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Hl. Severin von Norikum


Der Hl. Severin von Norikum war Mönch u. Staatsmann zur Endzeit der Römerherrschaft in der 2. Hälfte des 5. Jahrhunderts im Donauraum. Er war die große Stütze der leidenden romanische Bevölkerung in den Wirren der Völkerwanderung. In Boiotro, dem heutigen Passau-Innstadt, bewohnte er vorübergehend eine Zelle u. begründete an einer schon bestehenden Kirche ein kleines Kloster. Auch in Quintanis, dem heutigen Künzing, hielt er sich auf. Er rief die Bewohner von Batavis (Passau) zu Umkehr u. Buße auf u. sorgte für einen kampflosen Abzug der Römer. Am 8. Januar 482 starb er in Favianis (Mautern b. Krems). 488 wurde sein Leichnam von den abziehenden Römern nach Italien verbracht. Die Reliquien sind jetzt in der Pfarrkirche Frattamagiore bei Neapel.

In ~ Passau – Innstadt ist die ehemalige Pfarrkirche (jetzt Friedhofskirche) dem Hl. Severin geweiht. Ausgrabungen haben 1980 die Fundamente einer römischen Kirche zutage gebracht. Für sie hatte Severin nachweislich~ Reliquien besorgt. Kirchenpatron ist der Heilige auch in ~ Passau – Heining, ~ Neuhaus u. (zusammen mit St. Laurentius) in ~ Künzing. Dargestellt wird St. Severin als Mönch in Pilgerkleidung. Die große Bronzefigur von L. Hafner im ehem. Römerlager Boiotro zeigt ihn als edlen Römer in seherische Gebärde.