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Amtliches


Digitale Notenkopien

Im Vergleich zur entsprechenden Vereinbarung mit der EKD ist die Herstellung digitaler Notenkopien (im Unterschied zu analogen Kopien -> siehe hierzu das Infoblatt des Referats Kirchenmusik Noten kopieren – Musik aufführen. Was muss ich in meiner Pfarrei beachten?) nicht Bestandteil eines Rahmenvertrags des Verbands der Diözesen Deutschlands.[1]

Daher muss die „Einspeicherung der Lieder und Liedtexte in Systeme der elektronischen Datenverarbeitung zum Zwecke der Sichtbarmachung mittels Beamer zur Verwendung für den Gemeindegesang in Gottesdiensten, gottesdienstähnlichen Veranstaltungen sowie allen nicht-kommerziellen Veranstaltungen der Gemeinde“[2] eigens mit den diese Rechte im Auftrag ihrer Mitglieder (Verlage, Komponisten, Textdichter und Herausgeber) verwaltenden Verwertungsgesellschaften im Rahmen eines (Zusatz- oder Einzel-)Vertrages rechtlich geregelt werden. Dabei handelt es sich ausschließlich um Gemeindelizenzen. Nur über eine Pfarrei oder einen Pfarrverband kann eine solche erworben werden bzw. auf eine solche ist diese beschränkt. Sie kann nicht von einem einzelnen, überpfarreilich tätigen Ensemble erworben werden.

Nur so kann geschützte Musik legal verwertet werden.

  1. Zusatzvertrag mit der VG Musikedition

Die VG Musikedition treuhändet die Urheberrechte und Vergütungsansprüche u.a. der Lieder aus dem Gotteslob.

Mit der VG Musikedition kann eine Pfarrei (oder kirchliche Institution) einen Einzelvertrag (http://www.vg-musikedition.de/fotokopien_kirchen_einzelvertrag.php) abschließen, wobei die jährliche Lizenzgebühr von der durchschnittlichen Besucherzahl des Hauptgottesdienstes[3] abhängig ist. „Aufgrund der bereits in Pauschalverträgen eingeräumten Rechte erhalten katholische Gemeinden auf die vorstehenden Vergütungen einen Nachlass in Höhe von 10%.“[4]
Daneben bietet die VG Musikedition eine Tages- oder 14-Tage-Lizenz (http://www.vg-musikedition.de/fotokopien_kirchen_tageslizenz.php) an, mit der die Pfarrei  (oder kirchliche Institution) an einem konkreten Tag bzw. in dem Lizenzzeitraum, digitale Reproduktionen z.B. für den gemeinsamen Gesang im Gottesdienst oder in anderen kirchlichen Veranstaltungen nicht-kommerzieller Art wie z.B. Konferenzen, Tagungen, Seminaren, Jugendfreizeiten, Seniorentreffen etc. auch mittels Beamern (Overheadprojetoren etc.) erstellen kann.
Die Gebühren für die Tages- bzw. 14-Tage-Lizenz sind abhängig von der Teilnehmerzahl der konkreten Veranstaltung(en).

Wie bei den Rahmenverträgen des VDD mit der VG Musikedition gilt die Reproduktion hier ebenfalls ausschließlich für Liedblätter für den Gemeindegesang, nicht für Chor- oder Instrumentalwerke!

Dieser Einzelvertrag beinhaltet auch das Erstellen von analogen und digitalen Kopien für sonstige Gemeindeveranstaltungen, die durch den Pauschalvertrag nicht abgegolten sind.

  1. Vertrag mit der CCLI Lizenzagentur

Die christliche Lizenzagentur CCLI (Christian Copyright Licensing International) hat einen Schwerpunkt im Lobpreisbereich/neuem geistlichen Lied (jenseits des Gotteslobrepertoires) und nimmt in diesem die Verwertungsrechte von Verlagen, Komponisten, Textdichtern und Herausgebern wahr.

Auch bei CCLI werden Jahreslizenzen und Veranstaltungslizenzen (14-Tage Lizenz) angeboten, wobei es für Veranstaltungen für Jugendliche (unter 18 Jahren) noch einmal günstigere Angebote gibt (vgl. http://de.ccli.com/preise/#liedlizenz).

Bei CCLI sind alle religiösen Formen von Veranstaltungen, Versammlungen und ähnlichen Aktivitäten, die von einer Kirche oder im Auftrag der Kirche abgehalten werden über die Lizenz abgegolten.

Neben der reinen Lizenzierung von 250.000 Liedern (http://de.ccli.com/liedlizenz) bietet die CCLI noch andere Leistungen an. So können z.B. bei dem Angebot „Songselect-PlusNoten“ (http://de.ccli.com/songselect) pro Jahr von 200 Liedern, die  vorab angehört werden können und bei denen die Tonart individuell eingestellt werden kann, so dass ganze Notenblätter mit nur einem Klick transponiert werden können, Akkorde und Noten heruntergeladen werden.

Auch die Gebühren für den Grundvertrag mit der CCLI sind abhängig von der durchschnittlichen Besucherzahl des Hauptgottesdienstes bzw. der Teilnehmerzahl einer Veranstaltung. Das SongSelect-Angebot kann zusätzlich zu einer bestehenden CCLI-Liedlizenz zu einem Preis von 60,- EUR/pro Jahr  erworben werden.

  1. Zuordnung des Repertoires zu einer der beiden Verwertungsgesellschaften

Eine allgemeine Übersicht, welche der beiden Lizenzagenturen die Rechte des für die Vervielfältigung gewünschten Repertoires zuständig ist,  gibt es leider nicht.

Bei der VG Musikedition kann eine Anfrage unter FKi@vg-musikedition.de oder Tel.  0561/1096 56-0 erfolgen. Bei CCLI kann mit der CCLI-LiedSuche http://de.search.ccli.com nach Titel, Autor, Liedtext oder Rechteinhaber gesucht werden. Jedes Lied, welches dort gefunden werden kann, ist in der CCLI Liedlizenz enthalten.

  1. Unterstützung der Pfarreien durch das Bistum Passau bei Abschluss eines Vertrags mit der VG Musikedition oder der CCLI

Die Diözese Passau subventioniert Pfarreien, die einen solchen Zusatzvertrag abschließen möchten, mit einmal jährlich 25% der Vertragsgebühr. Voraussetzung hierfür ist ein dokumentiertes Beratungsgespräch beim Referat Kirchenmusik. Ein Antrag zur Erteilung dieser Subvention kann bis zum 10. Dezember des entsprechenden Kalenderjahres unter Beilage einer Kopie des Vertrages und der Rechnung bzw. dem Zahlungsnachweis an das Referat Kirchenmusik, Domplatz 3, 94032 Passau gestellt werden.



[1] Zum Urheberrecht in den Gemeinden siehe auch Amtsblatt für das Bistum Passau vom 8. Dezember 2014 sowie Amtsblatt für das Bistum Passau vom 28. Januar 2011.

[2] Zitiert nach der VG Musikedition, URL <http://www.vg-musikedition.de/fotokopien_kirchen_einzelvertrag.php> (Stand: 2. Februar 2016)

[3] Unter „Hauptgottesdienst“ versteht die VG Musikedition den wöchentlich stattfindenden Sonntagsgottesdienst einer Gemeinde. Sollte es in einer Gemeinde mehrere solcher Gottesdienste geben, ist die aufsummierte durchschnittliche Besucherzahl aus allen Gottesdiensten Grundlage für die Lizensgebührenkategorie. Schließen Pfarrverbände einen solchen Vertrag mit der VG Musikedition ab, so ist hier die ebenfalls die Summe der durchschnittliche Besucherzahl aus den einzelnen Hauptgottesdiensten der Gemeinden zu bilden. (Email der VG Musikedition vom 20. Januar 2016 an das Referat Kirchenmusik Passau).

[4] Vertragstext der VG Musikedition, §2 Abs. 3, Stand: 1. März 2016.

Amtsblatt für die Diözese Passau, Folge 4, 15. März 2016, 146. Jahrgang, Nr. 36

 

Honorarstundensätze der nebenamtlichen Kirchenmusiker

Die zuletzt im Jahre 2010 (Amtsblatt für das Bistum Passau, Folge 7, vom 16. Juni 2010, Nr. 57) bestimmten Sätze für die nebenamtlichen Kirchenmusiker werden zum 01.01.2016 erhöht. Sie orientieren sich an der Tarifordnung, die seit 2015 in Kraft ist. Es wird empfohlen, die neuen, in Anlehnung an unsere Nachbardiözesen empfohlenen Werte ab diesem Zeitpunkt anzuwenden. Die Entscheidungshoheit über die Anwendung der Honorarstundensätze liegt bei der jeweiligen Pfarrkirchenstiftung.

Es wird daher gebeten, einen entsprechenden Kirchenverwaltungsbeschluss zu fassen und diesen bis zum 30.11.2015 der Besoldungsstelle zu übermitteln.

Folgende Honorarsätze werden ab 01.01.2016 empfohlen:
A-Musiker 33,50 €
B-Musiker 28,00 €
C-Musiker 22,00 €
D-Musiker 19,50 €
E-Musiker 17,00 €

Der Honorarstundensatz versteht sich pro Diensteinheit, wobei die Vorbereitungszeit in der Vergütung enthalten ist. Die Diensteinheiten berechnen sich wie folgt:

Gottesdienst: 1 Einheit
Gottesdienst mit Chor und vorausgehender/m Probe/Einsingen: 2 Einheiten
Gottesdienst mit Bläsergruppe und vorausgehender Anspielprobe: 2 Einheiten
Chor-/Bläserprobe mit mindestens 45 Minuten: 1 Einheit
Chor-/Bläserprobe mit mindestens 60 Minuten: 1,33 Einheiten
Chor-/Bläserprobe mit mindestens 90 Minuten: 2 Einheiten

Passau, 16.09.2016
Dr. iur. Josef Sonnleitner
Finanzdirektor

Amtsblatt für die Diözese Passau, Folge 6, 24. September 2015, 145. Jahrgang, Nr. 78

Urheberrecht in der Gemeinde

Wie der Verband der Diözesen Deutschlands am 26. November 2014 mitgeteilt hat, wurde der Pauschalvertrag über Fotokopien von Noten und Liedtexten in Gottesdiensten verlängert. So gelten vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2019 weiterhin die im Amtsblatt für das Bistum Passau vom 28. Januar 2011 veröffentlichten Hinweise zum Urheberrecht in der Gemeinde.
Als praxisrelevante Rechteerweiterung gegenüber den bisherigen Bestimmungen ist es zusätzlich ab dem 1. Januar 2015 nun erlaubt, „individuelle Sammlungen (Liedhefte) mit Liedern und Liedtexten“ im Umfang bis maximal acht Seiten anzufertigen, sofern sie nur für eine einzelne Veranstaltung (z.B. Trauung, Taufe, Festgottesdienst) genutzt werden.

Amtsblatt für das Bistum Passau vom 8. Dezember 2014

Kirchenmusikalische Ehrungen für nebenamtlich Tätige im Bistum Passau

Präambel

Die Diözese Passau dankt gemeinsam mit dem Diözesan-Cäcilienverband Passau (DCV) nebenamtlich kirchenmusikalisch aktiven Personen für ihr jahrelanges Engagement um die Musica sacra. Kirchenmusik ist eine tragende Klangsäule in der Feier der Liturgie und der Verkündigung. Zudem bezeugen die verschiedenen Ehrungen auf beeindruckende Weise die treue Bindung an eine (kirchen-)musikalische Gemeinschaft.

I. Für die Chorsänger, Kantoren, (Bläser-)Chorleiter, Organisten, Bläser oder Leiter bzw. Mitglieder kirchlicher Instrumentalgruppen gibt es folgende Auszeichnungen der Diözese:

a) Urkunden
Für eine aktive kirchenmusikalische Tätigkeit von 5 bis 10 Jahren: Bronze
Für eine aktive kirchenmusikalische Tätigkeit von 15 bis 25 Jahren: Silber
Für eine aktive kirchenmusikalische Tätigkeit von 30 bis 50 Jahren: Gold
Für eine aktive kirchenmusikalische Tätigkeit von 55 bis 70 Jahren: Ehrenurkunde
Die Urkunden können im Fünfjahresschritt ausgestellt werden.

b) Ehrenzeichen
Für eine aktive kirchenmusikalische Tätigkeit von 10 Jahren: einfache Ehrennadel
Für eine aktive kirchenmusikalische Tätigkeit von 25 Jahren: silberne Ehrennadel
Für eine aktive kirchenmusikalische Tätigkeit von 50 Jahren: goldene Ehrennadel
Für eine aktive kirchenmusikalische Tätigkeit von 60 Jahren: goldene Ehrennadel mit Kranz und Zahl „60“
Für eine aktive kirchenmusikalische Tätigkeit von 70 Jahren: goldene Ehrennadel mit Kranz und Zahl „70“

II. Die Bronze- und Silberurkunden werden je nach kirchenmusikalischer Tätigkeit des/der Geehrten von dem Diözesanmusikdirektor (qua Amt gleichzeitig Diözesan-Cäcilienverbandspräses) alleine (für Leiter und Mitglieder kirchlicher Chöre) bzw. zusammen mit dem Referenten für kirchliche Kinder- und Jugendkantoreien (für Leiter und Mitglieder von kirchlichen Kinder- und Jugendchören), bzw. dem Referenten für Liturgiegesang (für Kantoren), bzw. dem Referenten für das Neue Geistliche Lied (für Leiter und Mitglieder von kirchlichen Instrumentalgruppen) bzw. dem Referenten für die kirchlichen Bläsergruppen (für Leiter und Mitglieder kirchlicher Bläsergruppen) bzw. dem Orgelreferenten (für Organisten) unterschrieben.

Die Goldurkunden werden gemeinsam vom Diözesanmusikdirektor und dem Diözesanbischof, die Ehrenurkunden ausschließlich vom Diözesanbischof unterschrieben.

III. Die Jahre der Mitgliedschaft können sukzessive in verschiedenen kirchenmusikalischen Gruppen wie z.B. einem Kinderchor und einem kirchlichen Vokalensemble geleistet sein. Über die Anerkennung von begründeten Unterbrechungszeiten (wie z.B. Mutation, nachgewiesener Militär- bzw. Zivildienst, Krankheit), die nicht länger als zwei Jahre dauerten, entscheidet die jeweilige Leitung der kirchenmusikalischen Gruppe.

IV. Bei einer gleichzeitigen Mitgliedschaft in verschiedenen Ensembles kann eine Ehrung nur in einer der Gruppierungen vollzogen werden.

V. Scheidet eine kirchenmusikalisch nebenamtlich tätige Person aus langjährigem Dienst aus und soll jenseits einer Mitgliedschaftsehrung verabschiedet werden, so kann hierfür beim Referat Kirchenmusik eine entsprechende Urkunde beantragt werden, die von Diözesanmusikdirektor bzw. Diözesancäcilienverbands-Präses und (Orts-)Pfarrer unterschrieben wird.

VI. Alle Anträge für diese Ehrungen müssen in schriftlicher Form (E-Mail, Fax, Post) mindestens vier Wochen vor der Ehrung im Referat Kirchenmusik (Zu Händen Frau Ingrid Kuhn, Domplatz 3, 94032 Passau, gerne auch per Fax: 0851/393-5109 oder E-Mail: ingrid.kuhn@bistum-passau.de) eingereicht werden.

VII. Ein Antrag muss folgende Angaben enthalten:
- Name der Pfarrei
- Vor- und Zuname(n) mit Geburtsdatum der zu ehrenden Person(en), ggf. Mädchenname
- Dauer der kirchenmusikalischen Aktivität der Person(en)
- Art der kirchenmusikalischen Tätigkeit(en) in welcher Pfarrei bzw. musikalischen Gruppe (mit Ort)
- Datum der Ehrung
- Angabe, wohin die Urkunden und Nadeln/Ehrenabzeichen geschickt werden sollen
Unter www.kirchenmusik.bistum-passau.de finden Sie ein vorgefertigtes Antragsformular zum Download.

VIII. Die Kosten für all diese diözesanen Ehrungen übernimmt bei der Erstausstellung der Diözesan Cäcilienverband. Bei Verlust wird ein Zweitexemplar jeder Urkunde mit 5,00 Euro und jeder Nadel mit 6,00 Euro bzw. Ehrennadel mit 10,00 Euro zzgl. Porto dem Empfänger in Rechnung gestellt.

IX. Palestrina-Medaille für Chöre mit einer mindestens hundertjährigen Tradition
Der Dachverband der Diözesan-Cäcilienverbände, der Allgemeine Cäcilien-Verband für Deutschland, ehrt mit der Palestrina-Medaille alle Kirchenchöre, die eine kirchenmusikalische Tätigkeit von mindestens einhundert Jahren nachweisen können.
Alle für die Auszeichnung in Frage kommenden Kirchenchöre können vom Sekretariat des ACV, Weinweg 31, 93049 Regensburg, Tel. 0941/84339 hierfür Antragsformulare anfordern (oder unter www.acv-deutschland.de herunterladen), die in zweifacher Ausfertigung mit dem Dokumentationsmaterial mindestens acht Wochen vor dem geplanten Verleihungstermin an das Sekretariat des ACV einzusenden sind. Es wird vom ACV eine Bearbeitungspauschale in Höhe von 50,- bzw. 25,- Euro für Bezieher der Musica sacra erhoben.

X. Bei allen anderen Jubiläen sind die Ensembles bzw. Pfarreien gebeten, ihren Mitgliedern in angemessener Form selbst Dank und Anerkennung auszusprechen. Hierbei wird auf die ACV-Verdienstnadel verwiesen. Diese Ehrung, die die Nadel und eine Urkunde beinhaltet, soll vor allem den besonderen Einsatz im Bereich der Kirchenmusik würdigen. So kann die Verdienstnadel an alle verliehen werden, die sich durch außerordentliches Engagement ausgezeichnet haben, wie z. B. Chorvorstände oder Kassenwarte.
Die Nadel kann formlos unter Nennung des Namens und einer kurzen Schilderung der Verdienste des/der zu Ehrenden bei der ACV-Geschäftsstelle ACV, Weinweg 31, 93049 Regensburg, beantragt werden. Es wird eine Bearbeitungspauschale in Höhe von 15,-- Euro vom ACV erhoben.

XI. Durchführung von Verleihungen
Die Verleihungen der Ehrungen für Chorsänger, Kantoren, (Bläser-)Chorleiter, Organisten, Bläser oder Leiter bzw. Mitglieder kirchlicher Instrumentalgruppen nimmt in der Regel der Ortspfarrer vor. In begründeten Fällen kann für eine besondere Verleihung der jeweilige Regionalkantor oder der Referent für die kirchlichen Bläsergruppen angefragt werden.
Für die Ehrungen mit 60 oder 70 Jahren Mitgliedschaft ist zudem eine Verleihung im Rahmen der diözesanen Cäcilienfeier am 22. November eines jeden Jahres durch den Bischof oder einen Stellvertreter zusammen mit dem Diözesanmusikdirektor an Stelle der Verleihung vor Ort möglich. Anträge hierfür sind bis zum 15. September an das Referat Kirchenmusik zu stellen.
Die Verleihung der Palestrina-Medaille obliegt dem Diözesancäcilienverbands-Präses, die der ACV-Verdienstnadel einem Mitglied des Chorvorstands.

Passau, den 22. November 2014, am Gedenktag der Jungfrau und Märtyrerin Cäcilia

KMD Marius Schwemmer
Diözesanmusikdirektor und Diözesancäcilienverbands-Präses

Richtlinien zu Musik (Geistlichen Konzerten) im Kirchenraum außerhalb der Liturgie

Die Kirchen unseres Bistums sind dem Gottesdienst und der Gottesverehrung vorbehalten. Die Bedeutung der Kirchenmusik dafür wurde durch die Aussagen des II. Vatikanischen Konzils mit Nachdruck herausgestellt und gefestigt (Konstitution über die heilige Liturgie, Kap. VI, Art. 112). Zum Gottesdienst gehören auch kirchenmusikalische Andachten, in denen geistliche Musik mit Gebeten, Lesungen und Segen verbunden wird. Mit dem „Schatz der Kirchenmusik“, der mit „größter Sorgfalt bewahrt und gepflegt werden“ möge (vgl. Konstitution über die heilige Liturgie, Kap. VI, Art. 114), uns aus der Vergangenheit überliefert ist und in der Zukunft gepflegt werden soll (vgl. Instructio „Musicam sacram“ vom 5. März 1967, Art. 53), greift die Musica Sacra über den gottesdienstlichen Rahmen hinaus und erreicht auf diesem Wege direkt breitere Bevölkerungskreise.

Kirchenkonzerte sind in ihrer Art Verkündigung und Gotteslob, wenn die Auswahl der Musikwerke und die Qualität der Darbietung der Würde des Kirchenraumes entsprechen. Daher haben Aufführungen von Kirchenmusik außerhalb liturgischer Feiern über ihre Bedeutung als kulturdiakonische Leistung und gesamtgesellschaftliche Kulturbildungsträger hinaus, pastorale Berechtigung. Um die zahlreichen Möglichkeiten der Musik in Verkündigung, Gebet und Meditation zu nutzen, gilt für kirchenmusikalische Veranstaltungen jeder Art, gleich ob klassische Musik, Volksmusik oder geistliche Pop- und Jazzkonzerte, in der Diözese Passau in Aktualisierung der Veröffentlichungen zu diesem Thema in den Amtsblättern für das Bistum Passau Folge 5 vom 24. Juni 1998, S. 38f. und Folge 5 vom 12. Mai 1977, die hiermit außer Kraft gesetzt werden, auf Grundlage der Veröffentlichung „Musik im Kirchenraum außerhalb der Liturgie der Deutschen Bischofskonferenz vom 1. Juli 2005 und der Erklärung der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung über „Konzerte in Kirchen“ von 1987 sowie in Reflexion der gegenwärtigen soziokulturellen Situation in unserem Bistum folgende Regelung:

1. Ein geistliches Konzert steht mit im Dienst der Verkündigung und will auf seine Weise den Menschen zum Lob Gottes führen. Von daher sind die in Kirchenkonzerten aufzuführenden Werke zu beurteilen bzw. zuzulassen. Es ist nicht jedes gute Orchesterstück, auch wenn es von einem Klassiker geistlicher Musik stammt, dafür geeignet. So sind auch Anforderungen an den Text zu stellen. Es muss sich um geistliche Werke handeln.

2. Der Kirchenrektor (Rector Ecclesiae) und die für die Durchführung Verantwortlichen sollen für einen würdigen Verlauf der Veranstaltung Sorge tragen. In geeigneter Weise, etwa durch Hinweise auf dem Programm oder durch eine kurze Einführung, soll auf ein dem Gotteshaus entsprechendes Verhalten vor und nach dem Konzert aufmerksam gemacht werden. Nach Möglichkeit spricht der Kirchenrektor oder ein von ihm beauftragter Vertreter ein einführendes geistliches Wort.

3. Von Pausen sollte wegen der dadurch bedingten Unruhe abgesehen werden. Beifallskundgebungen, die kultiviert vonstatten zu gehen haben, sind je nach Konzertanlass abzuwägen.

4. Für die in einer Kirche dargebotene Musik ist der Kirchenrektor verantwortlich. Ihm kommt daher - gerade auch unter Berücksichtigung allgemein pastoraler Gesichtspunkte die Erlaubnis zur Durchführung eines Programms zu. Er hat sich dabei an die unter 1. genannten Kriterien zu halten. In musikalischen, künstlerischen oder rechtlichen Fragen stehen ihm dabei die entsprechenden Fachstellen des Bischöflichen Ordinariats jederzeit beratend zur Verfügung.

5. Bei der Programmgestaltung soll der jeweilige Charakter des Kirchenjahres beachtet werden.

6. Bei der Aufstellung von Chor, Solisten und Orchester/Instrumentalisten ist ebenfalls besondere Rücksicht auf den Charakter der Kirche als Stätte des Gottesdienstes zu nehmen: Sie sollen normalerweise an dem für den Chor üblichen Platz Aufstellung nehmen. Nur in sachlich begründeten Ausnahmefällen kann ein angemessener anderer Ort dafür Verwendung finden. Wenn dies im Chorraum geschieht, ist u. U. das Sanctissimum aus dem Tabernakel zu transferieren. Der Altar selbst darf nicht in evtl. notwendige Aufbauten einbezogen und nicht zweckentfremdet werden. Ehrfurcht gegenüber Altar, Tabernakel und Ambo muss gewahrt werden.

7. Für kirchenmusikalische Veranstaltungen soll möglichst kein Eintritt erhoben werden. Sofern entstehende Kosten nicht durch Spenden oder sonstige Einnahmen aufzufangen sind, kann ein Beitrag zur Deckung dieser Kosten erhoben werden. Die Höhe des Kostenbeitrages ist mit dem Kirchenrektor abzusprechen. Es muss immer gewährleistet sein, dass der Kirchenraum nicht zu kommerziellen Zwecken in Anspruch genommen wird. Der Kartenverkauf muss nach Möglichkeit außerhalb des eigentlichen Kirchenraumes stattfinden. Wo es notwendig erscheint, können Ordner die Plätze anweisen.

8. Die von der Bauaufsicht vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen und die geltenden bauordnungsrechtlichen Vorschriften (Fluchtwege, Fluchttüren, Podien, u.a.) sind einzuhalten.

9. Die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechtes, insbesondere die Rechte der Verwertungsgesellschaften nach dem Urheberrecht, sind zu beachten. Auf den Vertrag zwischen der GEMA und der katholischen Kirche zur Abgeltung von Vergütungsansprüchen durch Pauschalzahlungen wird verwiesen (vgl. Amtsblatt des Bistums Passau Folge 11 vom 28. Januar 2011).

10. Wird das Konzert von einem externen Veranstalter durchgeführt (hierzu zählen Konzertagenturen, Kommunen, Rundfunk- und Fernsehanstalten, Festivalveranstalter oder auch Privatpersonen), so ist ein Nutzungsvertrag auf der Basis des diözesanen Mustervertrages, der im Infoportal der Diözese Passau ( Bereich Recht / Rechtsabteilung / Nutzungsverträge) sowie auf den Internetseiten des Referats Kirchenmusik (www.kirchenmusik.bistum-passau.de / Download / Formulare) zum download bereitsteht, abzuschließen. Es ist darauf zu achten, dass mit der Durchführung eines Konzerts keine kommerziellen Gewinnabsichten verfolgt werden.

Amtsblatt für das Bistum Passau vom 15. Mai 2012
 

Richtlinien zur Führung von Kassen und Konten kirchlicher Gruppierungen auf Pfarrebene, soweit diese nicht rechtlich selbständig organisiert sind (Chor, Jugendgruppen, Ministranten, usw.)

Sämtliche rechtlich nicht selbständige organisierte kirchliche Gruppierungen auf pfarrlicher Ebene unterliegen
grundsätzlich der Leitung der Pfarrkirchenstiftung. Die Kassen- und Rechnungsführung aller Einrichtungen auf ortskirchlicher Ebene obliegt gemäß Art. 14 Kirchenstiftungsordnung dem Kirchenpfleger. Die Kirchenverwaltung
kann die Delegation dieser Verpflichtung in den oben genannten Einrichtungen auf Mitglieder der jeweiligen
Gruppierung beschließen, wenn folgende Vorgaben der Stiftungsaufsicht erfüllt werden:

1. Soweit eine Barkasse geführt wird, ist ein Kassenbuch zu führen, welches jeweils am Jahresende mit
sämtlichen Originalbelegen dem Kirchenpfleger zur Prüfung vorzulegen ist. Nach erfolgter Prüfung wird die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung bestätigt und die Unterlagen werden im Pfarrbüro 10 Jahre aufbewahrt.

2. Soweit ein Konto ( Konto der Pfarrkirchenstiftung ) geführt wird, sind alle Geschäftsvorfälle mit Belegen
am Jahresende dem Kirchenpfleger zur Prüfung vorzulegen. Nach erfolgter Prüfung wird die Ordnungsmäßigkeit
der Kontenführung bestätigt und die Unterlagen werden im Pfarrbüro 10 Jahre aufbewahrt.

3. Auf Verlangen ist dem Kirchenverwaltungsvorstand oder dem Kirchenpfleger jederzeit Einblick in die vorhandenen Kassen/Konten zu gewähren.

4. Die Salden aller Kassen/Konten sind in der Kassenprüfungsniederschrift aufzuführen. Im Rahmen der
Vorlage in der Bischöflichen Finanzkammer ist eine Kopie der Dokumentation der getätigten Einnahmen
und Ausgaben beizufügen.

5. Auszahlungen an Mitglieder der Gruppierungen erfolgen in der Regel im Rahmen der kleinen Ehrenamtspauschale
(maximal 500,00 Euro jährlich).

Amtsblatt für das Bistum Passau vom 27. Februar 2012

Musterwartungsverträge für Glocken und Orgeln

Auf den Internetseiten des Referats Kirchenmusik können aktuelle Vorlagen für Glocken- und Orgelwartungsverträge als pdf-Dateien heruntergeladen werden. Gerade bei Glocken sind turnusmäßig geregelte Wartungen anzuraten, da Glockenstühle nicht regelmäßig begangen und kontrolliert werden.

Diese Wartungsverträge für Glocken und Orgeln bedürfen der stiftungsaufsichtlichen Genehmigung und sind vor Abschluss beim Referat Kirchenmusik, Domplatz 3, 94032 Passau zur fachlichen Prüfung einzureichen.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Dr. Marius Schwemmer, Leiter des Kirchenmusikreferates, zur Verfügung.
Anschrift: Domplatz 3, 94032 Passau,
Tel.: 0851/393-5121, Fax: 0851/393-5109,
www.kirchenmusik.bistum-passau.de

Amtsblatt für das Bistum Passau vom 8. April 2011

Urheberrecht in der Gemeinde

1.    Das Fotokopieren von Liedern und Noten ist grundsätzlich nicht gestattet; es besteht insoweit ein absolutes Kopierverbot.
Lediglich für den Bereich des Gemeindegesangs besteht eine Ausnahme: Falls bei gottesdienstliche Feiern Liedblätter für den Gemeindegesang hergestellt werden sollen, so ist dies rechtlich abgedeckt durch einen bestehenden Vertrag zwischen der VG Musikedition und dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD).
Dieser Vertrag greift allerdings nicht, wenn Kopien für den Organisten, Sänger oder Instrumentalisten benötigt werden. In diesem Fall ist eine Anfrage beim jeweiligen Verlag oder der VG Musikedition notwendig.

2.    Auch für die Musikaufführungen im Gottesdienst durch Chöre, Solisten, Instrumentalisten oder Organisten existiert eine pauschale Regelung, so dass keine gesonderte Genehmigung bei der GEMA eingeholt werden muss. Für den Ausnahmefall, dass Musik über Tonträger wiedergegeben werden soll, ist allerdings eine gesonderte Anmeldung bei der zuständigen Bezirksdirektion der GEMA erforderlich.

3.    Musikaufführungen im Gottesdienst müssen nach dem bestehenden Pauschalvertrag zwischen dem VDD und der VG Musikedition grundsätzlich nicht angemeldet werden.

4.    Konzerte der ernsten Musik (also z.B. die klassische Kirchenmusik)sind von diesem Pauschalvertrag umfasst, soweit die Gemeinde alleiniger Veranstalter des Konzerts ist. (Für Konzerte mit Neuem Geistlichem Liedgut (NGL) wenden Sie sich bitte unmittelbar an die GEMA oder an den VDD.)

Das GEMA-Anmeldeformular für Ernste Musik in Kirchenkonzerten kann auf den Internetseiten des Referats Kirchenmusik der Diözese Passau unter www.kirchenmusik.bistum-passau.de -> Download -> Formulare heruntergeladen werden. Hier findet sich auch ein Link zum Merkblatt der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema GEMA auf deren Seiten. Unter der gleichen Adresse ist auch im pdf-Format eine Informationsbroschüre „Urheberrecht in der Gemeinde“ zum herunterladen eingestellt, die vom VDD zusammen mit der VG Musikedition erstellt wurde und in gedruckter Form Ende 2009 an alle Pfarreien im Bistum vom Referat Kirchenmusik aus versandt wurde.
Für weitere Auskünfte steht das Referat Kirchenmusik gerne zur Verfügung.

Amtsblatt für das Bistum Passau vom 28. Januar 2011

Zuschuss für Probenwochenenden

Anträge auf Zuschuss für Probenwochenenden mit professioneller Stimmbildung bzw. einem professionellen Instrumentaldozenten oder vergleichbaren Veranstaltungen müssen ab 2011 bis zum 15.2. des Jahres gestellt werden, in dem dieser in Anspruch genommen werden möchte. Dem Antrag ist ein Kostenvoranschlag der Veranstaltung beizufügen. Es erfolgt ein vorläufiger Bescheid über den Zuschuss seitens des Referats Kirchenmusik.
Nach der Veranstaltung ist ein Leistungsnachweis, aus dem die tatsächlichen Kosten sowie die Verwendung des Zuschusses ersichtlich werden, bis zum 31. Januar des Folgejahres einzureichen. Auf dessen Grundlage wird der im Bescheid des Referats Kirchenmusik zugesagte Betrag ausgezahlt oder prozentual anteilig zu dem tatsächlichen Kostenaufwand, wenn er nicht im vollen Umfang in Anspruch genommen werden musste.

Amtsblatt für das Bistum Passau vom 28. Januar 2011

Aufnahmeprüfung für das Kirchenmusikseminar

Um ein vergleichbares Niveau der Anfänger im Kirchenmusikseminar zu gewährleisten, hat die Konferenz der Regionalkantoren des Bistums Passau und die Bischöfliche Kommission für Liturgie und Kirchenmusik beschlossen, eine Aufnahmeprüfung im Kirchenmusikseminar ab dem Schuljahr 2011/2012 einzuführen. Anmeldeschluss hierfür ist der 1. Juli 2011.
Die Aufnahmeprüfung, deren Inhalt und Umfang auf der Homepage des Referats Kirchenmusik eingesehen werden kann, findet in der Regel zu Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien der allgemein bildenden Schulen Bayerns statt. Anmeldungen dazu sind bis zum 1. Juli jedes Kursjahres erforderlich.

Amtsblatt für das Bistum Passau vom 28. Januar 2011
 

 

Kirchenmusikalische Fortbildung

Kirchenmusikdirektor Heinz-Walter Schmitz ist für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung auf Diözesanebene zuständig.

Amtsblatt für das Bistum Passau vom 7. September 2006, S. 114, Nr. 84 (Ausschnitt)

 

Ordnung für die Regionalkantorentätigkeit in der Diözese Passau

Findet sich um Amtsblatt für die Diözese Passau vom 27. Februar 2002, S. 34ff. und wird derzeit überarbeitet

 

Abrechnung der Regionalkantorendienste

Die Abrechnung für die Regionalkantorendienste gegenüber den Pfarreien ist bisher stets vierteljährlich durch die Finanzkammer erfolgt. Erstmals ab diesem Jahr wird die Abrechnung durch die Finanzkammer nur noch jährlich im Oktober erfolgen, wobei in 2003 dadurch die drei ersten Quartale 2003 abgerechnet werden und ab Oktober 2004 die zurückliegenden vier Quartale (z.B. IV/2003-III/2004).
Wir bitten die Pfarreien darauf zu achten, dass dann möglicherweise größere Zahlungen zu leisten sind.

Amtsblatt für die Diözese Passau vom 12. Juni 2003, S. 45.