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Ölberg


Der Ölberg, eine von Jesus häufig besuchte Stätte in Jerusalem, ist auch jener Ort, an dem das Leiden Jesu mit Todesangst u. Gefangennahme begann. Diese Szene aus der Passion wurde seit dem Mittelalter in der Kunst vielfach nachgebildet. Aus der Gotik sind mehrere Ölberg-Reliefs aus Stein überliefert, die an Kirchenaußenwänden neben dem Eingang angebracht wurden (z. B. Aholming, Hauzenberg, Hengersberg-Frauenberg, Hengersberg-Schwarzach, Neuötting, Noppling u. Vornbach). In der Barockzeit entstanden, meist ebenfalls neben den Kircheneingängen, eigene Kapellen oder Raumnischen mit der Darstellung der Ölbergszene durch freistehende Figuren (z.B. Altenmarkt, Arbing b. Neuötting, Außernzell, Bachling, Hutthurm, Niederpöring, Unterzeitlarn u. Uttigkofen). Eine kunstvolle Ölbergdarstellung aus Stuck besitzt Vornbach.

Die Ölbergandacht ist ein ~ Wortgottesdienst zur Verehrung der Todesangst Christi. In der Barockzeit wurde sie mit szenischen Bildern ausgestattet. In Reischach hat sich dieser Brauch noch erhalten.