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Evangelisch lutherische Kirche


Die Evangelisch lutherische Kirche im Bereich des heutigen Bistums Passau hat eine bis in die Zeit Luthers zurückgehende Geschichte. Schon 1522 wurde die neue Lehre in Passau verkündet, 1527 erhielt sie durch den Flammentod des ehem. Vikars Leonhard Kaiser einen Blutzeugen. Mit dem ~ Passauer Vertrag war es möglich, dass 1563 Graf Joachim von Ortenburg für seine Grafschaft die lutherische Lehre einführte. Die ~ Gegenreformation bewirkte, dass im Bistumsbereich fast die gesamte Bevölkerung wieder zum kath. Glauben zurückkehrte. Erst im 19. Jh. siedelten sich wieder vereinzelt evangelische Christen an. 1834 wurde Passau ev. Vikariat, 1859 Pfarrei. Nach dem 2. Weltkrieg kamen vorübergehend Tausende ev. Christen als Flüchtlinge hierher. Inzwischen hat sich die Seelenzahl auf etwa 10 % der Gesamtbevölkerung im Bistumsbereich eingependelt.

Aufbau der evangelisch lutherischen Kirche im Bistumsbereich: Dem Dekanat Passau (1948 aus dem Dekanat Regensburg ausgegliedert) gehören an: die Pfarreien Aidenbach, Bad Füssing, Freyung mit Diakonstelle Waldkirchen, Fürstenzell, Grafenau, Griesbach, Ortenburg, Passau St. Johann mit Vikariat in Hauzenberg, Passau St. Matthäus mit drei Pfarrstellen u. einem Vikariat, Pfarrkirchen mit zwei Pfarrstellen, Pocking mit Vikariat in Rotthalmünster, Simbach mit Vikariat in Tann u. Vilshofen mit zwei Pfarrstellen. Dazu kommen außerhalb der Bistumsgrenzen die Pfarreien Eggenfelden mit zwei Pfarrstellen u. Gangkofen.

Innerhalb der Bistumsgrenzen gibt es noch die Pfarreien Regen u. Zwiesel (Dekanat Cham), Landau (Dek. Landshut), Hengersberg u. Osterhofen (Dek. Regensburg), Burghausen, Burgkirchen u. Neuötting (Dek. Traunstein).