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Abschluss Jahr der Barmherzigkeit


 

 

 

Heiliges Jahr der Barmherzigkeit

 

Barmherzigkeit ist der Tragebalken, auf dem unsere Kirche ruht – das wird weiterwirken
Abschluss des Außerordentlichen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit im Bistum Passau mit einem feierlichen Pontifikalgottesdienst

 

 

Papst Franziskus liegt das Thema Barmherzigkeit am Herzen. Das von ihm am 12. April 2015 ausgerufene außerordentliche Heilige Jahr sollte diese neu wirksam lassen werden.
Ein symbolhaftes Zeichen für Gottes Barmherzigkeit ist die „Heilige Pforte“. Erstmals in der Geschichte gab es nicht nur in Rom Heilige Pforten. Papst Franziskus wünschte ausdrücklich, dass in den Diözesen weltweit den Gläubigen im Jahr der Barmherzigkeit die „Türen offenstehen“. Im Bistum Passau wurde mit dem Öffnen der heiligen Pforte – der Porta Sacra -  am 8. Dezember 2015 im Stephansdom das Heilige Jahr im Bistum Passau eröffnet. Es endete jetzt offiziell am 20. November. Bischof Stefan Oster ist dankbar "für alles, was auch in unserer Diözese anlässlich dieses Jahres der Barmherzigkeit passiert ist." Das Video zum Gottesdienst:

 

Die Dommusik führte von J. Haydn die Missa Sancti Bernardi von Offida in B („Heiligmesse“) Hob.XXII:10 auf.

 

 

 

Barmherzigkeit wirkt weiter - Ein Gespräch mit Domdekan Dr. Hans Bauernfeind:

 

 

 

 

Die Barmherzigkeit als Wegweiser in diesem Jahr:
Das waren echte und tiefe Momente der Begegnungen mit der Barmherzigkeit Gottes für die Menschen. Der Glaube wurde wieder in den Mittelpunkt gestellt, im Bewusstsein neu gestärkt und ist jetzt geprägt von einer Festigung in der persönlichen Beziehung zu Gott. Die sieben leiblichen und die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit: Ein Hinweis für jeden darauf, worauf ich im Leben tatsächlich täglich achten kann, damit ich als Christ barmherzig wirke.
Für Bischof Dr. Stefan Oster SDB ist „die Barmherzigkeit Gottes Gesicht zur Welt“ und „sie ist in der Liebe Jesu abgründig tief verwirklicht“. Weiter schreibt er dazu in seinem Hirtenwort: „Die Heilung des Herzens geschehe, wenn wir uns von Gottes barmherziger Liebe berühren lassen“.
 

 

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit im Bistum Passau
Bunt, vielfältig und weit gefächert wurde im Bistum Passau das Heilige Jahr gefeiert. Insgesamt wurden vier heilige Pforten im Bistum eröffnet - viele unzählige Gläubige haben ganz bewusst diese Pforten durchschritten und sind mit dem Gedanken der Barmherzigkeit gefüllt und bewegt worden. Gottesdienste, Predigten, Gebetstage, Vorträge, Initiativen und Veranstaltungen verschiedenster Art und Weise brachten die Barmherzigkeit wieder näher zu den Menschen. Ein eigenes Passauer Gebet zum Jahr der Barmherzigkeit wurde geschrieben und an alle Menschen im Bistum verteilt. Erstmals konnte im Heiligen Jahr die Maria-Hilf-Woche gefeiert werden. Eine Woche im Zeichen und Vertrauen auf dem Weg mit Maria, die wieder neue Freude am Glauben in der Kirche von Passau erweckt hat. Ein Höhepunkt im Heiligen Jahr war sicherlich die große Diözesanwallfahrt des Bistums nach Rom mit Gottesdiensten, Besuch der Heiligen Pforten der Patriarchalkirchen, Generalaudienz bei Papst Franziskus und kleiner Empfang bei Papst em. Benedikt XVI.

Domdekan Dr. Hans Bauernfeind, Leiter des Seelsorgeamtes, war für die große Organisation des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit im Bistum Passau zuständig. Es freut ihm, dass viele Gläubige in diesem Jahr mit dem Heiligen Jahr ganz besonders in Berührung gekommen sind: „Barmherzigkeit – das Wort hat einen neuen Klang bekommen“. Und wenn wir dann künftig sagen dürfen, so der Domdekan, „Barmherzigkeit ist der Tragebalken auf dem unsere Kirche ruht und die ganze Seelsorge aufgehängt ist, dann können wir sagen, da wird etwas bleiben und das wird weiterwirken.“

 

 

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 Passauer Gebet zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit

 

Foto: Georg Schuchhardt / Pfarrbriefservice

 

Vater im Himmel,
unerschöpflich ist deine Barmherzigkeit und unendlich der Reichtum deiner Güte.
Wir loben dich, wir rühmen dich und rufen froh deinen heiligen Namen an.

Du hast uns durch deinen Sohn Jesus Christus die Augen aufgetan für deine Barmherzigkeit.
Dein Sohn, geboren von der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria,  ist uns Inbegriff aller Barmherzigkeit.
Was er sagt und tut, ist liebende Barmherzigkeit. Sie weist uns den Weg, als Christen und Christinnen zu leben und zu handeln.

Sende uns den Heiligen Geist, den Lebensspender, damit er uns neu mit dir, mit deinem Sohn Jesus Christus und mit ihm selbst verbindet.
Gib uns frische Kraft, dich, den dreifaltigen Gott, zu ersehnen, zu suchen und zu finden.

Hilf uns in dir zu sein und sei du in uns.
Stärke uns, nach deinen Weisungen und Geboten zu leben.
Erfülle uns mit der Freude deiner Barmherzigkeit und gewähre uns die Gnade, dass auch wir selbst alltäglich barmherzig sind.

Lass Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst von uns Jüngern und Jüngerinnen Christi sein.

Darum bitten wir dich, den gütigen Vater im Himmel, der du mit deinem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist lebst und herrschst in Ewigkeit. Amen.

 

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Zeichen für Barmherzigkeit –
Im Bistum Passau wurden die vier heiligen Pforten wieder geschlossen

 

Heilige Pforte - Porta Sacra Dom St. Stephan
Im Bistum Passau wurde das Heilige Jahr am 8. Dezember 2015 um 18.00 Uhr im Dom St Stephan durch Bischof Dr. Stefan Oster SDB mit einem Pontifikalgottesdienst und der Öffnung der Porta Sacra, der Heiligen Pforte des Doms, begonnen. Dieses Portal, rechts vom großen Domeingang gelegen, war das Jahr über geöffnet und erinnerte an die Werke der geistigen und leiblichen Barmherzigkeit. [MEHR]
Die Schließung der Porta Sacra erfolgt ein paar Tage nach dem Christkönigssonntag.
 

Heilige Pforte St. Magdalena Altötting
Eine zweite „Heilige Pforte“ war offen in der Altöttinger St. Magdalenakirche. Die beiden Wallfahrtsrektoren, Prälat Günther Mandl und Kapuzinerpater Norbert Schlenker, haben die „Heilige Pforte“ am Aschermittwoch, 10. Februar, geöffnet. Sie war vor allem für die vielen Einzelpilger gedacht, die in der "Beichtkirche" St. Magdalena das "Sakrament der Versöhnung" empfangen. [MEHR]
 

Heilige Pforte Pfarrkirche St. Petrus und Paulus Aicha vorm Wald
Eine Tür zum Mitmenschen - Domdekan Dr. Hans Bauernfeind hat im Rahmen eines Festgottesdienstes in Aicha vorm Wald in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus am 17. April die dritte heilige Pforte geöffnet. „Lasst diese Heilige Pforte für viele zum Segen werden“, so der Domdekan an die Gläubigen. Die Pforte sollte Verbindungstür zu den Mitmenschen sein, ein Gebetsort um Frieden im Kleinen und in der Welt. [MEHR]
 

 

Heilige Pforte Basilika St. Anna Altötting
Mit der Eröffnung der Wallfahrtssaison in Altötting am 1. Mai wurde die „Heilige Pforte der Barmherzigkeit“ durch Bischof Dr. Stefan Oster SDB an der St-Anna-Basilika geöffnet. Sie befand sich an der Kapellplatzseite und ist die Rechte der drei Eingänge. Sie war vor allem für die größeren Pilgergruppen als Eingang gedacht. Damit war sie die vierte „Heilige Pforte“ im Bistum Passau. [MEHR]
 

>>>>Fotos pbp / Foto St. Anna Basilika: Roswitha Dorfner

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Die Werke der Barmherzigkeit

 

<<<<Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit

>>>>Die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit
 

Da die Barmherzigkeit so zentral für den Glauben und das Leben der Kirche ist, ist sie konkret geworden in den sieben leiblichen und den sieben geistigen Werken der Barmherzigkeit. In der Heiligen Schrift stellt die Barmherzigkeit eines der Schlüsselworte dar, wie Gott in Liebe zum Menschen steht. Darum soll nach Papst Franziskus die Barmherzigkeit auch der „Tragebalken“ sein, der das Leben der Kirche stützt. Die Pfarreien, Gemeinschaften, Verbände und Einrichtungen in einem Bistum sollen als „Oasen der Barmherzigkeit“ erfahren werden. Im Heiligen Jahr sollen die Gläubigen diese Werke der Barmherzigkeit neu entdecken.