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Triftern

 

Als "Truftara" wird Triftern erstmals zur Zeit des Passauer Bischofs Reginhar (818-839) erwähnt. Die in dieser Zeit errichtete Pfarrei Triftern erhielt vom Bischof das Patrozinium seiner Domkirche, das des hl. Erzmärtyrers Stephanus.
Die Geschichtsschreibung sagt aus, dass die Gegend um 800 unserer Zeitrechnung besiedelt wurde. Um 1100 wird uns berichtet,  dass ein Wehrturm oder Fliehturm – heute der untere Teil des Kirchturms – bereits bestanden hat. Ähnlich wie der Wehrgang in Kößlarn war auch hier rund um die Kirche eine solche Anlage. Reste davon sind noch hinter dem heutigen Kriegerdenkmal zu erahnen.

Erstmals wird eine Pfarrei Triftern im Jahre 1170 bezeugt.
Im Jahre 1291 hat Papst Pius IV der Kirche einen Ablassbrief verliehen, was man auch an der Kirchturmspitze mit dem Doppelkreuz erkennt.  

Im 13. Jahrhundert war das Gebiet zwischen Vils und Inn in die Dekanate Triftern und Vilshofen eingeteilt. Bis ins 17. Jahrhundert war Triftern Dekanatssitz. Dann wurde es nach Pfarrkirchen verlegt.
In den Jahren 1465 und 1473 wurde das Langhaus-Mittelschiff und der untere achteckige Turmaufsatz aufgebaut. Erst 20 Jahre später wurde das Presbyterium fertig.

Bemerkenswert ist die Orgel.
Das gesamte Orgelwerk hat 3820 Pfeifen und ist die fünftgrößte Orgel Niederbayerns. Die Orgel hat 51 klingende Register. Mit einem 3-manualigen Spieltisch kann diese große Orgel bespielt werden. 1974 wurde das Gesamtwerk geweiht.

 

  

Die Filialkirchen in den Ortsteilen Gschaid und Lengsham:

 

St. Koloman in Lengsham

Das schmucke Kirchlein im Altbachtal ist eine spätgotische Anlage des frühen 16. Jh., die 1715 zu einer Barockkirche umgebaut wurde. 1898 wurde sie nach Westen erweitert und ein Turm mit Zwiebelhelm angebaut.
Im Hochaltar von 1898 sind Neu- renaissance-Formen enthalten.

 

 

 

 

 

 
 

 

Hl. Theresia vom Kinde Jesu in Gschaid

 Nach dem Bau der Volksschule in der früheren Gemeinde Wiesing im Jahr 1924 erfolgte am 17. Mai die Grundsteinlegung für die Schulkirche. Bereits am 22. Oktober konnte der Kirchenbau eingeweiht werden. Sie wurde der erst kurz zuvor heiliggesprochenen Theresia vom Kinde Jesu geweiht.
Die Heilige ist auch im ovalen Hochaltarbild dargestellt.
Die Kirche weist neubarocke Formen mit Flachdach und einen Kuppelturm mit Holzschindeln auf.
Rechts neben der Kirchtür ist ein Denkmal, das an den aus Pelkering stammenden Missionar P. Possenti Weggartner erinnert, der am 5. Dezember 1976 von einem Terroristen in Rhodesien (heute Simbabwe) ermordet wurde.