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Niederalteich

 

 

Mauritiushof 1
94557 Niederalteich
Tel.: (09901) 903 388
Fax: (09901) 208 141
E-Mail: pfarramt.niederalteich@bistum-passau.de
Ansprechpartner: Pfarrer Pater Dominikus Holzhauser, OSB
 

Die Kirche gehört zum Gebäudekomplex eines Benediktinerklosters. Dieses gründete im Jahre 731 (741) der bayerische Herzog Odilo - hier an der Donau als wichtiger Verkehrsader und zu Füßen des damals noch unbesiedelten Bayerischen Waldes. Im Jahre 1803 wurden in Deutschland alle Gebiete, die unter geistlicher, d.h. bischöflicher oder klösterlicher Herrschaft standen, zwangsweise von den weltlichen Fürstentümern annektiert.  Damals kam es auch zur Aufhebung des Klosters Niederalteich durch den bayerischen Staat und zur Veräußerung und Zerstörung eines großen Teiles der Gebäulichkeiten.

Die Klosterkirche wurde - an Stelle der abgerissenen alten Pfarrkirche - der Pfarrgemeinde Niederalteich übergeben. Diese hält seitdem hier ihre Gottesdienste und hat auch für den Unterhalt der Kirche zu sorgen.  Die letzte umfassende Restaurierung fand 1989 ihren Abschluss.

Im Jahre 1918 wurde das Kloster wiedererrichtet.  Den Mönchen wurde die Seelsorge in der Pfarrei anvertraut.  Einen Teil ihrer Gottesdienste halten sie ebenfalls in dieser Kirche.  Um die neu gewonnene Bedeutung dieses altehrwürdigen Gotteshauses zu unterstreichen, wurde ihm im Jahre 1932 der Titel einer päpstlichen Basilica minor übertragen.

Die Außenansicht der Kirche zeigt deutlich, dass sie ursprünglich als frühgotische Hallenkirche errichtet wurde - der Chorraum wurde 1270, das Langhaus 1306 fertiggestellt; besonders beachtenswert ist an der linken Außenseite nahe dem Nordturm das Tympanon eines Portales, durch das die Kirche mit dem ehemaligen Kreuzgang verbunden war.  Der Bau der 72 in hohen Türme wurde in der Renaissance begonnen.  An der Südseite (Friedhofseite) des Südturmes ist auf einer Gedenkplatte die Grund-steinlegung am 24.7.1514 durch ein Horoskop kosmisch eingeordnet. 

Das Innere der Kirche wurde um 1720 barockisiert.  Dabei gelang es, Alt und Neu in großarti-ger Harmonie miteinander zu verbinden.  Hinter dem Hochaltar wurde für die Sakristei im Erdgeschoß und für den Mönchschor darüber ("Oberkirche") statt des früheren geraden Abschlusses ein Halbrund angefügt, der erste Sakralbau des großen Barockbaumeisters Johann Michael Fischer.