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Papst Franziskus


Aussagen von Papst Franziskus

       zum Grundsatzinterview des Papstes

 


 

                 Radio Vatikan vom 07.10.2017







 

                04.09.2017   Radio Vatikan 





 

 



 

 



 

 

 

 

        Radio Vatikan 21.01.2017



 


 

 


 

 

 

 



 



 

 

 


 

 

Radio Vatikan 15.09.2015


 


 

 


 

 




 

 


 

 

 

 

 

 

Radio Vatikan 05.06.2014

RealAudioMP3 Die Kirche ist nicht „steif“ wie manche sie leben und wollen, sondern die Kirche „ist frei“. Darüber hat Papst Franziskus an diesem Donnerstag bei seiner täglichen Morgenmesse in Santa Marta gesprochen. Franziskus warnte vor drei Gruppen von Gläubigen, die sich christlich nennen: die Uniformisten, die Alternativisten und die Profiteure. Mit Blick auf die letzteren sagte er: „Die Kirche gehört nicht ihnen“, sie mieten sie nur. 

„Alle sollen eins sein“: Das Tagesevangelium zeigt Jesus im Gebet zum Vater. Er bittet um Einheit der Kirche. Dieses Gebet ist heute noch nötig, sagte Franziskus und nannte seine Beispiele. Viele von jenen, die sich heute katholisch nennen, seien „mit einem Fuß drin“, aber „der andere ist noch nicht nachgezogen“. Sie behielten es sich vor, „gleichzeitig drin und draußen“ zu stehen. Für solche Menschen sei die Kirche nicht ihr Zuhause, sie empfänden sie nicht als Heimat: „Für sie ist das ein Mietobjekt“. 

„Die Uniformität, die Gleichförmigkeit. Die Steifheit. Diese Menschen haben nicht die Freiheit, die der Heilige Geist gibt. Sie verwechseln das, was Jesus im Evangelium gepredigt hat, mit ihrer eigenen Lehre, ihrer Lehre der Gleichheit. Und Jesus hat nie gewollt, dass seine Kirche so steif sei. Nie. Wegen ihrer Haltung können diese Menschen nicht in die Kirche eintreten. Sie sind erklärte Katholiken, aber ihre steife Haltung entfernt sie von der Kirche.“

Eine weitere Gruppe machte Papst Franziskus in den von ihm so genannten „Alternativisten“ aus: Das seien jene mit eigenen, eben „alternativen“ Vorstellungen von der Kirche. 

„Ich trete in die Kirche ein, aber mit dieser Idee, dieser Ideologie. Und so ist ihre Zugehörigkeit zur Kirche nur partiell. Auch sie haben einen Fuß außerhalb, auch für sie ist die Kirche nicht ihr Zuhause. Schon zu Beginn der Verkündigung des Evangeliums gab es solche Menschen. Denken wir an die Agnostiker, die der Evangelist Johannes entlarvt. „Jaja, wir sind katholisch, aber mit diesen Ideen!“ Sie teilen nicht das Fühlen der Kirche.“

Die dritte Gruppe von Christen seine jene, die „nicht ins Herz der Kirche“ eintreten: „Profiteure“, die „zum eigenen Vorteil zur Kirche gehen und am Ende dort Geschäfte machen“. 

„Die Geschäftemacher. Die kennen wir gut! Es gab sie von Anfang an, denken wir an Simon den Magier, an Hananias und Saphira. Sie benutzten die Kirche für ihre Geschäfte. Und es gibt sie heute in unseren Pfarrgemeinden und Bistümern und in den Orden. Gewisse Wohltäter der Kirche, viele! Sie rühmten sich als Wohltäter, und am Ende machten sie ihre Geschäfte unter dem Tisch. Auch sie empfinden die Kirche nicht als Mutter. Und Jesus sagt: „Nein! Die Kirche ist nicht steif: die Kirche ist frei!“

Die Kirche sei kein Mietshaus, sondern „ein Haus zum Leben“, „wie eine Mutter“, so der Papst. Nur der Heilige Geist verstehe es, die Einheit in der Verschiedenheit, in der Freiheit und der Großzügigkeit zu schaffen. Der Heilige Geist schaffe Harmonie in der Kirche. “Wir sind alle verschieden, wir sind nicht gleich, Gottseidank“, sagte der Papst, „sonst wäre es die Hölle!“ Alle seien zur „Gefügigkeit“ gegenüber dem Wirken des Heiligen Geistes berufen. Eben diese „Gefügigkeit“ verwandle die Kirche von einem Mietshaus in ein Haus zum Leben. 

(rv 05.06.2014 gs)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/06/05/papstpredigt:_%E2%80%9Edie_kirche_ist_kein_mietshaus%E2%80%9C/ted-804822
des Internetauftritts von Radio Vatikan 

 

 

 Radio Vatican 12.05.2014

Franziskus: Die Kirche kennt kein Amt des Türschließers

RealAudioMP3 „Wer sind wir, dass wir uns anmaßen dürften, Türen zu schließen, die der Heilige Geist öffnen will?“ Das fragte Papst Franziskus an diesem Montag in seiner Frühmesse im Vatikan-Gästehaus Santa Marta. Der Geist wehe, wo er wolle, man dürfe sich ihm nicht in den Weg stellen, so der Papst eindringlich. Er bezog sich auf die Erzählung in der Apostelgeschichte, nach der die ersten Christen zögerten, ob denn auch Nicht-Beschnittene getauft werden dürften. Dazu kommentierte er, nicht ohne Ironie: 

„Das ist etwas, was unausdenkbar war. Wenn morgen eine Expedition von Marsmännchen käme, zum Beispiel - grün, mit langer Nase und großen Ohren, so wie Kinder sie malen - und eines von ihnen bittet um die Taufe, was würde dann passieren?“

Dann wären wir wohl genauso durcheinander wie die ersten Christen, so der Papst. Gott ist eben – das ist für Franziskus ein wesentlicher Punkt, den er immer wieder betont – der „Gott der Überraschungen“. 

„Wenn der Herr uns den Weg zeigt, wer sind wir dann, dass wir sagen könnten: Nein, Herr, nicht da entlang, das ist nicht vernünftig? Nein, wir machen das so! Und Petrus trifft in seinem ersten Bistum, Antiochien, diese Entscheidung: Wer bin ich denn, dass ich Hindernisse aufbauen dürfte? Ein schönes Wort für Bischöfe, Priester, auch für Christen im allgemeinen: Wer sind wir denn, dass wir Türen schließen dürften? In der alten Kirche gab es das Amt des Türöffners - der ließ die Leute eintreten. Aber ein Amt des Türschließers hat es in der Kirche nie gegeben!“

Auch heute leitet der Herr seine Kirche und manövriert sie immer wieder in neue, ungewohnte Situationen hinein, so der Papst weiter.

„Der Heilige Geist ist die lebendige Präsenz Gottes in der Kirche! Er lässt die Kirche vorangehen, immer weiter, über die Grenzen hinaus. Der Heilige Geist mit seinen Gaben führt die Kirche: Man kann die Kirche ohne ihn nicht verstehen. Er trifft diese unvorstellbaren, nicht ausdenkbaren Entscheidungen. Um es mit einem Wort von Johannes XXIII. zu sagen: Es ist der Heilige Geist, der die Kirche aggiorniert, also ins Heute bringt. Wir Christen sollten vom Herrn die Gabe des Gehorsams gegenüber dem Heiligen Geist erbitten. Gehorsam dem Geist gegenüber, der in unserem Herzen spricht, der durch die Umstände des Lebens spricht. Der durch das kirchliche Leben zu uns spricht. Er spricht immer mit uns.“

(rv 12.05.2014 sk)





 

 

14.04.2014

Papst zu Seminaristen: „Seid keine Bürokraten“

mp3MP3  Bei Priestern gibt es keinen Platz für Mittelmäßigkeit. Mit diesen Worten hat Papst Franziskus die Studenten, Seminaristen, Priester und Bischöfe der päpstlichen Universität Leoniano di Anagni“ der Region Lazio empfangen. Nach dankenden und ehrenden Worten an die Seminaristen, die zu Fuß zu ihm gepilgert sind, hat er betont, wie wichtig die vier Pfeiler sind, auf welche die Ausbildung der Priester basiert: das starke geistliche Leben, das ernste intellektuelle Leben, das gemeinschaftliche Leben und das apostolische Leben. Diese unterschiedlichen Teile sollen keine Reihung sein, meint er, viel eher eine Interaktion. Klare Worte fand der Papst auch für die Fehlformen des Berufes:

„Ihr lieben Seminaristen, bereitet euch nicht auf einen Beruf vor, auf eine Funktion in einer Firme und seid kein Teil eines bürokratischen Körpers. Wir haben viele Priester auf halber Strecke. Es schmerzt, dass sie es nicht geschafft haben: viele wirken wie Funktionäre einer Firma, es bekommt eine demokratische Dimension und das tut der Kirche nicht gut! Passt auf, dass ihr nicht so werdet! Werdet Hirten, wie Jesus, um wie er zu sein müsst ihr Teil seiner Herde sein und diese nähren. “

Ein guter Priester zu sein, sei heutzutage jedoch keine einfache Aufgabe, betonte Papst Franziskus.

„Ein guter Priester zu sein, mit Jesus als Vorbild, ist keine einfache Sache. Jesus ist viel zu groß und wir sind viel zu klein …..Ja, es ist wahr, er ist viel zu groß zu uns! Aber es ist nicht unser Werk! Es ist das Werk des heiligen Geistes und unsere Mitarbeit. Wir bieten uns an, als formbare Tonerde und Gott ist der Töpfer ,der uns mit Wasser und Feuer bearbeitet – mit dem Wort und dem Geist.“

Papst Franziskus hob hervor, dass nur wenn die Seminaristen Jesus in sich tragen, sie das Volk Gottes führen können – aber nicht auf ihren Weg, sondern auf dem Weg Gottes, denn der Weg sei Gott. Er betonte, dass es wichtig sei, als Priester absichtslos zu handeln. Die Apostel Jakob und Johannes hätten hohe Ämter angestrebt, doch der Herr habe ihnen mit viel Geduld den richtigen Weg gewiesen. Die Seminaristen und Priester sollen mit Jesus jeden Tag sprechen und beichten, jeden Tag das Evangelium beten um es schließlich auch zu leben und zu predigen. Der Papst forderte alle auf, sich zu fragen, ob sie sich sicher seien, auf dem richtigen Weg zu sein. Denn Ärger drohe den schlechten Priestern, die sich selbst nähren und nicht ihre Herde, zitierte er die Propheten (Ez 34, 1-6).

„Wenn ihr – das sage ich jetzt nur aus Liebe und nicht als Angriff - euch nicht sicher seid dieser Straße zu folgen, mit dieser Einstellung, mit dieser Erfahrung, dann wäre es besser, sofort den Mut zu haben und einen anderen Weg einzuschlagen. Es gibt verschiedene Wege in der Kirche ein Zeuge Jesu‘ zu sein und viele Straßen führen zur Heiligkeit. Aber als Priester gibt es keinen Platz für die Mittelmäßigkeit, diese würde nur dazu führen, dass das heilige Volk usgenützt wird.“

(rv 14.4.2014 no) 
Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/14/papst_zu_seminaristen:_%E2%80%9Eseid_keine_b%C3%BCrokraten%E2%80%9C/ted-790750
des Internetauftritts von Radio Vatikan 

 

 

 

11.01.2013 Radio Vatikan


 

 

 

 

 

 



Das gesamte Interview der Zeitschrift „La  Civiltà Cattolica“ mit dem Papst
können Sie hier in zwei Teilen  in deutscher Übersetzung nachlesen.

Ein  Jesuit auf dem Stuhl Petri – Teil 1
Der  Papst über den Vatikan, das Konzil und den Glauben – Teil 2

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Impulse aus den Papstpredigten der Woche

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