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Weihmörting


 

Pfarrei Weihmörting

 

Weihmörting

 

Zu Weihmörting (auch Oberweihmörting genannt, im Gegensatz zu Unterweihmörting in der Pfarrei Sulzbach) dürfte wohl schon im 8. Jahrhundert eine der älteste Kirchen der Gegend gestanden haben. J. Windhager erachtet die St.-Martins-Pfarrei Weihmörting als "Urpfarrei", wo schon 731 eine Kirche bezeugt ist.
Er schreibt:
"Fest steht, daß sich die Pfarrei von der Westgrenze der heutigen Pfarrei Bayerbach, bis an den Inn erstreckte. Würding und Aigen am Inn, das später im Pfarrverbund mit Würding stand, gehören ehedem zur Pfarrei Weihmörting. Daß die St.-Martins-Pfarrei Kirchham, wo 779 eine St.-Valentins-Kirche bezeugt ist, ehedem gleichfalls zu Weihmörting gehörte und von der Mutterkirche später den Kirchenpatron St. Martin übernahm, ist sehr naheliegend. Für Rotthalmünster und Kößlarn - Asbach gehörte zweifelsohne zu Weihmörting - haben wir wohl auch Weihmörting als ursprüngliche Mutterpfarrei anzusehen. Das heutige Dekanat Aigen dürfte, wenigstens mit seinem weitaus größtem Teile, mit dem Umfang der uranfänglichen Pfarrei Weihmörting zusammenfallen."

Weihmörting ist eine alte, urkundlich schon 1140 bezeugte Säkularpfarrei. 1605 schenkte Abt Christoph von Mondsee das Patronats- und Präsentationsrecht an die Pfarrei Oberweihmörting und deren Filialen in Würding und Bayerbach, dem Domkapitel Passau. Die heutige Krche stammt in ihren älteren Teilen (Chor, Mittelschiff, Langhaus und Turm) wohl aus dem 14. Jahrhundert, wie hauptsächlich Chorgewölbe und Stilmerkmale des Turmes vermuten lassen. Das Gewölbe des Mittelschiffes ist spätgotisch und dürfte, wie das 6. Turmgeschoß, im ausgehenden 15. oder frühen 16. Jahrhundert entstanden sein. 1852 wurde die Kirche verlängert, durch den Anbau von zwei Seitenschiffen erweitert. Das Kirchenpflaster wurde höhergelegt. 1861 wurde der Turm nochmals erhöht.

Weihmörting war aber auch Edelsitz mit Schloß. Es enthielt seinen Namen von einem Edlen, mit dem ahd. Personennamen Wichmar =der Starkberühmte. Es kann aber auch bedeuten: "Dem St. Martin geweiht", doch darf der ersten Deutung der Vorzug gegeben werden. Ansässig waren die Edlen in "Wimertingen" ("Wichmarting", "Wihenmertingen", "Weichmertingen", "Wuidmarting", "Wihemartingen", "Wichmartingen"), die besonders häufig in Urkunden der Klöster Asbach, Vornbach, Niederaltaich und Reichenbach aus dem 12. Jahrhundert nachweisbar sind. Von einem Schloß ist nichts mehr vorhanden. Das Geschlecht dürfte 1192 durch die ortenburgische/bogensche Fehde ausgetilgt worden sein.
 

Pfarrgemeinderäte:

Brodschelm Tanja

Gerauer Hermann

Isaak Josef

Roßmadl Julian

Roßmadl Kornelia

Schraufstetter Emilie

 

 

Aktuelles

Ein großer Festtag wurde in der Pfarrkirche St. Martin in Weihmörting begangen: Die Pfarrei feierte mit drei jungen Christen die Erstkommunion. Philipp Fischböck, Annalena Obermeier und Sebastian Haslinger (von links) traten dabei zum ersten Mal an den Tisch des Herrn. Pfarrer Jörg Fleischer (hinten) hatte die drei nicht nur auf diesen Festtag vorbereitet, sie gestalteten den gesamten Gottesdienst auch aktiv mit. Vom Kyrie bis zu den Fürbitten waren die Kinder miteinbezogen. Sie erneuerten ihr Taufversprechen und sprachen gemeinsam mit dem Pfarrer am Altar das „Vater unser“. „Heute geht es nicht nur um Gemeinschaft, sondern auch um Freundschaft und Freund ist man nur, wenn man miteinander Zeit verbringt, miteinander isst“, erklärte Jörg Fleischer in seiner Predigt. „Und heute werdet ihr zu Freunden Jesu und empfangt den Leib Christi.“ Der Pfarrer ging auch auf den 200. Geburtstag von Bruder Konrad ein, der einen Tag vorher gefeiert wurde. „Er soll euch heute ein Vorbild sein, auch Gutes zu tun.“ Die Sängerrunde Asbach unter der Leitung von Florian Kölbl sorgte für die musikalische Umrahmung und mit ihrer Liedauswahl für die passende, festliche Stimmung. Für den schönen Blumenschmuck in der Pfarrkirche war Mesnerin Rosa Gabriel verantwortlich. Am Ende dankte der Pfarrer aber auch den Eltern, die bei der Vorbereitung mitgeholfen hatten.

Vorstellung der Erstkommunionkinder

Drei Kinder der Pfarrei Weihmörting empfangen in diesem Jahr die Heilige Kommunion. Die Erstkommunikanten stellten sich am Samstag den Kirchgängern offiziell vor und präsentierten ihr selbstgemachtes Plakat mit einer großen Weintraube, Fotos der drei und dem Spruch „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“. Annalena Obermeier, Sebastian Haslinger und Philipp Fischböck gestalteten gemeinsam mit Pfarrer Jörg Fleischer den Vorabendgottesdienst mit und lasen unter anderem die Fürbitten.

Die Erstkommunion wird am Sonntag, 22. April, in der Pfarrkirche St. Martin gefeiert.