema Familie. Familienpastoral war für Bischof Wilhelm Schraml immer von zentraler Bedeutung.

 

»     Sie ist das Herz unserer Kirche. Von ihr geht Kraft aus für alle anderen Bereiche des kirchlichen Lebens und nicht zuletzt für unser eigenes Leben. «

Über die Eucharistie

 

Bischof Wilhelm Schraml

Menschen Heimat geben

„Jesus Christus als den Herrn verkündigen.“ Mit diesem Wahlspruch leitete Bischof Wilhelm Schraml das Bistum Passau vom 23. Februar  2002 bis zum 1. Oktober 2012, als Papst Benedikt XVI. sein aus Altersgründen vorgebrachtes Rücktrittsgesuch annahm. Als Apostolischer Administrator wirkte Bischof Wilhelm noch bis zum 2. September 2013. Ein zentrales Thema für ihn war die Begegnung mit Christus in der Eucharistie. Wichtig war ihm immer, den Menschen eine Heimat zu geben. Ein Schwerpunkt seines Wirkens war die Familienpastoral, wo er zahlreiche Akzente auch in der Deutschen Bischofskonferenz setzte. Ein Höhepunkt seiner Amtszeit war der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Altötting und Marktl am Inn.

»    Ich glaube, der Kirche würde es wieder besser gehen,  wenn sie sich auf das Eigentliche besinnt, wofür sie da ist, nämlich die Botschaft des Evangeliums zu verkünden, die Menschen zu Christus zu führen, sich denen besonders  zuzuwenden, die Hilfe  brauchen. «

Auf die Frage, wo die Kirche in 20 Jahren stehen wird.

 

»     In den Pfarrgemeinden, mit  kirchlichen Gremien und  Verbünden, durfte ich erfahren, wie intensiv sich viele Frauen und Männer    mitverantwortlich wissen...  
Darin sehe ich einen entscheidenden Beitrag zu einer  zukunftsweisenden Pastoral. Sie nimmt Abschied vom Versorgungsdenken und  bezieht die Gläubigen als aktive Mitsorgende in die    Pastoral ein, ohne dabei die Grundstruktur und die Verfasstheit der Kirche außer Acht zu lassen. «

Über Laien und Ehrenamt in der Kirche.

 

»    Unsere Zukunft und die Zukunft der Völker hängt davon ab, dass wir unsere    Freiheit zum Guten gebrauchen und nicht zum Bösen  missbrauchen. «

Zu Soldaten, die im Kosovo-Einsatz waren.

 

 

»    Es gibt keine christlichere  Botschaft als die, dass der Tod durch Christus über den Menschen keine Macht mehr hat, weil ihm der sterbende und auferweckte Herr seine Macht genommen hat. «

Über den Tod.

 

»    Ich habe jetzt viel mehr Zeit, das Eigentliche zu tun, das  man auch als Priester zuvorderst tun muss, nämlich beim Herrn zu sein, sich Zeit  zu nehmen für das
Gebet. «

Über den Alltag eines emeritierten Bischofs im Bistumsblatt-Interview.

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»  Der Religionsunterricht ist eine ganz große Chance. In der Schule wollen die jungen Leute aber nicht allein den  Lehrer erleben, sondern den Zeugen des Glaubens, den wollen sie erleben. «

Zur Bedeutung des Religionsunterrichts an den Schulen.

 

»   Wenn wir Christus fest im Blick haben, hören die unsäglichen Rangstreitig-

keiten auf.  Wenn wir uns um ihn scharen, wird uns bewusst, dass wir als seine Brüder und Schwestern zusammen-gehören, weil wir ihm allein dienen, egal ob Laie, Priester oder Bischof. «

Über die Kirche.

 

»    Wir wissen, dass auch für uns der Glaube nicht ein einmal erworbener sicherer Besitz ist, über den wir ein Leben lang verfügen können.  Auch wir leiden unter der Anfechtung im Glauben und müssen immer wieder voller Demut bekennen: „Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben.«

Zum Thema Demut.

 

 

 

>>>>>Beitrag aus dem Passauer Bistusmblatt /  Foto: Bernhard Klinger