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Ablass zum "Jahr des Glaubens"


Im Bistum Passau -

Ablass zum "Jahr des Glaubens"

 

 

Papst Benedikt XVI.

gewährt zum "Jahr des Glaubens" einen vollständigen Ablass aller zeitlichen Sündenstrafen. Er gilt seit der Eröffnung des Themenjahres bis zu dessen Ende am 24. November 2013. Der vatikanische Erlass ist vom Apostolischen Großpönitentiar, Kardinal Manuel Monteiro de Castro unterzeichnet. Er leitet den vatikanischen Gerichtshof, der über Ablässe in der katholischen Kirche entscheidet, die Apostolische Pönitentiarie.

Zuletzt hatte Johannes Paul II. für das Heilige Jahr 2000 einen vollständigen Ablass für ein ganzes Jahr gewährt. Ein solcher ist jedoch etwa auch mit dem "Urbi et Orbi"-Segen verbunden, den der Papst jedes Jahr an Weihnachten und Ostern vom Balkon des Petersdomes aus spendet.

 

Zeichen der Gnade und Barmherzigkeit

Der Ablass ist nach katholischem Verständnis ein Zeichen der Gnade, der den Menschen von "zeitlichen Sündenstrafen" befreit. Im Bußsakrament wird dem reuigen Sünder nach dem Bekenntnis die Sündenvergebung durch Gott zugesprochen. Der theologische Ausdruck von den "zeitlichen Sündenstrafen" meint in diesem Zusammenhang nicht, dass Gott zwar die Sünden vergibt, aber dann ähnlich einem weltlichen Gericht Strafen für Misstaten und Versäumnisse verhängt. Vielmehr sind damit die Nachwirkungen von Sünden gemeint, die zwar im Bußsakrament bereits vergeben wurden, aber deren Auswirkungen die Menschen weiter belasten.

Das kirchenamtliche Wort für "Ablass", das lateinische "indulgentia", bedeutet ursprünglich Nachsicht, Güte und Zärtlichkeit. Es hat daher nichts mit einem mysteriösen Handel zu tun, sondern lenkt die Aufmerksamkeit der Gläubigen auf Gott und seinen barmherzigen Umgang mit fehlerhaften und sündigen Menschen. Wer sich um einen Ablass bemüht, darf sich nach Lehre der Kirche gewiss sein, der Nachsicht und Güte Gottes zu begegnen, um dadurch auch selbst nachsichtiger und gütiger zu werden.

 

Für den Ablass gelten folgende Grundvoraussetzungen:

  • Aufrichtige Reue über die eigenen Sünden,
  • anschließende Beichte,
  • Mitfeier der Eucharistie und Kommunionempfang sowie
  • Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters.

 

Zusätzliche Voraussetzungen,

die jeweils wahlweise neben den obigen Grundvoraussetzungen zu erfüllen sind:

• Entweder:

 

 

Besuch folgender Gotteshäuser im Bistum Passau:

Im Dekanat Altötting:
Gnadenkapelle, Bruder-Konrad-Kirche

Im Dekanat Freyung-Grafenau:
Pfarrkirche St. Anna, Kreuzberg

Im Dekanat Hauzenberg:
Loretokapelle Thyrnau

Im Dekanat Osterhofen:
Basilika Altenmarkt, Basilika Niederaltaich

Im Dekanat Passau:
Dom St. Stephan; Wallfahrtskirche Maria-Hilf

Im Dekanat Pfarrkirchen:
Wallfahrtskirche Gartlberg;
Filialkirche Salvator mundi, Haid

Im Dekanat Pocking:
Wallfahrtskirche Sammarei, Rainding

Im Dekanat Regen:
Filialkirche St. Hermann, Bischofsmais

Im Dekanat Simbach:
Pfarrkirche St. Petrus und Paulus, Tann

Im Dekanat Vilshofen:
Abteikirche Schweiklberg

>>>>> Wobei in dem genannten Gotteshaus zusätzlich die Teilnahme an einem Gottesdienst erfolgen muss, oder eine angemessene Zeit in frommer Betrachtung zuzubringen ist, sowie das Vater Unser, das Glaubensbekenntnis und die Anrufung der seligen Jungfrau Maria und der Heiligen Apostel oder Schutzpatrone zu beten ist. <<<<<

 

• Oder:

 

 

Besuch irgendeines geheiligten Ortes

mit Teilnahme an der Eucharistiefeier oder
der Feier des Stundengebets und
Gebet des Glaubensbekenntnisses an folgenden Tagen im Jahr des Glaubens:

  • Hochfest der Geburt des Herrn, 25.12.2012
  • Hochfest der Auferstehung des Herrn, 31.3.2013
  • Pfingsten, 19.5.2013
  • Christkönig, 24.11.2013.

 

• Oder:

 

 

An jedem Tag

  • im Jahr des Glaubens Besuch einer Taufkapelle oder
  • des eigenen Taufortes mit Erneuerung des Taufversprechens.

 

Die wirklich reumütigen Gläubigen,

die aber aus schwerwiegenden Gründen nicht an den feierlichen Gottesdiensten teilnehmen können (wie vor allem alle in den Klöstern in ständiger Klausur lebenden Nonnen, die Gefangenen, die Alten und die Kranken), werden den vollkommenen Ablass zu denselben Bedingungen erhalten, wenn sie in ihrem Haus

  • das Vaterunser,
  • das Glaubensbekenntnis und
  • andere den Zielsetzungen des Jahres des Glaubens entsprechende Gebete sprechen
  • und dabei ihre Leiden oder das Ungemach ihres Lebens aufopfern.

 

Der volle Wortlaut des Dekrets
zur Gewährung von Ablässen im Jahr des Glaubens ist der Homepage des Vatikan www.vatican.va unter der folgenden Rubrik zu entnehmen: Der Heilige Stuhl (Deutsch) / Römische Kurie / Gerichtshöfe/ Apostolische Pönitentiarie / Dekret