Haus Papst Benedikt XVI. - Neue Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum
Pilgerleiter Reinhard Weber verstorben
Reinhard Weber ist tot. Der 69jährige Offizier a.D. und Pilgerleiter im Bistum Passau verstarb am Dienstag, 5. Oktober 2011, nach kurzer schwerer Krankheit in einer Münchener Klinik.
Mit Reinhard Weber verliert die Diözese Passau einen treuen und äußerst verlässlichen Mitarbeiter. Der Offizier a.D. hat seit fast zwanzig Jahren an der Diözesanpilgerstelle mitgearbeitet. Rund 500 Reisen nach Rom, Lourdes, Jerusalem hat er perfekt organisiert und geleitet; darunter Krankenzüge mit mehreren hunderten Pilgern. Aber auch Wallfahrten in der Heimat hat er organisiert. Beim Papstbesuch 2006 in Altötting war er der erfahrene Organisator Mitarbeiter im Internationalen Pressezentrum.
Auf Reinhard Weber war absolut Verlass. Sein Wort war gradlinig und klar. Diszipliniert war der frühere Soldat, der im Ruhestand eine neue Aufgabe fand und als Pilgerleiter eher im Unruhestand lebte. Genau so fürsorglich war er. Die großen und kleinen Nöte der Pilgerinnen und Pilger waren bei ihm gut aufgehoben. Fast immer wusste er das Problem zu lösen. Oder er kannte eine Person, die weiterhalf. Er hatte Gespür für Gruppen, ein feines Sensorium für die Hintergrundmelodie bei großen Fahrten. Der frühere Oberstleutnant verfügte aber auch über die nötige Durchsetzungskraft, wenn hunderte von Personen an einen Ort gebracht werden mussten. Und er hatte jenen Schuss Humor, der die Sorgen des Alltags am Abend doch vergessen ließ. Wer mit Reinhard Weber unterwegs war, konnte sich gut behütet wissen. Ja, er hatte auf den Pilgerfahrten, man kann es so sagen, auch eine Hirtenfunktion.
Reinhard Weber war ein frommer Mensch. Das Gebet, der Gottesdienst auf einer Wallfahrt waren für ihn persönliches Anliegen. Und es war für ihn eine Auszeichnung, sowohl Papst Johannes Paul II. als Benedikt XVI. persönlich begegnen zu dürfen. Umgekehrt war es für über 20 000 Frauen und Männer in all den Jahren auch eine Auszeichnung mit einem Menschen wie Reinhard Weber pilgern zu können.
Reinhard Weber war von einer Urlaubsreise aus Süditalien zurück gekommen, als ihn die schwere Krankheit in das Münchener Krankhaus zwang. Dort trat er eine noch längere, seine letzte, Pilgerfahrt an. Allein. Und dennoch in den Arm genommen von einem Gott, dem er ein Leben lang gefolgt war. R.I.P.






