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Bad Griesbach


Die Pfarrei

"Zur Heiligen Familie"

in Bad Griesbach

mit Informationen aus dem "Handbuch des Bistums Passau 2010"

 

Die Pfarrei gehört zum Dekanat Pocking im Bistum Passau und ist Sitz des Pfarrverbandes Bad Griesbach mit den Pfarreien St. Salvator, Reutern, Weng, Karpfham und Bad Griesbach. Zur Pfarrgemeinde gehören ungefähr 3.000 Katholiken. Das Pfarrgebiet von Bad Griesbach umfasst nur das eigentliche Stadtgebiet und westlich ein Stück Hügelland bis zu den Ortschaften Lederbach und Kurzholz. Zentrum ist die große Stadtpfarrkirche mit  Zwiebelturm. Die frühere Burg- und spätere Pfarrkirche St. Michael war zunächst eine adelige Eigenkirche und später eine Filiale der domkapitlischen Pfarrei Karpfham. 1511 dann Benefizium und vorübergehend exponierte Kooperatur. Ab 1616 Pfarrvikariat und seit dem 10. Juli 1805 staatliche Organisation als Pfarrei. Um die Kirche St. Michael liegt in drei Stockwerken der Friedhof, der von der Stadt verwaltet wird. Die Wallfahrtskirche "Maria Schutz" auf dem Kronberg oberhalb des Ortskerns ist eine beliebte Hochzeitskirche. Zum Kurgebiet Bad Griesbach Therme gehört das Ökumenische Zentrum mit der Emmauskirche. Die Erstnennung des Ortes Bad Griesbach erfolgte im Jahr 1108.

 

Die wichtigsten Einrichtungen im Gebiet der Stadtpfarrei sind das Pfarrzentrum, die Stadtbücherei und das Pfarrhaus. Diese liegen allesamt unmittelbar benachbart zu unserer Pfarrkirche. Der Ortscaritasverein unterhält die beiden Kindergärten St. Konrad und St. Michael und den Hort für Schulkinder im Volksschulgebäude. Das Altenheim St. Elisabeth in der Nähe der Kronberg-Kirche ist in der Trägerschaft der Obernzeller Schwestern, der Schwestern vom Allerheiligsten Heiland. Hier ist auch das Caritas-Sozialzentrum mit der Sozialstation untergebracht. Im KWA Stift Rottal stehen sowohl ambulante Therapiemöglichkeiten, Klinik- und Kurzzeit-Pflegebetten als auch Betreutes Wohnen für Dauerbewohner zur Verfügung.

 

Weitere kirchliche Einrichtungen:

KDFB Bad Griesbach seit 1930, zur Zeit 170 Mitglieder

Hier öffnet sich der Veranstaltungskalender des KDFB Bad Griesbach für das Jahr 2017

 

Pfarr- und Ortscaritasverband seit 1964, zur Zeit 197 Mitglieder

Ministranten, zur Zeit 14 Mitglieder

   

Die Stadtpfarrkirche Hl. Familie
Nachdem die Einwohnerzahl Griesbachs Anfang des 20. Jahrhunderts auf knapp 1.300 angewachsen war, reichte die bisherige Kirche St. Michael in keiner Weise mehr aus. H.H. Geistl. Rat Josef Philipp (in Griesbach von 1909 bis 1925) wagte sich daran, ein zeitgemäßes und würdiges Gotteshaus neu zu bauen. Die Brauereibesitzerin Frau Franziska Holzinger spendete sowohl das Grundstück für den Kirchenbau als auch einen erheblichen Anteil der Baukosten von 180.000 bis 200.000 Goldmark. Während das Baugeschehen im Bistum Passau zu dieser Zeit von Johann Baptist Schott bestimmt wurde, ging aus der Ausschreibung des Kirchenbauprojektes die Münchener Baufirma Rank als Sieger hervor. Der Grundstein zum Kirchenbau wurde am 18.04.1911 gelegt. Bereits gegen Ende 1912 konnten in dem 56 Meter hohen Turm des mächtigen Neubaus fünf Glocken mit insgesamt mehr als 117 Zentnern Gewicht aufgehängt werden.

Die feierliche Konsekration der Pfarrkirche nahm Bischof Sigismund Felix Freiherr von Ow-Felldorf am 02. Juli 1913 vor. Das Patrozinium "Zur Heilige Familie" verweist auf eines der wichtigsten Anliegen der Seelsorge um die Jahrhundertwende, die Pflege und den Schutz der Familien. Der neue Hochaltar von Johann Huber aus München mit dem Altarbild "Geburt des Heilandes" von Prof. Gebhard Fugel wurde 1915 aufgestellt, im Lauf der folgenden Jahre wurde die Ausstattung der Kirche um Seitenaltäre, Kreuzweg, Gedenktafeln, Kanzel, Deckenausmalung usw. ergänzt. Offenbar behielt man zunächst noch die Orgel der früheren Pfarrkirche St. Michael bei. Im Jahr 1938 wurde von der Passauer Firma Becker & Hiendl eine neue Orgel mit 24 Registern geliefert. Diese Orgel verrichtet bis heute ihren Dienst. Mit Ausnahme der kleinsten Glocke (250 kg) fiel das Geläute dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. 1949 erhielt die Pfarrkirche von der Passauer Glockengießerei Perner vier neue Bronzeglocken mit 2.500, 1.400, 1.000 und 700 kg Gewicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einzelne Teile der Kirchenanlage nach Notwendigkeit renoviert.

Ihre jetzige Gestalt erhielt die Pfarrkirche durch eine Gesamtrenovierung von 1991 bis 1994, die mit der Weihe des vom Bildhauer Hans Wurmer geschaffenen neuen Volksaltares durch Diözesanbischof Dr. Franz Xaver Eder am 10. April 1994 abgeschlossen wurde. Nach dieser Maßnahme bietet sie nun ca. 500 Sitzplätze und ist mit einer elektronisch geregelten Bank-Wasserheizung, die den Kirchenraum gleichmäßig temperiert, sowie Induktionsschleifen für Hörgeräteträger in den letzten Bankreihen des Mittelschiffs ausgestattet.
  

Die Friedhofskirche St. Michael
Ab etwa kurz vor 1000 kann man auf Griesbachs Höhenlage eine Burg annehmen, die 1075 erstmals urkundlich erwähnt wird. Zu dieser gehörte eine Burgkapelle, die dem Hl. Michael geweiht war. Um 1480 wurde der jetzige spätgotische Ziegelbau errichtet. 1634 wird Griesbach Pfarrvikariat, die Erhebung zur Pfarrei war 1805. 1911 wird mit dem Bau der neuen Pfarrkirche "Heilige Familie" begonnen. Heute finden in der Regel in der St. Michael-Kirche die Requien für unsere Verstorbenen statt. 

 

Die Wallfahrtskirche Kronberg Maria, Schutz der Christen:
Der Kronberg war in früheren Zeiten dicht mit Holz bewachsen. An der Stelle der heutigen Kirche stand der Überlieferung nach zunächst eine alte, große Eiche. Als ein Sturm diese umriss, wurde an ihrer Stelle in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine Linde eingesetzt und an diese ein Marienbild angebracht. Schon bald wurden Gebetserhörungen und Heilungen  berichtet, so dass immer mehr Menschen dorthin pilgerten; nicht zuletzt, weil der wichtige Weg nach Vilshofen daran vorbei zog und der Standort zum Verweilen und Betrachten einlud.
Die Spenden der Pilger ermöglichten im Jahr 1686 den Bau einer ersten Holzkapelle, die in kurzer Zeit mit Bildern ausgestattet war. Von einem dankbaren Wallfahrer wurde der Kapelle eine Kopie des Gnadenbildes "Maria Schutz", welches seit Mitte des 16. Jahrhunderts im damaligen Passauer Benediktinerinnenkloster Niedernburg verehrt wurde, geschenkt, das der Wallfahrt dann den Namen gab.


Seit dem 17. Jahrhundert hat es auf dem Kronberg mehrere Kapellen gegeben, zumeist schlichte Bauten aus Holz. Der jetzige Bau wurde im Jahr 1847 begonnen und am 1. Mai 1852 feierlich eingeweiht. Im Geist der Zeit wurde eine neogotische Kirche mit einheitlicher äußerer Erscheinung und Innenausstattung geschaffen. Der Hl. Bruder Konrad aus Parzham, geboren am 22.12.1818, war ein eifriger Besucher der Kronberg-Kirche. Nach mündlichen Überlieferungen nahm er dort zweimal pro Woche an der Frühmesse teil.

Im Laufe der Zeit wurde bei verschiedenen Renovierungen die Kirche zum Teil erheblich verändert, vor allem nach dem Einsturz des ursprünglichen Gewölbes 1966, bei dem auch das gestiftete Altarbild verloren ging. Von 1983 bis 1985 wurde die letzte große Maßnahme durchgeführt. Dabei wurde nach einer Grundsanierung der dokumentierte Originalzustand der Kirche weitgehend wiederherzustellen versucht. Die helle, leichte Stimmung der Kirche wird durch die zarte Ausmalung mit Rosen und Lilien und die Glasgemälde im Chor bestimmt. Beachtenswert ist darüber hinaus das  harmonische Netzrippengewölbe, dessen spezielle Konstruktionsweise bei der Renovierung nachvollzogen werden konnte und die elegante Linienführung des Baus ermöglicht.

 

Kapellen in Bad Griesbach:

Bräu-Kapelle St. Stephanus, Jodelbauer´sche Feldkapelle. 1837 erbaut

Nepomuk-Kapelle

Hauskapelle im Altenheim St. Elisabeth

Hauskapelle im KWA Stift Rottal

Kapelle in Katzham

Kapelle in Lederbach