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Ergebnisse der Umfrage unter Hauptamtlichen in der Familienkatechese


Im Jahr 2002 führten wir eine Erhebung zu Familienkatechese unter den Pfarreien durch, die die Familienkatechese als Vorbereitung zu Erstkommunion anwenden. Sowohl Ehrenamtliche als auch Hauptamtliche wurden befragt. Die Ergebnisse derer, die eine Antwort gaben, ist sehr ermunternd und zeigt deutlich, dass der Weg der Familienkatechese ein gute Frucht bringen kann.
 

1. Ziele der HA:

  • Förderung der Charismen in Erstkommunionfamilien
  • Ernstnehmen der Eltern und Stärkung der Familien
  • Glaube wird in Familie als Chance erfahren und thematisiert
  • Implantierung religiöser Elemente in den Familienalltag
  • Glaube wird in Familiengruppen als Weg-Gemeinschaft erfahrbar (communio-Theologie)

 

2. Struktur der Vorbereitung

  • Passauer Weg "Vorbereitung in Familiengruppen"
  • Waldkirchner Modell (Jahr des Glaubens mit monatlichen Großtreffen)
  • Biesinger-Modell in Abwandlungen

(Familienkatechetische Elemente werden in die klassische Kindergruppenvorbereitung aufgenommen)
 

3. Familienkatechese und Passauer Pastoralplan 2000

Projekt 1: Im Geheimnis Gottes wohnen
Mit Kirchenfernen und Scheiternden Lebensübergänge erschließen
" ...müssen deshalb die Sakramente der Kirche als Symbole ihres Lebens elementar erschlossen werden. Dem dienen die reichen Erfahrungen ganzheitlicher Glaubensvermittlung aus ... Gemeinde- und Familienkatechese. ...
Die allgemeine Seelsorge gewinnt an Tiefe und Spiritualität, indem sie diese Erfahrungen durch Begegnung und Kooperation aufnimmt und von ihnen lernt. Die Fähigkeiten aller, die Gottesdienst feiern, werden weiter entwickelt, um ein wachsendes Gespür für die heilende Liturgie zu bekommen."
(S.12)

Projekt 3: Beheimaten
"... Gastfreundschaft... ereignet sich im Klima der Offenheit, die auch das Vorläufige und Vorübergehende achtet. Die Pfarrgemeinde ist als Lebensraum so zu gestalten, dass sich gerade Familien mit kleinen Kindern darin beheimatet fühlen....Eltern... werden in ihrem Glaubensleben (Familienkatechese) gefördert und prägen so den Charakter der Kirche mit." (S.18)

  • es entstehen offene Räume, wo Menschen mit ihrem persönlichen Leben und Erfahrungen vor Gott geraten können (Förderung des Glaubenlebens)
  • auch Kirchenferne können gut mitgehen und näherkommen; Gruppen werden zu geschütztem Nest, indem sie ganz bei sich sein können (Beheimatung)
  • "Geschwisterliche Gemeinschaft": Verantwortung wird verteilt, nicht auf wenige abgeschoben (Beteiligung)

 

4. Gewinn für die teilnehmenden Familien

Familien nehmen sich füreinander in der Vorbereitung Zeit. Glaube fördert so Beziehung und Leben. Die Familien erleben sich als lernende Gemeinschaft (gerade auch die Eltern von den Kindern. Die religiöse Sprachlosigkeit wird überwunden.
 

5. Gewinn für die Pfarrei

Stichwort Beheimatung: Die Pfarrgemeinde präsentiert sich als offene, lebendige Gemeinde. Die Familien wachsen in die Pfarrei hinein (bekommen am Sonntag "Bedeutung"), übernehmen zum Teil Verantwortung (Charismenförderung)