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Flügelaltar


Der Flügelaltar ist eine besondere Form des spätgotischen ~ Altares. Er besteht aus ~ Mensa, Predella, Schrein, Flügeln und Gesprenge. Die Predella ist eine, manchmal mit einer Figurennische, meist jedoch mit einem Bild oder mehreren Bildern verzierte Konsole, auf der der Schrein steht. Dieser enthält eine oder mehrere Figuren, die von einem Fialenbaldachin bekrönt sind. Die Flügel neben dem Schrein sind so beweglich, dass sie im geschlossenen Zustand den Schrein bedecken. Geöffnet zeigen sie meist Reliefs, im geschlossenen Zustand meist Tafelbilder mit Szenen aus dem Heilsgeschehen oder dem Leben von Heiligen. Das Gesprenge bekrönt den Schrein. Es ist ein aus kleinen Türmchen bestehender Fialenaufbau mit Figürchen. Flügelaltäre gab es in allen spätgot. Kirchen. Jetzt sind sie sehr selten geworden.

Im Bistum sind noch erhalten: Eholfing (~ Sulzbach), Guteneck (~ Johanniskirchen), ~ Hauzenberg, Hohenwart (~ Emmerting), Kriestorf (~ Walchsing), ~ Landau Heiligkreuz u. ~ Vornbach, Friedhofkapelle. Auch in der ~ Neugotik sind oft in freier Abwandlung vom mittelalterlichen Vorbild Flügelaltäre gebaut worden, z. B. in Burghausen St. Jakob, Freyung, Bad Höhenstadt, Perlesreut, Triftern u. a. Der wesentliche Unterschied zum spätgotischen Vorbild ist das Einfügen eines ~ Tabernakels in den Altaraufbau. Ein moderner Flügelaltar steht in ~ Schaibing.