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Pilgerreisen


2017: Altöttinger Pilger machen sich auf die Spuren frühchristlicher Mönche nach Irland

Die grüne Insel Irland war das Ziel der diesjährigen Pilgerreise des Pfarrverbands Altötting. 37 Teilnehmer begaben sich zusammen mit Stadtpfarrer Günther Mandl und Pastoralreferenten Arnold Hutterer auf die Spuren frühchristlicher Mönche und Heiligen!

Der bekannteste Heilige Irlands ist der Hl. Patrick. Die Pilgerreisenden besuchten sein mutmaßliches Grab in Downpatrick und begaben sich zumindest anfänglich auf den Pilgerweg Richtung Croagh Patrick. Dieser 764 Meter hoher Berg ist eine bekannte Pilgerstrecke für irische Wallfahrer. Da der Heilige im 4./5. Jahrhundert gelebt hat, sind historisch einwandfreie Überlieferungen eher spärlich. Historisch belegt und besichtigt werden konnte hingegen das ehemalige Zisterzienserkloster Mellifont-Abbey, das der heilige Malachy, Erzbischof von Armagh, 1142 begründete. Ebenso konnten die Pilgerreisenden die Kylemore Abtei aus dem 19. Jahrhundert, malerisch an einem See gelegen, besuchen. Dieses Kloster wird heute noch von Benediktinerinnen bewohnt. Hier feierten die Altöttinger Pilger eine Hl. Messe, ebenso wie in Dublin, Portrush und Gort.

Staunend inne hielten die Teilnehmer bei ihrer Rundreise vor den keltischen Hochkreuzen, die 1000 Jahre und älter waren. Diese haben eine Höhe teilweise von über vier Metern. Besonders beeindruckten drei altehrwürdige Hochkreuze in Monasterboice. So wurde die Zeit zurück gedreht, nicht nur bis in die Zeit des frühen Mittelalters, sondern bis in die Jahrhunderte vor Christi Geburt. Denn man besuchte auch Megalith- und Dolmengräber aus dem 3. bzw. 2. Jahrtausend vor Christi Geburt, die Zeugnis davon abgaben, wie Bestattungen in der vorchristlichen Zeit vorgenommen wurden.

Überwältigend waren neben diesen religiösen Highlights die vielen Naturschönheiten, die Irland zu bieten hat: In Nordirland besuchte man Giant's Causeway, einen Küstenabschied entlang des Atlantiks mit über 40 000 Basaltsäulen. Diese beeindruckenden Sehenswürdigkeiten sind in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen worden. Natürlich standen auch die Cliffs of Moher auf dem Programm: Die Naturgewalten, die hier am Wirken waren und immer noch sind, sorgten bei nicht wenigen Teilnehmern für ungläubiges Staunen. Die teils über 200 Meter hohen Klippen, die harschen Meereswellen, der böige Wind versinnbildlichen in anschaulicher Weise das raue Klima an der Westküste Irlands. Aber auch wenn Wolken, Wind und manchmal Regen die typisch irische Wetterlage trefflich wiedergaben, blieben die Reisenden vor länger anhaltenden Regenschauern verschont. Und nicht selten ließ sich auch die Sonne blicken.

Für die gute Stimmung während dieser sieben intensiven Tagen sorgte nicht nur das vielfältige und abwechslungsreiche Programm, dabei u.a. auch jeweils ein Kurzstopp in den Hauptstädten der Republik Irlands und Nordirlands, Dublin und Belfast. Der abendliche Besuch des hoteleigenen Pubs, die Gespräche in gemütlicher Atmosphäre, die spirituellen Elemente, für die sich Stadtpfarrer Mandl verantwortlich zeigte, sorgten dafür, dass diese Woche Irland eine ganzheitliche Bereicherung für alle Teilnehmenden war.

Arnold Hutterer

 

2016: Altöttinger Pilgerreise nach Medjugorje - mit Dubrovnik als kulturellen Höhepunkt

Zwei absolute Höhepunkte erlebten die Altöttinger Pilger bei ihrer diesjährigen Pilgerreise. Während das spirituelle Highlight der Besuch Medjugorjes war, war es in kultureller Hinsicht sicherlich Dubrovnik, "die Perle der Adria". Aber, in dem waren sich alle Teilnehmer einig, war die neuntägige Dreiländerreise nach Serbien, Bosnien-Herzegowina und Kroatien eigentlich voller Höhepunkte.

Zu Beginn der Reise, die wie in den Jahren zuvor Pastoralreferent Arnold Hutterer in Absprache mit Stadtpfarrer Günther Mandl geplant hatte, stand Belgrad, die Hauptstadt des ehemaligen Jugoslawiens, jetzige Hauptstadt Serbiens, auf dem Programm. Auf der Festung der Millionenstadt, dem Kalemegdan, konnten die Reisenden den Zusammenfluss der beiden Flüße Save und Donau bestaunen. Beim Besuch der größten orthodoxen Kirche des Balkan, der Kathedrale Sveti Sava, die erst kürzlich fertig gebaut worden ist, und innen noch ausgestaltet werden muss, konnten mit dem serbisch-orthodoxen Führer vor Ort Möglichkeiten der Ökumene diskutiert werden.

Weiter ging es nach Novi Sad, zu Herrschaftszeiten der Habsburger K&K-Monarchie "Neusatz" genannt. Dort konnte Mandl einen ersten Gottesdienst feiern. In dieser Stadt, ebenfalls an der Donau gelegen, erfuhr man vieles über die Ansiedlungsaktivitäten zur Zeit der Habsburger bzw. auch über die Flüchtlingsströme nach dem 2. Weltkrieg.

Tags darauf fuhren die Reiseteilnehmer über Tuzla, wo es während des Bosnienkrieges in den 90er-Jahrn zu massiven Kriegshandlungen gekommen war, nach Sarajevo. Dort hatte sich ja in der jetzigen Hauptstadt  Bosnien-Herzegowinas nach dem Anschlag auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand der 1. Weltkrieg entzündet. Nach einer Besichtigung der Stadt ging es weiter nach Mostar zur berühmten "Steinernen Brücke". Hier konnte das weltbekannte UNESCO-Weltkulturerbe bestaunt werden. Nicht weit davon entfernt liegt der Marienwallfahrtsort Medjugorje. Dieser war der religiöse Höhepunkt der Reise. Auch wenn dieser Ort vom Vatikan nicht als offizieller Wallfahrtsort anerkannt ist, zeigte man sich beeindruckt von den Geschehnissen vor Ort, seien es die große Marienfrömmigkeit, die vielen Beichten, die hier tagtäglich begangen werden oder auch schlichtweg die sozialen Einrichtungen der katholischen Kirche vor Ort. Darauf ging Stadtpfarrer Mandl in seiner Predigt in der Hl. Messe ein. Diese konnten die Altöttinger Pilerreisenden im sogenannten Mutterdorf feiern, einer Einrichtung, in der jungen Menschen geholfen wird, die ohne Eltern aufwachsen oder aufgrund familiärer Probleme auf die Hilfe der Kirche angewiesen sind. Dass das religiöse und ästhetische Niveau der vielen Verkaufsläden hinterfragt wurde, gehörte auch zum Wesen einer religiösen Bildungsreise.

Weiter ging es nach Dubrovnik, der kroatischen Festungsstadt direkt am Meer, von der der Literat und Nobelpreisträger George Bernhard Shaw einmal gesagt hat: "Diejenigen, die das Paradies auf Erden suchen, sollten nach Dubrovnik kommen". Das herrliche Wetter, der stimmungsvolle Gottesdienst, die gute Stimmung der Teilnehmenden und die wundervolle kulturelle Kulisse dieses weiteren UNESCO-Weltkulturerbes taten ihr Übriges, dass dieser Tag ein unvergessliches Erlebnis werden konnte.

Ähnlich beeindruckend gestalteten sich die darauffolgenden Tage: Split mit dem Diokletianspalast und einer der ältesten Kathedralen der Welt, das zauberhafte Städtchen Trogir, einer Stadt mit dem besten erhaltenen romanisch-gotischen Komplex von ganz Osteuropa sowie die Bischofstadt Sibenik.

Zu guter Letzt  konnte in der Kathedrale von Zadar noch ein Gottesdienst gefeiert werden sowie der Nationalpark Plitvicer Seen besichtigt werden. Abschluss der unvergesslichen Pilgerreise war schließlich die kroatische Hauptstadt Zagreb, von wo aus man zurückflog nach Deutschland.

Auch wenn die diesjährige Altöttinger Pilgerfahrt eine mit kulturellen und spirituellen Höhenpunkten sehr dichte Reise war: Die mediterrane, lockere entspannt-heitere Stimmung, die sich unter den 22 Teilnehmern in den neun Tagen des gemeinsamen Unterwegsein ausgebreitet hatte, wollte man nur allzu gerne in den Alltag mithinein nehmen.

Arnold Hutterer

 

2015: Mit 31 Teilnehmern auf den Spuren des Apokalyptikers Johannes - Istanbul, Troja, Patmos, Pamukkale und Ephesus Etappenziele

Auf eine erfüllende Reise können die Teilnehmer der diesjährigen Pilgerreise des Altöttinger Pfarrverbands zurückblicken. Nicht nur die spirituellen Impulse auf den Spuren der ersten Christen, sondern auch die hochkarätigen UNESCO-Weltkulturorte, die die Reisenden ansteuerten, sorgten für begeistertes Staunen. Stadtpfarrer Günther Mandl kümmerte sich um die passenden liturgischen Elemente, die Gesamtorganisation hatte Pastoralreferent Arnold Hutterer inne. Reiseführer vor Ort war der deutsch-türkische Hayrettin Cizar.

Los ging es mit einem dreitägigen Aufenthalt in Istanbul, der 14-Millionen-Metropole am Bosporus. Nicht nur der Besuch der Hagia Sophia, der Blauen Moschee und des Topkapipalasts stand dabei auf dem Programm, sondern auch die Frage nach einem guten Miteinander zwischen Moslems und Christen. Letztere machen einen verschwindend geringen Anteil an der türkischen Gesamtbevölkerung aus, die Schätzungen gehen von 0,2 bis 3 Prozent. Wie im Vorfeld geplant, war es möglich, dass die Pilgergruppe  in Istanbul eine Eucharistiefeier halten konnte. Dies konnte man sogar in der größten katholischen Kirche der Stadt machen, in der Franziskanerkirche St. Anton in der Neustadt. Eine Schifffahrt auf dem Bosporus, die stimmungsvollen Besuche des Ägyptischen Gewürzmarktes sowie des Großen Basars waren eine gute Abrundung des reichhaltigen Programms des ehemaligen Konstantinopels, wo im Jahre 381 das 2. Ökumenische Konzil stattfand.

Weiter ging es nach Troja, zu den berühmten Heinrich-Schliemann-Ausgrabungen. Hayrettin Cizar gelang es vorzüglich, der Reisegruppe die neun Ausgrabungsschichten der Stadt, die nicht nur durch die Ilias des Homer bekannt ist, nahezubringen. Dass das groß aufgestellte Trojanische Pferd nicht besonders alt war, konnten  auch die in der Archäologie nicht so Bewanderten gut erkennen. Ebenso besuchte man Pergamon, in Deutschland sicherlich bekannt durch den sog. Pergamon-Altar, der in Berlin eine Besucherattraktion ist.

Ein Höhepunkt war sicherlich der Besuch der griechischen Insel Patmos. In einer vierstündigen Schifffahrt gelangten die bayerischen Pilger auf den Verbannungsort des frühen Christen Johannes, der von dort das letzte Buch des Neuen Testaments verfasste. Das herrliche Wetter bei angenehmsten Temperaturen, der nicht selbstverständliche niedrige Wellengang der Ägäis, die beeindruckenden Bauten auf der Insel sowie der stimmungsvolle Gottesdienst, unterlegt mit Gedanken aus der Offenbarung des Johannes, sorgten für ein unvergessliches Erlebnis am Sonntag der Pilgerreise.

Tags darauf gönnte man sich einen "Wellnesstag" in Pamukkale. Die Teilnehmer bekamen eine Führung bei den antiken Ausgrabungen von Hierapolis sowie den Kalksinterterrassen, neben dem Altstadtensemble von Istanbul, den Ausgrabungen von Troja, sowie der Insel Patmos ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe. Wer wollte, konnte sich ein Thermalbad im sogenannten "Antiken Pool" von Hierapolis gönnen.

Letzte Station war Ephesus, nicht nur ein religiös bedeutender Ort, sondern ebenfalls ein UNESCO-Weltkulturerbe. Im Wallfahrtsheiligtum Meryem Ana, dem mutmaßlichen Sterbeort Mariens, konnten die Pilger wieder Gottesdienst feiern. Anschließend ging es zu den antiken Stätten. Die wohl großartigsten Ausgrabungen in der Türkei wie z.B. das große Theater sowie die Celsus-Bibliothek aus dem 2. Jahrhundert sorgten für begeistertes Staunen. Die religiös Interessierten bewunderten natürlich die Marienkirche, wo im Jahre 431 das 3. Ökumenische Konzil abgehalten wurde. Dass vom Artemision, einem der sieben Weltwunder der Antike, nicht viel zu sehen war, konnte man verkraften.

Erfüllt von den religiösen und kulturellen Ereignissen sowie der guten Stimmung, die während der ganzen Reise herrschte, flog die Reisegruppe tags darauf über Izmir zurück nach Bayern, wo sie schon sommerliche Temperaturen erwarteten.

Arnold Hutterer


 

 

2014: Altöttinger pilgern nach Fatima und Santiago de Compostela und genießen die vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten in Portugal und Spanien

Begeistert von Land und Leute zeigte sich die Altöttinger Pilgergruppe auf ihrer Reise nach Portugal und Spanien. Und wie sich der Zeitplan so fügte, war es sogar möglich, an einem 13. des Monats, dem 13. Juni, den großen Internationalen Gottesdienst im Marienwallfahrtsort Fatima mitzufeiern.
Pastoralreferent Arnold Hutterer musste kurzfristig die Gesamtleitung der Gruppe übernehmen, die eigentlich Stadtpfarrer Günther Mandl zugestanden wäre. Da am Vorabend des Abflugs nach Portugal die Mutter des Geistlichen verstorben war, übernahm Hutterer die Organisationsleitung zusammen mit einer ortskundigen Reiseleiterin vor Ort. Alexandra Kalchauer, Jahrespraktikantin im Pfarrverband Altötting, unterstützte die beiden bei der Gestaltung des liturgischen Programms. Da es den Altöttingern gelang, mit einem deutschsprachigen Geistlichen in Portugal, Pfarrer Christian Uptmoor Kontakt herzustellen, war trotz der traurigen Umstände im Vorfeld der Reise für eine gute spirituelle Begleitung gesorgt.
So konnte eine heilige Messe mit der deutschsprachigen Gemeinde in Lissabon gefeiert  werden. Im Programm war aber auch genügend Platz für viele kulturelle Sehenswürdigkeiten. Besonders beeindruckt zeigten sich die 35 Mitreisenden vom Turm zu Belem, von wo aus Ende des Mittelalters bzw. zu Beginn der Neuzeit oftmals die Schiffsreisen in die neue Welt starteten. Ebenso ein Traum  war die Besichtigung des manuelinischen Kreuzganges im Hieronymitenkloster zu Lissabon oder der wunderbare Blick über Lissabon von der Georgsburg aus. Selbstverständlich stand auch das UNESCO-Weltkulturerbe Batalha auf dem Programm, das man von Fatima aus besuchen konnte. Die Mitreisenden staunten nicht schlecht über diese grandiose mittelalterliche Klosteranlage, dem vielleicht schönsten Bauwerk Portugals. Überhaupt erwies sich Fatima nicht nur als religöses Zentrum, sondern auch als geeigneter Ort, um weitere kulturelle Highlights besuchen zu können. So lag auch Alcobaca,  die größte Zisterzienserkirche Europas, ganz in der Nähe.
Bei so viel Kultur war natürlich auch eine ausgiebige Pause am Atlantik vonnöten. So bauten Hutterer und die portugiesiche Reiseleiterin einen ausgiebigen Aufenthalt am Fischerdorf Nazare in ihr Programm ein, einem der meistbesuchten Badeorte an der portugiesischen Atlantikküste. Einige trauten sich sogar in das noch nicht so warme Meer zum Schwimmen.
Schließlich ging es weiter von Fatima nach Tomar zum burgartigen Ordensschloss der Christusritter, von dort zur altehrwürdigen Universitätsstadt Coimbra, sowie zur Übernachtung nach Porto. Eine Besichtigung der alten Hafenstadt, ebenfalls Weltkulturerbe tags darauf ließ die Altöttinger Reisegruppe ebenso ins Schwärmen kommen wie die sich anschließende Portweinprobe.
Weiter ging es zum Abschluss der Reise über die spanische Grenze nach Santiago de Compostela, dem zweiten großen Wallfahrtsort, dessentwegen sich die Altöttinger auf den Weg gemacht hatten. Auch dort gelang es, an der Internationalen Pilgermesse teilzunehmen, sowie am Ende des Gottesdienstes den Botafumeiro zu erleben, das riesige Weihrauchfass, das durch das ganze Querschiff der Kathedrale eindrucksvoll hin und her schwebte. Im Anschluss daran hatte man noch genügend Zeit, den größten christlichen  Wallfahrtsort der Erde nach Jerusalem und Rom ausgiebig zu erkunden. Damit schloß sich der Kreis einer wunderbaren Pilger- und Kulturreise, denn tags darauf ging's wieder zurück nach Alöttting, der Wallfahrtsstätte vor Ort.

Arnold Hutterer

 

2012: Von der Sixtinischen Madonna über die Madonna von Tschenstochau zum polnischen Wintersportort Zakopane – Beeindruckende Altöttinger Pilgerreise auf den Spuren von Papst Johannes Paul II

Auf eine höchst bereichernde und an spirituellen und kulturellen Elementen reiche Reise können die Altöttinger Pilgerreisenden zurückblicken.
Mit dem Motto „Auf den Spuren von Papst Johannes Paul II“ machten sich 23 Pilger auf die Reise nach Polen. Dresden stand auf halber Strecke als erster Übernachtungsort auf dem Programm. Glücklicherweise gelang es Pastoralreferent Arnold Hutterer, der zugleich Organisationsleiter war, die Sonderausstellung zum 500 jährigen Jubiläum der Sixtinischen Madonna des weltberühmten Renaissance-Malers Raffael kurzfristig in das Programm zu integrieren. Anschließend stand eine Orgelandacht in der evangelischen Frauenkirche auf dem Programm.
Tags darauf ging es nach St. Annaberg, dem wichtigsten Wallfahrtsort in Oberschlesien. Dort konnte Stadtpfarrer Günther Mandl, geistlicher Begleiter der Pilgergruppe, zum ersten Mal Gottesdienst feiern. Der spirituelle Höhepunkt schlechthin war aber Tschenstochau, der größte Marienwallfahrtsort Polens und auch Partnerstadt Altöttings. Der Gnadenort mit der bekannten byzantinischen Madonna, die Papst Johannes Paul bei seinen Heimatbesuchen regelmäßig besuchte, zeugt von der großen Frömmigkeit der Polen. Auch hier konnten die Altöttinger Pilger Gottesdienste feiern, einmal sogar direkt in der Gnadenkapelle.
Anschließend ging es weiter nach Krakau, der Stadt mit unzähligen Renaissance- und Barockbauten. An dem Ort, wo der polnische Papst Erzbischof und Kardinal war, bestaunten die Reisteilnehmer die Kathedrale auf dem Wawelhügel. Dann gings weiter ins Judenviertel von Krakau, wo Hollywoodregisseur Steven Spielberg große Teile von „Schindlers Liste“ gedreht hat. Natürlich wurde auch am Hauptmarkt, einem der größten mittelalterlichen Plätze Europas, die gotisch-barocke Marienkirche mit einem prächtigen Veit-Stoß-Altar besichtigt.
Tags darauf machte sich die Gruppe auf nach Wadowice, dem Geburtsort von Johannes Paul, und von da aus gings weiter nach Auschwitz. Der Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau war reine zutiefst erschütternde Erfahrung über die unrühmliche Vergangenheit der Nationalsozalisten.
In Zakopane, dem bekannten Wintersportort von Polen, machten die Mitreisenden aus dem Landkreis Altötting nicht nur eine Floßfahrt und eine kleine Bergwanderung, sondern wurden daran erinnert, dass der polnische Papst als junger Mann hier des öfteren Skitouren unternahm. Sogar ein Abstecher nach Pasierbiec konnte gemacht werden. Stadtpfarrer Mandl hatte im Vorfeld mit dem dort ansässigen Altöttinger Ehrenkanoniker Josef Wasniowski Kontakt aufgenommen. Dieser freute sich, die Altöttinger Pilger begrüßen zu dürfen. Denn in Pasierbiec ist im Hauptaltar einer Kapelle die Kopie der Gnadenmutter von Altötting zu sehen. Nach einem feierlichen Gottesdienst vor Ort bewirtete der sichtlich erfreute Ehrenkanoniker die Pilgergruppe mit feinsten Speisen.
Auf der Rückfahrt der neun Tage dauernden Pilgerreise machte die Reisegruppe noch einen Abstecher nach Brünn in Tschechien. Dort besuchte man die in der Nähe gelegenen Punkva-Höhlen des Mährischen Karst mit dem bizarren Märchendom.
Am letzten Abend der Pilgerreise wurde, wie nicht selten in den Tagen davor, gemeinsam gefeiert, gegessen und getrunken. Erfüllt mit spirituellen und kulturellen Eindrücken, und gestärkt durch eine gute Gemeinschaft, kehrten die Pilger nach Hause zurück, wo tags darauf auf Stadtpfarrer Mandl schon die Fronleichnamsprozession wartete.

Arnold Hutterer

 

 

2011: Jubiläumswallfahrt nach Rom – Stadtpfarrer Mandl kehrt zu alten Wirkungsstätten zurück

 

Die Jubiläumsveranstaltungen im Jahr 2011 im Rahmen von „500 Jahre Stiftspfarrkirche“ haben einen weiteren Höhepunkt erlebt. Eine Pilgerreise nach Rom während der Pfingstferien stand auf dem Programm. Kurz nach Ankündigung der Reise war die Teilnehmerliste voll. Stadtpfarrer Günther Mandl hatte die geistliche Reiseleitung inne. Pastoralreferent Arnold Hutterer war für die Planungen zuständig und kümmerte sich darum, dass vor Ort alles reibungslos klappte.
So machten sich die Pilger für neun Tage auf den Weg. Um die lange Fahrt etwas aufzulockern, legte man mehrere Zwischenstationen ein. Die Stadt Verona mit der dortigen Arena sowie der Balkon von Romeo und Julia waren ein erstes Highlight. Nach der Übernachtung in Bologna ließen die Reisenden den wunderschönen Dom von Florenz samt Baptisterium und Campanile auf sich wirken und gingen über den Ponte Vecchio, die bekannteste Brücke in Florenz. Von dort ging die Reise weiter nach Rom, dem eigentlichen Ziel. Hier schloss sich Robert Paulus, ein Neupriester der Diözese Passau, der ebenso wie Mandl in Rom studierte bzw. gerade seine philosophischen und theologischen Studien abgeschlossen hatte, der Reisegruppe an. Nicht zuletzt seiner unermüdlichen Hilfsbereitschaft war es zu verdanken, dass die Pilgergruppe ihre anvisierten Ziele auch alle erreichen konnte.
Gleich zu Anfang stand das antike Rom mit dem Forum Romanum, dem Kolosseum, Circus Maximus und weiteren antiken Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Im Vatikanstaat konnten nicht bloß der Petersdom, die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle, sondern auch die Vatikanischen Gärten besucht werden. Das Angelus-Gebet mit dem Papst blieb den Reisenden jedoch verwehrt. Dieser war nämlich auf Pastoralreise und feierte gerade eine heilige Messe in San Marino.
Besonders beeindruckend waren jedoch die Gottesdienste, die Mandl und Paulus in Konzelebration feierten, war doch die Reise keine Urlaubs-, sondern eine Pilgerreise. Im Germanicum et Hungaricum, einem überdiözesanen Priesterseminar, wo beide ihre theologischen Studien gemacht hatten, durfte die Pilgergruppe einen Gottesdienst mit weiteren Theologiestudenten der Diözese Passau miterleben. Auch mit San Ignazio verbindet Mandl und Paulus eine gemeinsame Geschichte. Beide erhielten dort ihre Priesterweihe, die immer am 10. Oktober jeden Jahres stattfindet. So konnten die Geistlichen in dieser Jesuitenkirche dankbar auf den Tag ihrer Priesterweihe im Jahr 1972 bzw. vor kurzem im Jahr 2010, zurückschauen. Weitere Gottesdienste wurden in Santa Maria Maggiore und im Campo Santo Teutonico gefeiert.
Um das dicht gehaltene Programm etwas aufzulockern, fand auch ein Ausflug nach Tivoli mit dem Besuch der Villa d`Este statt. Die Wasserspiele vor herrlicher landschaftlicher Kulisse ließ die Teilnehmer ins Schwärmen geraten. Auch den Besuch der Sommerresidenz des Papstes, Castel Gandolfo, mit einem herrlichen Blick auf den Albaner See genoss die Altöttinger Pilgergruppe. Der anschließende Besuch einer Trattoria in Genzano, ebenfalls wie Castel Gandolfo in den Albaner Bergen gelegen, brachte die knapp 50 Teilnehmer gehörig ins Schwitzen, nicht bloß aufgrund der Temperaturen. Dort fand nämlich eine Fronleichnamsprozession mit unzähligen Gottesdienstbesuchern und Schaulustigen statt. Hier hatten die Pilger wirklich den göttlichen Beistand nötig, um sich nicht zu verlieren.
In Nettuno, ca. 60 km südlich von Rom, direkt am tyrrhenischen Meer gelegen, besuchten die Pilger das Grab der Hl. Maria Goretti und konnten auch dort einen Gottesdienst feiern. Beten – Kultur – die Seele baumeln lassen, das beherzigte man auch vor Ort. Denn gleich neben der Kirche war ein Badestrand. Hier konnten die Pilger das wohltuende Nass des Meeres bei immer über 30 Grad liegenden Temperaturen genießen.
Voll mit wunderschönen spirituellen und kulturellen Eindrücken machte sich die Pilgergruppe nach gut einer Woche wieder auf den Rückweg. In Assisi wurde noch ein Zwischenstopp eingelegt und die Reiseteilnehmer besuchten den Lebens- und Wirkungsort des Hl. Franz von Assisi. Eine letzte Übernachtung fand im nahgelegenen Santa Maria degli Angeli statt, wo auch die bekannte Porziuncola-Kapelle zu finden ist. Wohlbehalten zurückgekehrt nach Altötting schloss sich der Kreis einer rundum gelungenen Reise, die zwar aufgrund der heißen Temperaturen und des vollgepackten Programms durchaus ambitioniert war, aber nicht zuletzt aufgrund des guten Zusammenhalts innerhalb der Pilgergruppe höchst angenehm bleibende Eindrücke hinterlassen hat und wird.
 
Arnold Hutterer
 
 
 

 

2010: 35 Altöttinger pilgern auf den Spuren des Mose

Von einem spirituell-kulturellen Höhepunkt zum nächsten bewegten sich 33 Teilnehmer aus dem Pfarrverband Altötting und Umgebung sowie Pfarrer Josef Vogl als geistlicher Begleiter und Pastoralreferent Arnold Hutterer als organisatorischer Reiseleiter. „Auf den Spuren des Mose ins Gelobte Land“ – unter diesem Motto reisten die Pilger von Ägypten nach Jordanien, um vom Berg Nebo, dem Sterbeort Mose, einen Blick ins Gelobte Land zu werfen.
Startpunkt der ambitionierten Tour war Kairo, die größte und bevölkerungsreichste Stadt Afrikas. Dort erwartete die Reisegruppe der islamische Reiseführer vor Ort, Ahmed Ragab. Mit seinem freundlichen und offenem Wesen gewann er sehr schnell die Herzen der weitgereisten Teilnehmer. Er führte die Reisegruppe in Land und Kultur Ägyptens ein, besuchte mit ihnen u.a. die Alabastermoschee in Kairo sowie natürlich auch die Pyramiden von Gizeh mit dem Sphinx, das letzte noch existierende Weltwunder der Antike. Gottseidank blieben die Pilger beim Besuch der Pyramiden von Gizeh und Sakkara vom Sandsturm verschont, der zwischenzeitlich aufzukommen drohte.
Anschließend zog die Reisegruppe weiter auf den Spuren des Mose in die Sinaihalbinsel, wo sie bei den Mosesquellen den ersten der insgesamt drei Hl. Messen feierten. Vor stimmungsvoller Kulisse erklärte Pfarrer Vogl den Wert des lebensspendenden Wassers. Ziel auf der Sinaihalbinsel aber war das Katharinenkloster bzw. der Moseberg (2285 Meter), den immerhin knapp die Hälfte der Teilnehmer erklomm. Zwar musste schon um zwei Uhr früh losmarschiert werden, aber dafür wurden die Bergsteiger mit einem wunderbaren Sonnenaufgang belohnt. Auch wenn sie nicht, wie seinerzeit Mose, mit den 10 Geboten zu Tale kamen, so wurden sie doch freudig von den Zurückgebliebenen begrüßt. Gemeinsam besuchte man anschließend das Innere des Katharinenklosters, wo der Tradtition zufolge auch die Überreste des „brennnenden Dornbusches“ zu bewundern sind.
Der zweite Teil der Reise Richtung Gelobtes Land führte schließlich durch Jordanien. Dort erwartete der jordanische Reiseführer Jamal Al-Kashef pünktlich wie vereinbart die Reisegruppe. Zuverlässig und mit verschmitztem Humor brachte auch er als  muslimischer Führer sein Land und seine Leute den Deutschen näher.
Nach einer Übernachtung am jordanischen Hafen Aqabar begaben sich  die Teilnehmer zur Felsenstadt Petra. Diese wurde im Jahr 2007 bei einer Internetabstimmung zu einem der „Neuen 7 Weltwunder“ gewählt. Wenn auch bei ziemlich heißen Temperaturen um die 35 Grad bestaunte man interessiert das riesige Gelände dieser einstmaligen Nabatäersiedlung von vor ungefähr 2000 Jahren. Besonders beeindruckend war dabei das Kazneh, das sog. Schatzhaus des Pharao, das sich am Ende der Eingangsschlucht bezaubernd auftat.
Nach Petra gings weiter auf der Königsstraße zur Kreuzritterburg Kerak, von dort nach Madaba zu einer berühmten Mosaiklandkarte des Heiligen Landes. Der vorletzte Tag der Pilgerreise endete schließlich auf dem Berg Nebo, dem Sterbeort Mose. Von dort richtete er gemäß den biblischen Schriften den Blick ins Gelobte Land, das er aber nicht erreicht hat. Auf diesem Berg feierte die Reisegruppe passend zur Thematik auch hier einen beeindruckenden Gottesdienst.
Der letzte Tag stand schließlich zumindest zum Teil unter dem Zeichen der Erholung. Zuerst besuchte man noch Bethanien, den Taufort von Jesus, dem „neuen Mose“, wo man eine kurze Andacht feierte. Dann freuten sich die Teilnehmer bei brütenden Temperaturen schon auf einen Badeaufenthalt am Toten Meer. Sie genossen das kühle Nass, bevor es dann nachmittags noch eine kurze Besichtigung von Amman, dem biblischen Philadelphia gab. Dies war aber schon der Endpunkt einer sehr kurzweiligen, aber mit Höhepunkten sehr reich gespickten Pilgerreise. Denn schließlich ging es dann zurück ins kalte Deutschland, wo die Pilger mit Temperaturen um die 10 Grad und Regenwetter begrüßt wurden.

Arnold Hutterer

 

 

2008: Altöttinger Stadtpfarrei auf beeindruckender Pilgerreise ins Heilige Land
 
Mit 44 Teilnehmern machte sich die Stadtpfarrei Altötting unter geistlicher Leitung von Stiftspropst Günther Mandl und organisatorischer Begleitung von Pastoralreferent Arnold Hutterer und Israelkenner Stefan Saring auf eine Pilgerreise ins Heilige Land. Eine in sich harmonierende Gruppe, bewegende Landschaften, in denen Jesus sich aufgehalten hat, und beeindruckende Gottesdienste vor Ort ließen die Israelreise zu einem zutiefst bewegenden Erlebnis werden.
Yossi Baharav, der jüdischer Reiseleiter vor Ort, führte die Pilger zielsicher an die verschiedenen Orte des Handelns und Wirkens Jesu. Nach einer Kurzbesichtigung von Haifa, der Heimat des Reiseleiters, fuhr man nach Galiläa. Drei Nächte verbrachten die Pilger in Tiberias, direkt am See Gennesaret. Von dort aus besuchten sie die verschiedenen Orte Galiläas.
Beeindruckend war zu Beginn der Erkundungen des Heiligen Landes eine Bootsfahrt auf dem See, wo sich Jesus mit seinen Jüngern, die von Beruf ja Fischer waren, oft aufhielt. Vom See ans Land gekommen besuchte man Ausgrabungsstätten in Kafarnaum, dem Lebensmittelpunkt Jesu und vielen seiner Jünger. Die Ausgrabungen, die vermutlich das Haus des Petrus bzw. seiner Schwiegermutter zeigten, waren genauso beeindruckend wie der anschließende Besuch von Tabgha mit der Brotvermehrungskirche. Über Kana, wo Jesus auf einer Hochzeit Wasser in Wein verwandelt hat, fuhr die Altöttinger Reisegruppe dann anschließend nach Nazaret, wo man Gottesdienst feiern konnte, genauso wie an den darauffolgenden Tagen auf dem Berg der Seligpreisungen und dem Berg Tabor. Die Gottesdienstorte waren im Vorfeld durch den Reiseleiter, von allen einfach nur „Yossi“ genannt, ausgesucht worden.
Neben dem Besuch von Caeserea Philippi und alten Ausgrabungsstätten auf der Nimrodburg fuhr man unter anderem auch an den Golanhöhen entlang. Yossi brachte den Reisenden aus Deutschland dabei aus jüdischer Sicht die Problematik zwischen Israel und den muslimisch geprägten Nachbarstaaten nahe.
Den zweiten Teil der Reise führte die Altöttinger Pilger über die Ausgrabungen der antiken Stadt Bet Shean nach Jerusalem, wo man fünf Nächte verbrachte. Stätten wie den Ölberg, den Garten Gethsemane, der Kreuzweg von Jerusalem, die „Via dolorosa“, ließen anschaulich werden, wie Jesus seine letzten Tage verbringen musste. Ein Höhepunkt war dabei sicherlich der Besuch von Golgota, der Schädelhöhe, über die nun die Grabes- bzw. Auferstehungskirche gebaut ist.
Eine verblüffende Konstellation ergab sich dabei mit den Gottesdiensten. Am Sonntag konnte man bei einem Ausflug über Ain Karem, dem Geburtsort von Johannes dem Täufer, nach Betlehem die Weihnachtsmesse feiern. Am Montag hatten die Pilger die Möglichkeit, den Ostergottesdienst in der Auferstehungskirche mitzuerleben, bevor man dann am Nachmittag desselben Tages im sogenannten Abendmahlssaal, der zugleich der Ort der Geistsendung Jesu an seine Jünger ist, Pfingsten gedenken konnte. Stadtpfarrer Mandl gestaltete würdevoll die vielen Gottesdienste, die biblisch-theologischen Schriften hatte Hutterer ausgesucht, für den Kantorendienst zeichneten sich Stefan Saring und Richard Roiderer zuständig. Letzterer ministrierte auch zusammen mit Stefan Burghart, sodass die Pilgerreise im wahrsten Sinne des Wortes als solche auch angemessen gestaltet werden konnte.
Die spirituellen Erfahrungen, die vielen Erlebnisse der heiligen Stätten und die Begegnungen untereinander sorgten bei den Teilnehmern für eine durchgehend gute Stimmung, die noch mehr aufgelockert wurde durch den Besuch des Toten Meeres. Dort hatte man Gelegenheit, zwischen den hitzereichen Besuchen der Festung Massada und den Ausgrabungen von Qumran, wo älteste biblische Abschriften gefunden wurden, sich wenigstens ein bisschen von der vielen Kultur zu erholen. Vielleicht etwas müde bei dem vollen Programm, aber sicherlich erfüllt vom guten Geist, der durchgängig herrschte, kehrte man nach einem abschließenden Kurzaufenthalt in Jaffa, der früheren Hafenstadt Tel Avivs, zurück nach Altötting.
 
Arnold Hutterer