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Kolpingwerk


Das Kolpingwerk ist die Fortsetzung der vom Priester Adolf Kolping (1813-1865) gegründeten oder geförderten Gesellenvereine, in denen den Handwerksgesellen ideelle u. praktische Hilfen geboten wurden. Noch zu Lebzeiten des "Gesellenvaters" entstanden im Bistum acht Gesellenvereine. Diese u. die späteren Gründungen wurden im 3. Reich verboten. Die 27 Wiedergründungen u. Neugründungen nach dem 2. Weltkrieg nennen sich nun Kolpingsfamilien, haben derzeit 2460 Mitglieder u. sind im Diözesanverband Passau zusammengeschlossen, der wiederum dem Landesverband Bayern angehört. Die Kolpingjugend ist dem BDKJ als Mitgliedsverband angeschlossen. Sie besteht aus den beiden Gruppen "Jungkolping" (bis 18 Jahre) u. "Junge Erwachsene" (bis 25 Jahre).

Jede Kolpingsfamilie wählt ihre Vorstandschaft u. hat einen vom Bischof ernannten ~ Präses als geistlichen Beirat. Die Verbandsarbeit erfolgt schwerpunktmäßig in den Sachbereichen Arbeit u. Beruf Gesellschaft u. Politik, Kultur u. Freizeit, Ehe u. Familie. Im Bistum gibt es Kolpinghäuser in Osterhofen, Pfarrkirchen, Regen, Simbach u. Zwiesel, einen Förderungslehrgang für Jugendliche in Regen u. das ~ Haus für das Leben e.V. Die vielfältige Bildungsarbeit wird von einem eigenen "Kolping-Bildungswerk" gefördert. Groß ist das Engagement für die Entwicklungshilfe: seit 1978 hat das Kolpingwerk im Bistum (zusammen mit staatlichen Mitteln) eine Million DM für Projekte in Lateinamerika (Chile u. Uruguay) aufgebracht. 6 Transporte mit gebrauchten Werkzeugen u. Maschinen wurden bisher in die Dritte Welt zusammengestellt.

Ein einmaliges Ereignis war der Bayerische Kolpingtag vom 22. bis 24. Juli 1988 in Passau. An ihm nahmen 5000 Mitglieder des Kolpingwerkes teil.