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Dekanatsrat


  

Dekanatsrat Freyung-Grafenau

Dr. Hanna Seidl, Waldkirchen (1. Vors.)
Franz Einberger, Schönbrunn/Lusen (2. Vors.)
Sabine Mandl, Kumreut (2. Stv.)
Annette Ammerl, Preying (3. Stv.)
Klaus Schreiner, Hohenau (Schriftführer/Presse)

 

 

 

Frühjahrsvollversammlung des Dekanatsrates Freyung-Grafenau - 20.04.2016

Foto: Schreiner
Von links: Gesamtpfarrgemeinderatsvorsitzender Andreas Tausch, Dekan Kajetan Steinbeißer,  Dr. Hanna Seidl und Franz Einberger bei der Übergabe eines Lindenbäumchens an Marita Sammer, Pfarrgemeinderatsmitglied aus Mitterfirmiansreut (Mitte). Dort soll es vor der Kirche eingepflanzt werden.

Böhmzwiesel (ks). Dekan Kajetan Steinbeißer begrüßte die Vertreter der Pfarreien aus dem Dekanat Freyung-Grafenau und stimmte gleich zu Beginn der Frühjahrsvollversammlung, die im Pfarrheim von Böhmzwiesel stattfand, nachdenkliche Töne an. In Bezug auf die neu renovierte Pfarrkirche von Böhmzwiesel wies er nämlich darauf hin, dass es zwischenzeitlich auch im Bistum Passau als möglich erscheine, dass hier Kirchen geschlossen werden müssten. Vor allem die engagierten Christen in der Kirche würden darunter leiden, wenn die Frohe Botschaft nicht mehr weiter gegeben werden könne, obwohl diese die einzige sei, welche über den ganzen Materialismus und die Oberflächlichkeit letztlich auch eine tragende Kraft habe. Der Dekan wies kurz auf das von Bischof Oster erschienene Buch „Gott ohne Volk“ hin, in dem dieser „in die brennende Glut“ hinein geblasen habe. Steinbeißer betonte, dass wir uns mehr und mehr wieder auf die Kraft der Spiritualität, des Geistes und des Gebetes besinnen müssten. Die 1. Vorsitzende des Dekanatsrates, Dr. Hanna Seidl berichtete, dass sich die Vorstandschaft mit dem Thema „Pfarrei 2020“ befasst habe. In diesem Bereich habe man sich auf Diözesanebene bereits in anderen Diözesen umgesehen und nach deren Konzepten nachgefragt. In der Frühjahrsvollversammlung haben sich die Anwesenden die Frage gestellt, was denn eigentlich Gemeinde ausmache. Bischof Oster sage hierzu, dass die Christen immer wieder Orte und Räume brauchten, wo diese in ihren Glauben hinein wachsen könnten. Dies müsse nicht alleine die Kirche sein. Nicht zu jeder Versammlung brauche man einen Geistlichen. Hier habe man sich ohnehin bereits davon verabschiedet, dass es in jeder Pfarrei einen Geistlichen gebe. Bisher habe man aber im Dekanat Freyung-Grafenau noch in jeder Pfarrei am Sonntag einen Gottesdienst feiern können. Dies werde aber auch im Bistum Passau – wie bereits in anderen Bistümern – mehr und mehr nicht mehr möglich sein. Darum müsse man sich überlegen, welche anderen liturgischen Formen es gebe, wo wir zusammen kommen können und wer sie leitet. Unter den Begriffen Sehen, Urteilen, Handeln erarbeiteten die Anwesenden Vorschläge, wie künftig in den Pfarreien Gemeindeleben auch ohne Priester möglich ist und welche Strukturen hierzu bereits in den Pfarreien vorhanden sind. Das Ergebnis der Gruppenarbeiten stimmte dabei positiv, da viele, bereits in den Pfarreien und Pfarrverbänden vorhandene Strukturen durch Fortbildungen ausbaufähig seien. Dekan Kajetan Steinbeißer merkte an, dass, wo es in einer Pfarrei keine Vorbeter oder sonstige Laien mehr gebe man sich um diese von hauptamtlicher Seite nicht mehr kümmern könne. Weiter meinte er, dass wir beispielsweise von der tschechischen Kirche noch viel lernen könnten. Diese seien uns – bedingt durch die kommunistische Unterdrückung – mindestens 30 Jahre voraus. Es folgten noch Berichte von der BDKJ Freyung-Grafenau sowie vom Diözesanrat. Auch wenn der Verein aufgelöst wurde besteht die Rumänienhilfe in Form der Fortführung des Spendenkontos weiter fort.

 

Termine des Dekanatsrates
09.11.2016, Herbstvollversammlung um 19.00 Uhr, Ort: wird noch bekanntgegeben!
 

"Jahr der Barmherzigkeit - Termine im Dekanat"

Fr 15.01. Freyung, Wohn- und Pflegegemeinschaft St. Gunther,18 Uhr
„Ein gelungenes Leben trotz Demenz“
Helga Rohra gibt Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt eines Menschen mit Demenz (Mitveranstalter Hospizverein)

Do 21.01. Waldkirchen, Christophorus-Haus, 10 Uhr
Segnung der renovierten ehemaligen Förderschule als Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge durch Bischof Oster

Mi 27.01. Grafenau, Pfarrsaal, 19Uhr
„Koran und Bibel“ - Eine interreligiöse Begegnung
Referentin: Dr. Andrea Pichlmeier

Fr 05.02. Freyung, Evangelische Kirche 19 Uhr
Jugendvesper

Sa 13.02. Skilift Grainet, 17 Uhr
Jugendvesper mit Siegerehrung

Sa 20.02. Ringelai, Pfarrsaal 9 - 14 Uhr (Anmeldung KEB Freyung)
„Den Reichen das Evangelium verkünden“
Anstiftung zur Barmherzigkeit im Lukasevangelium
Referentin: Dr. Andrea Pichlmeier

Di 23.02. Waldkirchen, Pfarrsaal, 19.30 Uhr
„Laudato si - Aufruf zu ökologischer Umkehr“
Referent: Josef Holzbauer

Fr 04.03. Grafenau, Stadtpfarrkirche, 20 Uhr
„24 Stunden für Gott“
Beginn mit „Nacht der Lichter in der Fastenzeit“ mit Gesängen und Gebeten aus Taizé durch das Jugendbüro und den BDKJ Freyung-Grafenau

Mi 09.03. Freyung, KEB, Abteistraße 23, 19 Uhr
„CREDO - An welchen Gott glauben Christen?“
Referent: Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner

Fr 18.03. Freyung, KEB, Abteistr. 23, 18 Uhr (Anmeldung erforderlich)
Anregungen für ehrenamtlichen Deutschunterricht für Flüchtlinge und Asylbewerber

Fr 18./Sa. 19.03. Diözesanjugendtag in Passau mit Übernachtung im „Dekanatshaus FRG“
Buntes Jugendprogramm zum Jahr der Barmherzigkeit rund um den Domplatz (auch bereits für Firmgruppen)

28.03. Waldhäuser, Lusen, oberer Wanderparkplatz, 6 Uhr
Emmausgang auf den Lusen

07.04. – 10.04 Jugendfußwallfahrt nach Altötting ab Freyung und Grafenau (Nähere Infos im Internet auf www.bja-passau.de)

15. – 17.04. „Groove Castle“
Internationales Musik- und Kreativwochenende für Jugendliche ab 16 Jahren auf der Burg Altpernstein in Oberösterreich

Mi 20.04. Freyung, Wolfsteiner Werkstätten, 14 Uhr
Führung für KDFB

Mi 20.04. Böhmzwiesel, Beginn in der Pfarrkirche um 19 Uhr
Frühjahrs-Vollversammlung des Dekanatsrates, u.a. „Das Jahr der Barmherzigkeit im Dekanat“

So 24.04. Waldkirchen, Pfarrheim, 18 - 20 Uhr (Anmeldung KEB Freyung)
Biblisches Tischgespräch
Referentin: Dr. Andrea Pichlmeier

Mi 27.04. Freyung, KEB, Abteistraße 23, 19 Uhr
Misericordes sicut pater
Auf den Spuren der Barmherzigkeit in der Geschichte der Kirche von Passau
Referent: Dr. Herbert Wurster

Di 03.05. Röhrnbach, Pfarrkirche, 19 Uhr
Dekanatsmaiandacht des KDFB Region Waldkirchen

Fr 13.05. Perlesreut, Pfarrkirche, 19 Uhr
Dekanatsmaiandacht des KDFB Region Freyung

23.05. – 27.05. Kinderzeltlager in der Messerschmidmühle
Zeltlager für Kinder im Alter zwischen 9 bis 13 Jahren (auch Gruppenanmeldungen für Kommunion- und Firmgruppen möglich)

27.5. – 29.5. 100. Deutscher Katholikentag in Leipzig
„Seht, da ist der Mensch“
Gemeinsame Fahrt mit dem Jugendbüro

Di 31.05. Schöfweg, Pfarrkirche, 19 Uhr
Dekanatsmaiandacht des KDFB Region Grafenau

Sa 04.06., Waldkirchen
Kinder-Inklusionstag (Organisation Inklu-Net) ab 10 Uhr

Mi 13.07. Klingenbrunn, 19 Uhr
Fatimawallfahrt des Altdekanates Grafenau

Fr 22.07. Waldkirchen, Erlauzwieseler See
Jugendvesper mit Fahranfängersegnung, Beginn 19 Uhr

Di 26.07. Anna-Wallfahrt nach Kreuzberg

26. – 31.07. Weltjugendtag in Krakau unter dem Leitwort „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden!“
Gemeinsame Fahrt mit dem Jugendbüro

Mo 15.08. Wallfahrt nach Kohlstattbrunn

29.08. – 02.09. Riedelsbach, Neureichenau
Kinderferienfreizeit im Bergheim für Kinder von 9 – 12 Jahren (Anmeldung im Jugendbüro Freyung)

So 11.09. Wallfahrt zur Ameiskapelle,  Hohenau, Schönbrunnerhäuser

So 18.09. Spiegelau, Waldspielgelände
Schöpfungstag

 

Außerdem:

Mai - Oktober jeden 13. des Monats Stiegenwallfahrt in Wollaberg

  • Regelmäßige Beichtgelegenheiten in den Pfarrkirchen
  • Messe in Tridentinischem Ritus in Grainet
  • Regelmäßige Gebetstreffen: Anbetung und Laudes in verschiedenen Pfarreien und in der Krankenhauskapelle in Freyung
    (für Einzelheiten siehe kirchliche Nachrichten in der PNP)

    • Besuchsdienst: "Das Geschenk: Zeit!"
      Ansprechpartnerin für Unterstüzung, wenn ein Besuchsdienst eingeführt werden soll: Frau Marga Aigner Tel 08581/9882-10 oder www.caritas-frg.de/gemeindecaritas
  • Trauergruppe in Grafenau mit Dekan Steinbeißer: 19.01. / 16.02. / 15.03. / 19.04.
  • Selbsthilfegruppe „Verwaiste Eltern“: Treffen jeden ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Hospiz-Raum in Freyung, Stadtplatz 1

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Herbstvollversammlung des Dekanatsrates - 20.10.2015

(Foto: Schreiner)
Die Teilnehmer der Herbstvollversammlung hörten den Ausführungen von Dekan Kajetan Steinbeißer und der Dekanatsratsvorsitzenden Dr. Hanna Seidl aufmerksam zu.

Schönbrunn am Lusen (ks). Die Herbstvollversammlung des Dekanatsrates Freyung-Grafenau fand im Pfarrsaal von Schönbrunn am Lusen statt. Dabei versammelten sich die Mitglieder und Vertreter der Pfarreien zunächst zu einem Geistlichen Impuls in der Pfarrkirche. Dekan Kajetan Steinbeißer aus Grafenau stimmte die Anwesenden auf das besondere Heilige Jahr der Barmherzigkeit ein, welches von Papst Franziskus für 2016 verkündet wurde. Das Jahr der Barmherzigkeit wird am 8. Dezember eröffnet und dauert bis zum Christkönigssonntag 2016. An diesem Tag vor 50 Jahren ist das 2. Vatikanische Konzil zu Ende gegangen. In seiner Betrachtung erläuterte Steinbeißer die 7 leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit.

Papst Franziskus führte im Schreiben, in dem er das Jahr der Barmherzigkeit verkündet hat an, dass man sich, um die Werke der Barmherzigkeit zu verstehen, in die Stille zurückziehen müsse. So müssten wir den Wert der Stille wieder neu entdecken. Dekanatsratsvorsitzende Dr. Hanna Seidl erinnerte daran, dass es bereits im Alten Testament alle 7 Jahre beziehungsweise alle 7 mal 7 Jahre ein besonderes Jahr gegeben habe, wo beispielsweise Schulden zu erlassen oder Sklaven zu befreien waren. Heute gebe es alle 25 Jahre ein Heiliges Jahr und darüber hinaus besondere Heilige Jahre. Das letzte besondere Heilige Jahr wurde für 1983 anlässlich des 1950ten Todestages von Jesus von Papst Johannes Paul II. ausgerufen. Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit solle nicht vorwiegend in Rom, sondern in allen Diözesen gefeiert werden. So soll am 8. Dezember im Dom zu Passau das rechte Domtor als Heilige Pforte feierlich eröffnet werden.

Ein Heiliges Jahr soll Anlass für die Vertiefung des eigenen Glaubens aber auch Anlass dazu sein, das Verhältnis zu den Menschen und zu Gott zu überdenken. Ein großes Thema während des Jahres der Barmherzigkeit werden Buße und Beichte sein. Die Teilnehmer der Herbstvollversammlung haben sich in Arbeitsgruppen damit befasst, wo sich in ihrer Pfarrei Orte der Barmherzigkeit bereits befinden beziehungsweise wo man hier jeweils einen Schwerpunkt in den Pfarreien setzen könnte. Mit den erarbeiteten Vorschlägen soll in der Vorstandschaft des Dekanatsrates versucht werden Veranstaltungen für das ganze Dekanat während des Jahres der Barmherzigkeit anbieten zu können. Dekan Kajetan Steinbeißer berichtete über verschiedene Aktionen im Dekanat die gut ankommen und wiederholt werden sollen. In der Herbstvollversammlung stellten sich der neue Krankenhausseelsorger für die Krankenhäuser in Freyung und Grafenau Thomas Hochwimmer, die Gemeindeassistentin Theresa Reitberger vom Pfarrverband Grafenau, die Gemeindeassistentin Tanja Stadler, die jeweils mit einer halben Stelle im Pfarrverband Hohenau-Schönbrunn am Lusen und im Pfarrverband Mauth-Finterau-Mitterfirmiansreut tätig ist sowie Pastoralreferent Peter Oberleitner, der neuer Referent für die Pfarrgemeinde- und Dekanatsräte ist, kurz vor. Er war bereits in Waldkirchen und als Jugendpfarrer im Dekanat Freyung-Grafenau – damals waren es ja noch 3 Dekanate – tätig. Abschließend folgten Berichte von der KEG (Katholische Erziehergemeinschaft) durch Andy Neubauer, vom Kirchlichen Jugendbüro durch Kajetan Steinbeißer und vom Diözesanrat durch die Dekanatsratsvorsitzende Dr. Hanna Seidl.

 

 

 

Frühjahrsvollversammlung des Dekanatsrates Freyung-Grafenau - 16.04.2015 mit H.H. Bischof

Von links: Stellvertretender Dekanatsratsvorsitzender Franz Einberger, Dekanatsratsvorsitzende Dr. Hanna Seidl, Bischof Dr. Stefan Oster, Sabine Mandl, Annette Ammerl und Dekan Kajetan Steinbeißer

Grafenau (ks). Die diesjährige Frühjahrsvollversammlung des Dekanatsrats Freyung-Grafenau war geprägt vom Besuch des Bischofs von Passau, Dr. Stefan Oster im Dekanat Freyung-Grafenau. In einer Power-Point-Präsentation wurden ihm die landschaftlichen Schönheiten, das Brauchtum, die beruflichen Chancen in unserer Region, die Betriebe im Dekanat sowie regionale Besonderheiten, wie die St. Anna-Wallfahrt auf den Kreuzberg, die bereits seit 1429 bestehe aber auch Eigenheiten des Waidlers vorgestellt.  Die Randlage zu Tschechien und die sich daraus ergebenden Chancen und Möglichkeiten erläuterte Dekan Kajetan Steinbeißer. Besonders erfreulich seienhier die Begegnungen und Verbindungen mit den Hauptamtlichen der Dekanate Prachatitz und Budweis. Dekanatsratsvorsitzende Dr. Hanna Seidl berichtete, dass das jetzige Dekanat erst seit 5 Jahren bestehe und aus den 3 Altdekanaten Freyung, Grafenau und Waldkirchen gebildet wurde. In dieser Zeit seien die ehemals 3 Dekanate noch nicht in wirklich allen Bereichen zusammen gewachsen. Sie wies in diesem Zusammenhang auf die verschiedenen, bereits erfolgten und noch laufenden Aktionen in der Lokalpresse hin. Weiter ging sie auf die Asyl- und Flüchtlingsproblematik ein. Neben den Hauptamtlichen engagierten sich hier auch viele Ehrenamtliche. Die demographische Entwicklung im Dekanat gestalte sich so, als dass die Bevölkerung seit 2002 kontinuierlich abnehme. 38 Prozent der versicherungspflichtig Beschäftigten im Dekanat pendelten täglich aus und müssten teils große Strecken zu ihren Arbeitsstellen in Kauf nehmen. Bei der Diskussion mit den Mitgliedern der Vollversammlung wurde bemängelt, dass der neu gegründeten Kommission zur Neuevangelisierung überwiegend Männer angehörten. Die kirchliche Alltagswirklichkeit nehme man aber genau anders herum war. Frauen benötigten ebenso wie die Männer eine Neuevangelisierung. Aber sie stellten schließlich den weiblichen Teil der Schöpfung dar. Die Neuevangelisierung liegt dem Bischof sehr am Herzen. Dies wurde auch mit der Diözesanleitung besprochen. Schließlich wurde zusammen mit Dr. Hans Bauernfeind, dem Leiter des Seelsorgeamtes beschlossen, hierfür eine Kommission einzusetzen. Diese Kommission bestehe aus repräsentativen Leuten aus vielen Bereichen (Priester, Ehrenamtliche, Erwachsenenbildung, Jugend und so fort). Insgesamt sind so 20 Personen zusammen gekommen ohne auf die Quote zu achten.Dem Bischof kam es aber darauf an, keine „klugen Texte“ zu formulieren, da wir ja genügend davon haben. Impulse sind es, die von der Kommission aus ins Bistum gehen sollten. Bezüglich der Katholischen Erwachsenenbildung gebe es in den Pfarrgemeinderäten ehrenamtliche Frauen und Männer, die viel Zeit für die Basisarbeiten der katholischen Kirchen aufbringen.Der Alltag sehe so aus: Pfarrer begrüßen und verabschieden, Kirchenrenovierung, Erntedank, Pfarrfest, Pfarrfamilienabend, Kirche putzen und schmücken, Friedhof sauber halten, Sitzungen organisieren, Pfarrbrief gestalten, Gottesdienste mit Leben füllen und das alles neben bei. Jeder und jede hat auch Familie und Beruf. Deshalb habe katholische Erwachsenenbildung nicht den Stellenwert, der wünschenswert wäre. Oft sei der Pfarrgemeinderatsvorsitzende auch Bildungsbeauftragter weil sich sonst niemand mehr für dieses Amt zur Verfügung stelle. Zum anderen gebe es den Bischof von Passau, der sagt, was KEB für ihn ist oder nicht ist. KEB sei ein Ort der Begegnung. Nur wenn man am Ziel mitarbeiten dürfe, dann identifiziere man sich damit und tue so alles dafür, dass es gut wird. Eine Einladung mit allen Bildungsbeauftragten vor Ort über die Bildungsarbeit zu sprechen nahm der Bischof gerne an. Als Katholische Erwachsenenbildung verstehe Dr. Stefan Oster unter anderem auch eine inhaltliche Arbeit am Glauben in den Pfarreien als Schritt für eine Neuevangelisierung.Im Kernbereich dessen was uns wichtig ist hätten wir mehr oder weniger einen Ausfall. Der Bischof hat hier auch kein Patentrezept. Die Katholische Erwachsenenbildung, so scheint es, sei in diesem Punkt nicht sehr stark. In dem die Katholische Erwachsenenbildung Geld verdienen müsse, zieht der Joga Kurs oft besser als der Glaubenskurs. Wir stünden auch im Bistum Passau vor den größten Umbrüchen von kirchlichen Strukturen wahrscheinlich seit der Aufklärung. Trotz der immer noch vorhandenen tollen Strukturen, der tollen Personalsituation müssten wir feststellen, dass es an ganz vielen Stellen nach unten gehe. Beispielsweise bei der Spendung des Firmsakramentes haben die Texte, die hier gebetet werden, was hier gepredigt werde eigentlich mit der Wirklichkeit der Kinder, die da stehen so gut wie gar nichts zu tun. Lange Jahrzehnte hätten wir uns darauf verlassen, was auch weitgehend funktioniert habe. Wir sind einigermaßen eingerichtet, wir haben Religionsunterricht, Firmkatechese, Kommunionkatechese, Pfarreien, der Pfarrer predigt jeden Sonntag und wir haben unsere Wallfahrten, religiöses Brauchtum und Gebet in der Familie. Hier habe man sich  darauf verlassen, dass hierdurch der Glaube selbstverständlich tradiert würde. Der Druck von außen auf die Kirche nehme aber ständig zu. Dem Säkularisationsdruck haben wir aber nicht viel entgegenzusetzen mit dem was wir haben. Die Austrittszahlen sind höher als die Eheschließungen. Die Todesfälle übersteigen die Taufen. Wir verlieren Ordensleben.

Der Bischof führte abschließend aus, wohin Kirche gehe und welche Rolle Neuevangelisierung spiele.

 

Herbstvollversammlung des Dekanatsrates Freyung-Grafenau - 21.10.2014

Von links: Die 1. Vorsitzende des Dekanatsrats Freyung-Grafenau Dr. Hanna Seidl, dankte mit Dekan Kajetan Steinbeißer und dem stellvertretenden Dekanatsratsvorsitzendem Franz Einberger (rechts) Ludwig Kern (3. von links) für seine 8-jährige Tätigkeit als 1. Dekanatsratsvorsitzender.

Grafenau (ks). Zwischen den Bildern einer Marienausstellung im Pfarrheim in Grafenau begrüßte die 1. Vorsitzende des Dekanatsrates Freyung-Grafenau Dr. Hanna Seidl die anwesenden Vertreter aus den Pfarreien des Dekanats zur Herbstvollversammlung des Dekanatsrats sehr herzlich. Sie regte an diese Ausstellung auch in andere Pfarreien zu bringen. Der Kulturkreis würde derartige Bestrebungen unterstützen, da es schade wäre, wenn diese Ausstellung, die für hier zusammen gestellt wurde nur in diesem Rahmen ein einziges Mal gezeigt werden würde. Es handelt sich hierbei um Reproduktionen von berühmten Darstellungen aus der Kunstgeschichte über die Jahrhunderte. Gegenübergestellt sind Fotografien von Müttern heute, die ihre Kinder stillen, die auf der Flucht sind oder um ein totes Kind weinen. Dekan Kajetan Steinbeißer dankte anschließend dem bisherigen Dekanatsratsvorsitzenden Ludwig Kern, der acht Jahre (4 Jahre Dekanat Waldkirchen, 4 Jahre Dekanat Freyung-Grafenau) lang den 1. Vorsitz wahrgenommen hat. Dies war gleichzeitig eine nicht leichte Zeit, galt es doch die drei bisherigen Dekanate Freyung, Grafenau und Waldkirchen in ein Dekanat zusammen zu führen. Neben der Übergabe eines Landkreisbuches wies Steinbeißer auch auf die gemeinsamen Zeitungsaktionen „Gesichter aus dem Dekanat“ und „Kleinodien aus dem Dekanat“ hin. Hieraus entstand ein Büchlein. Die jüngste Aktion bilden die „Geschichten aus dem Dekanat“. Ludwig Kern selbst betonte, dass ihm das Amt Freude bereitete, letztendlich er aber aus gesundheitlichen Gründen das Amt zur Verfügung gestellt habe. Der geistliche Impuls von Dekan Steinbeißer befasste sich mit dem Thema, „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“. Dies spiegleauch die Situation wie sie in ganz Bayern derzeit vorzufinden sei. Hierzu will man auch im Dekanat Freyung-Grafenau ausloten, wo und wie die Pfarreien hier helfen könnten. In Gesprächskreisen wurde folgenden Fragen nachgegangen: Wer ist ein Fremder? Wann und warum macht mir ein Fremder Angst? Was ist mir fremd? Als Referenten wurden Swetlana Fefer, die Heimleiterin der Gemeinschaftsunterkunft in Grafenau und der Geschäftsführer des Kreiscaritasverbandes Josef Bauer eingeladen. Swetlana Fefer kam 1996 selbst als Aussiedlerin aus Kasachstan nach Deutschland und arbeitet seit 1997 in der Gemeinschaftsunterkunft. Zuerst als Dolmetscherin und Bürokraft und schließlich als Heimleiterin. Seither bezeichnet sie sich selbst als „Mädchen für alles“. In ihrem Heimatland hat sie das Lehramt studiert und war als Grundschullehrerin beschäftigt. Darüber hinaus ist sie auch sechs Stunden beim Caritasverband beschäftigt. Dies sei auch wichtig, da man den Leuten hier anders helfen, ihnen auch einmal zuhören könne. Derzeit wohnen 170 Menschen in der Gemeinschaftsunterkunft in Grafenau aus verschiedenen Ländern in 62 Zimmern. Anschließend stellte sie kurz die Wohnsituation im Heim und die Einrichtungen wie Kinderbetreuung, Sprachkurszimmer usw. vor. Die Bewohner bilden 39 Familien und 15 allein stehende Männer und Frauen. Sie kommen aus  Afghanistan, Syrien, Somalia, Nigeria, Libanon, Eritrea, Irak, China, Russland, Georgien, Mazedonien, Serbien, Kongo, Türkei und aus Vietnam. Darunter befinden sich derzeit insgesamt 47 Babys und Kindergartenkinder sowie 37 weitere Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter. Gerade die Gemeinschaftsunterkunft in Grafenau habe sich auf Familien spezialisiert, wodurch es merklich weniger Spannungen gebe als in früheren Jahren. Dennoch gebe es Spannungen – freilich anders geartet als früher – mit den verschiedenen Kulturen,den anderen Lebensweisen und den verschiedenen Tag-/Nachtrhythmen. Leidtragende sind oftmals die Nachbarn der Gemeinschaftsunterkunft meist durch Lärmbelästigung. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen und Vereinen klappe recht gut. Allein das Personal sei nur mit einer Kraft in der Person von Swetlana Fefer viel zu knapp bemessen, bildete man doch Anfangs ein Team von vier Angestellten, das im Laufe der Jahre bis auf eine Stelle abgebaut wurde. Der Kreiscaritasverband bewerkstellige den Sozial-, Asyl- und Migrationsdienst im Landkreis Freyung-Grafenau jeweils mit einer halben Stelle. Der Landesschlüssel sehe hier für jeweils 180 Asylbewerber eine Vollzeitstelle vor. Im Landkreis Freyung-Grafenau befinden sich aktuell 360 Asylbewerber verteilt auf 12 Standorte. Das bedeutet, dass derzeit 1,5 Planstellen fehlten um nur in etwa hinterher zu kommen. Um diese Situation zu entschärfen, habe man über den bayerischen Caritasverband beim Sozialministerium 2 Planstellen beantragt. Durch diesen Schritt kann voraussichtlich in Kürze eine weitere Halbtagsplanstelle besetzt werden. Durch die jetzt 12 dezentralen Standorte, an denen Asylbewerber im Landkreis untergebracht sind, fallen dadurch hohe Wegezeiten von einer Unterkunft zur nächsten (von Loderhof bei Thurmansbang bis Mauth) an, die bei der Betreuung fehlten. Wichtig sei es, so Swetlana Fefer, wenn Hilfe angeboten werde, dass diese für alle da sei, nicht nur für eine bestimmte Nation (z. B. nur für Afrikaner oder Syrer). Vorstellbar wäre es auch Sprachkurse für kleine Gruppen anzubieten. Hier könnten oft Frauen oder Männer aus dem Landkreis helfen, die die  jeweiligen Landessprachen beherrschten. Dies zu organisieren könnte beispielsweise Aufgabe der Pfarreien und des Pfarrgemeinderates sein. Nach dem Medium Internet werde oft in der Gemeinschaftsunterkunft nachgefragt, ist jedoch dort nicht erlaubt. Gut wäre es auch wenn die Asylbewerber von einheimischen nicht zu Hause sondern irgendwo anders eingeladen würden um beispielsweise 1 bis 2 mal im Jahr etwas gemeinsam mit ihnen zu unternehmen. Dekan Kajetan Steinbeißer schlug hier beispielsweise ein gemeinsames Kochen im jeweiligen Pfarrheim der Pfarreien vor um die jeweils andere Kultur kennen zu lernen.

Josef Bauer berichtete, dass es sich in Grafenau um eine Gemeinschaftsunterkunft der Regierung von Niederbayern handle und auch von dieser betrieben werde. Im Gegensatz dazu werden die derzeit entstehenden Kleinstunterkünfte in den Gemeinden vom Landkreis aus - auf Weisung der Regierung - organisiert und betrieben. In Neuschönau ist eine dezentrale Erstaufnahmestelle für 120 Asylbewerber errichtet worden. Bis zum Einbruch des Winters sollen so in ganz Bayern für insgesamt 20000 Menschen Unterkünfte geschaffen werden. Im Landkreis gebe es derzeit insgesamt 480 Unterkunftsplätze. Dies entspreche gemessen an der Landkreisbevölkerung einem Prozentsatz von 0,7. Josef Bauer versuche darüber hinaus eine Erstaufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Landkreis zu installieren. Die Einrichtung solle für 40 bis 60 Jugendliche Platz bieten. Bei diesen Bemühungen müsse er zuweilen aber massiven Vorurteilen ganz entschieden entgegen treten. Das Problem der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge treffe derzeit den Landkreis und die Stadt Passau ganz besonders, da hier derzeit die meisten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge aufgegriffen werden. Die Kosten für die Unterbringung müsse die jeweilige Kommune übernehmen in der diese aufgegriffen würden. Josef Bauer ging anschließend auf die derzeitige allgemeine Flüchtlingssituation ein. Ihm sei deshalb ein Klima des Ankommens und nicht der Angst wichtig. Dabei seien viele Multiplikatoren notwendig, die einfach gut reden. Auch der Diözese Passau ist die derzeitige Entwicklung und deren Lösung ein großes Anliegen. Der Bischof hat zu diesem Zweck den Diözesanratsvorsitzenden beauftragt, einen runden Tisch „Asyl“ zusammen zu rufen und hat hierzu die Dekanatsratsvorsitzenden, Kreiscaritasvorsitzenden sowie  wichtige Personen aus der Diözese geladen.Es folgten die Berichte aus den verschiedenen kirchlichen Verbänden. Johannes Geier stellte sich als neuer Kreisjugendseelsorger vor. Das Thema der letzten Pastoraltagung lautete: „Seelsorge im Aufbruch – aus der Tradition in die Zukunft“. Referentin hierzu war Dr. Doris Nauer. Bei den Neuwahlen zur Katholischen Erwachsenenbildung gab es in der Vorstandschaft keine Veränderungen. Neu ist, dass es nunmehr eine Bildungskoordinatorin gebe, die den Pfarreien zur Verfügung stehe. Sie könne gemeinsam mit den Pfarreien aufzeigen, wie Bildungsarbeit heute in den Pfarreien aussehen könne. Zu einer der nächsten Vollversammlungen des Dekanatsrats hat sich der Bischof angesagt. Wann dies sein werde, stehe aber derzeit noch nicht fest.                                                                                                                                     -ks

 

Dr. Hanna Seidl ist neue Vorsitzende des Dekanatsrates Freyung-Grafenau - 20.05.2014


Markus Biber zusammen mit der neuen Vorstandschaft mit 2. von links Annette Ammerl, Martina Fastner, Klaus Schreiner, Dekan Kajetan Steinbeißer, Dr. Hannah Seidl, Sabine Mandl und Franz Einberger

Freyung (ks). Dr. Hanna Seidl aus Waldkirchen wurde bei der konstituierenden Sitzung des Dekanatsrates Freyung-Grafenau für die Wahlperiode von 2014 bis 2018 zur neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Ludwig Kern, der dieses Amt 4 Jahre lang bekleidete, an. Dr. Hanna Seidl wolle das ihr übertragene Amt ganz im Sinne ihres Vorgängers weiter führen und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit. Im Geistlichen Impuls ging Dekan Kajetan Steinbeißer auf das apostolische Schreiben des Papstes mit dem Titel „Evangelii Gaudium“ ein, was so viel wie „Freude am Evangelium“ bedeute. Dieses Evangelium sei für den Papst die Basis allen christlichen Handelns und Lebens. Man müsse sich wieder auf das Eigentliche besinnen. Dies gehe uns alle an, da wir alle auf die verschiedensten Weisen zum Glauben gekommen seien. Hier geht es darum, wie wir unseren Glauben leben und zeigen. Der Glaube drängt immer zum Anderen hin. Auch den Wert der Laien und deren Arbeit in der Kirche hebt Papst Franziskus darin besonders hervor. Da wo jeder als „Sauerteig“ in die Welt hinein wirken kann, in der Arbeit, in der Politik und in anderen Bereichen soll dies als Christ geschehen. Markus Biber erläuterte anschließend als stellvertretender Diözesanrat die Aufgaben und Ziele des Dekanatsrates. Er bezeichnete den Dekanatsrat als wichtiges Bindeglied zwischen den Pfarreien und dem Diözesanrat. Die anschließende Wahl der Vorstandschaft des neuen Dekanatsrates für die Wahlperiode von 2014 bis 2018 brachte folgendes Ergebnis. 1. Vorsitzende Hanna Seidl aus Waldkirchen, 2. Vorsitzender Franz Einberger aus Schönbrunn am Lusen, 2. Stellvertreterin Sabine Mandl aus Kumreut, 3. Stellvertreterin Annette Ammerl aus Saldenburg. Letztere wurde hinzu gewählt. Dies deshalb, weil man bei der Wahl der Vorsitzenden und der Stellvertreter darauf achten wollte, dass hierin sich die 3 Altdekanate Freyung, Grafenau und Waldkirchen wiederspiegeln. Als Schriftführer und Pressereferent des Dekanatsrats wurde Klaus Schreiner aus Hohenau ebenfalls hinzu gewählt. Als Vertreter in den Diözesanrat wurden neben Hanna Seidl als Vorsitzende, Franz Einberger, Martina Fastner aus Finsterau und Sabine Mandl gewählt. Als Stellvertreterin wurde Margarethe Aigner aus Grainet gewählt. Dekan Kajetan Steinbeißer dankte dem bisherigen Vorsitzenden Ludwig Kern für sein Engagement und für die Bereitschaft das Wagnis einzugehen 3 Altdekanate zusammen zu führen. Begünstigend für das gemeinsame Kennenlernen haben sich sicher auch die verschiedenen Aktionen in der Presse ausgewirkt. Von diesen Aktionen stellte Steinbeißer die Herausgabe eines Buches in Aussicht, das man dann auch als schönes Geschenk weiter geben könne.Markus Biber bedankte sich im Namen des Diözesanrates für die Arbeit des Dekanatsrates die letzten 4 Jahre. Er wies noch auf das Heft „Orte des Lebens“ hin, das vom Diözesanrat heraus gegeben wurde und für die verschiedensten Lebenslagen Anregungen geben kann.