Menu

2. Woche


 

2. Woche
suchen und fragen

 

 

 

 

Türen, die offen steh’n
Herzen, die suchen
laden ein, zu gehen,
weil der, der ruft
unendlich größer ist
als unser Herz
unendlich lockender
als die Welt.
Es ist seine Stimme, die ruft:
„Komm und folge mir!“
Ich kann nicht anders
als mit IHM zu gehen,
mich einzulassen auf Seinen Weg
und dort anzukommen,
wo ER
längst schon auf mich wartet

 

 

 

 

 

 

 

2. Woche - suchen und fragen

 

Gebete zur Einstimmung

1. Impuls – im Gehen

 

Ich schaue auf den Hl. Bruder Konrad

Gebet und Gottesdienst sind dem Johannes Birndorfer ein inneres Bedürfnis.
Er nimmt häufig an Messfeiern teil und geht den Weg dahin zu Fuß (nach Weng,
Birnbach, Aigen am Inn, Ering). Alle Fragen und Probleme, die ihn bewegen,
bringt er ins Gebet. Er wandert, alleine und in Begleitung, zu allen Wallfahrtsorten,
die ihm erreichbar sind (Passau Mariahilf, Altötting). Mit seinen Begleitern/
innen betet er den Rosenkranz oder bespricht auf dem Weg religiöse Fragen und
Anliegen.

 

Ich gehe heute einen Weg

• Ich nehme die Weite wahr und den festen Boden unter den Füßen.
• Ich atme bewusst und stelle mir vor, wie ich das Gute einatme und alles,
was mich belastet, mit der verbrauchten Luft ausatme.
• Ich genieße die Zeit, in der ich jetzt einfach gehen kann.
• Ich achte auf das, was mir Freude macht, wofür ich dankbar bin (Luft,
Blumen, Freiheit …) und drücke meinen Dank an Gott aus.

 

Übung für den Tag

Heute lege ich möglichst viele Strecken zu Fuß zurück. Ich nehme jeweils ein
Gebet mit auf den Weg.

 

Gebet

Gott, du mein Anfang und mein Ziel,
auf allen Wegen, auf denen ich unterwegs bin,
bist du an meiner Seite.
Ich danke Dir für Dein Mitgehen
.

 

Tagesrückblick

 

 

2. Woche - suchen und fragen

 

Gebete zur Einstimmung

2. Impuls – im Herzen

 

 

Ich schaue auf den Hl. Bruder Konrad

Schon in seinen jungen Jahren gab es bei Johannes Birndorfer eine intensive Zeit
des Suchens und Fragens: Was will Gott und was ist meine Berufung, mein Weg?
Mit 19 Jahren wagte er die Anfrage beim Kloster Metten in Deggendorf, ob er nicht
Priester werden könnte? Als er nicht genommen wurde, war seine Reaktion darauf:
„Der liebe Gott wird mich nicht verlassen. Er hat schon einen Platz für mich
aufbewahrt“. Nach einem sehr tiefen Erlebnis bei der Volksmission 1838 geht er
regelmäßig zum Priester Franz X. Dullinger nach Aigen am Inn zum Beichten
und zur Geistlichen Begleitung. Sein Suchen und Ringen drückte sich im Beten,
bei den Wallfahrten, bei den Gottesdiensten und Gesprächen aus. Er ließ sich in
verschiedene religiöse Vereinigungen (Bruderschaften) aufnehmen und trat dem
Dritten Orden des Heiligen Franziskus (eine geistliche Verbindung) bei. Die Geschwister
hatten entschieden, dass er den großen Hof übernehmen sollte.
Er ahnte jedoch, dass dies nicht sein von Gott zugedachter Platz war.
So fragte er sich immer wieder, was soll ich tun?

 

Für mein Leben

Oft gibt es in meinem Leben Zeiten, in denen ich mich frage, was soll ich tun?
Jeder Mensch, jeder Christ hat seinen ganz persönlichen Weg der Berufung.
Gab es solche Zeiten in meinem Leben, wo mich eine Sehnsucht bewegt hat,
der ich nachgegangen bin?

 

Übung für den Tag

Ich lasse mein eigenes Suchen zu. Ich halte meine Sehnsucht,
meine Unruhe aus und halte sie Gott hin.

 

Gebet

Gott,
du weißt um meinen Weg.
Hilf mir immer wieder inne zu halten
und meine Sehnsucht zu spüren.
Lass mich suchen und fragen
und bei dir eine Antwort finden.

 

 

Tagesrückblick

 

 

2. Woche - suchen und fragen

 

Gebete zur Einstimmung

3. Impuls – im Leben

 

 

Psalm 63

Gott, du mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.
Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum,
um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.
Denn deine Huld ist besser als das Leben;
darum preisen dich meine Lippen.
Ich will dich rühmen mein Leben lang,
in deinem Namen die Hände erheben.
Ich denke an dich auf nächtlichem Lager
und sinne über dich nach, wenn ich wache.
Ja, du wurdest meine Hilfe;
jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.
Meine Seele hängt an dir, deine rechte Hand hält mich fest.

 

• Ich lese den Psalm langsam und aufmerksam.
• Ich halte einen Moment der Stille.
• Ich lasse Worte in mir nachklingen und innere Bilder in mir aufsteigen.
• In welchen Situationen meines Lebens denke ich über Gott nach?
Wo suche ich Gott? Wo kann ich ihn finden?
Wann spüre ich Sehnsucht nach IHM?

 

Übung für den Tag

Ich achte darauf, in welchen Situationen des Tages ich mich nach „Mehr“ im
Leben sehne.

 

Gebet

Gott, ich suche dich,
immer wieder, immer neu.
Komm du mir entgegen,
finde du mich,
in meinem Suchen und Fragen.

 

Tagesrückblick

 

 

2. Woche - suchen und fragen

 

Gebete zur Einstimmung

4. Impuls – ím Beten und Arbeiten

 

 

Ich schaue auf den Hl. Bruder Konrad

Alles was Johannes Birndorfer tat, stellte er unter die Gegenwart Gottes und folgte
so der Weisung Jesus „allezeit beten und nicht nachlassen“ (Lk 18,1). Er spannte die
Pferde ein, wickelte den Rosenkranz um seine Hand und zog unter Gebet Ackerfurche
um Ackerfurche. Das Gebet half ihm, gelassen zu bleiben, auch wenn bei
der Arbeit etwas schief ging. Einmal kippte ihm der Erntewagen kurz vor der Hofeinfahrt
um. Die Umstehenden verspotteten ihn wegen seiner Unaufmerksamkeit.
Er aber murmelte ein Gebet und bewahrte die Fassung.
Als sich ein anderes Mal eine redselige Nachbarin abends neben ihn auf die Hausbank
setzte, um über die Nachbarn zu ‚tratschen‘, nahm er den Rosenkranz und
sagte: „Beten wir, das ist g´scheiter als d´Leut auszurichten.“

 

Für mein Leben

Ich achte darauf, wann ich bete und wie?
Wann spreche ich ein Tischgebet, ein Abendgebet …. bringe ich meine Gedanken
und Gefühle mit Gott in Verbindung …. schicke ich ein „Stoßgebet“ zum Himmel,
werde ich mir der Gegenwart Jesu an meiner Seite bewusst … bete ich (auch während
einer gleichförmigen Arbeit) z. B. ein Vaterunser, den Rosenkranz, Psalmen …
Ich nehme wahr, welche Wirkung das Gebet hat. Möglicherweise werde ich freier
vom Gedankenkarussell, von Ärger, …

 

Übung für den Tag

Wo es möglich ist, verbinde ich meine Tätigkeiten mit einem Gebet.

 

Gebet

Jesus,
in all meinem Tun bist Du bei mir.
Ich stelle mich in Deine Gegenwart.
Du bist da.

 

 

Tagesrückblick

 

 

 

Gebete zur Einstimmung

Wochenrückblick auf die 2. Woche
Rückschau auf die Woche

Ich schaue noch einmal auf diese Woche der Exerzitien im Alltag zurück.
Welcher Impuls, welche Gedanken, welche Übung für den Tag hat mich besonders bewegt?
Was hat mir geholfen, Ruhe und Vertrauen zu finden?
Wie gelang es mir, bewusst aus dem Glauben zu leben?
Wie habe ich Gottes Nähe erfahren?
Welches Wort geht mir noch nach?
Ich lasse die vergangene Exerzitienwoche nochmals in mir da sein.

 

Persönliche Notizen:
Was ist mir in dieser Woche besonders wichtig geworden?
 

Ich beende die Zeit mit einem persönlichen Gebet oder dem Vater unser.