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Barock im Bistum


Der festlich-repräsentative Stil des Barock kam aus Italien zu uns. Ausgelöst hat die neue Bauwelle der verheerende Stadtbrand, der 1662 die Bischofsstadt weitgehend in Schutt und Asche gelegt hatte. Den Wiederaufbau besorgten Künstler aus dem oberitalienischen Intelvital, die innerhalb einer Generation Passau zu einer Stadt italienischer Prägung machten. Neben dem Dom, der zur größten Barockkirche nördlich der Alpen wurde, entstanden auch die Kirchen St. Michael u. St. Paul; die italienischen Künstler trugen ihr Können auch aufs Land. Daneben aber haben auch einheimische Künstler vorwiegend im Auftrag der Klöster u. der Städte Kirchen im neuen Stil errichtet oder alte Kirchen umgebaut. Die Ausstattung von Kirchenräumen beschränkte sich nicht nur auf Neubauten, sondern fast alle Gotteshäuser erhielten barocke ~ Altäre, ~ Kanzeln, Figuren u. Bilder. Die Barockkunst prägte somit das Land wie kein anderer Stil nach ihr. Groß ist die Zahl der Künstler, die diese Werke schufen. Nur wenige Namen seien hier genannt: Die Baumeister Carlo Lurago, Carlo A. Carlone, Domenico Zuccalli, Barth. Viscardi, Jakob Pawagner, Joh. M. Fischer, Severin Goldberger, Joh. M. Schneitmann; die Stuckateure Giov. B. Carlone, Paolo d'Allio, Egid Qu. Asam, Franz Ig. Holzinger, Joh. B. Modler, Benjamin Schreidter; die Maler Carpoforo Tencalla, Barth. Altomonte, Cosmas D. Asam, Joh. Gg. Bergmiller, Matthäus Günther, Wolfgang A. Heindl, Franz A. Rauscher, Joh. M. Rottmayer, Joh. C. Sing, Paul Troger, Joh. Gg. Unruhe, Christian Wink, Joh. Jak. Zeiller u. a.; die Bildhauer Jakob Bendl, Jos. Hartmann, Jos. M. Götz, Jos. Deutschmann, Wenzel Jorhan, Christian Jorhan, Ignaz Günther u.a.

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