Navigation

 



Anzenkirchen

Pfarrweg 7
84371 Triftern
Tel. 08562/91011
Fax 08562/2704
E-Mail: pfarramt.triftern@bistum-passau.de

 

Die Geschichte der kirchlichen Gemeinde lässt sich bis vor das Jahr 1000 zurückverfolgen. Damals haben vermutlich ein Anzio und seine Sippe bei ihrem Sitz eine Kirche erbaut. Davon erhielt der Ort seinen Namen. Die Kirche wurde 1138 erstmals als Kirche des Anzio urkundlich erwähnt.
Die Kirche, ursprün
glich ein Holzbau, wurde wahrscheinlich um 1290 aus Stein neu aufgebaut. Im Jahr 1720 schreibt der kurfürstliche Kupferstecher Michael Wenig, dass der Sitz (Schloß) Anzenkirchen schon lange verfallen sei. Als bleibende Erinnerung an das Schloß ist das jetzige Presbyterium der Kirche erhalten, welches aus dem 15. Jahrhundert stammt und damals die Schloßkapelle gewesen sein soll.
Laut einer Pfarrbeschreibung aus dem Jahre 1751 gehörte die „Filial Änzenkhirchen“ seit Ende des 10. Jahrhunderts zur „Pfarr Trüfftern“ und gleichzeitig auch zum damaligen Dekanat Triftern. Die Gottesdienste hielt ein Kaplan aus Triftern.

Im Jahr 1878 wurde die Pfarrkirche unter Verwendung des aus dem 15. Jahrhundert stammenden Presbyteriums im neugotischen Stil neu erbaut und der Friedhof wird erweitert. Der Glockenturm trägt vier Glocken und hat eine Höhe von 37 Meter. Das vergoldete Kreuz an seiner Spitze ist     2 Meter hoch. Die Kirche weist mit dem Altarraum nach Osten, in die Richtung des Sonnenaufgangs.
Aufgrund der aufstrebenden Entwicklung des Ortes bildete sich ein Komitee zur Errichtung einer Expositur. Dieser Wunsch wurde von Diözesanbischof Antonius von Henle am 16.12.1901 er
füllt und der erste Expositus angestellt. Das Pfarrhaus wurde 1902 fertiggestellt.
Am 19.03.1921 wurde mit Genehmigung des Bayerischen Innenministeriums die Pfarrei Anzenkirchen kanonisch errichtet und damit selbständige Pfarrei mit einem eigenen Pfarrer. Nach der Renovierung der Kirche, wurde diese am 22.08.1927 von Bischof Sigismund Felix Freiherr von Ow geweiht.

 

Namenspatron ist der heilige Laurentius, der der Legende nach lebendig auf einem Rost gebraten wurde, weil er dem Kaiser Arme, Waisen, Kranke, Witwen, Blinde und Leidende aller Art als den wahren Schatz der Kirche präsentierte.

 

 

Bei der Innenrenovierung im Jahre 1986 wurden die beiden Seitenaltäre, die Jahre zuvor entfernt worden waren, nach alten Vorlagen nachgebaut und wieder aufgestellt. Bei der Außenrenovierung im Jahr 2000 fand man in der vergoldeten Kugel des Turmkreuzes alte Münzen und Urkunden als Zeitzeugen aus den Jahren 1878, 1923 und 1951. Im Jahr 2010 wurde die Sakristei renoviert und modernisiert.
Am 1.9.2010 wird ein Pfarrverband mit den Pfarreien Triftern, Neukirchen und Anzenkirchen gebildet und der seit einigen Jahren bestehende Pfarrverband Hirschbach-Anzenkirchen gleichzeitig aufgelöst.