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Aktuelles


Mitarbeiter des Dekanates erkundeten die Oberpfalz - 19.06.2017

Die Dekanatsmitarbeiter im Kirchenschiff der Pfarrkirche St. Andreas im Pemfling
 

Freyung-Grafenau. Jedes Jahr unternehmen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Dekanates einen Tagesausflug. Diesmal wurde Cham und Umgebung angesteuert. Nach der traditionellen Brotzeit in Chammünster wurde dort die Kirche Maria Himmelfahrt besichtigt, welche als die "Urkirche" des Oberen Bayerischen Waldes gilt. Sehenswert sind hier insbesondere ein romanischer Taufstein, die gotischen Fresken sowie die angrenzende Grabkapelle und das Beinhaus (Karner). Anschließend ging es weiter in das nahegelegene Cham. Der neuromanische Backsteinbau der Klosterkirche Maia Hilf nördlich der Altstadt wurde vom Orden der Redemptoristen im Stil des Historismus errichtet. Die ganze Kirche ist im sogenannten Nazarener-Stil ausgemalt, sie ist wie ein Bilderbuch des christlichen Glaubens und der Bibel. Ein Bilderzyklus durchzieht die ganze Kirche, der das Leben Mariens mit Josef, ihrem Mann, und ihrem Kind Jesus darstellt. Im Presbyterium fällt der Blick auf den großen Pantokrator Christus und auf die Kopie der von den Redemptoristen verehrten Marienikone aus Kreta. Danach ging es fußläufig hinunter auf den Chamer Stadtplatz zur Stadtpfarrkirche St. Jakob, welche romanischen Ursprungs ist. Nach mehreren Umbauten besteht die Einrichtung seit über 100 Jahren im Stil des Neubarock. Die "Marseillaise" als Glockenspiel zur Mittagszeit erinnert an Graf Luckner und gehört zum "Pflichtprogramm".

Nach dem Mittagessen in der Kolpinggaststätte und Zeit zur freien Verfügung bei hochsommerlichen Temperaturen, besuchten die Dekanatsmitarbeiter als letzte Station am späten Nachmittag noch die Filialkirche St. Andreas in Pemfling, die auch "Wieskirche des Bayerischen Waldes" genannt wird. Sie ist ein wirkliches, für die meisten Teilnehmer unbekanntes, barockes Kleinod des Oberen Bayerischen Waldes.

Wie es bereits Tradition beim Dekanatsausflug ist, konnte Dekan Steinbeißer nach der gemeinsam gebeteten Vesper auch in diesem Jahr zu einem Priesterjubiläum gratulieren. Pfarrer Hubert Gerstl kann auf 50 Jahre Priesterleben zurückblicken. Auch die Mitarbeiter, die zum Ende des Schuljahres den Dienstort wechseln, wurden von ihm mit einem kleinen Geschenk verabschiedet. Es sind dies: Dr. Michael Gnan, der die Ausländerseelsorge für orientalische Christen übernimmt, Markus Krell, der Pfarrer im Pfarrverband Tiefenbach wird, Dominik Flür, der Pfarrer in Schöllnach wird, und Matthias Grillhösl der den Pfarrverband Grainet übernimmt.

Zum Abschluss dieses gelungenen Tages kehrten die Dekanatsmitarbeiter noch gemeinsam im Ayrhof an der B85 in geselliger Runde zum Abendessen ein, bevor es an die endgültige Rückfahrt ging.

 

 

Krisenintervention und Notfallseelsorge beim DIES in Röhrnbach - 10.05.2017

v. l. Dekan Kajetan Steinbeißer, Georg Stadler, Pfr. Thomas Hochwimmer, Pfr. Markus Krell

Röhrnbach. Das monatliche Treffen aller hauptamtlichen kirchlichen Mitarbeiter des Dekanates Freyung-Grafenau fand im Monat Mai im Pfarrheim Röhrnbach statt. Zu Beginn wurde die von Ortspfarrer Markus Krell vorbereitete Vesper zum Thema "Emmaus" in der Pfarrkirche St. Michael gefeiert. Hauptthema an diesem Nachmittag war die Krisenintervention und Notfallseelsorge im Dekanat. Dazu wurde als Referent der Leiter des BRK-Kriseninterventionsdienstes (KID), Georg Stadler, eingeladen. Der KID betreut unverletzte Beteiligte, Hinterbliebene und Angehörige bei akut psychisch traumatisierenden Unfällen, Notfällen und Katastrophen. Stadler erläuterte zu Beginn den Ablauf einer Alarmierung. Diese kann von verschiedenen Personen initiiert werden: durch Feuerwehr oder Rettungsdienst, durch Polizei oder Kripo, durch den Notarzt, die Einsatzkräfte vor Ort oder von betroffenen Angehörigen. Die Alarmierung geht über die ILS Passau mit der Nummer 112. Die KID-Mitarbeiter klären vor Ort, ob ein Notfallseelsorger benötigt wird. Sodann wird der Orts-Geistliche alarmiert. Ist dieser nicht erreichbar, wird ein Geistlicher oder Hauptamtlicher in der Pfarrei oder Nachbarschaft gesucht. Für diesen "Hintergrunddienst" hat sich ein Stab von Personen bereiterklärt.

Im Anschluss daran berichtete Krankenhausseelsorger Thomas Hochwimmer von seinem Aufgabengebiet. Hochwimmer, der seit September 2015 in den Krankenhäusern Freyung und Grafenau als Seelsorger tätig ist, betonte besonders, wie wichtig es sei, dass die jeweiligen Ortsgeistlichen bei ihren Pfarrangehörigen im Krankenhaus vorbeischauen. Dabei sei es wichtig, wie der Dekan betonte, dass die Kommunikation zwischen Klinikseelsorger und dem jeweiligen Ortspfarrer funktioniere. Schließlich sind die örtlichen Seelsorger auch auf aktuelle, notwendige Informationen angewiesen, die von Seiten der Angehörigen immer mehr fehlen. Hierzu merkte Pfarrer Markus Krell an, dass es vor allem auch auf der Palliativstation in Waldkirchen wichtig wäre, wenn hier die Ortsgeistlichen vorbeikommen würden, um Beistand zu leisten.

Dekan Steinbeißer bedankte sich bei Georg Stadler und Thomas Hochwimmer für ihre Ausführungen. Der Dekan betonte abschießend noch einmal, wie wichtig die Kommunikation untereinander sei und dass es für jeden Geistlichen eine Pflicht ist, zu Unfällen oder Katastrophen zu kommen. Dieser Beistand gehört zu den Grundaufgaben eines jeden Seelsorgers. Steinbeißer gratulierte anschließend allen Mitarbeitern, die im Monat Mai Geburtstag haben. Jugendseelsorger Johannes Geier machte auf die Sonntagabend-Messe in Freyung aufmerksam, welche einmal im Monat gefeiert wird. Dieses Angebot für das gesamte Dekanat richtet sich vor allem an Jugendliche. Zudem informierte er über die Taizé-Fahrt vom 27. August bis 3. September. Pfarrer Johann Pöppel lud alle Mitarbeiter recht herzlich zur Dekanats-Fatimafeier am 13. Juli nach Klingenbrunn ein. Die Fatima-Erscheinungen jähren sich in diesem Jahr zum 100. Mal. Regionalkantor Robert Pernpeintner gab den Termin für den Orgelschnupperkurs im Spectrum Kirche vom 31. Juli bis 3. August bekannt. Dekan Steinbeißer verwies abschließend noch auf den Dekanatsausflug am 19. Juni nach Cham.

 

 

Buchhaltung und Jahresrechnung der Kirchenstiftungen - 22.02.2017

v. l. Dekan Kajetan Steinbeißer, Beate Hermann, Pfr. David Savarimuthu, Prodekan Magnus König

Hohenau. Zum DIES im Februar trafen sich die hauptamtlichen Mitarbeiter des Dekanates im Pfarrheim Hohenau. Nach der gemeinsam gefeierten Vesper, die von Ruhestandspriester Otto Prieschl vorbereitet wurde, begrüßte Dekan Steinbeißer alle Anwesenden. Er gratulierte zu den Geburtstagen und gab die nächsten Termine bekannt. Am 30. März ist Recollectio für alle Geistlichen in Grafenau und am selben Tag der Einkehrtag für die pastoralen Mitarbeiter in Röhrnbach. Am 26. April wird die Sedlbauer AG in Grafenau-Reismühle besichtigt.

Hauptthema des Nachmittags waren die künftigen Anforderungen an die Pfarrbüros in Bezug auf Buchhaltung und Jahresrechnung. Als Referentin durfte Steinbeißer von der Finanzkammer-Rechnungsprüfung Frau Beate Hermann begrüßen. Bereits im Jahr 2016 hat die Diözese den ersten Jahresabschluss nach HGB offen gelegt. Diese Umstellung wird mittelfristig auch bei den Kirchenstiftungen kommen. Hintergrund für diese Neuerungen ist die Umsatzsteuerproblematik. Der steuerfreie Jahresumsatz sinkt von 35000 EUR auf 17500 EUR für jede einzelne wirtschaftliche Tätigkeit. Diese Regelung gilt bereits ab 2017, wobei hier eine Übergangsregelung bis 31.12.2020 möglich ist. Aus diesem Grund werden verschiedene Phasen für die Umstellung der Buchhaltung und Jahresrechnung nötig, damit ab 2021 das neue Umsatzsteuerrecht angewendet werden kann. Beate Hermann gab des weiteren noch einen Überblick, wie sich künftig die Jahresrechnung mit Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung darstellt und welche wichtigen Kennzahlen und Daten daraus gezogen werden können.

Im Anschluss daran berichtete Dekan Kajetan Steinbeißer über die 4tägige Dekanekonferenz in Südtirol. Hauptschwerpunkt bei der Konferenz waren die Fragen, die alle bedrängen: Wie kann der Glaube wachsen? Wie können die Menschen neu an Gott herangeführt werden? Wie kann die Jesus–Beziehung gelingen? Was ist überflüssig und leer geworden in der kirchlichen Praxis? Wo tun sich neue Wege der Glaubensweitergabe auf? Zu diesem Thema Neuevangelisierung und Prozessbegleitung holte die Diözesanleitung Herrn Prof. Dr. Roth aus Salzburg mit ins Boot. Am 14. Februar feierte das Führungsgremium der Passauer Diözese zusammen mit der Gemeinde Mais bei Meran im Valentinskirchlein das Fest des Diözesanpatrons, des Hl. Valentins. Bisher wurde sein Patrozinium am 7. Januar gefeiert, künftig wird es auf den 1. Juli verlegt. Die Südtiroler feiern im Februar beide Valentins. Ein Ausflug zum Kloster Marienberg im Vinschgau schloss sich an. Der dritte und vierte Tag der Konferenz waren den Themen Beerdigungskultur, Trauerbegleitung, Religionsunterricht und Fortbildung, Finanzen und Rechtsfragen und zukünftige Verwaltung/Entlastung der Pfarrer gewidmet. Insgesamt war die Konferenz bestimmt von einem guten Miteinander und Suchen nach gemeinsamen Wegen für die Zukunft der Diözese Passau.

 

 

Die KEB stellt sich beim DIES vor - 18.01.2017

v. l. Prodekan Magnus König, Dekanatsratsvorsitzende Dr. Hanna Seidl, Barbara Schwarzmeier, Andrea Parzefall, Dr. Andrea Pichlmeier

Freyung. Nach der gemeinsamen Vesper begrüßte Dekan Kajetan Steinbeißer alle Anwesenden recht herzlich im Pfarrsaal Freyung zum ersten gemeinsamen DIES im neuen Jahr. Er bedankte sich ganz besonders bei Pfarrer Magnus König für die Gastfreundschaft im Pfarrheim Freyung.

Anschließend gratulierte der Dekan den Geburtstagsjubilaren im Januar und wies auf die sehr empfehlenswerte Ausstellung "Kunst & Bibel" hin, die noch bis 23.04.2017 in Bayerisch Eisenstein zu sehen ist. Zudem wurde der Termin des nächsten DIES bekanntgegeben. Dieser findet am 22.02.2017 in Hohenau statt und wird sich mit Berichten der Dekane-Konferenz beschäftigen. Außerdem soll Frau Hermann von der Finanzkammer-Prüfungsstelle eingeladen werden. Dekan Steinbeißer verwies auch noch auf die Recollectio mit Prof. Dr. Otto Schwankl am 30.03.2017 in Grafenau sowie auf den Einkehrtag mit Sr. Konrada in Röhrnbach für die kirchlichen Mitarbeiter/innen ebenfalls am 30.03.2017. Im April ist eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Sedlbauer in Grafenau geplant.

Im Anschluss stellte Geschäftsführerin Barbara Schwarzmeier die KEB Freyung-Grafenau und das neue Programm vor. Schwarzmeier erwähnte zwei wichtige Punkte: Es sollen auch diejenigen Bildungsveranstaltungen bei der KEB, die keine Kosten verursachen, angemeldet werden. Die Teilnehmerzahlen fließen alle in die Statistik ein und sind das Kapital, mit dem Bildungsveranstaltungen im Landkreis Freyung-Grafenau bezuschusst werden können. Schwarzmeier bat darum, die KEB bei der Werbung für ihre Bildungsveranstaltungen zu unterstützen, indem die Termine in die Pfarrbriefe aufgenommen werden.

Nach der Vorstellung der KEB trug Andrea Parzefall (Erwachsenenbildungskoordinatorin der KEB) das Märchen "Der goldene Schlüssel" der Brüder Grimm vor. Zunächst konnte jeder in Einzelarbeit eine Idee/Vision für Erwachsenenarbeit in seiner Pfarrei auf einen Zettel schreiben. Dann wurde in den Tischgruppen darüber diskutiert und einige der Ideen im Plenum vorgestellt. Jeder durfte seinen Zettel dann in eine Schatzkiste werfen, die von der KEB für die weitere Arbeit verwendet wird.

Dr. Andrea Pichlmeier vom Referat Bibelpastoral stellte anschließend die revidierte Einheitsübersetzung der Bibel vor, die am Nikolaustag 2016 erschienen ist. In den nächsten Wochen wird dazu eine umfangreichere Handreichung verschickt werden. Frau Dr. Pichlmeier schlug vor, bei einem DIES konkret mit der neuen Einheits-Übersetzung zu arbeiten, was bei den Anwesenden auf Zustimmung stieß.

Jugendseelsorger Johannes Geier gab noch die nächsten Termine des Jugendbüros bekannt: 22. – 24.02.2017Jugendseelsorgetagung, 31.01.2017 Don-Bosco-Fest mit Bischofsgottesdienst um 19 Uhr in St. Oswald, 08.02.2017 Taizé-Gebet um 19 Uhr in Hinterschmiding, 15.02.2017 Fahrt zum jugendpolitischen Forum in den bayerischen Landtag zur Umweltenzyklika von Papst Franziskus.

Stellvertretend für Dekan Steinbeißer beschloss Pfarrer Magnus König die Runde.

 

Die Kirche von Passau auf dem Weg - DIES am 29.09.2016

v. l. Liturgiebeauftragter Konrad Eichner, Dekan Kajetan Steinbeißer, Domkapitular Josef Ederer,
       Prodekan Magnus König

Grafenau. Zum ersten gemeinsamen Treffen aller hauptamtlichen Mitarbeiter im Dekanat konnte Dekan Steinbeißer im Pfarrheim Grafenau den Personalreferenten der Diözese Passau, Domkapitular Josef Ederer, recht herzlich begrüßen. Ederer stellte die Vision von Bischof Dr. Stefan Oster zu einer pastoral-strukturellen Erneu-erung vor. Das Bistum Passau nimmt die Herausforderungen für Glaube und Kirche im 21. Jahrhundert an. Im Mittelpunkt sollen die vier Dimensionen einer lebendigen Gemeinde stehen: Martyria, Koinonia, Leiturgia und Diakonia. Wichtig sei, die Zei-chen der Zeit zu erkennen. Im ersten Schritt muss die Wirklichkeit wahrgenommen werden (sehen). Als zweites sollen Lösungsmodelle analysiert werden (urteilen) und in einem dritten Schritt soll es an die Umsetzung gehen (handeln). Ederer stell-te die verschiedenen Fragen der pastoralen Bestandsaufnahme vor. Die statisti-schen Eckwerte des Bistums Passau sahen Ende 2015 wie folgt aus: 305 Pfarreien, die sich in 86 Pfarrverbände und 10 Dekanat gliedern. Die Katholikenzahl in unse-rem Bistum lag bei 473.785, was ein Minus von 3.621 Katholiken gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Auch die Größe der Pfarreien und die Anzahl der Gottesdienste muss neu gesichtet werden. Ebenso die Anzahl der Sakramente wie Taufen, Erst-kommunion, Firmung, Trauungen und Bestattungen. Der Personalreferent gab auch einen Einblick in die künftige Entwicklung der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sein Fazit fiel dahingehend aus, dass die Zahl der Bewerbungen für einen kirchlichen Hauptberuf deutlich sinken wird.
Ziel dieses Prozesses für eine pastoral-strukturelle Erneuerung soll daher ein mög-lichst charismenorientierter Einsatz aller hauptamtlichen Mitarbeiter sein, so dass eine höhere Arbeits- und Lebenszufriedenheit, eine bessere Gesundheit, etc. zu erwarten sei. Jeder Mitarbeiter hat unterschiedliche Talente, Fähigkeiten, Stärken und Neigungen. Ederer zeigte diesbezüglich etliche Beispiele auf und stellte fest, dass unsere Kirche reich an Charismen ist. Das Ziel ist ein tragfähiges Konzept, das Gutes und Zukunftsfähiges erhält, das Neuevangelisierung ermöglicht unter Be-rücksichtigung der realen und zu erwartenden personellen und finanziellen Res-sourcen. Geplante Schritte auf dem Weg zu diesem Ziel ist ein charismenorientierter Personaleinsatz, die Bildung größerer Teams, die Bildung größerer "pastoraler Räume", in denen mehrere Pfarrverbände zusammengefasst werden, die in Ge-meindearbeit und Verwaltung eng zusammenarbeiten, sowie die Umstrukturierung und Professionalisierung der Verwaltung.
Nach der Präsentation von Domkapitular Ederer tauchten viele Fragen der Anwe-senden auf, so dass sich eine intensive Diskussionsrunde anschloss.

Danach stellten sich die neuen Mitarbeiter kurz vor: David Raj Savarimuthu über-nahm als Pfarrverwalter den Pfarrverband Hohenau-Schönbrunn. Matthias Grill-hösl ist als Kaplan im Pfarrverband Grafenau tätig. Angelika Poxleitner absolviert ihr Praktikum im Pfarrverband Grafenau. Ebenso die Praktikantin Anna Seidl, die im Pfarrverband Waldkirchen eingesetzt ist.

Dekan Steinbeißer verwies noch auf den Kapiteljahrtag am 17. November in Freyung und lud dazu herzlich ein. Der nächste DIES findet am 15. Dezember statt.

Abschließend bedankte sich Dekan Steinbeißer für das zahlreiche Erscheinen und wünschte allen einen guten Start ins neue Schuljahr und den Neuen einen gesegneten Anfang.
                                                    

 

Dekanatswallfahrt zur Ameiskapelle - 11.09.2016

 

Hohenau (ks). Im Rahmen des Jahres der Barmherzigkeit führte eine Dekanatswallfahrt zur Ameiskapelle bei Schönbrunnerhäuser in der Gemeinde Hohenau. Von all den umliegenden Pfarreien und Pfarrverbänden waren Pilgergruppen unterwegs um den Wallfahrtsgottesdienst an der Ameiskapelle mitfeiern zu können. Der Gottesdienst, dem weit über 200 Pilger und Pilgerinnen beiwohnten, wurde von Dekan Kajetan Steinbeißer als Hauptzelebrant und vom neuen Pfarrer von Hohenau, David Raj Savarimuthu sowie Pfarrer i. R. und Altdekan Heinrich Erhard aus Neuschönau mitgefeiert. Die musikalische Begleitung übernahm der Kirchenchor Schönbrunn am Lusen. Steinbeißer bezeichnete den neuen Pfarrer von Hohenau als sehr offen und fröhlich, der eine gute Stimmung in die Gemeinde Hohenau bringen werde. Er wies anschließend auf das Sammelgebet und dessen Wert hin welches durchaus vor den Gottesdiensten in der Kirche gebetet werden könne. In seiner Ansprache brachte Dekan Steinbeißer den Pilgern Maria, die wir als Mutter der Barmherzigkeit verehren, in drei Schritten näher. Zunächst als Frau und Mutter, deren Bilder und ihr Leben uns dabei helfen sollen uns selbst zu finden. Als nächstes richtete Steinbeißer einen Blick in das Evangelium und was hierin über sie geschrieben steht. Und schließlich ziehe sich die Barmherzigkeit Gottes durch die ganze Heilige Schrift. Abschließend lud Dekan Kajetan Steinbeißer alle anwesenden zur Amtseinführung von Pfarrer David Raj Savarimuthu am 18. September um 8.30 Uhr in die Pfarrkirche in Hohenau ein.

 

 

 

Bischof Moses berichtet aus seiner indischen Diözese
Letztes Treffen der Hauptamtlichen in diesem Schuljahr
- 20.07.2016

Bischof Moses mit Dekan Steinbeißer (Bildmitte), Dr. Hannah Seidl, Michaela Meindl und den indischen Mitbrüdern im Dekanat

 

Waldkirchen. Zum letzten DIES in diesem Schuljahr konnte Dekan Steinbeißer im Seniorenheim St. Gisela ganz herzlich Bischof Moses Prakasam aus der Diözese Nellore in Indien begrüßen. Bischof Moses ist auf Deutschlandbesuch und bittet um Spenden für seine Diözese. Nellore liegt im Südwesten von Indien im armen Bundesstaat Andhrapradesh. Dort leben 6 Millionen Menschen wovon nur 85.000 Katholiken sind. Die Diözese Nellore arbeitet unter den Ärmsten der Armen in der Gesellschaft. Sie leistet und bietet ihre Dienste ohne alle kulturellen, sprachlichen und religiösen Grenzen an. Die Priester, Referenten, Katecheten und Lehrer voll-bringen abgesehen von der Evangelisierung und Seelsorge eine ganze Anzahl von karitativen und humanitären Dienstleistungen für die landlosen Arbeiter in der Landwirtschaft, die Tagelöhner und ihre Kinder. Sie kümmern sich um die Erzie-hung der armen Kinder, deren Eltern oft wochen- und monatelang unterwegs sind, um etwas Geld für die Familien zu verdienen. In der Diözese gibt es mittlerweile 61 Schulen und 19 Unterbringungsheime, denn Ausbildung ist der einzige Weg, damit die Kinder der Tagelöhner dem Teufelskreis der Armut entkommen können. Aufge-nommen werden Kinder aller Religionen. Für die älteren Schüler übernimmt die Diözese auch Stipendien, damit diese berufsorientierte Kurse abschließen können, um später auf eigenen Beinen zu stehen. Auch Heime für geistig und körperlich behinderte Kinder sowie für Taubstumme werden unterhalten. Dort wird diesen be-nachteiligten Kindern Kost und Unterbringung geboten und es wird ihnen vor allem eine angemessene Förderung zuteil. In Indien ist die Lepra nach wie vor nicht aus-gerottet. Deshalb betreibt die Diözese Nellore auch drei Reha-Einrichtungen für Leprakranke, die von der Gesellschaft weitgehend ausgestoßen sind und ansons-ten obdachlos und als Bettler leben müssten.

Für all diese wichtigen und dringend notwendigen Projekte der Diözese Nellore bat Bischof Moses Prakasam um finanzielle Unterstützung. Ebenso bat er um Unter-stützung für die 173 derzeit tätigen Priester der Diözese. Es muss dringend ein Heim für pensionierte Priester gebaut werden, denn diese haben ansonsten keiner-lei Absicherung für ihren Ruhestand zu erwarten. Die regelmäßige monatliche In-standhaltung persönlicher, pastoraler und missionarischer Tätigkeiten ist eine große Herausforderung für die Diözese.

Dekan Steinbeißer bedankte sich abschließend bei Bischof Moses für den ausführ-lichen Bericht aus dessen Heimatdiözese. Er bedankte sich bei der Heimleitung Mi-chaela Meindl für die Gastfreundschaft und Bewirtung im Seniorenheim St. Gisela. Der nächste DIES findet am 29. September in Grafenau statt. Der Dekan verwies auch noch auf den ökumenischen Schöpfungstag am 18. September in Spiegelau sowie auf den Jugend-DIES am 5. Oktober.

 

Klingenbrunn. "Am Fatimatag versammeln wir uns um Maria. Wir tun damit nichts anderes als die Apostel, im Gebet um den Heiligen Geist, die Kraft Gottes, die Hilfe von Oben!" Kaplan Dr. Matthias Ambros eröffnete mit dieser Feststellung seine Predigt am Dekanatsfatimatag in Klingenbrunn. Maria führe zu Christus und sie sorge dafür, dass die Jünger nicht irgendwie auseinandergehen, jeder seine Wege geht, sondern sie führt zusammen. Nichts anderes tue Maria heute: Sie hat uns gerufen an diesem heutigen Gebetstag, weil sie uns Jesus zeigen wolle. Und wie die Jünger damals um die Gabe des Heiligen Geistes gebetet haben, so tun wir dies heute. Letztendlich führe die Sammlung um Maria die Kirche zu innerer Einheit und entwickle so einen ganz tiefen Sinn und erfülle so einen Mariendienst, nämlich die Menschen zu sammeln und zu Christus zu führen. Die daraus resultierende Kraft wird in der missionarischen Verkündigung des Evangeliums aufgehen, denn im Verborgenen könne man unseren Glauben nicht verwirklichen. Der Glaube müsse hinausgetragen werden und die Botschaft von Gott, der uns Menschen liebe, müsse zu den Menschen getragen werden. So ergäbe sich konsequenterweise die Logik, zu erkennen und zu bezeugen, was Gott in unserem Leben getan habe mit dem Bekenntnis, dass Gott lebe und dass er existiere.

Gut 100 Marienverehrer aus dem Dekanat waren in der Pfarrkirche zu Klingenbrunn zusammengekommen. Dekan Kajetan Steinbeißer zelebrierte das hl. Amt zusammen mit Pfarrer Johann Pöppel, Pfarrer Tobias Keilhofer, Kaplan Dr. Matthias Ambros und Pfarrvikar P. Boby Joseph. Der Neudorfer Frauenchor unter der Leitung von Gabriele Haider beeindruckte mit ausgesuchten Marienliedern, an der Orgel begleitet von Regionalkantor Robert Pernpeintner. Dekan Kajetan Steinbeißer fand zum Schluss noch einige Dankesworte an alle, die zum guten Gelingen dieses Marienfestes beigetragen hatten. Die Lichterprozession musste leider wegen schlechten Wetters entfallen und so fand die Marienfeier in der Pfarrkirche statt.

 

Die Zelebranten beim Dekanatsfatimagottesdienst, Kaplan Dr. Matthias Ambros, Pfarrer Tobias Keilhofer, Dekan Kajetan Steinbeißer, Pfarrer Johann Pöppel und Pfarrvikar P. Boby Joseph.

 

 

 

Dekanatsmitarbeiter erkunden das Vilstal - 27.06.2016

Freyung-Grafenau. Jedes Jahr unternehmen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Dekanates einen Tagesausflug. Diesmal wurde das Vils- und Isartal angesteuert. Das Programm entstand auf Anregung von Pfarrer Josef Huber, der in diesem Landstrich bereits einige Dienstjahre verbrachte. Nach der traditionellen Brotzeit am Vilstalstausee bei Steinberg, fuhr der mit 72 Personen vollbesetzte Bus die kleine Wallfahrtskirche Dreifaltigkeit bei Aham auf der Öd an. Als Gnadenbild, zu dem die Wallfahrt ging, darf wohl der über dem Chorbogen angebrachte Gnadenstuhl angesehen werden, eine im Spätmittelalter beliebte Thematisierung. Anschließend ging es weiter nach Dietelskirchen zur Pfarrkirche Maria Immaculata. Dort erwartete die Ausflügler bereits Pfarrer Josef Grillmeier, der sich sehr freute, Besuch aus dem Bayerischen Wald zu bekommen, da er selber lange Zeit in March bei Regen tätig war. Sehr beeindruckend war hier besonders der Hochaltar mit dem großen Glasfenster "Maria unbefleckte Empfängnis". Die Besonderheit dieser Kirche liegt im Gesamtkonzept des Jugendstils, der um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert modern war. Das Mittagessen wurde im Kolpinghaus in Vilsbiburg eingenommen, wo anschließend bei strahlendem Sonnenschein auch noch Zeit zur freien Verfügung bestand.
Als letzte Station besuchte man am späten Nachmittag noch die Filialkirche St. Johannes Nepomuk in Thürnthenning, die zur Pfarrei Ottering gehört. Nach der gemeinsam gebeteten Vesper führte Mesner Josef Zurl die Reisegesellschaft auf interessante Art und Weise in die Bau- und Kirchengeschichte dieses barocken Kleinods ein.
Wie es bereits Tradition beim Dekanatsausflug ist, beglückwünschte Dekan Kajetan Steinbeißer die Mitbrüder, welche dieses Jahr ein Priesterjubiläum begehen dürfen. Es sind dies: Johann Pöppel (50 Jahre), Heinrich Erhart (50 Jahre), Horst Prieschl (50 Jahre), Michael Bauer (35 Jahre) und Christian Thiel (10 Jahre). Auch die Mitarbeiter, die zum Ende des Schuljahres aus dem Dekanat ausscheiden, wurden von ihm mit einem kleinen Geschenk verabschiedet. Es sind dies: Wolfgang Keller, Pater Joseph Sebastion und Dr. Matthias Ambros. Zum 75. Geburtstag gratulierte der Dekan auch Msgr. Alfred Ebner im Kreise der Mitarbeiter.
Zum Abschluss dieses gelungenen Tages kehrten die Dekanatsmitarbeiter noch gemeinsam in Mamming im Landgasthof Apfelbeck in geselliger Runde zum Abendessen ein, bevor es an die Rückfahrt ging.
                                                                                                                                                Dekanat / hm

 

 

Grenzenloser Glaube  -  12.05.2016
Gemeinsamer Dies der Dekanate Freyung-Grafenau und Prachatitz in Philippsreut

Bayerisch-böhmisches Dekanatstreffen: Dekan Kajetan Steinbeisser, Priester und Hauptamtliche des Dekanates FRG und des Dekanates Prachatitz mit Generalvikar em. Adolf Pintir, Sieglinde Kralik und Pfr. Michal Pulec.

Philippsreut. Wie es beim monatlichen Treffen aller hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen und Priester des Dekanates üblich ist, begann auch dieser DIES mit einer gemeinsamen Vesper in der Tussetkapelle in Philippsreut. Um die sprachlichen Barrieren zu überwinden, wurden die Teile der Andacht abwechselnd in deutsch, tschechisch und lateinisch gebetet und gesungen. Frau Sieglinde Kralik erklärte im Anschluss den Besuchern die eindrucksvolle Geschichte der Tussetkapelle. Der eiserne Vorhang ließ es nicht zu bis 1989, dass Vertriebene Deutsche die ursprüngliche Tussetkapelle renovieren konnten. So baute man auf der bayerischen Seite im selben Masstab und mit denselben Baumaterialien die Tussetkapelle auf, nämlich in Philippsreut. Nach dem Gebet pflegte man Geselligkeit, gemeinsames Gespräch und Essen im Pfarrheim unter der Pfarrkirche. Dekan Kajetan Steinbeißer bedankte sich bei Ortspfarrer Alois Kaiser für die Vorbereitung der Vesper, der Organisation und beim Frauenbund Philippsreut für die reichhaltige Bewirtung. Besonders begrüßte er an dieser Stelle die Gäste aus dem Nachbardekanat Prachatitz, die mit dem ehemaligen Generalvikar Adolf Pintir  am Dies teilnahmen. Steinbeißer hatte ihn aufgrund langjähriger Freundschaft und der Verbindung zum Bischofsgymnasium Budweis und zu den Borromäerinnen in Prachatitz eingeladen. Nach einer Stärkung begann schnell ein reger Austausch über den allgemeinen Stand der Katholiken in Tschechien und  über die Situation im Dekanat Prachatitz. Dabei wählte  der Pfarrer von Tabor Michal Pulec den anschaulichen Vergleich mit dem Turm seiner Stadtpfarrkirche, der von außen renovierungsbedürftig und verfallen ist, aber innen auf einem guten Fundament steht. Das Hauptinteresse der deutschen kirchlichen Mitarbeiter war die Frage, wie Glaubensweitergabe, Berufung und Missionierung in einem kirchenfeindlichen und säkularen Umfeld noch möglich ist. Eine Frage, die hierzulande für die Kirche auch immer wichtiger wird. Wie kann die Botschaft in einer Gott fernen Welt weitergegeben werden? Provokanter weise waren drei Diakone aus dem Bistum Budweis anwesend, die jetzt im Juni die Priesterweihe erhalten. Dabei wurden in der Diskussionsrunde drei Grundvoraussetzungen deutlich: 1. Ein christliches Elternhaus (Wurzeln). 2. Ein Vorbild für den Glauben (Priester, Ordensfrau, Religionslehrerin) und 3. Kirchliche Gebäude und Strukturen der Gemeinschaft (Kirchl. Schulen, Jugendzentrum). Junge Menschen müssen Gemeinschaft erleben können und den Glauben kennen. Der Austausch wurde allgemein als sehr interessant und lehrreich empfunden. Und mancher ging nachdenklich weg von diesem grenzüberschreitenden Treffen. Sodass sich beim Abschied alle einig waren: Dieses Treffen über Grenzen hinweg tut allen gut und wird nicht das letzte dieser Art gewesen sein.
                                                                                                                                                     Theresa Reitberger

 

 

Eucharistische Vorbereitung  -  12.04.2016

v. l. Schuldekan Pfr. Josef Huber und das Religionslehrer-Team bei ihren Ausführungen im Pfarrheim Röhrnbach

 

Impulse für die Kartage  -  18.02.2016

Perlesreut. Zum Treffen im Februar hieß Dekan Steinbeißer alle hauptamtlichen Mitarbeiter im Perlesreuter Pfarrsaal willkommen. Hausherr Pfarrer Eichner berichtete kurz über die Geschichte des Hauses, in dem sich das heutige Pfarrheim befindet. Als Referent an diesem Nachmittag konnte Gerhard Eckmüller vom Seelsorgeamt der Diözese Passau begrüßt werden. Eckmüller ging zuerst auf die nähere und unmittelbare Vorbereitung auf Ostern ein. Die Kirchenräume sollten in dieser Zeit bewusst schlicht und ohne Blumenschmuck gestaltet werden. Auch der Ein- und Auszug des Priesters mit den Ministranten soll still erfolgen und nicht musikalisch untermalt sein. In der liturgischen Farbe wird den Gläubigen sichtbar gemacht, dass eine andere Zeit angebrochen ist. Wichtig ist, dass in den jeweiligen Pfarreien abgesprochen wird, wer in der österlichen Bußzeit für welche Gottesdienste die Verantwortung trägt und wer mit welchen Mitteln was gestaltet. Es werden besondere Formen von Gottesdiensten und Andachten in der Fastenzeit angeboten, wie etwa Bußgottesdienste, Kreuzweg- und Passionsandachten, Misereorgottesdienst, Weltgebetstag der Frauen, Jugendkreuzweg und verschiedene mehr. Ebenso ist es in vielen Pfarreien Brauch, ein Fastenessen zugunsten eines bestimmten Projektes in den armen Ländern (v. a. Misereoraktion) zu veranstalten. All diese Veranstaltungen und Termine müssen untereinander kommuniziert und abgesprochen werden. Sehr hilfreich für die Vorbereitung ist das neue Gotteslob mit Liedern und Andachten für die österliche Bußzeit sowie der liturgische Kalender.

Bereits längerfristig geplant werden sollte die Karwoche beginnend mit dem Palmsonntag. Auch hier muss vorab geklärt werden, wer zelebriert wann und wo die einzelnen Feiern. In der Verkündigung, im Pfarrbrief oder durch gedruckte Handzettel kann den Gläubigen die Bedeutung der Gottesdienste an den drei österlichen Tagen erschlossen werden (Ostertriduum). Daher ging Eckmüller besonders auf die Feier des letzten Abendmahles am Gründonnerstag, auf die Feier vom Leiden und Sterben Christi am Karfreitag und die Osternachts- oder Auferstehungsfeier mit den jeweiligen verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten ein.

Dekan Steinbeißer bedankte sich beim Referenten mit dem Dekanatsbüchlein für seine Ausführungen und die wertvollen Tipps. Steinbeißer verwies noch auf die 24-Stunden-Anbetung in der Stadtpfarrkirche Grafenau am 4. und 5. März sowie auf den Ehrenamtstag des Landkreises am 16. April in Grafenau.

 

Prävention gegen sexualisierte Gewalt  -  20.01.2016
Der Präventionsbeauftragte der Diözese Passau informiert die Dekanatsmitarbeiter beim DIES

v. l. Prodekan Magnus König, Referent Franz Stadlberger, Dekan Kajetan Steinbeißer

Freyung. Nach der Vesper im Pfarrsaal Freyung begrüßte Dekan Steinbeißer alle Mitarbeiter des Dekanats zum ersten gemeinsamen Treffen im neuen Jahr. Als Referenten durfte er den Präventionsbeauftragten der Diözese Passau, Franz Stadlberger, willkommen heißen. Nachdem sich Stadlberger kurz vorstellte, folgte eine Einführung in das Thema Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Diese ist Faktum im Alltag. Prävention gegen diese ist integraler Bestandteil der kirchlichen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbedürftigen. Aufgaben und Ziele der Koordinierungsstelle zur Prävention von sexualisierter Gewalt ist die Entwicklung einer neuen Kultur des achtsamen Miteinanders. Dazu braucht es Strukturen und Prozesse, die transparent, nachvollziehbar, kontrollierbar und evaluierbar sind. Jede Person, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, benötigt unbedingt ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Jede Pfarrei entwickelt ein institutionelles Schutzkonzept vor Ort. Die Koordinierungsstelle gegen sexualisierte Gewalt organisiert hierzu drei Projektpfarreien und entwickelt gemeinsam mit diesen die erforderlichen Maßnahmen. Diese Erfahrungen werden dokumentiert und allen anderen zur eigenen Entwicklung zur Verfügung gestellt. Alle Angestellten in der Pastoral sind verpflichtet, an einer sechsstündigen Schulung teilzunehmen. Die Beschäftigten der Pfarreien und die Ehrenamtlichen werden innerhalb des institutionellen Schutzkonzeptes für das Thema sensibilisiert. Alle Angebote der Pfarreien mit Kindern und Jugendlichen werden von Gruppenleitern unterstützt. Diese brauchen eine Sensibilisierung für die Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Dazu gibt es Termine, welche die Jugendbüros anbieten.

Nach einem Kurzfilm zum Thema, forderte Stadlberger alle Mitarbeiter auf, gruppenweise den Film zu diskutieren und aufkommende Fragen zu stellen. In der anschließenden Diskussionsrunde konnte Stadlberger viele Fragen, die aus dem Alltag vom Umgang mit Kindern und Jugendlichen entstehen, beantworten. Zum Schluss bedankte sich Stadlberger bei den Zuhörern für die Geduld und das aktive Mitmachen und verwies in seinem Schlusswort darauf, dass jeder Erwachsene für den Schutz von Kindern und Jugendlichen verantwortlich ist.

Der Dekan dankte Franz Stadlberger für die Einführung in dieses sensible und meistens auch tabuisierte Thema und für die vielen wertvollen Informationen und Hinweise.

Abschließend bedankte sich Dekan Steinbeißer noch bei Gastgeber Magnus König für die Gastfreundschaft und die gute Bewirtung sowie bei allen für das Kommen und wünschte einen guten Nachhauseweg. Der nächste DIES findet am 18. Februar in Perlesreut statt.

Dekanat / hm

 

 

Vorstellung der "Sternsingeraktion"  -  09.12.2016
Referentin des Kindermissionswerkes ist zu Gast

v. l. Ortspfarrer Bernhard Kraus, BDKJ-Vorsitzende Maria Schmid, Dekan Kajetan Steinbeißer, Referentin Sabrina Assies, Dekanatsratsvorsitzende Dr. Hanna Seidl, Prodekan Magnus König
 

Mauth. Dekan Steinbeißer begrüßte alle Anwesenden zum letzten Treffen in diesem Jahr im neuen Pfarrsaal in Mauth, insbesondere Frau Sabrina Assies vom Kindermissionswerk aus Ulm und Frau Maria Schmid, BDKJ-Vorsitzende aus Passau. Ein herzlicher Dank galt Liturgiebeauftragten Konrad Eichner und Regionalkantor Robert Pernpeintner für die würdevolle und schöne Gestaltung der Vesper in der Pfarrkirche St. Leopold.

Der Hauptteil des Dies (Treffen der hauptamtlichen kirchlichen Mitarbeiter) war die Präsentation der Sternsingeraktion durch Sabrina Assies vom Kindermissionswerk. Der Vortrag umfasste Grundlegendes, wie die richtige Schreibweise des Segens an die Türen (20*C+M+B+16). Dem Stern sind die Waisen gefolgt. Die lateinische Abkürzung CMB bedeutet "Christus mansionem benedicat" - "Christus segne dieses Haus". Die drei Kreuzzeichen stehen für den Segen des dreifaltigen Gottes. Die Jahreszahl umrahmt den Segen, der jährlich neu gebracht wird. Mit den Spenden werden jährlich 2.200 Projekte in über 111 Ländern unterstützt. Die Aktion Dreikönigssingen möchte anhand eines Beispiellandes und eines Mottos die Lebenssituation von Kindern weltweit nahe bringen. Gesammelt wird aber nicht nur für das Beispielland. Die in den Pfarreien gesammelten Mittel der Aktion müssen an das Kindermissionswerk ohne Abzüge überwiesen werden, dies hat die Deutsche Bischofskonferenz rechtlich festgelegt. Damit ist die Transparenz und Vertrauenswürdigkeit garantiert und es ist dafür gesorgt, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Möchte eine Pfarrei ein konkretes Projekt unterstützen, so kann sie sich im Vorfeld der Aktion vom Kindermissionswerk ein Projekt vorschlagen lassen, für das sie sammeln möchte. Auch kann von der Pfarrei ein Projekt vorgeschlagen werden. Dieses muss aber erst geprüft werden, bevor gesammelt werden kann. Veranstalter der Aktion ist die jeweilige Pfarrei vor Ort. Die Sternsinger und ihre Begleiter sind über die Sammelversicherung der Diözese versichert. Auch tauchte die Frage auf, was mit Geldgeschenken ist, die die Sternsinger an der Haustüre ausdrücklich für sich selber erhalten. Geld und Süßigkeiten, die mit dem Hinweis "für Euch" gegeben werden, sind Eigentum der einzelnen Sternsinger und im rechtlichen Sinne Geschenke und keine Spenden. Wird der Einzelfall und das Maß überschritten, besteht die Gefahr einer unerlaubten Sammlung und im Sinne einer "zweiten Kasse". In der Ordnung der Deutschen Bischofskonferenz heißt es außerdem "Die Sammlung erfolgt ausschließlich für die Aktion Dreikönigssingen. Es ist nicht zulässig, weitere Zwecke mit der Sammlung zu verbinden. Abzüge für Kleider, Verpflegung oder sonstige Zwecke sind damit nicht möglich." Zu der Frage, wie alt die Sternsinger und ihre Begleiter sein sollen oder müssen, kann keine verbindliche Antwort gegeben werden. Das Mindestalter ist nicht gesetzlich festgelegt. Dennoch sollten die Kinder und Jugendlichen verstehen und auch anderen erzählen können, was der Sinn ihres Tuns ist und sich ihrer Verantwortung durchaus bewusst sein. Das Kindermissionswerk empfiehlt allen minderjährigen Betreuern die Ausbildung zum Jugendgruppenleiter. Da das Sternsingen eine katholische Aktion in ökumenischer Offenheit ist, bedeutet dies, dass selbstverständlich auch evangelische Kinder beim Sternsingen mitmachen können. Das Sternsingen und alle damit verbundenen Aktivitäten sind darüber hinaus markenrechtlich geschützt.

Nachdem der Dekan vorzeitig weg musste, übernahm der Prodekan die Sitzungsleitung. Prodekan Magnus König dankte Frau Assies für die überaus gelungene und vor allem interessante Vorstellung der Sternsingeraktion. Insbesondere die rechtlichen Vorgaben und Grundlagen der Spendenaktion waren sehr hilfreich und interessant.

Anschließend gratulierte Magnus König den Geburtstagskindern des Dezembers. Der nächste Dies findet am 20. Januar in Freyung statt. Dann wird es um das Thema "Prävention" mit dem Referenten Franz Stadlberger gehen.

Abschließend bedankte sich Prodekan König bei Gastgeber Bernhard Kraus für die Gastfreundschaft und die gute Bewirtung sowie bei allen für das Kommen und wünschte allseits einen gesegneten Advent.

Dekanat / hm

 

 

Kapiteljahrtag des Dekanats Freyung-Grafenau - 12.11.2015
in der Stadtpfarrkirche "Maria Himmelfahrt" in Grafenau

 

Zum jährlichen Kapiteljahrtag begrüßt Dekan Kajetan Steinbeißer die Priester und Diakone sowie die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanats in der Grafenauer Stadtpfarrkirche. Beim Gottesdienst im Gedenken an die verstorbenen Seelsorger des Dekanats ging Dekan Steinbeißer in seiner Predigt auf verschiedene Entwicklungen in unserer modernen Beerdigungskultur ein. Nach einem geschichtlichen Rückblick zur Entwicklung der christlichen Beerdigungskultur wies er die Gottesdienstbesucher darauf hin, dass in der heutigen Zeit die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Be-erdigung“ leider nicht mehr mit der üblichen Praxis übereinstimmt. Immer mehr Angehörige wünschen sich eine Bestattung im Familienkreis und schließen die Gemeinde vom  Ritual des Abschiednehmens aus. Es fehlt die Möglichkeit, dem Verstorbenen „die letzte Ehre zu erweisen“ und den Angehörigen Solidarität, Wertschätzung und Mitgefühl durch die persönliche Anwesenheit zu zeigen. „Gott gibt uns Solidarität, Auferstehung, Zukunft, Schutz und Heimat“, machte der Dekan zum Schluss noch einmal besonders deutlich, „dazu ist nur unser Glaube gefragt."

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanats noch zu einem gemütlichen Beisammensein.                                                                                                                                 - thr

 

 

Die "Neuen" im Dekanat stellen sich vor  -  24.09.2015
Erstes Treffen aller Mitarbeiter im neuen Schuljahr

v. l. Dekan Kajetan Steinbeißer, Tanja Stadler, Thomas Hochwimmer, Mirjam Städele, Theresa Reitberger,
      Dr. Matthias Ambros, Steffi Krickl, Antony Kurisingal, Prodekan Magnus König

Spiegelau. Dekan Steinbeißer begrüßte die Mitarbeiter im Dekanat im ehemaligen Wohnheim der Zivildienstschule Spiegelau recht herzlich und freute sich, dass der Einladung zum ersten Dies in diesem Schuljahr so viele gefolgt sind. Gleichzeitig bedankte er sich bei Pfarrer Tobias Keilhofer und Gemeindereferent Otto Öllinger für die schöne Gestaltung der Vesper. Steinbeißer wies darauf hin, dass der gemeinsame Dies dem persönlichen Austausch untereinander und der gegenseitigen Wertschätzung diene. Außerdem sei der Dies dienstverpflichtend und wichtig für die gemeinsame Terminabsprache.

Gleich zu Beginn stellten sich die neuen Mitarbeiter kurz vor. Stefanie Krickl war drei Jahre in Elternzeit und ist nun wieder als Gemeindereferentin in Teilzeit im Pfarrverband Grafenau beschäftigt. Mirjam Städele kam aus dem Bistum Regensburg in den Pfarrverband Grafenau als Pastoralreferentin in Vollzeit. Theresa Reitberger ist als Gemeindeassistentin ebenfalls im Pfarrverband Grafenau teilzeitbeschäftigt. Mit je einer halbe Stelle ist Tanja Stadler in den Pfarrverbänden Hohenau und Mauth als Gemeindeassistentin eingesetzt. Dr. Matthias Ambros trat seine erste Kaplanstelle im Pfarrverband Grafenau an. Davor war er Subregens in Regensburg. Thomas Hochwimmer ist als Krankenhausseelsorger für die Krankenhäuser Freyung und Grafenau zuständig. Zusätzlich übernimmt er verschiedene Aushilfen im Dekanat. Pfarrvikar Antony Kurisingal trat seinen Dienst bereits im Juni im Pfarrverband Schönberg an.

Nachdem Steinbeißer zu den Geburtstagen im August und September gratulierte, ging es an die Planung der nächsten Treffen. Am 12. November findet in Grafenau das Requiem für alle verstorbenen Geistlichen statt. Zum letzten Dies in diesem Jahr trifft man sich am 9. Dezember im Pfarrheim in Mauth.

Regionalkantor Gerhard Berger stellte das neue Programm des Referates Kirchenmusik vor und verteilte das aktuelle Programmheft. Er wies insbesondere auf einen Liederabend zur Erstkommunion sowie auf Orgel- und Kantorenkurse hin.

Die Termine und Veranstaltungen des Jugendbüros gaben Jugendseelsorger Johannes Geier und Jugendreferentin Iris Flattenhutter bekannt. So findet in Saldenburg vom 9. bis 11. Oktober das „Mega-Wochenende“ für Gruppenleiter statt. Der Dekanatsjugendtag „MEETeinander“ findet am 24. Oktober in der Messerschmidmühle statt.

Liturgiebeauftragter Konrad Eichner wies auf Schulungstermine für neue Kommunionhelfer und Lektoren hin.

Dekan Steinbeißer verwies auf den Missio-Auftakt in Röhrnbach am 21. Oktober. Dort findet um 19.00 Uhr ein Gottesdienst mit dem Bischof aus Tansania statt.

Die Erwachsenen-Bildungskoordinatorin Andrea Parzefall machte ebenfalls auf kommende Termine der KEB aufmerksam.

Abschließend bedankte sich Dekan Steinbeißer für das zahlreiche Erscheinen und wünschte allen einen guten Start ins neue Schuljahr und den Neuen einen gesegneten Anfang.

Dekanat / hm

 

 

Dekanatsmitarbeiter treffen sich in der renovierten Kirche in Haus im Wald
Letzte Zusammenkunft vor der Sommerpause mit Verabschiedungen - 15.07.2015

Haus im Wald. Gemeinsam wurde von allen hauptamtlichen Dekanatsmitarbeitern in der neu renovierten Herz-Jesu-Kirche eine „Herz-Jesu-Andacht“ gebetet. Kirchenpfleger Franz Greipl berichtete kurz über die Entstehung der Kirche im neugotischen Stil und die Renovierung im Jahr 2014.

Im Anschluss daran begrüßte Dekan Steinbeißer alle Anwesenden recht herzlich im Pfarrheim Haus im Wald und bedankte sich bei Pfarrer Christopher Fuchs, dass der Dies in Haus i. W. zu Gast sein darf.

Pfarrvikar Johannes Spitaler berichtete über seine vielfältigen Aufgaben als Behindertenseelsorger. Spitaler ist seit 2004 mit einer halben Stelle als Behindertenseelsorger für den Landkreis FRG beschäftigt. Zu seinen Aufgaben gehört die Betreuung der Wolfsteiner Werkstätte mit Förderstätte. Mit den dortigen Mitarbeitern ministriert er, hält Meditationen und Gottesdienste sowie Einkehrtage für Mitarbeiter und Kollegen ab. In den Caritas-Wohnheimen St. Franziskus in Rotbach und Spiegelau organisiert er Gottesdienste und Besuchsdienste. Auch das Seniorenheim St. Gunther besucht er und überbringt die Krankenkommunion und die Krankensalbung. In der Förderschule St. Elisabeth in Freyung hält er ebenfalls Gottesdienste ab und bereitet die Erstkommunion und Firmung vor. Für die Angehörigen der Menschen mit Behinderung organisiert Spitaler monatliche Treffen und Tage der Begegnung. Außerdem werden von ihm beim Christlichen Arbeitskreis Wallfahrten und Wanderungen zusammen mit den Pfarrgemeinderäten durchgeführt. Spitaler ist außerdem der Vertreter der Diözese Passau bei Bayern-Treffen sowie auf deutschlandweiten Tagungen und Konferenzen. Seit 2008 besteht in unserem Landkreis eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit und ohne Behinderung. Sie hat aktuell 440 Mitglieder. Sie dient der gegenseitigen Unterstützung, der Gemeinschaftspflege und der Sensibilisierung der Gesellschaft für die Belange von behinderten Menschen. Es findet mtl. ein Treffen statt, zu dem immer der jeweilige Bürgermeister, der Behindertenbeauftragte sowie der Pfarrer eingeladen werden. Jährlich wird ein Tanzabend, ein Grillabend und eine mehrtägige Jahresfahrt organisiert. Das Netzwerk Inklu-Net gibt es seit 2010. Dieses Netzwerk für Behindertenarbeit wurde von Johannes Spitaler selbst ins Leben gerufen, damit sich alle, die irgendwie mit behinderten Menschen zu tun haben, zu einem Gedankenaustausch treffen können und auch politisch tätig werden können. Seit 2013 trägt dieses Netzwerk den Namen „Inklu-Net“. Ossi Peterlik leitet es mit Spitaler zusammen. Hauptaufgabe ist es, zusammen mit den Behindertenbeauftragten der Kommunen Barrieren im Landkreis abzubauen. Spitalers großes Anliegen wäre es, dass auch Menschen mit Behinderung in den Pfarrgemeinderat berufen werden.

Dekan Steinbeißer bedankte sich recht herzlich für das Engagement und die Informationen über die Behindertenarbeit in unserem Dekanat. Auch Otto Öllinger zollte Johannes Spitaler Respekt für diese wertvolle Arbeit.

Für den Kreiscaritasverband berichtete Geschäftsführer Josef Bauer. Die derzeitige Hauptaufgabe des KCV besteht in der Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Bis Mitte Mai wurden im Raum Passau bereits 900 Jugendliche aufgegriffen. Das Bay. Staatsministerium rechnet für dieses Jahr bayernweit mit etwa 15.000 Minderjährigen. Der jüngste Junge (99,9 % sind männlichen Geschlechts) in unserem Landkreis war erst 6 Jahre alt und war mit seinem 14jährigen Bruder unterwegs. Seit Dezember letzten Jahres ist in Waldkirchen die Clearing- und Inobhutnahmestelle geöffnet. Hier werden bei der Erstaufnahme die persönlichen Daten erfasst, ein Gesundheitscheck durchgeführt sowie der Bedarf festgestellt. Anschließend sucht die Jugendhilfe in Bayern entsprechende Plätze für diese Jugendlichen. In unserem Dekanat sind derzeit etwa 120 Jugendliche und Kinder untergebracht und zwar in Schönberg, Waldkirchen und Mauth. Bauer betonte, dass es sich hier lediglich um Jugendhilfe und nicht um ein Asylverfahren handelt. In den letzten Monaten wurde in diesem Bereich 72 Vollzeitstellen geschaffen. Insgesamt konnten so durch Teilzeitverträge ca. 120 Neueinstellungen vorgenommen werden. Eingestellt wurden Sozialpädagogen, Lehrer, Erzieher, u. ä. So stellt diese Flüchtlingsproblematik auch eine Chance für unseren strukturschwachen Raum dar, denn es werden viele Arbeitsplätze geschaffen und daran wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, da der Flüchtlingsstrom nicht abreißen wird.
Bauer wies ausdrücklich darauf hin, dass nicht nur Deutschland viele Flüchtlinge aufnimmt, sondern gerade auch sehr arme Länder, wie die Türkei und der Libanon, die als Nachbarländer die meisten Flüchtlinge beherbergen. Auch darf nicht übersehen werden, dass unter den Asylanten auch viele gut ausgebildete Leute sind, die wir gerade in Deutschland als Fachkräfte dringend benötigen. Die BRD ist jährlich auf etwa 450.000 Zuzüge aus dem Ausland angewiesen, damit unser Sozialsystem auch weiterhin funktionieren kann.
Bauer wies darauf hin, dass derzeit bei der Caritas zwar das Thema Asyl dominiert, dies macht aber lediglich etwa ein Viertel des Aufgabenbereichs aus. Er bedankte sich an dieser Stelle auch beim Bischof und dem Ordinariat für die großzügige finanzielle Unterstützung.
Dekan Steinbeißer bedankte sich recht herzlich für diese interessanten Ausführungen und den enormen Einsatz des Kreiscaritasverbandes für Flüchtlinge.

Dekan Steinbeißer erklärte, dass für die beiden Krankenhäuser Freyung und Grafenau ab September Pfarrer Thomas Hochwimmer die Krankenhausseelsorge übernimmt. Dieser wird den Wohnsitz im Pfarrhof Schönbrunn haben.

Das Dekanat verlassen zum Ende des Schuljahres Kaplan Hermann Schächner, der von Grafenau nach Landau wechselt. Pater Justin Augustin geht von Schönberg nach Schöllnach. Diakon Dr. Stephan Rank aus Grafenau zieht aus beruflichen Gründen nach Görlitz und Gemeindereferentin Maria Bartl geht von Grafenau in die Pfarrverbände Neukirchen v. W. und Hutthurm. Praktikant Andreas Golovinskiy kommt von Grafenau in den Pfarrverband Ruhstorf.
In den Ruhestand gehen Altdekan Heinrich Erhart aus Neuschönau sowie Gemeindereferent Franz Ascher ebenfalls aus Neuschönau.

Dekan Steinbeißer bedankte sich abschließend bei allen recht herzlich für die Mitarbeit im laufenden Schuljahr. Ganz besonders bedankte er sich bei der Vorsitzenden Paula Greipl vom Frauenbund Haus im Wald für die hervorragende Bewirtung. Er wünschte allen schöne Urlaubstage. Der nächste Dies wird im September in Spiegelau stattfinden.

 

Dekanatsmitarbeiter „flogen“ ins Labertal aus  -  22.06.2015

Die Ausflügler vor dem Hochaltar der Abteikirche in Mallersdorf

Freyung-Grafenau. Der diesjährige Dekanatsausflug der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter unseres Dekanats führte ins schöne Labertal. Als erstes Ziel steuerte man die Kirche Maria Himmelfahrt in Hadersbach im Dekanat Geiselhöring an. Nach einer ausgiebigen Brotzeit lauschten die Teilnehmer den äußerst prägnanten Ausführungen des dortigen Kirchenpflegers Krinner über die Pfarr- und Baugeschichte der kleinen schmucken Kirche. Herr Krinner versuchte, die alte Kirchenkunst mit heutigen religiösen Inhalten zu deuten. Sodann ging es weiter zu den Mallersdorfer Schwestern, wo der Bus bereits von Schwester Ermelda und den ehemaligen Schwestern im Krankenhaus Freyung, Quiniberta und Vigora, erwartet wurde. Die Geschichte der ehemalige Benediktinerabteikirche und Pfarrkirche St. Johannes der Evangelist wurde ausführlich von Schwester Assunta erklärt. Bereits im 12. Jahrhundert wurde dieses Kloster gegründet. Dann kam die Säkularisation und Aufhebung des Klosters 1803. Seit 1869 dient die ehemalige Benediktinerabtei als Mutterhaus der „Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zu Mallersdorf“. Als nächstes stand die Benediktinerabtei Rohr i. NB auf dem Programm, wo man zuerst im angrenzenden Gasthof, dem ehemaligen Klosterhof, das Mittagessen einnahm. Danach begrüßte Bruder Emmeram die Ausflügler auf besonders humorvolle Art und Weise und erzählte in kompetenter Weise in der Abteikirche Maria Himmelfahrt viel Interessantes über die Entstehung sowie die Ausstattung dieses Kleinodes. Besonders bemerkenswert ist der weltberühmte Hochaltar mit der plastischen Darstellung der Aufnahme Mariens in den Himmel von Egid Quirin Asam. Momentan leben 11 Mönche in der dortigen Klostergemeinschaft. Neben dem Gymnasium mit 700 Schülern übernehmen die Patres auch noch die Pfarrseelsorge von umliegenden Pfarreien.

Als letzte Station besuchte man das beschauliche Haindling, wo in der Wallfahrtskirche gemeinsam die Vesper gebetet wurde. Das Wallfahrtsbild der Heiligen Mutter Gottes, dargestellt als Sichelmadonna, ist seit dem 16. Jh. Anziehungspunkt für viele Gläubige. In alter Tradition beglückwünschte Dekan Steinbeißer die Mitbrüder, welche dieses Jahr ein Priesterjubiläum begehen dürfen.  Von ihnen waren anwesend Klaus Hoheisel (45 Jahre), Christopher Fuchs (25 Jahre) und Konrad Eichner (20 Jahre). Auch die Mitarbeiter, die zum Ende des Schuljahres aus dem Dekanat ausscheiden bzw. in den Ruhestand gehen, wurden von ihm mit einem kleinen Geschenk verabschiedet. Altdekan Heinrich Erhart und Gemeindereferent Franz Ascher sowie Kaplan Hermann Schächner freuten sich über diese Geste.

Zum Abschluss dieses sehr gelungenen Tages kehrte man gemeinsam noch beim Erl-Bräu in Geiselhöring in geselliger Runde zum Abendessen ein, bevor es an die Rückfahrt ging.

                                                                                                                                                       Dekanat / hm

 

„Leben zu gestalten lernen“ Jugend-Dies im Jugendbüro in Freyung - 21.05.2015

Vor einigen Tagen hat in Freyung die traditionelle monatliche Versammlung aller hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanats Freyung-Grafenau (der so genannte DIES) stattgefunden. Ein DIES ist nicht ausschließlich für Terminvereinbarungen und dergleichen gedacht.  Jede solcher monatlicher Versammlungen hat einen Schwerpunkt, der in einem Vortrag zu Gehör gebracht wird. Auch der anschließende Gedankenaustausch in Form einer Diskussion gehört dazu.

Zum Schwerpunkt ihres Vortrags haben die Referenten und „Gastgeber“ Johannes Geier und Iris Flattenhutter, die Jugendarbeit im Dekanat gewählt.  In ihrem Vortrag erläuterten Geier und Flattenhutter die Grundlagen kirchlicher Jugendarbeit: „Jugendarbeit der Kirche – Jugendarbeit der Christen – stellt sich darauf ein, dass sie Räume und Lernfelder zu schaffen versucht, in denen junge Menschen, junge Christen, Leben zu erfahren, zu verstehen und zu gestalten lernen... Die Jugendarbeit muss versuchen, den Mangel an Wertorientierung zu beheben...“ Eine enge Zusammenarbeit von staatlichen und kirchlichen Einrichtungen erleichtert das „Schaffen der Räume und Lernfelder“. Involviert in diese Zusammenarbeit sind der Kreisjugendring (KJR), die

Arbeitsgruppe „Kirchliche Jugendhilfe“, der Bayerische Jugendring sowie Pfarreien und schließlich das Katholische Jugendbüro des Dekanats Freyung-Grafenau (KJB). Die Zusammenarbeit all dieser Institutionen und Verbände „erbringt“ zahlreiche Angebote, sowie im liturgischen Bereich oder etwa in der Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und Jugendleiter. Auch die schulbezogene Jugendarbeit, wie zum Beispiel Tutorenschulungen, ist von großer Bedeutung. Im Bereich der Liturgie (darum bemüht sich die Arbeitsgruppe „Jugendliturgie im Dekanat“) haben sich im Laufe der Zeit einige festen Formen ausgebildet und bereits gewährt. Zu nennen sind die Sternwallfahrt, der Jugendbekenntnissonntag, der Emmausgang und die Jugendvespern. Die angebotenen „Tage der Orientierung“ haben als Ziel die Stärkung von Jugendlichen in ihrer Entwicklung  zu kritischen und kritikfähigen jungen Erwachsenen sowie das Finden von Werten und Orientierung für das alltägliche Handeln.

Auch das Referat „Kirchenmusik“ der Diözese Passau bietet einige jugendorientierte Veranstaltungen, wie zum Beispiel die „Orgel-Schnupperkurse“ unter der Leitung von Regionalkantor Robert Pernpeintner an.

Der Vortrag mündete in einer Diskussion aller Teilnehmer, die das brennende Interesse aller kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Thema „Jugendarbeit in der Kirche“ bestätigte.

Zum Schluss bedankte sich Dekan Kajetan Steinbeißer bei allen Teilnehmern für die zahlreiche Erscheinung und aktive Teilnahme an der Versammlung.

                                                                                                                                                         A. Golovinskiy

 

Abendgottesdienst mit Bischof Dr. Stefan Oster in Grafenau anlässlich seines Besuches im Dekanat

Grafenau (ks). Dr. Stefan Oster, Bischof von Passau hat das Dekanat Freyung-Grafenau besucht um sich zu informieren und mit den Menschen, Politikern und Unternehmern ins Gespräch zu kommen und ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihre Stärken und Positives zu erfahren. 3 Tage lang hat er sich Zeit genommen, um mit Dekan Kajetan Steinbeißer und Mitgliedern des Dekanatsrates die 3 Städte des Landkreises und deren Umfeld kennen zu lernen. Während eines Gottesdienstes mit den Gläubigen des Dekanats in der voll besetzten Grafenauer Stadtpfarrkirche bezeugte er die Volksfrömmigkeit, die hier noch relativ stark verankert sei. Diese reiche aber auch hier im Dekanat Freyung-Grafenau nicht mehr aus um Menschen mit dem Glauben, mit Gott zu begeistern. Was offensichtlich Jahrhunderte hindurch gut gekappt habe, nämlich den Glauben von einer zur anderen Generation weiter zu geben, funktioniere heute in unserer schnell lebigen Zeit nicht mehr. Heute sei es nicht mehr cool sich dem Anderen von persönlichen Glaubens-, Jesu- und Gotteserfahrungen mitzuteilen.

 

Bischof Stefan Oster stellt sich den Fragen der hauptamtlichen Mitarbeiter des Dekanats - 15.04.2015

 

Waldkirchen. Beim  monatlichen DIES, der Versammlung aller hauptamtlichen Mitarbeiter des katholischen Dekanats Freyung-Grafenau, werden alle bevorstehenden Termine und wichtigen Angelegenheiten besprochen. In der vergangenen Woche war das Treffen aber vom Besuch des Bischofs geprägt. Dekan Steinbeißer hatte das Treffen für  Waldkirchen geplant.  Der Dekanatsbesuch von Diözesanbischof Dr. Stefan Oster SDB war erstmalig. Der neue Bischof möchte seine Diözese kennenlernen und daher macht er sich in die 10 Dekanate auf. Im April stand Freyung - Grafenau auf dem Programm. Die Hauptamtlichen, Priester und Diakone kennen zu lernen ist dem Bischof ein großes Anliegen. Außerdem will er als erster „Hirte“ den seinen auch etwas geistige Nahrung schenken. So war der übliche geistliche Impuls ein intensiver, flammender Vortrag für die Sache Jesu. Ihn gilt es in die Mitte zu stellen, wenn es um die „Vermehrung“ von Glauben gehen soll.   In seinem geistlichen Wort betonte Bischof Stefan die enorme Bedeutung der Neuevangelisierung, die die gewöhnlichen Strukturen der Seelsorgearbeit in der Zukunft radikal verändern soll. Die bisher erarbeitenden Konzepte in der Pastoral funktionieren nicht mehr. Die Frage, wie die Menschen an Christus herangeführt werden sollen, stand im Zentrum.  Ferner hob der Bischof hervor, dass die eigentliche Aufgabe eines hauptamtlichen Mitarbeiters darin besteht, den Gläubigen zu helfen in die Tiefe des Glaubens hineinzuwachsen. Auch das Lesen der Heiligen Schrift soll in der Familie wieder wesentlich an Bedeutung gewinnen. Allein das persönliche Gebet ebnet den Weg zu Jesus, nicht äußerliche Strukturen. Viele „heiße“ Themen, wie z.B. Zölibat, Priesterweihe für Frauen, Zulassung Homosexueller zur Ehe löst die Evangelische Kirche anders als die Katholische und trotzdem bringt dies keinen Zuwachs. Im Gegenteil laufen auch dieser Konfession die Mitglieder reihenweise davon.  Bischof Oster stellte sich im Anschluss an seinen Vortrag den Fragen der Anwesenden. Diese umfassten ein breites Spektrum von Themen, wie z.B. die Frage um den Umgang der Kirche mit den Wiederverheirateten Geschiedenen  oder der Priesterausbildung in der heutigen Zeit. Fragen zu finanziellen Angelegenheiten leitete der Bischof an den anwesenden Generalvikar Dr. Klaus Metzl weiter. Deutlich wurde bei diesem Treffen die Sorge aller um die Zukunft der Kirche und wie sie von innen her erneuert werden kann. Sicher war man sich auch darin, dass die Umkehr zu Christus bei jedem selber beginnen muss.  Abschließend bedankte sich Dekan Steinbeißer herzlich bei Bischof Stefan und allen anwesenden Mitarbeitern für das Mitwirken und lud dann zur gemeinsamen Vesper in die Stadtpfarrkirche ein, wo schon viele Pfarrmitglieder auf den Bischof warteten.

Andreas Golovinskiy

 

 

Neuer Personalreferent des Bistums Passau stellt sich vor
Mitarbeiter-Treffen des Dekanats in Ringelai

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ringelai. Dekan Steinbeißer begrüßte alle Mitarbeiter recht herzlich im Pfarrheim Ringelai zum ersten gemeinsamen DIES im neuen Jahr. Vor allem hieß er den Gast aus Passau, Personalreferent Domkapitular Josef Ederer, herzlich willkommen.

 

Steinbeißer gratulierte ganz besonders den „runden“ Jubilaren Hubert Gerstl (75), Heinrich Erhart (75) und Michael Bauer (60) zu ihren kürzlich gefeierten Geburtstagen. Ein großes Vergelt’s Gott ging an Hubert Gerstl und Otto Öllinger und das gesamte Team für die Unterstützung bei der Aushilfe im Pfarrverband Spiegelau während der Vakanz. Ebenso bedankte sich Steinbeißer bei den Kollegen von Waldkirchen, Neureichenau und Grainet für die Aushilfen im Pfarrverband Haidmühle.

Anschließend erklärte der neue Personalreferent der Diözese Passau, Domkapitular Josef Ederer, über die Personalsituation im Bistum. Zunächst dankte Ederer allen für ihre Mitarbeit, vor allem auch den Ruheständlern, deren Mithilfe immer wichtiger wird. Die Personalplanung sieht vor, in diesem Jahr alle offenen Stellen zu besetzen. Es kommen einige Priesteramtskandidaten nach. Außerdem werden indische Priester zur Mitarbeit in den größeren Pfarrverbänden angestellt. Insgesamt sieht es in unserem Bistum so aus, dass auf jährlich etwa 20 Priester, die in den Ruhestand gehen, etwa 5 Neupriester dazu kommen. Es stellt sich immer mehr die Frage nach neuen pastoralen Konzepten und Veränderungen. Alte Strukturen brechen weg. In unserer Diözese müssen derzeit keine Pfarreien aufgelöst werden. Auch der Kirchensteuerrückgang durch die immer größere Zahl der Kirchenaustritte wirkt sich derzeit noch nicht auf die Finanzen im Bistum aus. Problematisch ist die Offenlegung/Transparenz der Finanzen des Bistums. Von der breiten Bevölkerung werden nur die Zahlen gesehen, aber die Hintergründe dazu werden ignoriert. Eine große Summe des Vermögens ist nicht frei verfügbar (Pensionen für Ruheständler; Rücklagen für Kirchensteuerzuweisungen). Die Kirche ist nach dem öffentlichen Dienst der größte Arbeitgeber Deutschlands! Es sollen Argumentationshilfen für Laien, PGR, usw. als Leitfaden herausgegeben werden, um hier richtig informieren zu können. In der Presse werden viele wichtige Fakten nicht veröffentlicht und nur einseitige Informationen publik gemacht. Hier wäre wichtig, auch Zahlen von anderen Branchen oder Firmen gegenüberzustellen, damit man einen Vergleich hätte.

Geplant ist von Seiten des Personalreferenten, Mitarbeitergespräche auf allen Ebenen zu führen, Kompetenzen und Fortbildungen sollen in einem sog. „Ausbildungspool“ gesammelt werden, um hier noch mehr auf die einzelnen Mitarbeiter eingehen zu können. Die Mitarbeitergespräche sollen künftig im jährlichen Wechsel mit dem Pfarrer bzw. mit dem Personalreferat durchgeführt werden.

Dekan Steinbeißer bedankte sich recht herzlich bei Josef Ederer für seine interessanten Ausführungen und überreichte ihm als Dank das Büchlein „Kleinodien im Dekanat FRG“.

Der nächste Dies findet statt am 25. Februar in Jandelsbrunn. Hierbei wird der Liturgiebeauftragte für unser Dekanat gewählt. Der Einkehrtag für alle Mitarbeiter ist für den 18. März sowie die Recollectio für alle Priester für den 19. März jeweils in Freyung geplant.

Vom 15. bis 17. April besucht H. H. Bischof Dr. Stefan Oster unser Dekanat. Während dieser Tage wird auch ein DIES und eine Dekantsrat-Vollversammlung stattfinden. Dekan Steinbeißer bat darum, ihm Vorschläge für den Besuch des Bischofs zu unterbreiten.

Alois Gell stellte nochmals die neue PNP-Serie vor, bei dem sich die Verbände/Gremien der einzelnen Pfarreien vorstellen können.

Dekan Steinbeißer bedankte sich abschließend bei allen für ihr Engagement und für die gute und konstruktive Zusammenarbeit im Dekanat.                                             
                                                                                                                                                                                    Dekanat / hm

 

 

Steinbeißer bleibt Dekan von FRG
Für weitere fünf Jahre wiedergewählt

FRG. Dekan Kajetan Steinbeißer wurde von den Mitarbeitern des Dekanats für weitere fünf Jahre als Dekan von Freyung-Grafenau wiedergewählt. Sein neuer Stellvertreter (Prodekan) ist Magnus König, Pfarrer im Pfarrverband Freyung-Kreuzberg-Ringelai.
Die Wahl war im Rahmen des Dezember-Dies am 10.12.2014 im Pfarrheim Grafenau, dem eine Vesper in der Stadtpfarrkirche vorausging. Vor der Dekanewahl war die Wahl eines Vertreters für den Priesterrat, die Dekan Steinbeißer als Beauftragter durchführte. 17 amtierende Pfarrer waren stimmberechtigt. Die meisten Stimmen erhielt Pfarrer Michael Bauer aus Schönberg. Er nahm die Wahl an. Zu seinem Stelvertreter erklärte sich Bruno Pöppel bereit.
Den Wahlausschuss für die Dekanewahl bildeten Pfarrer Christopher Fuchs, Diakon Konrad Niederländer und Dr. Hanna Seidl. 44 Personen waren stimmberechtigt. Das Ergebnis: Die meisten Stimmen erhielt der amtierende Dekan Kajetan Steinbeißer vor Magnus König, der sein neuer Stellvertreter (Prodekan) wurde. Steinbeißer freute sich, dass er mehr Stimmen als bei der letzten Wahl erhalten hatte: "Das ist ein Vertrauensbeweis und eine Bestätigung meiner Arbeit in den vergangenen fünf Jahren. Ich freue mich auf weiterhin gute Zusammenarbeit." Dekan und Prodekan wurden mittlerweile von Bischof Dr. Stefan Oster bestätigt. Als neuer Liturgiebeauftragter wird Pfarrer Konrad Eichner vorgeschlagen.
Der nächste Dies ist am 22. Januar in Ringelai. Dabei stellt sich der neue Personalreferent Domikapitular Josef Ederer vor.
                                                                                                                                                                          -pnp-

 

 

Erinnerung hält lebendig
Dekanat Freyung-Grafenau gedenkt verstorbener Priester u. Mitarbeiter - Kapiteljahrtag 13.11.2014

 

 

 

 

Kumreut. Mit einem feierlichen Gottesdienst anl. des Kapiteljahrtags haben die Gläubigen des Dekanats Freyung-Grafenau in der Pfarrkirche Kumreut, der verstorbenen Priester, Seelsorger und hauptamtlichen Mitarbeiter gedacht.
Kapiteljahrtag meint den Tag, an dem sich das "Landkapitel" im Gegensatz zum "Domkapitel" trifft , um der  verstorbenen Geistlichen des Dekanats zu gedenken. Ins Totengedenken einer Messe sind aber auch alle Verstorbenen mit ein bezogen und so sind auch alle hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanats eingeladen worden wie auch die Dorfbevölkerung. Ausschlaggebend für die Ortswahl heuer waren die in jüngster Zeit verstorbenen Pfarrer Martin Schreiner und Max Rosenauer.
Auf Vorschlag von Pfarrer Markus Krell entschied sich Dekan Kajetan Steinbeißer für ein Treffen in Kumreut .Musikalisch umrahmt wurde das Requiem vom Chor „Maranatha“. Der Glaube an die Auferstehung wird nicht hervorgerufen durch die Hoffnung auf eine Belohnung am Ende unseres Lebens durch Gott, sondern im Vertrauen auf einen Allmächtigen, der unser Leben vollenden wird und die Liebe, die Identität zu den Lebenden. „Das Andenken und das Gebet für die Verstorbenen ist ein Zeichen der Verbundenheit über den Tod hinaus und hilft den Lebenden ihre Trauer zu bewältigen",  so Dekan Kajetan Steinbeißer in seiner Predigt. Ein Bild der Gemeinschaft und der Zusammenarbeit bot sich durch das gemeinsame Mitfeiern, der Konzelebration.
Zur Tradition gehört es, dass sich anschließend die Teilnehmer des "Dies" (Tag) zu einem lockeren Zusammensein im Wirtshaus treffen. Es ist alte Tradition der Kirche, dass nach einem Requiem man sich zu einer Art Agape (Liebesmahl) zusammensitzt.
Natürlich gab es auch wieder einige aktuelle Tops der Tagesordnung zu besprechen. Die anstehende Priesterratswahl der Diözese und die Dekanewahl müssen vorbereitet werden. Der organisatorischen Klärung bedarf unter anderem die bevorstehende Dekanewahl. Zum Wahlausschussvorsitzenden erklärte sich Pfarrer Christopher Fuchs aus dem Pfarrverband Preying bereit. Weiter werden auch die Dekanatsratsvorsitzende Dr. Hanna Seidl und Diakon Konrad Niederländer dem Ausschuss angehören.
Außerdem wurde das neue Direktorium (Liturgischer Kalender) für das Jahr 2015 an alle Pfarreien und Pfarrverbände des Dekanats vom Dekan verteilt. Dekan Steinbeißer gab auch noch Hinweise zu den Veranstaltungen des Jugendbüros weiter, wie beispielsweise die Liturgische Nacht in Passau und die Amtseinführung am Sonntag, den 30. November um 17.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche Grafenau, des neuen Teams im Kirchl. Jugendbüro in Freyung mit Jugendseelsorger Johannes Geier und Jugendreferentin Iris Flattenhutter.
Der nächste Termin des Dies am 10. Dezember in Grafenau wird vor allem die beiden Wahlen zum Inhalt haben.                                                                                                                                 Andreas Golovinskiy

 

Dekanat begrüßt die neuen Mitarbeiter
Treffen der Dekanatsmitarbeiter auf dem Dreisessel - 25.09.2014

Altreichenau. Zum ersten monatlichen DIES der katholischen Geistlichen und Mitarbeiter im Dekanat Freyung-Grafenau in diesem Schuljahr traf man sich im Berggasthof auf dem Dreisessel. Zuvor wurde in der Pfarrkirche Altreichenau feierlich Vesper gefeiert.
Eingangs begrüßte Dekan Steinbeißer alle Anwesenden recht herzlich zur ersten Zusammenkunft nach der Sommerpause. Er gratulierte Pfarrer Johann Pöppel (75), Pfarrer Konrad Seidl (80) und Pfarrer Manfred Wurm (50 – in Abwesenheit) zu ihren Geburtstagen im September. Ganz besonders begrüßte Dekan Steinbeißer die „Neuen“ im Dekanat: Pfarrer Christopher Fuchs (Preying/Haus i. W.), Kaplan Dominik Flür (Waldkirchen), Iris Flattenhutter (Jugendreferentin) und Johannes Geier (Jugendseelsorger).
Diakon Alois M. Fuchs ist nun neuer Krankenhausseelsorger im Dekanat. Er betreut die Krankenhäuser Freyung und Grafenau sowie das Altenheim Waldkirchen.
Steinbeißer berichtete, dass kürzlich Diakon Josef Häusler sowie Pater Josef Boguszewski verstorben sind.
Der Kapiteljahrtag mit Requiem für alle verstorbenen Mitbrüder findet dieses Jahr am 13. November in Kumreut statt. Der Vorschlag kam von Pfarrer Markus Krell, da die verstorbenen Max Rosenauer und Martin Schreiner in Kumreut als Priester gewirkt haben.
Steinbeißer wies auf die Dekanewahl hin, welche bis zum 31.01.2015 durchgeführt werden muss. Er verlas hierzu das Schreiben des Generalvikars und bat die Anwesenden, sich für den Wahlausschuss zur Verfügung zu stellen.
Frau Dr. Seidl berichtete über die Mitgliederversammlung der KEB. Die Satzung wurde in verschiedenen Punkten angepasst. Der jeweils amtierende Dekan ist künftig Mitglied des Beirates. Bei den Neuwahlen wurde die bisherige Vorstandschaft bestätigt: Gruber Sebastian (1. Vors), Dr. Seidl Hanna (2. Vors), Krell Markus (3. Vors). Außerdem wurde eine Bildungskoordinatorin (Andrea Parzefall) für die Erwachsenenbildung mit 5 Std/Wo angestellt. Diese soll Frau Emmer bei der Planung der einzelnen Bildungsangebote unterstützen. Frau Dr. Seidl gab Termine für zentrale Veranstaltungen der KEB bekannt. Außerdem wies sie auf die Dekanatsrats-Vollversammlung am 21.Oktober in Grafenau hin.
Schulbeauftragte Sabine Resch gab bekannt, dass für 2015 zwei große Veranstaltungen zum neuen Lehrplan stattfinden werden.
Im Anschluss daran stellten sich die die neuen Mitarbeiter kurz vor.
Künftig sollen die DIES-Termine abwechselnd am Mittwoch oder am Donnerstag stattfinden, so dass es besser möglich wird, daran teilzunehmen. Bereits beim letzten DIES wurden Vorschläge für Themen zum DIES unterbreitet: So z. B. „Blick über den Tellerrand – Kontakt zu ausländischen Pfarreien“, „Wie ticken Jugendliche?“, „Austausch der Pfarreien untereinander – wie läuft es bei Euch? Kommunion, Firmung, Ehevorbereitung, etc“, „Globale Kirche“. Dekan Steinbeißer schlug vor, dass sich bei einem der nächsten Treffen der neue Personalreferent der Diözese, Josef Ederer, vorstellen solle. Pfarrer Alois Kaiser schlug als Thema für die PNP-Serie für nächstes Jahr die jeweilige Berufungsgeschichte der einzelnen Mitarbeiter vor.
Kreis-Caritas-Geschäftsführer Josef Bauer ging kurz auf die Asylproblematik bezüglich der Kriegsflüchtlinge ein. Der Kreiscaritasverband ist derzeit verstärkt auf der Suche nach Unterkünften. Er richtete die Bitte an die Pfarreien, hier unterstützend mitzuwirken.
Abschließend bedanke sich Dekan Steinbeißer bei allen Anwesenden für das Kommen und wünschte allseits einen guten Nachhauseweg.

Dekanat / hm

 

 Rückblick und Vorausschau
Letzes Treffen der Dekanatsmitarbeiter im Schuljahr - 17.07.2014


St. Oswald. Zum letzten monatlichen DIES der katholischen Geistlichen und Mitarbeiter im Dekanat Freyung-Grafenau in diesem Schuljahr traf man sich im Pfarrheim in St. Oswald. Zuvor wurde in der Pfarrkirche Vesper gefeiert. Nach einer kurzen Kirchenführung und einem Besuch im „Bründl“ marschierte man zum Pfarrheim.
Dekan Steinbeißer begrüßte alle Anwesenden recht herzlich im Pfarrheim St. Oswald. Als Bauherr erklärte er kurz die „Ideologie“ des Pfarrheimbaus. Im Jahre 1994 wurde es in Holzständerbauweise errichtet. Beim Bau wurde das Augenmerk auf heimische Materialien wie Holz, Stein und Glas gelegt. Dann ging es ans Verabschieden. Folgende Personen wurden von Dekan Steinbeißer mit einem Buchgeschenk verabschiedet bzw. geehrt: Pfarrer Erwin Jaindl geht nach 15 Jahren im „Wald“ nach Burghausen in die Nähe seines Heimatortes. Er wird Pfarrer der Pfarreien St. Jakob, St. Konrad, Unsere Liebe Frau und Raitenhaslach. Pfarrer Josef Huber und Pfarrer Markus Krell konnten ihr 25jähriges Priesterjubiläum feiern. Auch die nicht anwesenden Ludwig Kern (Dekanatsratsvorsitzender von 2010 – 2014), Balazs Czuczor (Kaplan von Waldkirchen), der nach Pocking als Kaplan kommt, Hubertus Sterflinger (Jugendseelsorger) der nach Altötting ins Jugendbüro geht und Pfarrer Gottfried Fleißner, der in den Ruhestand geht, wurden ebenfalls verabschiedet. Dekan Steinbeißer bedankte sich bei allen für ihre wichtigen Dienste. Auch im Ruhestand sind die unterstützenden Einsätze sehr wichtig, so hofft er, dass Pfarrer Fleißner den Pfarrverband weiterhin als KKH-Seelsorger, soweit ihm dies gesundheitlich möglich ist, unterstützt.
Dekan Steinbeißer erklärte, dass das große Dekanat Freyung-Grafenau-Waldkirchen  in den letzten 5 Jahren bereits ein großes Stück zusammengewachsen sei. Es wurde versucht, sich auszutauschen, sich gegenseitig wertzuschätzen. Zu den gemeinsamen DIES-Terminen konnten immer wieder Referenten zu interessanten Themen engagiert werden, so dass der DIES meistens Fortbildungscharakter hatte. Dekan Steinbeißer bedankte sich an dieser Stelle bei allen für die Mitarbeit im letzten Schuljahr.
Folgende Wortmeldungen kamen zu unterschiedlichen Themen: Die Teilnahme am DIES stellt eine Wertschätzung gegenüber den Kollegen dar und zeigt das Interesse an der Gemeinschaft. Für Pfarrer Klaus Hoheisel als Ruheständler, der gerne Aushilfen im Dekanat übernimmt, sind 3 Begriffe elementar für einen kollegialen Umgang:   BITTE - DANKE - ENTSCHULDIGUNG. Dies ist leider nicht selbstverständlich bei manchen Kollegen. Pfarrer Markus Krell gab bekannt, dass am 09.10. eine Missio-Veranstaltung in Röhrnbach stattfindet. Sein Vorschlag für ein DIES-Thema wäre: „Blick über den Tellerrand“; Kontakt zu ausländischen Pfarreien, z. B. Indien. Auch in Grafenau wird es am 14.10. um 19.00 Uhr einen Missio-Abend mit Sr. Stella geben. Pfarrer Johann Pöppel bedankte sich im Namen aller Mitarbeiter bei Dekan Steinbeißer für seine Arbeit und Mühen als Dekan unseres großen Dekanats. Msgr. Steinbeißer dankte Frau Dr. Hanna Seidl für die Übernahme des Amtes der Dekanatsratsvorsitzenden. Ebenso dankte er Regionalkantor Robert Pernpeintner für die Einführung des neuen Gotteslobes. Dr. Hanna Seidl erklärte, sie möchte den Dekanatsrat so weiterführen wie ihr Vorgänger Ludwig Kern. Gemeindereferent Otto Öllinger sprach Dekan Steinbeißer  ebenfalls einen Dank aus für dessen nicht immer einfache Aufgabe, das Dekanat „zusammenzuhalten“. Er wies darauf hin, dass jeder hauptamtliche Mitarbeiter versuchen sollte, wenn möglich die DIES-Termine wahrzunehmen. Er würde es begrüßen, wenn beim DIES praktische Themen (z. B. Firmung) behandelt würden. Hier könnte ein Austausch stattfinden, wie läuft z. B. in den anderen Pfarreien die Ehevorbereitung, etc. Auch die Jugendarbeit „Wie ticken Jugendliche“ wäre ein interessantes Thema für einen DIES. Öllinger erklärte, dass er nach 16 Jahren nicht mehr in der Gemeindeberatung tätig ist und regt an, dass sich auch andere Kollegen als Gemeindeberater zur Verfügung stellen sollten. Pfarrer Alfred Ebner regte an, das Konzept der Ehevorbereitung zu überarbeiten Es sollte nicht erst kurz vor der Hochzeit damit begonnen werden, sondern bereits wesentlich früher. Pfarrer Dr. Michael Gnan gab zu bedenken, dass sich die Situation der katholischen Kirche in den folgenden Jahren sehr verändern wird. Viele Asylanten aus verschiedenen Religionen leben in unseren Pfarreien, was ein erhebliches kulturelles Problem darstellt. Er schlägt das Thema „Globale Kirche“ für einen DIES vor. Pfarrer Willi Wagner weist darauf hin, dass immer am 2. Sonntag im September die Wallfahrt zur Ameiskapelle stattfindet. Er spricht zudem das Problem an, dass Geschiedene nicht wieder kirchlich heiraten dürfen und sich somit von der Kirche abwenden und auch deren Kinder kaum mehr Kontakt zur Kirche haben. Pfarrer Erwin Jaindl meinte, dass ein wichtiges Thema das neue GL und ganz besonders Kirchenmusik für Kinder wäre. Hier sollte eine Vernetzung zwischen Schulreferat und Kirchenmusikern erfolgen. Außerdem teilte Jaindl mit, dass an vielen Schulen Religionslehrer fehlen, so dass dort lediglich Ethikunterricht erteilt werden kann. Beispielsweise werden am Gymnasium Waldkirchen Priester gesucht, die Religionsunterricht geben wollen. Frau Stefanie Weingärtner gibt bekannt, dass für Kinder und Jugendliche aller Konfessionen im nächsten Jahr ein sog. „Ökumene-Treff“ mit Gesprächen zu bestimmten Themen aufgebaut werden soll. Referent ist Marcus Güll-Uhrmann. Am 05.12. um 19.00 Uhr findet in Röhrnbach ein erster Abend zum Thema „Feier-Zeiten“ statt.
Zum Abschluss bedankte sich Dekan Steinbeißer bei allen für das Kommen und wünscht allseits eine erholsame und ruhige Ferien- und Urlaubszeit.

Dekanat / hm

 

 

Dekanatsmitarbeiter besichtigen die Donaugartenschau - 30.06.2014
Musikalischer Ausklang in Ulrichsberg

                            

                      ***  weitere Fotos unter der Rubrik "Bildergalerie"  ***

Freyung-Grafenau. Der mittlerweile schon traditionelle Jahresausflug der hauptamtlichen sowie ehrenamtlichen Mitarbeiter des Dekanats führte dieses Jahr nach Deggendorf zur Landesgartenschau. Bereits bei der Hinfahrt machte man einen Abstecher zur Kirche nach Seebach. Als Ziel wurde Seebach angesteuert, weil die Pfarrkirche nach einer erfolgten Renovierung nun wieder neu erstrahlt. Pater Dominikus, als zuständiger Ortspfarrer abgeordnet vom Benediktinerkloster Niederalteich, erklärte den interessierten Zuhörern die Geschichte der Kirche St. Stephan in Seebach. Als „Grenzpfarrei“ zum Bistum Regensburg wählte man hier möglicherweise den Diözesanpatron von Passau als besonderes Merkmal der Zugehörigkeit zu dieser Diözese.
Weiter ging es dann zum eigentlichen Ziel nach Deggendorf. Bei idealem Wetter konnte dort jeder auf eigene Faust die Gartenschau erkunden und bestaunen. Man war überwältigt von den vielen floralen Eindrücken und der wunderbaren Gestaltung des großen Geländes.
Danach ging es auf den Ulrichsberg zum dortigen Kirchlein, von wo aus man eine herrliche Weitsicht hatte. Dekan Steinbeißer gab hier kurz ein paar Einblicke in die Kirchengeschichte, die Ausstattung und kunstgeschichtliche Einordnung. Für manchen Zuhörer war das Fischwunder des Hl. Ulrich eine neue interessante Heiligenlegende. Das „Ulrichsberger Kircherl“ ist geschichtlich eng verbunden mit dem in der Donauebene vor den Toren Deggendorfs gelegenen „Natternberg“. In der kleinen aber reizvollen Barockkirche wurde anschließend gemeinsam Vesper gefeiert. Gleich nebenan kehrte man zum gemütlichen Ausklang des Tages zu einer Brotzeit im Berghof Ulrichsberg ein. Dort wurde so manches bekannte Lied angestimmt und Dank der musikalischen Unterstützung des Wirtes endete der Ausflug recht zünftig und gesellig.

Dekanat / hm

 

„Glaube, das ist Heiterkeit, die von Gott kommt“  - 14.05.2014
Dr. Bernhard Kirchgessner spricht beim DIES über „Evangelii Gaudium“

Waldkirchen. Beim monatlichen Treffen der katholischen Geistlichen und Mitarbeiter im Dekanat Freyung-Grafenau war diesmal Domvikar Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner zu Gast, um einen Einblick in das Apostolische Schreiben „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus zu geben.Unterteilt in sechs Abschnitte - Hinführung, Eintreten in den Strom der Freude, des Papstes Traum, Würdigung, notwendige Konsequenzen, Barmherzigkeit und Revolution der Zärtlichkeit und Liebe – versuchte der Referent die wichtigsten Aussagen aus dem Papstschreiben widerzugeben. Kirchgessner stellte die Frage: Ist die deutsche Kirche eigentlich von der Freude des Evangeliums angesteckt? Oder ist sie bürokratisch und finanziell aufgebläht? Dinge, die tot sind, sollten begraben werden. Das Wesentliche muss für Menschen übrig bleiben. Der Mensch muss vor Geld und Gewinn Vorrang haben. Der Papst schreibt: „Die Finanzkrise, die wir durchmachen, lässt uns vergessen, das an ihrem Ursprung eine tiefe anthropologische Krise steht: die Leugnung des Vorrangs des Menschen!“ Wer sind aber die Armen, sind diese bei uns? Dem Papst geht es nicht um eine Glaubensverwässerung und ein Herabsetzen der „Messlatte des Glaubens“, sondern um die Frage, wie kann mit denen umgegangen werden, die diese Messlatte gerissen haben. Die „Kirche der Armen“ gehört zu den großen Themen, die von der Kirche noch nicht verstanden wurden im Hinblick auf Reichtum in Europa und Nordamerika. Ein Weg, ein machbares Ziel und Tipp für christlichen Umgang in der Welt wäre ein Zitat von Altabt Emmanuel Jungclaussen aus dem Jahre 1992: „Armsein heißt: zu teilen, was immer man teilen könne, auf dass es sich vermehre.“ Das kann Geld, Materielles, Liebe oder einfach nur Zuwendung und Zeit sein.
Mit verschiedenen Zitaten von Papst Franziskus aus „Evangelii Gaudium“ belebte Dr. Kirchgessner seinen Vortrag. Hier einige wichtige Aussagen: „Eine Kirche im Aufbruch ist eine Kirche mit offenen Türen.“ „Gott befreie uns von einer weltlichen Kirche unter spirituellen und pastoralen Drapierungen!“ „Die Ungleichverteilung der Einkünfte ist die Wurzel der sozialen Übel.“ „Die Kirche braucht dringend die Lunge des Gebetes.“ „Wenn ich es schaffe, nur einem Menschen zu helfen, ein besseres Leben zu haben, rechtfertigt dies schon den Einsatz meines Lebens.“ „Jedes Mal, wenn wir wieder auf Maria schauen, glauben wir wieder an das Revolutionäre der Zärtlichkeit und Liebe.“
Daran schloss sich eine rege Diskussion unter den anwesenden Teilnehmer an. Dekan Steinbeißer bedankte sich bei Dr. Kirchgessner für seinen überaus interessanten und aufschlussreichen Vortrag.                                                                                                                                          Dekanat / hm

 

Gemeinsamer DIES mit den evangelischen Kolleginnen - 30.04.2014
"Gipfeltreffen" in Grainet/Hobelsberg

Grainet/Hobelsberg. Nachdem in der Pfarrkirche „Hl. Dreifaltigkeit“ in Grainet Vesper gefeiert wurde und der Ortsgeistliche, Pfarrer Dr. Gnan, eine kurze Einführung in die dortige Kirchengeschichte gab, fuhr man anschließend weiter nach Hobelsberg zum gemeinsamen Dies. In harmonischer Atmosphäre stellte man sich nach einer kurzen Kaffeepause gegenseitig vor.

Zum ersten gemeinsamen „Gipfeltreffen“ von katholischen und evangelischen Geistlichen und Mitarbeitern lud Dekan Kajetan Steinbeißer nach Grainet in die Pfarrkirche zur Vesper und anschließend in das Hotel „Hüttenhof“ in Hobelsberg ein. Dort begrüßte er ganz besonders die evangelischen Kolleginnen,  Pfarrerin Sonja Schuster, Pfarrerin Dr. Ulrike Kuschel, Diakonin Regina Reymann, Diakonin Gabi Neumann-Beiler und Pfarrsekretärin Helene Winkler.

Pfarrerin Sonja Schuster berichtete, dass zur Grafenauer Gemeinde neben Grafenau auch Spiegelau, Schönberg, Innernzell, Schöfweg und Eberhardsreuth gehören. Das Gebiet umfasst 250 km² mit 1.100 Protestanten. Es gibt 3 evangelische Kirchen und zwar in Grafenau, Schönberg und Spiegelau. Jährlich stehen im Durchschnitt etwa 20 Beerdigungen 10 Taufen gegenüber; dies liegt daran, dass viele Protestanten im Rentenalter aus den neuen Bundesländern zu uns in den Bayer. Wald ziehen und hier dann meistens auch beerdigt werden. Die Gemeindemitglieder kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Die Situation der evangel. Schüler an den Schulen ändert sich ständig. Die Urlauberseelsorge wird von der Evangel. Landeskirche in München organisiert.
Diakonin Gabi Neumann-Beiler aus Spiegelau ist in der Gemeinde und im Schuldienst beschäftigt und zuständig für die Martin-Luther-Kirche in Spiegelau. Dort wird eine sehr gute Ökumene gelebt. Ihr Vorgesetzter ist Dekan Dr. Wolfgang Bub. Als Diakon/in muss man einer Diakonengemeinschaft angehören. Bayernweit umfasst diese Gemeinschaft 270 Mitglieder. Im Gegensatz zum Studium eines/einer evangel. Pfarrers/Pfarrerin, findet die Ausbildung zum Diakon/in in Bayern in Rummelsberg in der Nähe von Nürnberg statt und dauert 6 Jahre. Es gibt verschiedene Einsatzgebiete eines/einer Diakon/in, etwa in der Verwaltung, als Heilpädagogen oder in kirchlichen Bereichen. Voraussetzung für den Einsatz ist die sog. „Sendung“. Es gibt also zwei geistliche Ämter (Einsegnung): Pfarrer/in und Diakon/in. Nur wer beauftragt ist, darf Abendmahl feiern (ev.-luth. Kirche)
Pfarrerin Dr. Ulrike Kuschel teilt sich mit ihrem Ehemann, Thomas Weinmair, die Pfarrstelle von Freyung und Waldkirchen. Das Gebiet umfasst 500 km² mit 1.700 Protestanten. Sie und ihr Ehemann sind auch im Schuldienst beschäftigt, was sehr viel Organisation bedarf, da an manchen Schulen nur 1 oder 2 evangel. Schüler sind, so dass der Unterricht beispielsweise nachmittags in den Schulen, zu Hause bei den Schülern oder beim Pfarrer/Pfarrerin stattfindet und sich dies auch ständig ändert.
Um die Jahrhundertwende (1900) gab es in dieser Region durch die Ansiedlung verschiedener Firmen etwa 100 Gemeindemitglieder. Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Zahl der Protestanten stetig an, da viele Vertriebene aus überwiegend protestantischen Gebieten bei uns sesshaft wurden. In Freyung findet am 20.07.2014 das 60jährige Kirchenbaujubiläum statt.
Die Waldkirchener Diakonin Regina Reymann ist zuständig für den Bereich Waldkirchen und ebenfalls im Gemeinde- und Schuldienst tätig.
Pfarrsekretärin Helene Winkler selber ist katholisch und gilt als die treue Seele in den beiden evangelischen Pfarrbüros Grafenau und Freyung.
Insgesamt umfasst der evangelische Dekanatsbezirk (Passau/Rottal-Inn/Freyung-Grafenau) 16 Pfarreien mit rund 31.000 Kirchenmitgliedern. Dienstherr ist Dekan Dr. Wolfgang Bub.
Anschließend stellten sich alle anwesenden katholischen Geistlichen und Mitarbeiter kurz vor. Es folgte eine wertschätzende und mit einigen Fragen belebte Diskussion. Zum Abschluss bedankte sich Dekan Steinbeißer bei allen für das Kommen und wünschte allen einen guten Heimweg.

Dekanat / hm
 

Einkehrtag für Priester und Diakone - 27.03.2014
Thema: Arm und Reich als Herausforderung für die Kirche

  

Grafenau. Zu ihrem jährlichen Einkehrtag (Recollectio) trafen sich kürzlich die Priester und Diakone unseres Dekanats im Pfarrheim Grafenau. Als Referent konnte Professor Dr. Rudolf Hoppe aus Köln gewonnen werden. Der Theologieprofessor an der Uni Bonn nahm sich einen Tag Zeit, um sich über die Thematik „Arm und Reich“ Gedanken zu machen, zu diskutieren und vor allem um über die verschiedenen biblischen Texte zu diesem Thema zu referieren.
Eingangs zitierte Dr. Hoppe aus einem Interview mit Papst Franziskus, in dem dieser die Armen als „Schatz der Kirche“ bezeichnete und zu Hilfe zur Selbsthilfe aufforderte. Er ging auf die Sinnfragen des Lebens ein: Was zählt wirklich im Leben? Es ist eine Illusion, dass das Leben nur vom „Haben“ abhängig sei. Grundsätzlich geht der jüdisch-christliche Glaube von der gerechten Weltschöpfung aus, in der jedes Lebewesen und jeder Mensch seine Berechtigung habe. Gott hat die Erde nicht nur für ein paar wenige erschaffen, die sie ausbeuten. Von daher ist das ethische Gebot Jesu, nicht auf Reichtum zu setzen, im AT fundiert. Der Gegensatz des Vertrauens auf Reichtum, ist das Vertrauen, der Glaube an Gott. Ihm zu vertrauen gibt dem Leben Halt. Deshalb zeigte Jesus eine Sympathie für ein anderes, einfaches Leben. Die Reichen werden den Sinn nicht im Reichtum finden. Jesus verwirft sie nicht, sondern zeigt nur auf, dass Reichtum keinen Sinn macht. Hoppe ging auf praktische Lebenserfahrungen des Glaubens ein. Reichtum vergeht, Gott bleibt ewig. Gott hat die Armen in der Welt auserwählt, durch den Glauben werden sie zu Erben des Königreiches. Jesus mahnt: Hütet euch vor den Reichen, der Glaube ist nicht im Personenkult zu finden. Warnung vor Sicherheit und Prahlerei. Aufgabe und Sinnfindung beim Menschen bedeutet Gutes tun, mit anderen teilen. Wer das nicht tut, der sündigt (verfehlt das Leben). Reichtum verfault, Gold und Silber verrosten, da e sich um irdische Materialien handelt. Vor diesem Hintergrund, der biblisch begründet ist, sind auch die Äußerungen von Papst Franziskus zu verstehen.
Für alle Beteiligten war dieser Einkehrtag eine große Bereicherung des persönlichen Glaubens und der Verkündigung.

Dekanat / hm

 

Schulreferat - neuer Lehrplan - 20.02.2014
Pfarrheim Waldkirchen

 


Vesper in der Stadtpfarrkirche Waldkirchen


Einführung in den neuen Lehrplan:
v. l. Werner Seidl, Stefanie Weingärtner, Sabine Resch, Dekan Steinbeißer, Pfr. Josef Juber

 

Neue Musikliteratur war Thema beim DIES am 16.01.2014

Schwester Conrada Aigner stellt sich vor

 

  

 Anton Petzi                                                         Sr. Conrada Aigner

Kreuzberg. Beim ersten gemeinsamen Treffen aller hauptamtlichen Mitarbeiter im Dekanat Freyung-Grafenau stellte sich die Nachfolgerin von Schwester Franziska Mitterer vor: Schwester Conrada Aigner. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit wird in der Exerzitienarbeit liegen. Demnächst werden wieder die Exerzitien im Alltag angeboten.
Anschließend stellte Anton Petzi aus Freyung sich und seine Arbeit im Diözesansteuerausschuss vor. Der Diözesansteuerausschuss ist das Organ des "gemeinschaftlichen kirchlichen Steuerverbandes" der Diözese. Seine wichtigste Aufgabe ist die Beratung u. der Beschluss des Haushalts der Diözese. Er setzt sich zusammen aus dem Bischof als Vorsitzenden, dem Finanzkammerdirektor als stellvertretenden Vorsitzenden, zwei vom Bischof ernannten, sowie drei gewählten geistlichen u. neun gewählten weltlichen Mitgliedern aus dem ganzen Bistum.
Daran schloss sich ein Vortrag von Regionalkantor Gerhard Berger über neue Musikliteratur für Kinder und insbesondere zur Erstkommunion an. Beim gemeinsamen Einstudieren der neuen Lieder sangen alle kräftig mit, so dass dieser DIES zu einem sehr fröhlichen Treffen aller Mitarbeiter wurde. Hier zeigte sich wieder einmal, dass Liedgut für Kinder auch ganz besonders den Erwachsenen gefällt.
Abschließend gab Regionalkantor Robert Pernpeintner noch einige Infos zum neuen Gotteslob bekannt. Schuldekan Pfarrer Josef Huber lud alle recht herzlich zum nächsten DIES am 20.02.2014 nach Waldkirchen ein. Dort wird der neue Lehrplan vorgestellt.

 

 „Älterwerden hat Zukunft: Kostbares Alter – kostspieliges Alter?“
Demographischer Wandel war Thema beim Dies in Grafenau - 11.12.2013

v.l. Alois Gell, Helga Weinberger, Dekan Steinbeißer

Grafenau. Zum letzten gemeinsamen Treffen aller Priester und hauptamtlichen Mitarbeiter in diesem Jahr konnte als Referentin Frau Helga Weinberger gewonnen werden. Sie referierte ausführlich über das Thema „Älterwerden hat Zukunft“. Der Begriff „demographischer Wandel“ beschreibt mehrere Veränderungsprozesse in der Zusammensetzung der Bevölkerung: Die Lebenserwartung steigt – die Älteren leben länger. Niedrige Geburtenraten – die Kinderzahl geht zurück. Dadurch steigt der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung. So hat sich z. B. der Anteil der Altersgruppe 65+ an der Gesamtbevölkerung von 1990 bis 2009 um 42 % erhöht. Im Jahr 2009 war jede fünfte Person (21 %) in Deutschland älter als 65 Jahre. Die Anzahl der Menschen, die 100 Jahre und älter sind, ist heute fünfmal so hoch wie noch 1980. Auch die Hochrechnungen für die nächsten Jahrzehnte gehen von einer  immer höheren Veralterung der Bevölkerung aus. Nach dem statistischen Bundesamt wird die Altersgruppe 65+ im Jahr 2030 rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung ausmachen. Dies alles bringt eine enorme Herausforderung für Staat und Alterskasse mit sich. Großfamilien werden immer weniger, kleine Haushalte dagegen stetig mehr. Dieser Trend ist ganz besonders auch in unserem Dekanat zu beobachten. Von den etwa 18.000 Einwohnern im Dekanat FRG sind 13.459 Menschen älter als 65 Jahre. Erfreulicherweise läuft die Seniorenarbeit in unserem Dekanat bereits seit vielen Jahren sehr gut an. Insgesamt bestehen 37 Seniorenclubs mit etwa 1750 Mitgliedern. Auch sehr viele Seniorenheime (Caritas, Rotes Kreuz, private) wurden in den letzten Jahren neu eröffnet, so dass hier die Versorgung sehr gut ist. Allerdings möchten die meisten Senioren lieber zu Hause betreut werden, was durch die vielen Pflegedienstanbieter auch lange möglich ist. Der Sachausschuss Senioren im Bistum Passau hat im Vorfeld zu den Pfarrgemeinderatswahlen im Februar vier verschiedene Fragebögen bezüglich der Seniorenfreundlichkeit unserer Pfarrgemeinden erarbeitet. Hierdurch soll herausgefunden werden, wie die Seniorenarbeit bezüglich Bildung, Lebensräume, Seelsorge, Infrastruktur und Gesellschaft in den jeweiligen Gemeinden bereits vorhanden ist oder noch verbesserungsbedürftig wäre. In den meisten Gemeinden unseres Landkreises sind bereits die sog. Seniorenbeauftragten tätig. Diese treffen sich zwei- bis dreimal jährlich auf Landkreisebene, um sich gegenseitig auszutauschen.
Anschließend verwies Helga Weinberger noch auf den im kommenden Jahr vom 28.05. – 01.06.2014 stattfindenden Katholikentag in Regensburg. Vom Bistum Passau aus werden Busse eingesetzt, die am 31.05.2014 sowie zum Abschlussgottesdienst am 01.06.2014 nach Regensburg fahren.
Als zweiter Referent an diesem Nachmittag stellte Alois Gell, Geschäftsführer der Katholischen Arbeitnehmerbewegung im Landkreis FRG, die Arbeit der KAB vor. Die wichtigsten Aufgabengebiete der KAB bestehen in der Mitarbeit beim Pastoralplan, Sonntagsschutz, Erarbeitung eines Rentenmodells, Kontakt mit Firmen und Betriebsräten, Seminare, Kurse, Fortbildungen, Rechtsberatung und Vertretung vor Sozial- und Arbeitsgerichten für ihre Mitglieder. Die KAB versteht sich als „Stimme der Arbeitnehmerschaft in der Kirche“. Gell verwies auf die CAH (christliche Arbeiterhilfe); sie ist die Wohlfahrtseinrichtung der KAB. Zum Abschluss seines Vortrages richtete Gell noch einen Wunsch an die anwesenden Geistlichen, sich als Kreispräses für die KAB zur Verfügung zu stellen.
Nachfolgend gab Regionalkantor Robert Pernpeintner noch einiges Wissenswertes zum neuen Gotteslob bekannt. Er bat um Rückmeldungen an ihn selbst bezüglich der ersten Erfahrungen mit dem neuen Gotteslob, welches seit dem 1. Advent in unseren Pfarreien eingeführt ist. Das Referat Kirchenmusik hat bereits mehrere Publizierungen veröffentlicht. So etwa Chorbücher, verschiedene Begleitbücher, Kantorenfibel, Vorsängerbücher, Arbeitshilfen für Bläsergruppen, Hochzeiten, Taufen etc. Alle diese Werke sind über den Domladen oder das Referat Kirchenmusik zu beziehen.
Abschließend wies Dekan Kajetan Steinbeißer noch auf die neue PNP-Serie „Geschichte und Geschichten aus dem Dekanat“ hin. Er bedankte sich ganz besonders bei Dekanatsratsvorsitzendem Ludwig Kern für die stets gute Zusammenarbeit in den letzten vier Jahren. Im Februar finden die Pfarrgemeinderatswahlen statt und es wird sich wieder ein neuer Dekanatsrat konstituieren. Auch Ludwig Kern bedankte sich bei der Geistlichkeit recht herzlich für die wohlwollende Aufnahme und die stets harmonische Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Mitarbeitern.
Dekan Steinbeißer bedankte sich bei den Referenten und wünschte allen Gottes Segen, eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Nachhauseweg.

 Dekanat / hm

Kapiteljahrtag des Dekanats Freyung-Grafenau
Gedenken an die verstorbenen Priester und Laienmitarbeiter


Foto: Priestergrab in Grafenau

Waldkirchen. Im November trafen sich traditionell Priester, Diakone und Laienmitarbeiter des Dekanats Freyung-Grafenau in der Stadtpfarrkirche Waldkirchen, um gemeinsam mit den Gläubigen der verstorbenen Priester und Laienmitarbeiter zu gedenken. Um sich der Verstorbenen zu erinnern und ihrer zu gedenken feierten die anwesenden Gläubigen unter der Leitung von Dekan Kajetan Steinbeißer um 19 Uhr ein Requiem in der Stadtpfarrkirche „St. Peter und Paul“.
In seiner Predigt ging Dekan Steinbeißer auf die Erfahrungen ein, die jeder der Anwesenden mit sich bringt: Vielleicht ist ein Kind oder ein Jugendlicher verstorben oder verunglückt, vielleicht ein Angehöriger aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis. Vielleicht denkt man an einen besonders tragischen Fall im vergangenen Jahr zurück, den man beerdigen musste. Vielleicht war der eine oder andere selber beim Sterben dabei und hat den Tod ganz nah erlebt, als ein lieber Mensch den Atem aushauchte.
Dekan Steinbeißer sprach über die vielfältigen Erscheinungen des Todes, die den Geistlichen in ihrem Dienst begegnen, die verschiedenen Arten von Sterben: Manche Menschen siechen lange dahin durch eine schwere Krankheit und die Angehörigen erleben den Tod als Erlösung. Für viele ist der schnelle Tod eine gewünschte Form, um ja niemandem zur Last zu fallen. Im Gespräch mit den Angehörigen stellt sich fast immer dieselbe Erfahrung ein.  Entweder sind die Angehörigen erleichtert, dass jemand sterben kann. Dann hat der Betroffene ein langes Leiden hinter sich. Dieses Sterben kann bis zur Unerträglichkeit dauern und qualvoll sein für den, der sterben muss. Andrerseits passiert es oft, dass jemand schnell weggeht, dann ist das für den Betroffenen ohne Schmerz, ohne Leiden, augenscheinlich der „angenehmere“ Tod. Allerdings für die Angehörigen, diejenigen, die auf der anderen Seite des Todes stehen, bricht manchmal eine Welt zusammen. Ein lieber Mensch wird einem entrissen, man hätte noch so viel sagen wollen. Man hat die Bitte um Verzeihung versäumt. Man hatte noch viele Pläne. Man hätte von ihm noch so viele Dinge erfragen müssen. So ist einmal der Sterbende und einmal der Angehörige auf der angenehmeren oder auf der schmerzlicheren Seite. Den Tod können wir uns aber nicht aussuchen. Außerdem zeigt immer mehr die Erfahrung, dass die Menschen nicht so sehr Angst vor dem Tod haben als vor schwerer Krankheit, die uns die endgültige Grenze dieser kurzen Erdenzeit aufzeigt.
Wenn man die Statistik des vergangenen Jahres betrachtet, dann wird deutlich, dass auch der Tod reichlich Ernte gehalten hat in der Reihe der Geistlichen. Außerdem sind auch fast alle Erfahrungen von Tod eingebracht: Der tragische Tod nach schwerer Krankheit von Martin Schreiner, das altersbedingte Sterben bei Johann Forster, Valentin Horner, Heinrich Hockgeiger, Altbischof F. X. Eder und Hieronymus Haydn. Aber auch der Suizid von Werner Kuchar, der Praktikant in unserem Dekanat war. Sicher gehören auch zu den kirchlichen Mitarbeitern viele ungenannte Ehrenamtliche. Die Art des Sterbens und der Tod selber läßt sich nichts vorschreiben, nicht verhindern und nicht umgehen.
In unserer immer mehr säkular werdenden Zeit, wo das Leben – und wenn es noch so oberflächlich gelebt wird – der einzige vorstellbare Zeitrahmen für viele ist, glauben immer mehr, dass mit dem Tod alles zu Ende ist. „Kommt nach dem Tod noch was oder endet das Leben in der Truhe / Urne?“ Auch ein Großteil derer, die einmal getauft wurden glauben, dass es mit dem Tod aus ist. „Ist der Tod wirklich das Ende?“ Diese Frage ist aber nicht neu und wurde bereits in Korinth dem Apostel Paulus gestellt. Einige lehnten sogar den Glauben an die Auferstehung gänzlich ab. Dass der Auferstehungsglaube Zentrum und Angelpunkt jeglichen christlichen Lebens ist, wissen wir. Die Frage, die wir den Zweiflern und uns selber immer wieder stellen müssen ist: „Was traue ich meinem Gott zu?“ Wir müssen also zunächst der paulinischen Theologie folgend Christus als den Gekreuzigten und Auferstandenen verkündigen und wir müssen diese Überzeugung leben. Das heißt, dass man unserem Dienst ansehen muss, dass unser Tun eine weit größere Dimension hat, als sich sein Geld zu verdienen in einem sog. „sozialen–caritativen“ Beruf.  Wir müssen den Menschen Hoffnung geben auf ein „Mehr“ an Leben weit über diese paar uns zugestandenen Jahre hier. Wir müssen den hiesigen Paradiesversprechungen und dem Werbeklamauk kritisch gegenüber stehen. Das gilt auch für alles, was einem Perfektionswahn gleich kommt. Wir müssen den Menschen und uns selber Fehler und Schwächen zugestehen, weil wir noch nicht vollendet sind, weil einer uns so nimmt, wie er uns geschaffen hat. Und wir sollen nicht den Fehler machen zu glauben, dass das Heute schon alles ist. Dienst und Botschaft müssen sich ergänzen, ebenso wie die Botschaft unseren Dienst zur Folge haben muss.
Im Anschluss an das Requiem folgten viele der Einladung, sich im Gasthaus „Lamperstorfer“ zu treffen. Bevor es zum gemütlichen Teil übergehen konnte, gab Dekan Steinbeißer einen kurzen Überblick bzgl. der als nächstes anstehenden Termine, unter anderem verwies er auf den am 11. Dezember  in Grafenau stattfindenden „DIES“. In gemütlicher Runde ließen dann die Priester, Diakone und Laienmitarbeiter den Abend ausklingen.

 

Senioren- und Männerseelsorge beim DIES in Waldkirchen
DomkapitularGerhard Auer und Walter Sendner referieren

Waldkirchen. Nach der Ferienzeit trafen sich wieder alle hauptamtlichen Mitarbeiter des Dekanates Freyung-Grafenau. Dekan Kajetan Steinbeißer begrüßte alle recht herzlich, vor allem auch die „neuen Gesichter“ aus den Pfarreien, die im September ihren Dienst im Dekanat begonnen haben.
Zu Beginn stand als thematischer Teil die „Senioren- und Männerseelsorge“ auf der Tagesordnung. Domkapitular Gerhard Auer und Walter Sendner vom Referat „Frauen-Männer-Senioren“ gaben Einblicke in dieses Thema. Durch den demographischen Wandel verursacht, wird gerade dem Dekanat FRG eine hohe Seniorenzahl prognostiziert, d. h. gerade in diesem Dekanat ist das Thema Seniorenseelsorge relevant. Walter Sendner stellte fest, dass im Dekanat FRG bereits viele aktive Seniorenclubs bestehen. Gerade Einkehrtage für Senioren werden gerne wahrgenommen. Das zeigt, dass großes Interesse vorhanden ist. Auch Pilgertage für Senioren sind sehr beliebt. Außerdem widmet sich die Seniorenseelsorge den Pflegekräften im Altenpflegebereich und macht am „Tag der Pflege“ eine Dankaktion, wozu die Pfarreien eingeladen sind, mitzumachen. Es gibt 4 Checklisten, die auf einem Symposium (Älterwerden hat Zukunft) entstanden sind und aus denen sich die Pfarreien Anregungen holen können, z. B. die Aktion „Den Glauben zur Sprache bringen“. Das Netzwerk Pfarrei – alter Mensch – Krankenhaus sollte in jeder Pfarrei bedacht werden.
Der Bereich „Männerseelsorge“ ist der Versuch, den Blick auf die „Männer in der Kirche“ zu lenken. Das Referat arbeitet mit dem biographischen Ansatz und bietet auch an, in vorhandene Gruppen in den Pfarreien zu kommen. Es wird u. a. auch versucht, die Erstkommunion-Väter einzubinden. Es gibt ein Heft „Männer in der Kirche“ zum Thema. Es geht darum, Jungen einen eigenen Raum zu schaffen. Eine Wiederbelebung der Bruderschaften ist zu beobachten, was auch gefördert werden sollte. Die Frage: Kann eine Frau Männerseelsorge betreiben? tauchte auf. DK Auer weiß zu berichten, dass v. a. in Seelsorgegesprächen Männer auch Frauen aufsuchen. Auch im Bereich Notfallseelsorge ist das relevant.
Es folgte eine rege Diskussion, wie künftig die monatlichen Treffen der hauptamtlichen Mitarbeiter gestaltet werden können. Viele unterschiedliche Vorschläge wurden vorgetragen und gesammelt. Der Dekan stellte zusammenfassend fest, dass der DIES als Infoplattform und Ort der zwischenmenschlichen Begegnung gesehen werden muss. Außerdem ist er dienstverpflichtend.
Dekan Steinbeißer wies auf die anstehenden Wahlen zum Diözesansteuerausschuss hin. Für unseren Bereich wird ein geistlicher sowie ein weltlicher Vertreter gewählt. Auf die PNP-Serie „Kleinodien des Glaubens“ kam sehr viel positive Resonanz. Für das neue Jahr kam der Vorschlag, Beiträge aus der Geschichte des Dekanates, d. h. Berichte über Baudenkmäler oder verdiente Persönlichkeiten in der Presse zu veröffentlichen. Frau Sabine Resch vom Schulreferat kündigte die Einführung des neuen Lehrplans an. Eine Infoveranstaltung ist am 20.02.2014 beim DIES. Dekanatsratvorsitzender Ludwig Kern wies auf die Vollversammlung am 24.10. 2013 in Freyung hin. Pfr. Klaus Hoheisel ist Vorsitzender des Bonifatiuswerkes der Diözese. Er plädiert für Solidarität mit der Diaspora und 1 % des Gehalts zu spenden.
Nachdem noch die nächsten DIES-Termine besprochen wurden, bedankte sich Dekan Steinbeißer bei den Referenten sowie bei allen Teilnehmern und wünschte allseits einen guten Nachhauseweg.

 

Dekanatsausflug - Prachatice ist mit dem Goldenen Steig unzertrennbar verbunden

Im Schatten der Bäume um die Kapelle in Vlachovo Brezi, die Maria der Braut des Heiligen Geistes geweiht ist,  stellten sich die Dekanatsmitarbeiter zum Foto (vorne links Dekan Kajetan Steinbeißer).

                         ***   weitere Fotos unter der Rubrik "Bildergalerie"   ***

Freyung-Grafenau. Die Priester des Dekanates, Pfarrsekretärinnen und Pfarrhaushälterinnen, Pfarrgemeinderatsvorsitzende  und Vorstandsmitglieder des Dekanatsrates waren zum gemeinsamen  Dekantsausflug eingeladen. Das Ziel war heuer Prachatice/CZ.
Nachdem der Bus an den  Abfahrtsorten Grafenau und Freyung die Reisenden eingesammelt hatte,  ging es zügig über die Grenze. Dekan Kajetan Steinbeißer begrüßte die Ausflügler. Eingeladen hatte er auch Christoph Leuchtner, der Priesteranwärter ist und ein Zeit lang in Prag studiert hat. Der Dekan freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt sind. Mit 70 Personen war der Bus bis auf den letzten Platz besetzt.  In Lenora, einem früheren Glasmacherort, stieg  Reiseleiterin Sieglinde Kralik zu. Hier, bei einem alten Herrenhaus, wurde auch gleich Brotzeit gemacht, die traditionsgemäß wieder von den Schönbergern mitgebracht worden war.
Bereits um 10.00 Uhr konnte mit der Stadtführung begonnen werden. Die Gäste wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, die zweite Stadtführerin, Sonja Kabelova, wartete auch schon beim Ausgangspunkt, der Jakobuskirche. Gleich zu Beginn informierten sie, dass die Stadt Prachatice,  von alters her  untrennbar mit dem Goldenen Steig in Verbindung steht und „auch Perle am Goldenen Steig“ genannt wird . Dieser  war eine der wichtigen  mittelalterlichen Handelsstraßen, die die böhmischen Länder  mit dem Donaugebiet verband und auf der vorwiegend  Salz  aus den Lagerstätten in den Alpen nach Böhmen transportiert wurde. Die Kirche wurde etwa an der Wende des 13. zum 14. Jahrhundert gebaut. Zum Patron der Stadtkirche hatten die Erbauer  den heiligen Jakobus den Älteren erwählt, der  bereits seit dem  13. Jahrhundert  als Schutzpatron der  Pilger, Lastenträger und Waisen anerkannt war. Die  Bevölkerung wollte, dass  er auch zum zuverlässigen Beschützer  und einflussreichen  Fürsprecher der Händler und ihre Säumer werden soll. Die Chronik der Kirche erzählt immer wieder von Zerstörungen an der Kirche und unermüdlichem Wiederaufbau. Wer  sie in dem jetzigen wunderschönen Zustand besuchen darf, kann kaum versehen, dass auch einmal Desinteresse am Zustand der Kirche gezeigt wurde. Langjährige  Kriege, wie die Schweden-  und Hussitenkriege, Feuersbrünste und Naturkatastrophen  und eine unwiderlegbare Abschwächung des Salzhandels  auf dem Goldenen Steig  beendete die lange Zeit des  Reichtums und Wohlstandes. Prachatice erlebte das Ende des 17. und das 18. Jahrhundert im Vergleich zu früheren Zeiten in tiefem Niedergang. Im 19. Jahrhundert wurde aber  bereits wieder  gebaut und renoviert, erzählte die Stadtführerin. Sie machte auf die zahlreichen  Heiligenfiguren  aufmerksam, darunter auch der Landespatron, der heiligen Wenzel und wies auch besonders auf das wunderschöne Kreuzgewölbe der Kirche hin. Eine Nebenkapelle wurde dem heiligen Joh. Nepomuk Neumann geweiht, der auch der Schutzpatron der Dreisesselkapelle  ist. Die Bevölkerung verehrt in sehr, er scheint überall allgegenwärtig. Geboren in  Prachatice studierte Jan Nepomuk Theologie in Budweis. Weil er dann aufgrund der Überzahl an Priestern nicht geweiht werden konnte, verlies er Böhmen  und Europa und fand in Amerika eine neue Heimat. Unermüdlich übte er seine seelsorgerische Tätigkeit im Gebiet von Buffalo  und den Niagarafällen aus und widmete seine Kräfte den  Kranken, einsamen Strebenden, den Kindern, der Jugend und auch den Indianern. Er gründete über 100 Katholische Kirchen und Schulen. 1852 wurde er in Philadelphia zum Bischof ernannt.1853 besuchte er seine Heimatstadt, wo er als Bischof  empfangen wurde.1977 wurde er heilig gesprochen. Beim Gang durch die Stadt hieß  die Führerin die Besuchern vor dem Museum zu verweilen, ebenso vor dem alten Rathaus, einer architektonischen Perle und auch dem neuen Rathaus. Gemälde und Stuck zeigen immer wieder Szenen aus der Geschichte der Stadt, aber auch biblische Ereignisse. Die Wappen von Schlesien, Böhmen und Mähren beispielsweise oder des Geschlechts derer von Rosenberg, die lange Zeit die Oberhäupter der Stadt waren. Man kann Hannibal sehen, wie er mit den Elefanten über die Alpen zieht, aber auch „Susanne  im Bad“, die acht Tugenden, das salomonische Urteil oder natürlich böhmische Könige.  Beim Vorübergehen  bei einer Galerie erzählte Sonja, dass innen auf die Decke gemalt wurde „Gemalt aber nicht bezahlt“.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde Husinec  besucht, wo auch das Jan-Hus- Denkmal steht. In der Jakobuskirche sind Gemälde, wo  Jan Hus mit dem Teufel ringt (oder umgekehrt). Sie zeigen sich dem Betrachter aber eher irgendwie humorvoll, denn zum Fürchten. 1370 in ärmlichen Verhältnissen geboren, hat Jan Hus   in Prag Theologie studiert. 1400 wurde er zum Priester geweiht. Er war ein Reformer und gilt als Vorläufer von Martin Luther. Vieles an der Kirche hat ihm nicht gefallen. Obwohl er viel Anhänger hatte, durfte er das Priesteramt nicht mehr ausüben und wurde aus Prag verbannt. Unter der Zusicherung, dass ihm nichts passiert wurde er 1414 zum Konzil von Konstanz gelockt, wo man ihn  aber dann  sogleich gefangen nahm und mitsamt seiner Schriften verbrannte. Die Asche wurde in den Rhein gestreut.
Es ging weiter nach Vlachovo Brezi, den dortigen Pfarrer, Jin Kalas, hatte Dekan Steinbeißer in Budweis kennen gelernt, als er einer Einladung zum 60. Geburtstag des dortigen Bischofs gefolgt war. Als besondere Überraschung führte dieser die  Gäste zu einer Kapelle über der Stadt, einem „gesegneten Ort unserer Pfarrei“ so der junge  sympathische Priester.  Entlang des Weges ist ein Kreuzweg. In der Kapelle hängt ein Bild von der Madonna mit Kind, eingerahmt von sieben Sternen, den sieben Tugenden. 1702 war ein Pilger mit dem Bild aus der Basilika von Rom her unterwegs. „Das Gemälde wurde durch Rom getragen und die  Pest war weg“, so der Pfarrer. Auf der Stelle der heutigen Kapelle hatte der Pilger  Rast gemacht. Als er wieder gehen wollte, ließ sich das Bild nicht mehr vom Boden aufheben. Er sah es als Zeichen, hier eine kleine Kapelle bauen zu müssen. Im Laufe der Zeit kamen so viele Pilger, dass größer gebaut werden musste. „Soldaten haben, so ist überliefert, Abbilder des Madonnenbildes mit in den Krieg genommen und sind heil wieder nach Hause gekommen.
In der Pfarrkirche  von Vlachovo wurde gemeinsam noch eine Vesper gebetet. Anschließend verabschiedete Dekan Kajetan Steinbeißer traditionsgemäß im Kreis der Priester des Dekanates,  Pfarrer und Altdekan Josef Wagmann aus Freyung, der in sein Haus nach  Thyrnau ziehen wird, in den Ruhestand.  Ebenso ist die Zeit für Pater Binoy aus Zenting-Thurmansbang im Dekanat abgelaufen. Er  kommt nach Hauzenberg. Natürlich gab es für jeden ein Geschenk.
Nach einem vorzüglichen Abendessen in Winterberg, mit Dunkelbier aus der eigenen Brauerei, ging es wieder nach Hause zurück.                                                                                                                          -Bo
 

DIES der hauptamtlichen Mitarbeiter im Dekanat in Freyung
Lieder des neuen Gotteslobes wurden einstudiert – Glockensachverständiger referierte


RK Robert Pernpeintner studiert mit den DIES-Mitgliedern die neuen GL-Lieder ein

Freyung. Beim letzten Treffen der Hauptamtlichen und Priester des Dekanates FRG stand vor allem die Praktikabilität des neuen zukünftigen Gotteslobes und des Glockengeläuts im Mittelpunkt. Dazu begrüßte Dekan Steinbeißer die beiden Referenten und Regionalkantoren Robert Pernpeintner und Rudi Bürgermeister.
Regionalkantor Robert Pernpeintner stellte einige neue Lieder, z.T. aus bestehenden Büchern wie dem „effata“ oder Gotteslob-Diözesananhängen anderer Bistümer, z.T. Neukompositionen, vor. So sind einige Wechselgesänge enthalten, die die Beteiligung von Kantoren und Chorgruppen erlauben. Für viele, die das bisherige Gotteslob nicht verwenden mögen, wird das neue Buch lohnenswerte Inhalte bieten, z.B. im Bereich des Neuen Geistlichen Liedes.
Die Dies-Gemeinschaft konnte Lieder singen und wurde auf verschiedene Möglichkeiten aufmerksam gemacht, bisher unbekannte Gesänge in die Gottesdienste aufzunehmen: Bestehende Gruppen in den Pfarreien wie Chöre, Ministranten, Frauenbund, Pfarrgemeinderat, Pfadfinder, KAB, können vorab gezielt Lieder kennenlernen, Chorgruppen können Lieder ohne Beteiligung einer Gemeinde vorsingen und damit vorstellen, Lieder können vorab im Pfarrbrief veröffentlicht werden …
Ziel ist es, vor Erscheinen des Buches Neugier und Interesse zu wecken und mit der Einführung des Buches Schätze aufzuzeigen, ohne nur Unbekanntes zu verwenden. Deshalb ist auf der homepage des Referates Kirchenmusik der Diözese Passau eine Seite zum Neuen Gotteslob eingerichtet, die für alle Musikschaffenden und –interessierten Informationen und Anregungen bereithält.
RK Pernpeintner schilderte den aktuellen Stand bei der Erstellung von Begleitpublikationen zum Stammteil und zum Diözesanteil: Orgelbücher, Kantorenbücher, diverse Chorbücher, Bläserhefte. Es werden in den nächsten Monaten in allen Regionen des Bistums Veranstaltungen und Fortbildungen stattfinden, die den Organisten, Priestern, Chorleitern die Arbeit mit dem neuen Gesangbuch erleichtern helfen, von Infoabenden bis zu Gottesdiensten, die gezielt neues Liedrepertoire aufgreifen und zu Liedplanvorschlägen im nächsten Jahr.
Hingewiesen wurde auch auf den Orgelschnupperkurs für Kinder und Jugendliche, der wie jedes Jahr in der ersten Sommerferienwoche in Passau stattfindet. Eingeladen sind dazu 10 bis 18jährige, die das Instrument kennenlernen mögen und vielleicht schon Interesse hegen, Orgel spielen zu lernen.

Der Glockensachverständige der Diözese, Regionalkantor Rudi Bürgermeister, erläuterte anschließend in seinem Vortrag Möglichkeiten, wie ein bestehendes Geläut musikalisch am besten zu nutzen ist. Um dem Ohr die Möglichkeit zu geben sich in einem Klang von mehreren Glocken zurechtzufinden, sind die Glocken beginnend mit der Kleinsten in einem ausreichenden Abstand (ca. 7 sec.) einzuschalten. Wenn ein bekannter Melodieanfang, wie etwa das Salve Regina, geläutet wird, ist es in Ausnahmefällen sinnvoll mit der Größten zu beginnen. Das Ausschalten beginnt, diesmal etwas zügiger (ca. 4 sec.), mit der tonhöchsten Glocke, damit das Fundament des Klanges bis zum Schluss erhalten bleibt.
Desweiteren zeigte der Glockensachverständige anhand von Hörbeispielen eines Geläutes der Region welche Teilgeläute möglich sind und wie sich diese in Klang und Charakter unterscheiden. Ziel ist es den Gläubigen durch das Geläut zu zeigen was in der Kirche gefeiert wird. Bei Beerdigungen ist beispielsweise völlig anders zu läuten als bei einer Hochzeit. Geprägte Zeiten wie Fasten- und Adventszeit bzw. Hochfeste spielen dabei eine wesentliche Rolle. Zur Erweiterung des Klangrepertoires bei kleineren Geläuten können charakterstarke Einzelglocken wirkungsvoll eingesetzt werden. Bürgermeister kommt auf Anfrage gerne in die Pfarreien, um bestehende Läuteordnungen zu besprechen und Anregungen zu geben.
Zum sicheren Betrieb der Läuteanlagen ist außerdem dringend angeraten, Wartungsverträge abzuschließen. Sind Neuanschaffungen bzw. Reparaturen geplant, seien die Pfarreien darauf hingewiesen sich mit dem Baureferat der Diözese Passau bzw. direkt mit dem Glockensachverständigen in Verbindung zu setzen. Dieser berät die Pfarreien, unabhängig welche Maßnahmen kurz-, mittel- und langfristig nötig bzw. sinnvoll sind und prüft bei Fertigstellung, ob alle Arbeiten sachgerecht ausgeführt wurden.

Zum Abschluss bedankte sich Dekan Steinbeißer bei den beiden Referenten und gab noch einige relevante Termine für das Dekanat weiter.

 

Hauptamtliche im Dekanat besuchen AMF in Grafenau-Elsenthal am 07.05.2013

 Produktionsleiter Martin Roth bei seinen interessanten Ausführungen

 
Grafenau. Einmal im Monat kommen alle Priester und hauptamtlichen Mitarbeiter im Dekanat Freyung-Grafenau zusammen, tauschen sich aus und beschäftigen sich mit einem aktuellen Thema. Im Monat Mai war dieses Thema der Besuch eines ansässigen Unternehmens. Die Arbeitswelt der Menschen vor Ort kennenzulernen war die Absicht dieses Besuches. KAB-Vorsitzender Alois Gell war deshalb auch bei der Besichtigung dabei. Dekan Monsignore Kajetan Steinbeißer hatte den Kontakt hergestellt und lud nach Grafenau zur AMF ein. Vor der Werksbesichtigung trafen sich aber die ca. 40 Mitarbeiter der Kirche zur Vesper in der Kapelle Gehmannsberg. Anschließend nahm sich Produktionsleiter Martin Roth, der auch Kirchenpfleger der Stadtpfarrei Grafenau ist, Zeit für eine 90minütige interessante und informative Führung durch die Produktionshallen. Von den vielen Informationen war besonders die Zahl der Deckensystemplatten beeindruckend: 28 Mio. Quadratmeter davon werden jährlich hergestellt und finden in vielen Teilen der Welt Absatz. In der Kantine, dem sogenannten AMF-Forum, wurden die Besucher zum Abschluss mit Kaffee und Kuchen bewirtet und konnten dabei die neuen Kenntnisse auf sich wirken lassen. Jugendseelsorger Hubertus Sterflinger brachte die Versammlung auf den neuesten Stand über Veranstaltungen der kirchlichen Jugendarbeit. So haben sich für die bundesweite Sozialaktion „72 Stunden – Uns schickt der Himmel“ 12 Aktionsgruppen angemeldet – mit die meisten in der Diözese. Er warb um Unterstützung, um den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen ein Aktions-T-Shirt finanzieren zu können. Sponsoren sind herzlich willkommen! Ebenso erfreulich sind die Teilnehmerzahlen für die Fahrt zum Jugendfestival beim Eucharistischen Kongress in Köln, aus dem Dekanat Freyung-Grafenau fährt zusammen mit einigen Jugendlichen aus dem Dekanat Regen ein eigener Bus – zwei weitere Busse starten in Altötting und Pfarrkirchen.

Dekanat FRG

 

Neues Gotteslob für die Diözese Passau - Vorstellung beim DIES im April - 10.04.2013
 

 

Dekan Steinbeisser zeigt das neue Format des Gotteslobes im Vergleich zu "Lob Gottes" und "altem Gottes Lob" vor. 
 

 

Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Dekanats FRG trafen sich beim letzten DIES im April in Röhrnbach. Nach einer Ostermeditation von Pfarrer Markus Krell in der Pfarrkirche St. Andreas begrüßte Dekan Kajetan Steinbeißer im Gasthaus Eibl alle Anwesenden aufs Herzlichste. Steinbeißer erklärte, dass zum Thema Neues Gotteslob zwei Dies-Termine geplant sind. Er wies außerdem auf den Eucharistischen Kongress in Köln hin, der vom 6. Bis 9. Juni stattfindet und zu dem vom Bistum Passau Busse eingesetzt werden.
Anschließend stellte Frau Edith Drexler die Arbeit des Ministrantenreferates vor. Sie stellte das Team und die Ziele vor, verwies auf Angebote im Haus St. Maximilian und die Arbeit vor Ort in den Pfarreien. Für dieses Jahr ist eine Fahrt mit den Ministranten nach Lourdes und im nächsten Jahr nach Rom geplant. Im Juni findet in Grafenau ein Ministrantenleitertreffen und im Juli ein diözesaner Ministrantentag statt. Ende Dezember werden wieder traditionell alle Sternsinger im Passauer Dom in Ihre Pfarreien ausgesendet.
Diakon Hubert Frömel berichtete kurz über die Notfallseelsorge im letzten Jahr. Er bedankte sich sehr bei den anwesenden Seelsorgern für die gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft, hier Einsatz zu leisten. Wiederum bedankte sich Dekan Steinbeißer für die geleistete Arbeit bei Diakon Frömel.
Vom Jugendbüro war Herr Hubertus Sterflinger anwesend. Dieser verwies auf die Jugendfußwallfahrt, auf den Gruppenleiterkurs, die Taizéfahrt in den Pfingstferien und auf die spirituelle Jugendfahrt im August nach Irland.
Das Hauptthema des Nachmittags war allerdings die Einführung des Neuen Gotteslobes. In das Thema eingeführt haben Liturgiebeauftragter Pfarrer Erwin Jaindl und Regionalkantor Robert Pernpeintner:
Damit die vielen Früchte aus dem Jahr des Glaubens gut weiter wachsen können, erhalten wir nach dessen Ende pünktlich zum 1. Advent das neue Gotteslob. Haben wir uns im Jahr des Glaubens geübt, das Glaubensleben im Familienalltag zu verankern, mag das neue Gotteslob hier eine große Stütze sein. Das ganze Kirchenjahr begleitet es mit vielen Andachten für den Hausgebrauch. So kann in der Familie die Segnung des Adventskranzes gefeiert werden (Nr. 24), gefolgt von einem Hausgebet im Advent (Nr. 25) und einer Feier am Heiligen Abend (Nr. 25). Die Segnung der Wohnung am Hochfest der Erscheinung des Herrn (Heilige Drei Könige) kann aus dem Eigenteil der Diözese Passau (Nr. 711) entnommen werden. In die Fastenzeit führt dann ausführlich die Nr. 265 ein, ein Kreuzweg (Nr. 683-684) kann wieder als Andacht mit der Familie  oder Dorfgemeinschaft auf 13 Seiten ohne große Vorbereitung gehalten werden. Die Feier der Heiligen Woche erklären die Nr. 278 und Nr. 303ff. Zum Gründonnerstag findet man eine Ölbergandacht (Nr. 675,3.6.8), am Karfreitag eine Trauermette (Nr. 307), für den Karsamstag die Grabverehrung (Nr. 310) und für die Osternacht findet man endlich alle Antwortrufe auf die einzelnen Lesungen in der richtigen Reihenfolge. In der Woche vor Christi Himmelfahrt kann dann gleich bei den Flur- und Bittprozessionen die Nr. 910 genommen werden. Die Erstkommunionkinder finden ein Dankgebet unter Nr. 710. Im Marienmonat Mai findet man gleich eine schöne Maiandacht unter Nr. 909 und braucht so keine eigenen Zettel mehr. Die neun Tage zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest können mit einer Reihe von Pfingstliedern (Nr. 341-351) begleitet oder mit der Vesper zum Heiligen Geist (Nr. 645) quasi als Pfingstnovene ins Gebet gebracht werden. Für die Zeit im Jahreskreis sollte in den Pfarreien die Tagzeitenliturgie (Nr. 614 Laudes, Nr. 627 Vesper, Nr. 662 Komplet) gut eingeübt werden, damit ein Wunsch des II. Vatikanischen Konzils Gestalt gewinnt, und so das Stundengebet wirklich ein Gebet der Gemeinde wird. Morgenlob (Nr. 618), Abendlob (Nr. 659) und Nachtgebet mit Tagesrückblick (Nr. 667) mögen ebenso eine Antwort unserer Zeit auf den Wunsch des II. Vatikanischen Konzils gewertet werden. Für Dank- und Segensfeiern bringt dann die Nr. 27 die richtigen Worte ins Gebet. Kurz gesagt: Das neue Gotteslob unterstützt die Familie und Gottesdienstgemeinde das ganze Kirchenjahr hindurch mit gebrauchsfertigen Gebeten, Andachten und Feiern. Dieser starke Gebetsblock im neuen Gotteslob darf als große Neuerung und Bereicherung gewertet werden.
Im Liedteil des neuen Gotteslobes überraschen 354 neue Gesänge. Denn auch aus unserem Effata-Liederbuch und aus dem Schatz des Neuen Geistlichen Liedgutes wurde vieles im Gotteslob aufgenommen. So brauchen wir in der Kirche nicht verschiedene Liederbücher, sondern das Gotteslob eignet sich für alle Altersstufen und Anlässe. Die Begleitbücher zum neuen Gotteslob eröffnen eine nie dagewesene Vielfalt. So können Kinderchor und Kirchenchor mit verschiedenen Sätzen kombiniert werden. Blasinstrumente, Gitarre, Klavier finden ihre eigenen Kompositionen für die gottesdienstlichen Lieder. Eine Fülle von Kombinationen sind nun möglich.    
Im Juni wird sich der DIES erneut mit dem Neuen Gotteslob beschäftigen u. a. mit praktischen Übungen. Ab dem 1. Advent dieses Jahres wird es dann in allen Pfarreien eingeführt.

 

Einkehrtag im Pfarrheim Grafenau - Studientag "Unseren Glauben verstehen"

  
 

Am Donnerstag, den 21.03.2013 trafen sich die Priester und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen des Dekanats Freyung-Grafenau zu einem geistlichen Einkehrtag im Rahmen des Jahres des Glaubens im Pfarrheim Grafenau.
Als Referent zu diesem Studientag konnte der bekannte Theologe Dr. Eckhard Türk, Referent für Sekten- und Glaubensfragen der Diözesen Mainz und Speyer gewonnen werden.
In seinem interessanten Vortrag, welcher unter dem Motto „Unseren Glauben verstehen“ stand, ging Dr. Türk der Frage nach, wie das Verhältnis der Menschen zu Gott ist. Gott ist nicht Kumpel, gleichzusetzen mit Geschöpflichkeit, sondern der Unfassbare, der Allmächtige und Allwissende. Dass der Glaube nichts Selbstgemachtes oder Erfundenes ist, machte er an vielen Beispielen deutlich. Der Glaube muss dem Menschen zugesagt werden und deshalb kommt der Glaube vom Hören. Viele Geschichten um Jesu, das Alte Testament und die Kirchengeschichte belegen das. „Der Glaube kommt vom Hören auf das Wort Gottes“. Diese Tatsache war gleichsam die Kernaussage seiner Ausführungen.
Dr. Türk wies darauf hin, dass der Glaube nicht von äußeren Zeichen oder Wundern abhängen darf, sondern der gläubige Mensch mithilfe der Vernunft das „Mehr“ dahinter ergründen kann und soll.
Der Mensch neigt dazu, Geschöpfliches zu vergötzen, aufgrund seiner Vergänglichkeit und aus der Angst um sich selbst, sterben zu müssen.
Die christliche Botschaft, das Wort Gottes allein ist fähig, ein neues, gesundes Verhältnis zwischen Gott und den Menschen, aber auch unter den Menschen herzustellen.
Dieses neue sichtbare Verhältnis ist die wahre Kirche im heiligen Geist, da sie sich allein durch die sichtbare Wirkung des Wortes Gottes und nicht aus natürlichen Vorgegebenheiten ableiten lässt.
Nach einer Fragerunde bedankte sich Dekan Kajetan Steinbeißer bei dem Referenten für den Vortrag, der in seinem hohen theologischen Gehalt und Niveau zum Weiterdenken anregt. Allen Anwesenden wünschte er eine gesegnete Karwoche und ein frohes Osterfest.

Tobias Reiter

DIES in Perlesreut - Dekanatsübergreifende Organisationen (KDFB, KEB, KCV)

Am Donnerstag den 21. Februar 2013 trafen sich die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen des Dekanats Freyung-Grafenau zum DIES in Perlesreut.
Im Anschluss an die Vesper in der Perlesreuter Pfarrkirche fand die Versammlung im stilvollen Ambiente des Gasthauses Hafner statt.
Diesmal stellten in Form von drei kurzen Vorträgen Frau Annemarie Ederer, Frau Veronika Emmer und Herr Josef Bauer die jeweiligen vielfältigen Aufgaben und Tätigkeitsfelder des Kath. Frauenbundes, der Kath. Erwachsenenbildung und des Kreiscaritasverbandes dar und informierten über den jeweils aktuellen Stand.
Weitere Themen waren u.a. der Eucharistische Kongress in Köln wohin ein Bus vom Dekanat eingesetzt werden soll, sowie das neue Gotteslob, welches am 1. Adventssonntag eingeführt wird.

Tobias Reiter

DIES in Waldkirchen - 17.01.2013
50 Jahre II. Vatikanisches Konzil - So war das mit dem Konzil

Am Donnerstag den 17. Januar fand in Waldkirchen der DIES für das Dekanat Freyung/Grafenau statt.
Nach der feierlichen Vesper in der Stadtpfarrkirche Waldkirchen versammelten sich die hauptamtlichen Mitarbeiter des Dekanats unter dem Vorsitz von Dekan Kajetan Steinbeißer aus Grafenau im benachbarten Pfarrheim zu Sitzung und Vortrag.
Als Referent konnte Josef Dirnbeck gewonnen werden. Theologe und Mitglied des österreichischen PEN-Clubs.
Er lebt als freier Schriftsteller in Wien und Nürnberg und veröffentlichte u. a. im Pattloch Verlag und wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.
Das Thema seines Vortrages war: „50 Jahre II. Vatikanisches Konzil“- So war das mit dem Konzil.
Darin erklärte der Schriftsteller und Theologe, welcher als 14jähriger Ministrant das damalige zwei Jahre dauernde Großereignis in Rom mit großer Begeisterung verfolgte, dieses pointiert und humorvoll.
Er erklärte, worum es bei diesem Konzil eigentlich ging und erschloss, was es letztlich gebracht hat.
Seine Ausführungen lockerte Dirnbeck auf durch so manch interessante Beispiele und durchaus amüsanten Hintergrundgeschichten.
Im Anschluss an den Vortrag dankte Dekan Kajetan Steinbeißer sowohl dem Gastreferenten für den interessanten Vortrag als auch dem Stadtpfarrer und Prodekan von Waldkirchen für die Gastfreundschaft und freundliche Aufnahme in seinem Pfarrheim.

Tobias Reiter

 

DIES im Dezember in Freyung - 12.12.2012
Planung für 2013

   

Das monatl. Treffen der hauptamtlichen, kirchlichen Mitarbeiter im Dekanat der sogenannte DIES, fand im Dezember im Altdekanat Freyung statt. Die Zusammenkunft wurde mit einer gemeinsam gebetenden Vesper in der ehemaligen Schulkapelle Aigenstadl eröffnet.
Zum Werdegang und zur Geschichte der Kapelle erklärte Stadtpfarrer Josef Wagmann
einiges. So z.B. war während der Blütezeit des Karbidwerkes die Planung einer eigenen Pfarrei angedacht.  Dann ging es nach Falkenbach zum „Danibauer“. Nach der Begrüßung durch Dekan Kajetan Steinbeißer folgten Namenstag- und Geburtstagsglückwünsche für die im Dezember Betroffenen.
Der Dekan, der für dieses Treffen auch verantwortlich zeichnet, gab zunächst die anstehenden Termine weiter. Inhaltlich wurde aber auch schwerpunktmäßig das Programm und die Vorschau des kommenden Jahres durchgesprochen. So ist z.B. geplant im kommenden Jahr wieder eine Werksbesichtigung durchzuführen. Der Personalreferent der Diözese Passau Dompropst Hans Striedl sollte eingeladen werden. Außerdem wird ein DIES geplant bei dem ein Referent des religionspädagogischen Seminars Passau über den neuen Lehrplan referieren sollte.
Der Musikdirektor der Diözese Dr. Marius Schwemmer wird den DIES am 13. Juni 2013 in Freyung bestreiten.  In der Fastenzeit ist ein Einkehrtag für alle Hauptamtlichen geplant.
Nach der Terminplanung war das Jugendbüro des Dekanates an der Reihe.
Jugendreferentin Petra Majunke informiert über die verschiedenen Aktivitäten des Jugendbüros. Sternsinger-Aktion, Ministrantenturnier und im Juni dann die große  72 Stunden –Aktion werden Themenschwerpunkte des kommenden Jahres sein.
Die Jugendreferentin rief zur regen Teilnahme der Jugendlichen an den  diversen Angeboten auf.
Dekanatsratsvorsitzender Ludwig Kern wies im Zusammenhang auf die Verleihung der Stephanusplakette am Fest des Hl. Stephanus (26. Dezember) darauf hin, dass für das kommende Jahr 2013 mögliche Vorschläge frühzeitig gemeldet werden sollten.
Dekan Steinbeißer bedankte sich für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr
und wünschte allen Priestern, Diakonen und kirchlichen Mitarbeitern gesegnete Feiertage und
ein gutes Neues Jahr.
                                                                                                                                    Tobias Reiter

 

Kapiteljahrtag des Dekanats Freyung-Grafenau - 22.11.2012
„Das Sterben gehört zum Leben dazu“

Grafenau- Am 22. November 2012 trafen sich Priester, Diakone und Laienmitarbeiter des Dekanats Freyung - Grafenau in der Stadtpfarrkirche Grafenau um gemeinsam mit den Gläubigen der verstorbenen Priester und Laienmitarbeiter zu gedenken.
Um sich der Verstorbenen zu erinnern und ihrer zu gedenken feierten die anwesenden Gläubigen, unter der Leitung von Dekan Kajetan Steinbeißer, um 19 Uhr ein Requiem in der Stadtpfarrkirche „Maria Himmelfahrt“. Für den würdevollen musikalischen Rahmen sorgte der Kirchenchor.

In seiner Predigt ging Dekan Steinbeißer auf das Thema „Leben mit dem Tod“ ein, das zur Zeit in den Medien als Themenwoche sehr präsent ist. „ Das Sterben gehört zum Leben dazu“, ist eine Weisheit, eine Realität, die aber noch viel zu wenig als solche wahrgenommen wird, trotz steigender Wertschätzung der Begleitung sterbender Menschen und deren Angehörigen. Das Jungsein, Fitness, Gesundheit usw. sind die Ideale,  und wer die nicht erfüllen kann, auf Grund von Krankheiten, Alter oder anderen Umständen, wird zunehmend an den Rand gedrängt.
Aber gerade in schwierigen Phasen eines Lebens- die Begleitung eines sterbenden Menschen, Trauernden Trost spenden- ist es Auftrag der Priester und Laienmitarbeiter,  den Betroffenen zur Seite zu stehen und Trost zu spenden. „In dieser „Begleitsituation“ haben wir die Möglichkeit, so der Dekan weiter in seiner Predigt, den Menschen die Botschaft der Hoffnung weiterzugeben, denn nur der Glaube an die Auferstehung beinhaltet die Hoffnung auf ein Wiedersehen.
Im Gedenken an die verstorbenen Priester, Diakone und Laienmitarbeiter wird uns und allen Mitfeiernden auch wieder bewusst, dass sie selbst oft für Sterbende und trauernde Angehörige da waren, sie begleitet haben und gerade eben diese Hoffnung zu den Menschen getragen haben. Die Gebete sind an den gerichtet, der sie aus dem Leben ins Leben gerufen hat: Gott selber.

Im Anschluss an das Requiem folgten viele der Einladung, sich im Gasthaus „Jägerwirt“ zu treffen. Bevor es zum gemütlichen Teil übergehen konnte, informierte Dekan Steinbeißer über die Dekanekonferenz und gab einen kurzen Überblick bzgl. der als nächstes anstehenden Termine, unter anderem verwies er auf den am 12. Dezember 2012 in Freyung stattfindenden „Dies“.
In gemütlicher Runde ließen dann die Priester, Diakone und Laienmitarbeiter den Abend ausklingen. 

  
          Matthias Koller

In den Spuren des Fischers
Recollectio der Priester und Diakone des Dekanates - 20.09.2012

      

Grafenau.  Am Beginn des neuen Schuljahres kamen am Donnerstag die Priester und Diakone des Dekanats Freyung – Grafenau zur „Recollectio“ (Besinnungstag) zusammen. Dieses mal jedoch nicht im Pfarrheim (da die dortigen Renovierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind), sondern im Saal des Gasthauses Jägerwirt. Als Referenten begrüßte Dekan Kajetan Steinbeißer in diesem Jahr Pater Mirko Legawiec von den Paulinern in Passau-Maria Hilf. Dieser betrachtete in seinem Vortrag das Leben und Wirken des heiligen Apostels Petrus anhand des Johannesevangeliums und brachte es in Verbindung mit den Erfahrungen der Priester und Diakone in den Pfarreien. Er gebrauchte dabei u.a. die Geschichte von den Jüngern, die Jesus in einem Boot auf den See vorausschickt, wo diese mit dem Sturm zu kämpfen haben, während jener sich auf einen Berg zum stillen Gebet zurückzieht. Jesus schickt seine Jünger/ Priester nicht in ein paradiesisches Leben; er lässt sie aber letztlich nicht allein: Über das Wasser geht ihnen Jesus nach, offenbart sich ihnen dadurch als Gottessohn und bestätigt, als er Petrus, der ihm auf den Wellen entgegengehen will und scheitert, rettet, dass jeder der in seiner Nähe bleibt, nicht untergehen kann. Mit verschiedenen Episoden aus dem Alltag verfeinerte Pater Mirko seinen höchst interessanten Vortrag dann noch und erklärte, dass man sich eine Berufung nicht einfach nehmen, sondern nur von Gott erhalten kann – wie er selbst erfahren durfte. Der Dekan dankte am Ende dem Referenten für seine spannenden Ausführungen und übereichte ihm dafür ein kleines flüssiges Präsent.

Bei diesem Anlass begrüßte Dekan Steinbeißer auch die neuen Priester im Dekanat: Pfarrer Christian Thiel (Neureichenau), Pfarrvikar Binoy Xavier (Thurmansbang), Pfarrvikar Anthony Fernandez Gudipalli (Preying), Kaplan Hermann Schächner (Grafenau), sowie Praktikant Tobias Reiter (Grafenau), der im nächsten Jahr das Sakrament der Priesterweihe empfangen wird.

Abgeschlossen wurde der gemeinsame Recollectiotag mit Kaffee und Kuchen und einer feierlichen, gesungenen Vesper im Chor der Stadtpfarrkirche.

Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dekanat trafen sich am selben Tag im Pfarrheim Röhrnbach zu einem Einkehrtag, der unter dem Thema „Zeit zum Atemholen“ stand. Als Referentin fungierte dort Sr. Franziska Mitterer aus Passau.

 Michael Zellner (zm)

 

Auf den Spuren von Willibald und Walburga
Dekanatsausflug nach Eichstätt - 16.07.2012

Freyung / Eichstätt.  Am vergangenen Montag unternahmen Priester und Mitarbeiter des Dekanats Freyung-Grafenau ihren alljährlichen Dekanatsausflug. Durch das romantische Altmühltal ging es in diesem Jahr in die alte Bistumsstadt Eichstätt. Der Apostel der Deutschen, der heilige Bonifatius, gründete hier ein Benediktinerkloster, von dem aus ein Brückenbistum am Schnittpunkt der Stammesgebiete der Bajuwaren, Franken und Alemannen entstehen sollte. Mit dessen Leitung beauftragte er seinen Neffen, den heiligen Willibald, den er 741 zum Bischof weihte. Das Grab dieses großen Seelsorgers und ersten Bischofs von Eichstätt im Hohen Dom war das erste Ziel der Reisegruppe. Dazu gehörte natürlich auch die Besichtigung des berühmten „Moratoriums“ im Domkreuzgang, einer gotischen Grablege für die hiesigen Domherrn. Vom Dom ging es weiter zur barocken und frisch renovierten Schutzengelkirche, in der 567 Engel die Besucher von Altären, Balkonen und Balustraden aus grüßen. Im Gasthaus „Zur Trompete“ hinter der Schutzengelkirche war dann für die leibliche Stärkung gesorgt, denn es wartete noch ein weiter Weg auf die etwa 60 Personen starke Gruppe. Vorbei an der ehemaligen Augustiner-Chorfrauenkirche „Notre Dame de Sacre Coer“ ging es zur alten Benediktinerinnen-Abtei St. Walburg, wo Äbtissin Franziska Kloos die „müden“ Pilger bereits herzlich begrüßte. Außer der Abteikirche wurde hier auch das Grab der Schwester Willibalds, der heiligen Walburga, besucht, das schon seit Jahrhunderten viele Wallfahrer anzieht. Die Besonderheit dieser Wallfahrt ist das sogenannte „Walburgisöl“, ein reines Wasser, das sich in den Wintermonaten an der Bodenplatte des Reliquienschreins der Heiligen bildet, und aufgrund seiner Heilkraft so genannt wird. Viele Mitfahrer ließen sich darum die Möglichkeit nicht nehmen, diese kleine Besonderheit mit nach Hause zu nehmen. Nach einer anschließenden Kaffeepause am Willibaldsplatz, wurde die schmucke Barockstadt an der Altmühl in Richtung Abensberg wieder verlassen.
Unterwegs wurde ein Zwischenstopp eingelegt bei der alten Salvatorwallfahrt Bettbrunn. Besonders freute sich über den Besuch aus seiner Heimat der dortige Pfarrer Johann Kauschinger, gebürtig aus Ruhmannsfelden bei Regen, der eine sehr interessante und lustige Führung durch die barocke Wallfahrtskirche gab.
Überschattet wurde der schöne Ausflug jedoch von der traurigen Nachricht vom plötzlichen Tod der langjährigen Grafenauer Pfarrsekretärin Resi Marschick. Ihr, welche mit ihrer Schwester Marianne gerne an dem Ausflug teilgenommen hätte, gedachte man in Bettbrunn mit einem gemeinsamen Rosenkranzgebet.
Letzte Station war dann in der Spargelstadt Abensberg, wo im Brauereigasthof „Zum Kuchlbauer“ für das Abendessen bestens gesorgt war. Wenn auch die Ankunft in der Heimat erst gegen Mitternacht war, so war es doch ein interessanter und erlebnisreicher Tag auf den Spuren der heiligen Geschwister Willibald und Walburga.

Michael Zellner (zm)

  

Klingenbrunn. Der Dekanatsfatimatag in Klingenbrunn stand heuer unter einem guten Stern. Bei entsprechender Witterung – es tröpfelte nur ein wenig – konnte die Lichterprozession mit gut 100 Pilgern zur Fatimakapelle am Waldesrand stattfinden. Die Mitglieder des Pfarrgemeindrates Klingenbrunn trugen dieses Mal die Fatimastatue und Pfarrer Johann Pöppel übernahm wie immer die Rolle des Vorbeters. Zuvor aber wurde in der Kirche der Gottesdienst abgehalten. Pfarrer Erwin Jaindl aus Haus im Wald erinnerte in seiner Predigt an den Vergleich, dass Maria auch der Tempel Gottes genannt werde. Warum diese Botschaft so wichtig für die Christen sei, möge auch seinen Grund darin haben, dass im Tempel von Jerusalem damals das Wichtigste aufbewahrt wurde, nämlich die Bundeslade mit den steinernen Gesetzestafeln der zehn Gebote, führte der Prediger weiter aus. Die Gottesmutter als Symbol und Hüterin dieses Vermächtnisses mache sie somit selbst zum Vorbild für alle Christen und seine Bitte gehe deshalb an alle Zuhörer, der Gottesmutter im Streben, die zehn Gebote einzuhalten, nachzueifern.
Organist Josef Wilhelm war verantwortlich für die musikalische Gestaltung dieser Marienfeier zum Dekanatsfatimatag in Klingenbrunn.

 

Im Glauben über Grenzen hinweg verbunden - 21.06.2012
Treffen der Verantwortlichen  der Dekanate Freyung-Grafenau und Prachatitz

Dreisessel.  Zu einem interessanten Tag der Begegnung kam es am Donnerstag im Dreiländereck. Dort trafen sich Priester, Diakone und Mitarbeiter des Dekanats Freyung-Grafenau mit Vertretern des tschechischen Nachbardekanats, des Vikariats Prachatitz/ Prachatice, zu einem gemeinsamen Nachmittag au dem Dreisessel. Ausgewählt wurde dieser Ort nicht nur wegen seiner grenznahen Lage, sondern auch aufgrund der Johann Nepumuk Neumann-Kapelle am Hochstein, wo das Treffen mit einer gemeinsamen deutsch-tschechischen Vesper begonnen wurde. Johann Nepumuk Neumann, Bischof von Philadelphia, war gebürtiger Böhmerwäldler aus Prachatitz und gilt als völkerverbindender Heiliger. Im Anschluss an die Vesper folgte ein Kennenlernen und Besammensein im Dreisesselschutzhaus. Dekan Kajetan Steinbeißer begrüßte alle herzlich und erklärte seine Freude über die zahlreiche Teilnahme. Ein solches Treffen mit dem benachbarten Vikariat Prachatitz war ihm schon immer ein großes Anliegen. Sein Gruß galt allen Gästen aus Tschechien, besonders seinem Amtskollegen, dem Vikar und Pfarrer von Prachatitz Josef Slá?ík. Im Anschluss stellte Monsignore Michal Pulec, Pfarrer von Winterberg/Vimperk, der die deutsche Sprache gut beherrscht, das Vikarat Prachatitz vor. So hat das Vikariat 37 Pfarreien (Dekanat Freyung-Grafenau: 40 Pfarreien, 2 Exposituren). Die tschechischen Pfarrer haben große Pfarrverbände zu leiten. So betreut Pulec zusammen mit seinem Diakon z.B. elf Pfarreien (Winterberg, Nitzau/Nicov (u Stach), Svatá Ma?í, Huschitz/Šumavské Hoštice, Obermoldau/Horní Vltavice, Korkushütte/Korkusova Hut?, Außergefield/Kvilda, Kaltenbach/Nové Huté, Stachau/Stachy, Kuschwada/Stražný, Ztikau/Zdíkovec), drei davon müssen jedoch als „tot“ bezeichnet werden, so der Pfarrer. Nicht selten muss ein Pfarrer auch Pfarreien in zwei Vikariaten betreuen. Dass ein Pfarrer so viele Pfarreien zu betreuen hat, führt natürlich dazu, dass in manchen Pfarreien nur einmal im Monat ein Gottesdienst abgehalten werden kann. Katholiken und Nichtkatholiken sind in Tschechien oft schwer zu zählen. Viele kommen zwar zur Taufe, aber dann erst wieder zur Beerdigung. Die Leute sind zwar interessiert, was sich in der Kirche tut, aber gehen nicht in die Kirche. Pfarrer Pulec hatte 2011 ca. 40 Taufen in seinen Pfarreien, 2012 ist er gerade erst bei 15. Beerdigungen sind ebenfalls etwa 40; der Messbesuch in Winterberg liegt bei etwa 120 Personen. Der Religionsunterricht in Tschechien ist freiwillig und wird nachmittags, außerhalb der Schulzeit angeboten. Etwa 100 Schüler besuchen ihn wöchentlich in Prachatitz.
Anschließend hatte jeder die Möglichkeit, Fragen an die anwesenden tschechischen Gäste zu stellen. Als Dolmetscherin agierte dankenswerterweise Sieglinde Kralik aus Eleonorenhain / Lenora. Dekan Steinbeißer stellte dann das Dekanat Freyung-Grafenau und seine Mitarbeiter den Freunden aus Tschechien vor und dankte am Ende allen für ihr Interesse. Sein Dank galt an dieser Stelle besonders auch dem langjährigem Leiter des Kreisbildungswerks, Alois Seidl, der sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ihm wünschte der Dekan eine stabile Gesundheit, die ihn noch lange in diesem Lebensabschnitt hinein begleiten möge.
Damit eine gute Nachbarschaft zwischen Tschechen und Deutschen auch weiter wachsen und reifen kann, läd Franz Einberger, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Hohenau, zum diesjährigen Pilgergottesdienst bei der Fastner-Kapelle in Buchwald / Bu?ina am 14. Juli, um 14.30 Uhr, der Pfarrer Bernhard Kraus vom Pfarrverband Mauth und ein tschechischer Pater gemeinsam mit Gläubigen aus beiden Ländern feiern werden. Anschließend besteht noch die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Treffen und Austausch im Hotel Bu?ina.
Nur durch solche gemeinsamen Aktionen können die Wunden der Vergangenheit geheilt und an eine Zukunft in Freundschaft und Miteinander gedacht werden.

Zellner Michael (zm)
 

 

Werbung um junge, musische Kräfte in den Pfarreien - 09.05.2012
DIES beschäftigt sich mit Kirchenmusik und anderen Themen

Schönberg.  Mit dem Ziel, sich nicht nur in den drei Stadtpfarreien des Dekanates zu treffen, versammelten sich am Mittwoch die Priester, Diakone und Mitarbeiter in diesem Monat in dem schön gelegenen Marktflecken im Herzen des Bayerischen Waldes.  Beginn war in der gotischen Pfarrkirche St. Margareta mit dem Gebet der Vesper, dieses mal mit einer musikalischen Einführung: Robert Pernpeintner, Regionalkantor für die Gebiete Regen, Grafenau und Freyung, probte mit den Anwesenden die Teile Hymnus, Responsorium und Magnifikat-Antiphon gesanglich, womit die Vesper dann musisch bereichert wurde. Auch beim anschließenden Treffen im Pfarrsaal, wandte sich Pernpeintner an die DIES-Gemeinschaft und bat um Nachwuchswerbung für den Bereich der Kirchenmusik. Angesprochen sollten dabei besonders Kinder und Jugendliche werden. Interessenten, die gerne als Organist/-in oder Kantor/-in in ihrer Pfarrei tätig werden wollen, können sich jederzeit bei ihm melden. Zudem bietet das Kirchenmusikreferat der Diözese Passau auch zahlreiche Kurse an, u.a. einen Orgelschnupperkurs von 31. Juli bis 3. August in der Dreiflüssestadt. Danach informierte Pfarrer Erwin Jaindl über aktuelle liturgische Themen, welche z.Zt. vielleicht nicht „alle“, aber „viele“ beschäftigen. U.a. berichtete der Pfarrer des Pfarrverbands Preying dabei auch über das neue Gotteslob, das voraussichtlich zum Advent 2013 erscheinen wird. In den anschließenden pastoralen Absprachen hatten die einzelnen Mitglieder die Möglichkeit, ihre ganz persönlichen Anliegen in die Runde zu bringen. Zum Abschluss stellte Jugendseelsorger Hubertus Sterflinger noch das neue Büchlein „FEELseitig“ (das Leben in allen Facetten) vor, das ab sofort zum Schnäppchenpreis von 5 € im Jugendbüro Freyung erhältlich ist und erwähnte zudem bereits die Einladung  zum Dekanatsjugendtag am 7. Juli in Riedlhütte. Ein besonderer Dank galt am Ende dem Schönberger Pfarrer Michael Bauer und seinem Team, welche die Gäste reichlich mit verschiedenen Getränken, kleinen Häppchen und Kuchen versorgt hatten.

Michael Zellner (zm)

 

Dienst der Kirche in den Schulen und am Unfallort - 19.04.2012
Treffen der Mitarbeiter des Dekanats zu diesem Thema

Freyung.  Vorige Woche trafen sich wieder die Priester, Diakone und Mitarbeiter des Dekanates Freyung-Grafenau zum monatlichen DIES. Als Referent war Dr. Hans-Peter Eggerl aus dem diözesanen Schulreferat in Passau gekommen. Er informierte die Anwesenden u.a. über den neuen Lehrplan für den Religionsunterricht in Grund- und Mittelschulen und über die Planungen der Diözese bzgl. einer guten Firmvorbereitung. Ein weiteres Thema war die Verteilung der Lehrkräfte: Nach wie vor hat die Kirche das Vorrecht bei der Erstbesetzung in Grund-, Haupt- und Förderschulen. Eggerl gab den Anwesenden die Möglichkeit zur Diskussion oder mit Fragen, Wünschen und Problemen an ihn heranzutreten. In einem kurzen, aber informativen Bericht sprach dann Diakon Hubert Frömel über die Zusammenarbeit der Notfallseelsorge (NFS) mit dem Kriseninterventionsdienst (KID), welche als sehr konstruktiv bezeichnet werden kann. Durch monatliche Treffen wird das gemeinsame Miteinander gefestigt. Der Dank des Dekans galt zum Schluss allen, welche im Bereich der Notfallseelsorge und des Schulunterrichts tätig sind. Er verwies auch auf das Jubiläum „40 Jahre Landkreis Freyung-Grafenau“, an dem sich auch das Dekanat beteiligen wird und zwar mit einem Festgottesdienst am 1. Juli in der Grafenauer Stadtpfarrkirche und mit einer Meditation auf dem Lusen („Dem Himmel nahe sein“) am 28. Juli. Eine herzliche Einladung erging auch noch einmal von Jugendseelsorger Hubertus Sterflinger zur Fahrt des Jugendbüros Freyung-Grafenau in der zweiten Pfingstferienwoche nach Taizé in Frankreich. Wer daran Interesse hat, kann sich bei ihm oder seiner Kollegin Petra Majunke melden. Bei diesem interessanten Nachmittag durfte natürlich auch der „Draht nach oben“ nicht fehlen, der wieder von Pfarrer Erwin Jaindl mit dem Gebet der Vesper gestaltet wurde.

Michael Zellner (zm)

 

Was sich im Bistum alles tut - 22.03.2012
Generalvikar Metzl besucht den DIES und stellt sich den Fragen der Anwesenden
 

Grafenau. Am Donnerstag versammelten sich im Pfarrheim der Säumerstadt wieder Priester, Diakone und Mitarbeiter des Dekanates Freyung-Grafenau zum DIES, den sie mit dem gemeinsamen Stundengebet der Vesper begannen. Besonderer Gast war diesesmal Generalvikar Dr. Klaus Metzl aus Passau, welchen Dekan Kajetan Steinbeißer herzlich willkommen hieß. Er stellte sich den Fragen und Sorgen der Anwesenden und referierte zu gewünschten Themen. Eines von ihnen war u.a. die Frage, ob es in einem Verband aus mehreren Pfarreien von Vorteil für die Mitarbeiter wäre, anstatt einzelner, einen Gesamtpfarrgemeinderat zu bilden. Im Dekanat wurde dies bereits im Pfarrverband Waldkirchen auf Probe durchgeführt. Hier besteht auch der Wunsch, dieses Projekt weiter so bestehen zu lassen. In den meisten anderen Pfarreien der Diözese wurde jedoch das Anliegen geäußert, das bisher übliche System, dass jede Pfarrei ihren eigenen Pfarrgemeinderat hat, beizubehalten. Deshalb werden vorerst keine weiteren Gesamtpfarrgemeinderäte eingerichtet. Der Generalvikar ging auf alle Fragen der Anwesenden gerne ein, scheute keine Diskussion und war auch nach dem Treffen noch zu Gesprächen bereit, wozu ihm Dekan Steinbeißer im Namen aller besonders dankte. Ein weiterer Punkt in der Tagesordnung war die Bitte des Kirchenmusikreferenten für das Altdekanat Waldkirchen, Gerhard Berger, um Werbung in den Pfarreien bzgl. Chorleiter, Organisten und Kantoren. Interessenten könnten sich bei ihm melden. Hubertus Sterflinger vom kirchlichen Jugendbüro FRG, lud noch einmal zum diözesanen Weltjugendtag „Here2Hear“ am Palmsonntag in Passau, zur Musicalfahrt „Starlight Express“ mit dem Jugendbüro nach Köln und Bochum vom 10. bis 13. April (Teilnahme ab 14 Jahren, Kosten 200 €) und zu einer Fahrt nach Taizé in der zweiten Pfingstferienwoche ein. Wer Interesse hat, kann sich bei ihm oder seiner Kollegin Petra Majunke melden.
Der besondere Gruß des Dekans und aller Anwesenden galt bei diesem DIES auch den neuen Gesichtern in der Runde: Dem erst vor kurzem eingeführten Pfarrer des Pfarrverbands Mauth-Finsterau, Bernhard Kraus, und dem neuen Pfarrvikar von Spiegelau, Francis Pinnaka.

Michael Zellner (zm)
 

Kompetenz im Detail - 23.02.2012
Mitarbeiter aus dem Dekanat Freyung-Grafenau besuchen PARAT-Werk

Neureichenau. Pfarrer Klaus Hoheisel eröffnete in der Pfarrkirche den diesmaligen DIES, indem er die Priester, Diakone, Mitarbeiter und –innen des Dekanats in seinem Pfarrverband herzlich willkommen hieß und sie über das imposante Gotteshaus, einem glänzenden Zeugen des Kirchenbaueifers der „Sailer-Ära“ (1832/40), informierte. Im Anschluss daran beteten die Anwesenden gemeinsam die Vesper, welche wieder von Pfarrer Erwin Jaindl vorbereitet worden war, und fuhren dann von der Pfarrkirche zum PARAT-Werk weiter, wo sie von Personalleiter Johann Ederer begrüßt und mit Kaffee und Kuchen bestens verköstigt wurden. In einem interessanten Vortrag stellte er den Zuhörern die Firma PARAT vor, welche heute aus fünf Niederlassungen in vier Ländern und mit 893 Mitarbeitern (davon knapp 400 in Neureichenau) besteht. Neben Koffer und Taschen (z.B. Werkzeug- und Notebookkoffer) ist PARAT auch für die Herstellung verschiedener Einzelteile für das Cabrio-Automobil, Caravan-Reisemobile oder für Nutzfahrzeuge wie Traktoren, LKWs und Baumaschinen zuständig. Dabei beliefert das Unternehmen auch große Firmen wie z.B. Audi, BMW, Knaus oder Bosch-Siemens. Trotz der Insolvenz vor zwei Jahren hat sich das Unternehmen inzwischen wieder gut erholt und bietet neben Praktikums- auch verschiedene Ausbildungsplätze an (z.B. Mechatroniker/in oder Werkzeugmechaniker/in). Dringend bräuchte das Unternehmen wieder junge Feinsattler, so Ederer in seinen Ausführungen, zumal die derzeitigen in den nächsten Jahren aus Altersgründen aus dem Betrieb ausscheiden werden. Im Anschluss an den Vortrag führte Ederer die Gruppe durch das Betriebsgelände und stand für alle Fragen gerne zur Verfügung. Am Ende bedankte sich Prodekan Bruno Pöppel im Namen aller Anwesenden bei Johann Ederer für die interessante Vorstellung der PARAT-Werke: Zukünftig würde er beim Kauf eines 6er BMW immer daran denken, dass bestimmte Teile des „Flitzers“ bei PARAT in Neureichenau hergestellt wurden. Der Firma kann das Dekanat nur wünschen, dass sie sich weiterhin so gut entwickelt und dabei auch in Zukunft vielen Menschen in der Region einen sicheren Arbeitsplatz ermöglicht.

Michael Zellner (zm)

 

Damit Kinder auch weiterhin Gott erfahren lernen
Dr. Bär spricht vor dem DIES am 19.01.2012 über die Zukunft kirchlicher Kindertagesstätten

 

Waldkirchen. Am Donnerstag, den 19. Januar, trafen sich die Priester, Diakone und hauptamtlichen Mitarbeiter des Dekanats Freyung-Grafenau zum DIES. Am Beginn stand wieder das gemeinsame Gebet der Vesper in der Pfarrkirche, welches der Liturgiebeauftragte des Dekanats, Pfarrer Erwin Jaindl, vorbereitet hatte. Bei der anschließenden Sitzung im Saal des Pfarrheims begrüßte Kajetan Steinbeißer alle Anwesenden und entbot ihnen die besten Wünsche für das Neue Jahr 2012. Neben der Bekanntgabe der nächsten DIES-Termine, gab der Dekan auch die Bestellung von Helene Mück als neue Sekretärin des Dekanats bekannt, welche die Nachfolge von Luise Eder angetreten hatte, die sich in den wohlverdienten Ruhestand zurückgezogen hat.
Als Referent war zum diesmaligen DIES Domdekan Dr. Michael Bär gekommen, Vorstand der diözesanen Caritas. Er sprach zum Thema „Kindergartenlandschaft im Dekanat – wie soll es weitergehen?“ Mit der Einführung des BayKiBiG (Bayerisches Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz) am 1. August 2005 wurden die örtlichen kirchlichen Träger von Kindertagesstätten erheblich stärker belastet als zuvor. Da das Bistum Passau die kirchliche Trägerschaft über ca. 220 Kindertagesstätten (etwa ein Drittel Caritas-Trägerschaften und zwei Drittel Pfarrkirchenstiftungsträgerschaften) behalten möchte, um auch weiterhin dieses Feld der kirchlichen Pädagogik, der angewandten Caritas und der Seelsorge eigenverantwortlich zu gestalten, ist eine entscheidende Reformen von Nöten. An einem sogenannten „Entlastungsmodell“, das vorsieht, kirchliche Träger von Kindertagesstätten nachhaltig durch einen regionalen Geschäftsführer von Verwaltungsaufgaben zu entlasten, wird deshalb z.Zt. gearbeitet. Während dieses interessanten Vortrags hatten die Anwesenden immer auch die Möglichkeit, dem Referenten persönliche Fragen zu stellen.
Nach dem Vortrag berichtete Dekan Steinbeißer, dass die wöchentliche PNP-Serie „Sie zeigen ihren Glauben“ zum Februar beendet wird. An deren Stelle werden sich zukünftig die Pfarreien und Exposituren des Dekanats mit ihren Pfarrern und Mitarbeitern in Wort und Bild in alphabetischer Reihenfolge vorstellen. Zudem informierte Steinbeißer auch über die Schneekirche Mitterfirmiansreut und sprach an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt´s Gott“ allen Helfern dieser Aktion aus. Sein Dank galt aber außerdem allen Priestern, welche im Pfarrverband Röhrnbach während des Ausfalls von Pfarrer Markus Krell ausgeholfen haben. Diesem, der seit Anfang Januar wieder in seinem Pfarrverband tätig ist, wünscht das Dekanat weiterhin alles Gute!

Michael Zellner (zm)

 

Bereit sein für Gottes Wort
„Priester-DIES“ mit Bischof Wilhelm Schraml am 01.12.2011 in Grafenau

Grafenau. Am Donnerstag trafen sich die Priester und Ständigen Diakone des Dekanats Freyung-Grafenau mit dem Passauer Bischof Wilhelm Schraml zum „Piester-DIES“. Zu Beginn wurde in der Stadtpfarrkirche gemeinsam das Abendlob, d.h. die Vesper, gebetet. Bereits während dieses Gebetes wandte sich der Bischof in einer kurzen Homilie an die Anwesenden und gab ihnen drei Worte mit auf den Weg: 1. „Tu ad esto“ (sei du dabei) – Priester sind niemals allein, denn Gott selbst ist bei ihnen. 2. „Ora pro me“ (bete für mich) – füreinander beten, aber auch Jesus selbst tritt für die Priester beim Vater ein. 3. „sanctifica pro me“ (heilige dich für mich) – Priester sollen ein Vorbild an Heiligkeit für ihre Gemeinden sein, denn wenn sie lahm werden, vegetiert auch das Bistum dahin.
Nach der Vesper versammelten sich die Priester und Diakone in einer geschlossenen Runde mit ihrem Bischof, wobei sie die Möglichkeit hatten, mit ihm über verschiedene Anliegen und Sorgen zu sprechen; wie Bischof Schraml selbst danach sagte, „bewegende Stunden“.
Abgeschlossen wurde der gemeinsame Tag mit der Roratemesse am Abend. Schon zuvor haben sich Bischof, Priester und Gläubige der Pfarrei für eine halbe Stunde vor dem Allerheiligsten versammelt, um für die Diözese und um neue Priester zu beten. In seiner Predigt beim Gottesdienst stellte Bischof Schraml besonders Maria, die große Frau des Advents, in den Mittelpunkt. Als der Erzengel Gabriel zu ihr trat und ihr den Auftrag Gottes an sie verkündete, sprach sie ihr „fiat“ (es geschehe), das Wort eines Menschen, der offen, bzw. bereit ist für Gott. Ein Wort, das höchste Anstrengung verlangt und das Gegenteil von Trägheit und Bequemlichkeit ist. Maria lässt durch ihr „fiat“ Gott in ihr Herz hinein; dazu gehört viel Vertrauen und Glauben. Denn als sie das erste mal ihr „fiat“ spricht, weiß sie noch nicht, wie ihr Weg werden wird, aber sie vertraut und folgt ihrem Sohn Jesus – sogar bis unter das Kreuz, wo sie zur Mutter der Glaubenden und der Kirche wurde. Ihr Vorbild kann helfen, offen zu sein für Gottes Wort. Mit einem herzlichen „Vergelt´s Gott“ bedankte sich der Bischof bei den Priestern und Diakonen, wie sie „ihr ,fiat’ hineinbuchstabieren in ihr priesterliches Leben“ und bat die Gläubigen, sie mit ihrem Gebet zu begleiten und Gott um viele gute und treue Priester zu bitten.
Am Ende des Rorates segnete der Bischof das Dekanat und seine Christen und verabschiedete die Priester und Diakone, für die es ein bereichernder Nachmittag im Kreis ihrer Mitbrüder war.Michael Zellner (zm)

 

  „Kirche, quo vadis ?“
Kapiteljahrtag des Dekanats am 17.11.2011 in Freyung

Freyung. Am Donnerstag trafen sich die Priester, Diakone und Mitarbeiter des Dekanats Freyung-Grafenau in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, wo sie gemeinsam mit Gläubigen der Pfarrei ein Requiem feierten, um der verstorbenen Priester und Mitarbeiter des Dekanats zu gedenken. In seiner Predigt erinnerte dabei Dekan Kajetan Steinbeißer die Gläubigen an jene Zeit, in der die verstorbenen Priester noch in den verschiedenen Gemeinden des Dekanats gewirkt haben. Seitdem hat sich in Kirche und Gesellschaft viel verändert: Während die Gottesdienstbesucherzahlen um 1950 noch bei etwa 56 % lagen, so ist seither leider ein konstanter Rückgang feststellbar auf heute nur mehr etwa 10 %. Da stellt sich schon die Frage „Kirche, quo vadis (wohin gehst du)?“. Auch das II. Vaticanum und die darauffolgende Liturgiereform (u.a. deutsche Sprache in der Messe und Zelebration zum Volk) haben keine Lösung gebracht. Die vielen „liturgischen Experimente“ nach dem Konzil hatten vielmehr zur Folge, dass sie nur vom Eigentlichen weggeführt haben. Darum würden auch Neueinführungen, wie das Diakonat der Frau und der Wegfall des Zölibats, an der jetzigen Situation der Kirche in unserer reichen BRD nichts ändern. Damit die Kirche wieder aufblüht, müsste sie sich auf ihren Ursprung zurückbesinnen: Jesus Christus. Er ist die Wurzel, „radix Jesse“ – wie er im Advent wieder betitelt werden wird, die der Kirche Halt und Kraft verleiht. Früher wurde viel mehr Wert auf das Gebet und die Heilige Messe gelegt; sie sind aber heute noch genauso wichtig. Das Zentrum des Glaubens ist die Eucharistie, wozu Jesus selbst den Auftrag gegeben hat: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Aus ihr lebt die Kirche; ebenso aber auch aus dem täglichen Gebet in den Familien und dem Zeugnis für die Auferstehung.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor Freyung, der Kirchenraum gestaltet von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Sieglinde Schöffmann. Ihnen sagte der Dekan am Ende der Feier ein herzliches „Vergelt´s Gott“. Sein Dank galt aber auch Pfarrer Josef Wagmann, der die Freyunger Pfarrkirche für dieses Requiem zur Verfügung gestellt hatte und nicht zuletzt all den Seelsorgern und Mitarbeitern, die einst treu ihren Dienst im Dekanat verrichtet hatten und bereits ihre Heimat bei Gott gefunden haben.
Im Anschluss trafen sich die anwesenden Priester, Diakone und Mitarbeiter noch im Gasthaus „Passauer Hof“ zur zwanglosen Aussprache und zum gemütlichen Beisammensein.Michael Zellner (zm)