Haus Papst Benedikt XVI. - Neue Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum
Entwicklung der Gebetsgemeinschaft
Nach der Gründung des "Frauenhilfswerks für Priesterberufe" auf Initiative von Prinzessin Maria Immaculata am 12. Juni 1926 wurden bis Mitte der 30er Jahre in fast allen Diözesen Deutschlands Gebetsgemeinschaften gegründet. In der Chronik des Frauenhilfswerkes ist zu lesen:
"Von München aus wurde die Einführung des Werkes in Passau in die Wege geleitet. Die Generalsekretärin, Baronin Elisabeth von Schönau, fuhr am 11. Januar hin, hatte diesbezüglich Rücksprachen mit dem äußerst entgegenkommenden Bischof Freiherr Sigismund von Ow und dem Herrn Prälaten Dangl, welcher das Werk unter seine besondere Obhut nimmt. Am 12. Januar war nachmittags eine Frauenversammlung, der Vorstände der verschiedenen Vereine, bei welcher die Generalsekretärin ein erklärendes Referat hielt. Nach der anschließenden Diskussion, die zum Teil sehr lebhaft war, wurde die Einführung des Werkes beschlossen und Gräfin Deym-Arnstorf zur Vorsitzenden und Frl. Holzer, Caritassekretärin, zur Sekretärin ernannt."
Das Jahr 1934 brachte für das Frauenhilfswerk einen neuen Ansporn. In Berlin feierte Dompropst Bernhard Lichtenberg in der St. Hedwigs-Kathedrale, einen ersten monatlichen Gebetstag für Priester und Priesterkandidaten. Dieser wurde von P. Paschalis Schmid (SDS) angeregt und wurde als Priestersamstag bzw. Priesterdonnerstag durch das Frauenhilfswerk in die Diözese gebracht.
1939 verboten die Nationalsozialisten das Frauenhilfswerk als "staats- und volksfeindlich". Deshalb hat Papst Pius XII. am 04. November 1941 aus dem Hilfswerk das Päpstliche Werk für Priesterberufe errichtet.
In der Passauer Kirchenchronik lesen wir:
"Zur Jahrhundertfeier des Knabenseminars St. Maximilian hatte der H. H. Bischof Simon Konrad Landesdorfer für die ganze Diözese durch Dekret vom 29.09.1943 das Päpstliche Werk für Priesterberufe eingeführt: um Priesterberufe zu fördern, die Kenntnis und Notwendigkeit des Priestertums zu verbreiten und die Gläubigen zur Gebetsgemeinschaft für das Priestertum zu vereinigen".
1964 führte Papst Paul VI. den Weltgebetstag für geistliche Berufe ein und legte diesen für den 4. Ostersonntag fest.
1965 erfolgte die Umbenennung in Päpstliches Werk für geistliche Berufe (PWB) durch die Deutsche Bischofskonferenz. Damit hat sich auch die Zielsetzung erweitert. Das Gebet soll Priester-, Diakonen- und Ordensberufungen einschließen.
Weiterhin wurde der Priesterdonnerstag zum monatlichen Gebetstag für geistliche Berufe umbenannt. Er wird jeden Donnerstag vor dem Herz-Jesu-Freitag gefeiert.





